Sharpmaker - Ein paar Fragen zum Schärfvorgang

BlackBlade

Mitglied
Frage1: Ich möchte mit dem Sharpmaker die Klinge meines Spyderco Chinook von einer "Gebrauchsschärfe" auf eine "Rasierschärfe“ bringen. Wie gehe ich vor? Muss ich alle 4 "Steps" aus der Anleitung befolgen oder reicht es wenn ich z.B. nur "Step 3" ausführe?

Frage2: Bei der Empfohlenen Schärfmethode wir die Klinge vom Klingenansatz bis zur Spitze an den Stäben vorbei geführt. Gerade bei langen Messern fehlt mir dann im Bereich der Spitze das Gefühl rechtzeitig zu stoppen, wodurch die Klingenspitze seitlich an dem Stein vorbeirutscht und so abstumpft. Kann ich auch so vorgehen, dass ich mit dem Schärfvorgang bei der Klingenspitze anfange?

Frag3: In der Anleitung steht das man jeden in jedem "Step" 20 mal an jedem Stein schärfen soll. Stimmt dieser Richtwert oder habt ihr noch genauere Angaben (z.B.: Anzahl der Züge abhängig von Ausgangs- Und Zielschärfe)?

Frage4: Wie viel Kraft muss man aufwenden um die Klinge gegen die Stäbe zu drücken und sie gleichzeitig von oben nach unten zu bewegen. Mir ist klar das mal diese Kraft nicht genauer (in Zahlen...) ausdrücken kann, aber mir würde es schon einfache Beschreibungen wie „locker“ oder „sehr stark“ helfen, denn bisher habe ich mit beiden Methoden keine guten Ergebnisse erzielt...

Da ich keine Lust hab mir (noch) ein Messer sinnlos „stumpf zu schärfen“ wäre ich dankbar für jeden Tipp!

Gruß
BlackBlade
 

darkblue

Mitglied
Hi BlackBlade

Seit gestern bin ich auch Besitzer eines Sharpmakers und natürlich wurden gestern sämtliche Messer mal wieder auf richig schaft getrimmt.

Nachdem ich zuerst alle vier Steps durchgeführt habe, habe ich relativ schnell festgestellt, daß, sofern die Messer nicht richtig stumpf sind, die weißen Sticks ausreichen.

Ich habe also je nach Zustand des zu schärfenden Messer nur noch die Steps 3 und 4, bzw. nur 4 durchgeführt und war danach mit den Ergebnissen bestens zufrieden.

Durchgezogen habe ich die Messer mit leichtem Druck immer abwechselnd am linken und rechten Stick entlang.

Die Anzahl der Züge war in erster Linie vom Klingenmaterial abhängig. PM-Stähle brauchten erheblich mehr Züge wie normale Stähle.

Ob man anstelle zu ziehen auch drücken kann, weiß ich nicht, stelle ich mir aber auf jeden Fall von der Ergonomie her tödlich vor.

Ich hoffe, Du kannst mit diesen Informationen etwas anfangen.

regards
 
T

Thomas Spohr

Gast
Bzgl. dem alternierenden Schärfen: Eine Seite schärfen, bis durchgehend ein Grat entstanden ist. Dann erst die Seite wechseln erzielt meiner Erfahrung nach bessere Ergebnisse!

Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:

BlackBlade

Mitglied
"Ich habe also je nach Zustand des zu schärfenden Messer nur noch die Steps 3 und 4, bzw. nur 4 durchgeführt und war danach mit den Ergebnissen bestens zufrieden."

Ok, das werde ich beim nächsten Mal auch so machen.


"Ob man anstelle zu ziehen auch drücken kann, weiß ich nicht, stelle ich mir aber auf jeden Fall von der Ergonomie her tödlich vor."

Könntest du das erläutern, weil im Moment weiß ich nicht genau was du meinst...


"Die Anzahl der Züge war in erster Linie vom Klingenmaterial abhängig. PM-Stähle brauchten erheblich mehr Züge wie normale Stähle."

Wieveil Züge hast du denn im Durchschnitt gebraucht?

Vielen Dank für deine Antwort!!
 

darkblue

Mitglied
"Ob man anstelle zu ziehen auch drücken kann, weiß ich nicht, stelle ich mir aber auf jeden Fall von der Ergonomie her tödlich vor."

Könntest du das erläutern, weil im Moment weiß ich nicht genau was du meinst...

Na, Du schriebst doch, Du wolltest bei der Spitze des Messers anstelle an der Griffseite anfangen, da dachte ich, Du wolltest es durchdrücken anstatt es durchzuziehen.



Wieveil Züge hast du denn im Durchschnitt gebraucht?

Sehr abhängig von Zustand und Material der Klinge, ich sag mal so zwischen 15 und 50 je Seite, wohlgemerkt ohne Vorarbeiten mit den grauen Sticks.

Klingt jetzt sicher nach viel Arbeit, ich empfand es allerdings eher als entspannend.
 
T

Thomas Spohr

Gast
SM Allgemein: Ich hege den „Verdacht“, daß diese Blitzschärfer nur eine unbrauchbare Grat-Schärfe herstellen.

Thomas
 

beagleboy

Premium Mitglied
Original geschrieben von Thomas Spohr
SM Allgemein: Ich hege den „Verdacht“, daß diese Blitzschärfer nur eine unbrauchbare Grat-Schärfe herstellen.

Thomas

Kann ich nicht bestätigen! Es ist ja nun wirklich kein "Blitzschärfer", nach dem Motto "Zweimal durchziehen macht rasiermesserscharf". Das gibt´s wohl nur bei QVC oder in der Kaufhalle. :D



Die 20 Züge pro Seite sind schon sehr optimistisch, finde ich. So 40-60 Züge por Seite mache ich eigentlich immer. Aber dann sind die Messer auch wirklich recht scharf, auch die bei "besseren" Standardstählen (z.B. ATS34/154CM). Und seit kurzem, mit dem Diamant, macht es natürlich noch mehr Spaß.
Ich mache alle 4 Schritte durch (mit den Diamanten alle 6). Ein Küchenmesser kam auf 9 Schritte, weil ich da vorher noch Diamant und grau im 30°-Slot mit den Kanten benutzt habe. Und ich alterniere auch immer links-rechts.
Das mit dem Drücken, um die Spitze zu schonen, stelle ich mir vom Bewegungsablauf auch sehr schwierig vor. Ich achte eben im letzten Bereich vor der Spitze auf den optimalen Ablauf.
Die ausgeübte Kraft sollte nicht zu groß sein, vor allem nicht bei den Diamond Rods, da dort sonst die Diamanten ausbrechen können.

Weitere Erfahrungen siehe auch HIER
 
Zuletzt bearbeitet:

exilant

Mitglied
Jo! 20 wäre schön. Bei ATS34- mehr.

Es hängt vom Stahl ab, ob alle Stäbe benutzt werden müssen, und wie oft und von der Restschärfe.

Warum nicht ein paar mal mit den braunen, statt viel mal mit den weissen?

Hab am Wochenende mein 806D2 instandgehalten, mit etwa 5 Zügen je Seite braun und etwa 10 je Seite weiss und ultraweiss. Zum nachschärfen will ich es nicht kommen lassen. Da ist der Sharpmaker echt ne Qual. Lieber bringe ich es dann zum Schleifer.

Für die aus Rhein - Main: Frank Bauer aus Wiesbaden - Kloppenheim ist ´n Tip.

Mein Ergebnis ist o. k. Ob es eine "Wire - edge" ist (Hallo Thomas), werde ich sehen.
 

coolcat

Mitglied
Original geschrieben von exilant
... mit etwa 5 Zügen je Seite braun und etwa 10 je Seite weiss und ultraweiss.
Öhm, hab' ich da was nicht mitgekriegt?? Ultraweiss? Bei meinem SM sinds nur 2 braune und 2 weisse. Gibts da noch was anderes (ausser den Diamand-Dingern)?:confused:
 

connor

Mitglied
Original geschrieben von coolcat
Öhm, hab' ich da was nicht mitgekriegt?? Ultraweiss? Bei meinem SM sinds nur 2 braune und 2 weisse. Gibts da noch was anderes (ausser den Diamand-Dingern)?:confused:

Jup, es gibt noch "ultra fine rods". Hab ich mir gerade in Amerika bestellt, Kostenpunkt US$9.00/Stück.

Sal Glesser schärft seine Messer jetzt immer gerne mit den diamond rods vor und geht dann gleich zu den ultra fines. "Scary sharp". :)

Gruß,

Connor
 

coolcat

Mitglied
Okay danke, das war mir tatsächlich entgangen. Gibts die auch irgendwo in D?? Für 18$ möchte ich nicht in den USA bestellen ...
 

connor

Mitglied
Original geschrieben von coolcat
Okay danke, das war mir tatsächlich entgangen. Gibts die auch irgendwo in D?? Für 18$ möchte ich nicht in den USA bestellen ...

Hmm, keine Ahnung obs die auch schon in .de gibt, aber da, wo ich bestelle, kostets nur US$6.00 Versand (airmail 4-6 days) und bezahlen kann man mit PayPal. Und noch dazu sehr netter Mail Kontakt, hab schon 2x da bestellt und immer alles prima. :)

-Connor
 

beagleboy

Premium Mitglied
Die ultrafeinen hat auch ACMA im Programm, kosten EUR 15. Wenn der Toolshop sie auch hat (wovon ich ausgehe), kriegt Ihr die dort wohl auch versandkostenfrei.
 

darkblue

Mitglied
Lohnt sich die Anschaffung?

Ich finde das Ergebnis mit den weißen schon mal gar nicht schlecht.

Muß man die ultraweißen als Ersatz für den Lederriemen sehen oder ist es eine Zwischenstufe zwischen weißen Sticks und Lederriemen?

regards
 

HankEr

Super Moderator
Man kann ja viel machen, aber ich finde für eine vernünftige Schneide an einem üblichen Gebrauchsmesser braucht es zwischen Riemen und weißem Spydercostein keine zusätzliche Stufe mehr. Wer keinen Riemen einsetzten will, der kann ja alternativ die 4 Schritte in der flachen Stellung machen und dann noch einige wenige mal in der Stellung für den größeren Winkel über den Ultrafeinen gehen.
 

exilant

Mitglied
Das mit dem Stellungswechsel finde ich richtig gut.

Die ultra feinen sind schon o.k. Zum abziehen zwischendurch und so finde ich sie schon brauchbar. Es ist auch eine Frage der Bequemlichkeit, ob man verschiedene Dinge nutzt oder alles in einem Set hat.
 
T

Thomas Spohr

Gast
Mit Ausnahme exakt übereinstimmender Winkel (Sharpmaker zu Schneide) ist ein „auffrischen“ der Schärfe ohne vorhergehendes Anpassen der Winkel, sprich reprofilieren, legendenhafter Unsinn!

Bzgl. dem abwechselnden Schleifen empfehle ich folgenden Link.

http://www.bladeforums.com/features/faqsharp.shtml

Thomas
 

maxkos

Mitglied
Ich muss da Thomas Recht geben. Ich bin gerade dabei mein Benchmade 805 mit dem Sharpmaker zu bearbeiten. Ich habe vorher die Schneide mit "Edding" bestrichen und dann angefangen zu schleifen. Es wurde lediglich an einem geringen Teil der schon vorhandenen Schneide Material abgetragen, da der vorhandene Schneidenwinkel wesentlich spitzer ist als der vom Sharpmaker vorgegebene. Jetzt bin ich dabei mühsam die ganze Schneide umzuschleifen. Ich spiele ehrlich mit dem Gedanken mir die Diamantstäbe zu holen -allein der Preis schreckt mich noch ab.
 
T

Thomas Spohr

Gast
Hallo maxkos,

ich benutze auch zur Kontrolle einen „Edding“. Die DR sind m. M. n. sehr empfehlenswert!

Zur Verdeutlichung für „Ungläubige“:

Thomas
 

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