Seltsames Verhalten am Sharpmaker...

Dongiganti

Mitglied
Moin,

ich habe ein recht seltsames verhalten am Sharpmaker. Gestern ein Opinel Carbon auf dem Spyderco geschärft, mit dem Ergebnis das es bei den
feineren Steinen an schärfe verloren hat.
Bei den ultrafeinen wurde es noch schlimmer
Ich habe beides probiert, mit wenig Druck und auch mit viel Druck, beides brachte keinen Erfolg. Ich schärfe sonst geführt ( Bogdan Robust ) auf Banksteinen, hier bekomme ich die Messer problemlos scharf.

Habt ihr da eine Idee? Ich stehe da gerade etwas auf dem Schlauch!


Gruß Markus
 

Da_mich

Premium Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Für mich persönlich hört es sich so an als würde die komplette Schneide weggebrochen sein. Der Sharpmaker ist eigentlich nichts anderes als ein Keramikwetzstab. Wetzstäbe richten den Grad lediglich auf. Die Schleifwirkung ist sehr begrenzt. Irgendwann bricht der Grad komplett weg und der Weg zum Wasserstein ist unumgänglich. Das ist wie bei einem Stück Blech das man hin und her biegen kann. Irgendwann bricht das Blech in der Mitte auseinander und es hat sich ausgebogen.
 

Lifthrasirr

Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Zumindest was die ganz feinen (nicht die normalen weißen sondern die nochmals feinere Stufe) Steine angeht habe ich die gleiche Beobachtung gemacht.
Fast alle Messer (rostend oder nicht rostend) werden auf den ganz feinen langsamer stumpfer als auf den "normal" feinen.
Ich habe allerhand versucht, das Ergebnis ist annähernd immer identisch. Im besten Fall verändert sich nicht viel, eine deutlich bessere Schärfe ist aber bei mir nicht erzielbar.

Allerdings genügt bei mir schon der "normal" feine Stein, um sehr annehmbare Ergebnisse zu erzielen, von daher ist der Fehlkauf der ultrafeinen Steine für mich verschmerzbar.
 

Harry_W

Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Beim Sharpmaker habe ich nur die beiden Standard Steine. Aber bei den Banksteinen auch den ultrafeinen. Ich kann das geschilderte Verhalten da nicht nachvollziehen. Auf dem ultrafeinen Stein wird die Schärfe noch etwas feiner als auf dem feinen. Beim Papiertest merkt man, dass die Klinge etwas sanfter durch das Material gleitet. Nach dem Abziehen auf dem Chromoxid Riemen wird es dann nochmals feiner. Also genau so, wie man es auch erwarten würde.

Da das Material beim Sharpmaker das gleiche ist, sollte es genauso funktionieren. Allerdings sollte man bedenken, dass beim Schleifen auf der Ecke der Stäbe die Kontaktfläche zwischen Stein und Schneide nur sehr winzig ist. Zum einen kommt da recht viel Kraft auf die Schneide, selbst wenn man mit wenig Druck arbeitet. Zum anderen wird eben pro Zug nur sehr sehr wenig Material abgetragen / poliert. Auf den flachen Seiten der Stäbe schleife ich nie, da mir das zu fummlig ist und ich die Banksteine dann vorziehe. Ich nehme den Sharpmaker nur zum schnellen Nachschärfen von einfachen Messern oder bei Klingen mit Radien (Recurve & Co.).
 

Dongiganti

Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Moin,

vielen dank für eure Meinung dazu! Ich habe am Wochenende auch noch etwas getestet, und bin beim schärfen nur auf den geraden Flächen auch zum brauchbarsten Ergebnis gekommen.

Abgerichtet habe ich die Steine nicht, da sie eh schon ziemlich viel Spiel haben im Halter. Die Steine sind aber auch nahezu plan.
Das System soll hauptsächlich für Taschenmesser sein, die Küchenmesser bekommen weiterhin eine Wetzstahl und den Bogdan mit Banksteinen.
Mit den CBN Steinen lässt sich aber schon etwas Material bewegen, auch wenn es noch immer mühsam ist.
Ich werde da aber am Ball bleiben, und würde mich auch weiterhin über Anregungen freuen.


Gruß Markus
 

uuups

Premium Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Ab und zu muß man die Steine reinigen (speziell wenn die Weißen grau werden)
Abgerichtet müssen die Weißen eigentlich nicht werden, da sie bei mir zu mindest keinen feststellbaren Verschleiß haben.
Ultrafein habe ich nicht, da der Weiße mir bereits fein genug ist.
Dafür habe ich die Diamant-Stäbe fürs Grobe... mit den Grauen hat es mir einfach zu lange gedauert.
Schmigel drumwickeln geht natürlich auch.
 

Loup de mer

Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Ab und zu muß man die Steine reinigen ...
Apropos reinigen: meine lege ich danach regelmäßig in den Geschirrspüler, aber es bleiben graue Streifen zurück.
Gibt es bessere Tricks? Mir schwebt z.B. noch Essigsäure o.ä. vor - gibt es hier eurerseits Erfahrungen?

Zur Threadfrage an sich: den auf dem Sharpmaker abgebildeten "30° Back-Bevel" [siehe hier in der Zeichnung "3) Anschliff"] hast du sicher soweit ausgebildet, dass sich die eigentliche 40°-Schneidfase danach leicht und ohne viel Materialabtrag schleifen lässt?
(Ich hatte das Problem schon mit häufig benutzten Messern und die mussten dann erst mal über den Bankstein um den "Anschliff" wieder herzustellen).
Ansonsten ist dein Problem für mich auch nicht nachvollziehbar.
 

Lifthrasirr

Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

WD40 oder auch Ballistol auf ein Papiertuch gesprüht und damit dann die Stäbe abzureiben reinigt den Sharpmaker recht brauchbar.
Die Steine werden damit vielleicht nicht blitzeblank, aber sie arbeiten danach wieder spürbar besser.
Übrigens schleifen die "feinen" Steine - meinem Eindruck nach - auch ein wenig geschmeidiger, wenn sie leicht mit Öl benetzt sind.
 

Dongiganti

Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Moin,

ja ich habe schon mit dem CBN Steinen das Messer auf 30° geschliffen und dann die 2. Fase gesetzt.
Trotzdem das seltsame verhalten.

Gereinigt habe ich die Steine mit ATA Scheuerpulver, damit werden sie perfekt sauber.

Ich werde mein System tauschen, da ich im Halter bei 40° in einem Slot schon reichlich Spiel habe.
Eventuell habe ich auch ein Montagsmodell ?

Gruß Markus
 

Peter1960

Moderator Spyderco Forum
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Apropos reinigen: [...]
Gibt es bessere Tricks?
Trick habe ich keinen anzubieten, aber ich schildere dir gerne, wie ich es seit vielen Jahren mache:
Ich benutze eine elektrische Zahnbürste mit altem Aufsatz und Zahnpasta ... je nachdem variiert der Duft und sauber werden sie auch. :p
 

TheLem

Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Und ich nehme einen weichen Radiergummi und radiere den Stahlabrieb einfach runter.

Gruß

The Lem
 

Rudi_57

Premium Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Servus,
und meine Chefin hatte mal Edelstahl/Chromreiniger
auf der Arbeitsplatte stehen, seitdem nehme ich dieses Zeug.
Rudi
 

Loup de mer

Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Danke für eure Erfahrungen und Ratschläge. Ich war dann mal an "Putzis Schrank" :D und habe meine Steine mit einer alten Zahnbürste (mechanischer Antrieb) und normaler Scheuermilch (ATA ist bei uns seit ca. 30 Jahren aufgebraucht) gereinigt. Hat einwandfrei funktioniert, ging fix und wird wohl nun zur Gewohnheit - Danke :super:
 

cheez

Mitglied
Ich reinige meine Steine fast nie.

Wenn die weißen Steine subjetiv stumpfer machen, dann liegt es mMn. ausschließlich daran, dass man vorher die Schneide noch nicht ordentlich ausgedünnt hat.

Der gute alte Edding-Trick sollte da Klarheit bringen.

Gruss, Keno
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Ich reinige meine Steine fast nie.

Dito, "fast". Irgendwann (tm) setzen sich die Steine zu, das merkt man auch.

Wenn die weißen Steine subjetiv stumpfer machen, dann liegt es mMn. ausschließlich daran, dass man vorher die Schneide noch nicht ordentlich ausgedünnt hat.

Ist meistens so, ist auch meine Erfahrung.

Dass der Sharpmaker nur einen Grat aufrichtet, kann ich nicht bestätigen. Ich muss eh gerade mein Hinterhof/Gartenmesser schärfen (Spyderco Manix)

2020_0119_123028_001.jpg 2020_0119_123246_002.jpg 2020_0119_123531_004.jpg

Der Eddingpunkt ist da nicht wegen des Winkels, sondern damit ich grob die gleiche Stelle fotografiere

Links der Ausgangspunkt. Mitte nach 30x Ziehen über die braunen Steine, Rechts nach 60x. Dass da gar nicht mal so wenig Material abgenommen wird, sieht man ja.

Die Fase im ersten Bild sind 20° mit Wicked Edge (die 20° sind gemessen). Mit dem Sharpmaker eiert man halt mehr oder weniger um die 20° herum, wie man sieht. Ohne Mikroskop und schnell schnell fürs Gartenmesser reichts ;)

Pitter
 

ronin7

Mitglied
AW: Seltsames verhalten am Sharpmaker.........

Danke für eure Erfahrungen und Ratschläge. Ich war dann mal an "Putzis Schrank" :D und habe meine Steine mit einer alten Zahnbürste (mechanischer Antrieb) und normaler Scheuermilch (ATA ist bei uns seit ca. 30 Jahren aufgebraucht) gereinigt. Hat einwandfrei funktioniert, ging fix und wird wohl nun zur Gewohnheit - Danke :super:

Man kann die Keramikstäbe auch sehr leicht und schnell mit einem Radiergummi reinigen. Am besten funktionieren PVC-freie wie z.B. dieser hier: https://www.bueromarkt-ag.de/radiergummi_faber-castell_188121_pvc-free,p-188121.html
Ich nutze wenn es schnell und ohne Wasser gehen muss gerne die Banksteine von Spyderco. Im Prinzip nichts anderes als die Stäbe vom Sharpmaker nur in Schärfsteinform. Die bekomme ich super sauber mit dem Radiergummitrick.

Ich sehe gerade das wurde weiter oben schon geschrieben :glgl:

Was das Spiel angeht, das hatte mein Sharpmaker damals auch, und was ich online so gefunden habe ist das wohl normal, mal mehr mal weniger. Wenn man schärft können die Stäbe ja nicht nach vorne wackeln. Ob das Teil nun 19° oder 21° hat ist eigentlich auch egal, da man eh ein klein bisschen Abweichung reinbringt. Glaube kaum dass man Freihand perfekt die 90° einhalten kann.
 

Dongiganti

Mitglied
Moin,

wie ich ja schon geschrieben hatte, habe ich nach Absprache mit dem Händler das Set zur Begutachtung eingeschickt. Ich wollte nur eine neue Basis, wegen des grossen Spiel. Leider teilte mir der Händler dann mit, das alle Systeme dieses Spiel haben, und sich auch schon diverse Kunden beschwert haben. Sie wollen die Info an Spyderco weiterleiten, haben aber wenig Hoffnung auf ein Handeln seitens Spyderco.

Ich habe jetzt noch ein paar Taschenmesser mit dem System geschärft, und seltsamerweise geht es bei anderen Messern recht brauchbar.
Bei den Ultrafeinen schärfe ich jetzt nur noch auf den Flächen, und nicht mehr auf den Kanten. Damit komme ich auf brauchbare Ergebnisse,
und es geht mal schnell zwischendurch.

Vielen Dank für eure Unterstützung!


Gruß Markus
 

dTerm

Mitglied
Den Trick mit dem Radiergummie kannte ich noch garnicht. :super:
Sehe gerade, dass es den auch in "offiziell" und "teuer" gibt: https://lansky.com/index.php/products/eraser-block-blister/

@ronin7: Gibts nen besonderen Grund, warum der Radiergummie PVC-frei sein soll?

Dass das Ergebnis freihändig mit Banksteinen nicht viel besser wird, als mit dem Sharpmaker, kann ich bestätigen. Also zumindest nicht mit meinem Geschick/Übungsgrad. Um die Fehlertoleranz zu minimieren, vergrössere ich den Winkel zum Abschluss nochmal mit Leo's Winkeltrick. Also Beispielsweise 20mal links und rechts bei 40°. Anschliessend 3-5mal ganz leicht bei 45°. Hab keine Fotos, aber subjektiv macht es einen Unterschied.
 

ronin7

Mitglied
Den Trick mit dem Radiergummie kannte ich noch garnicht. :super:
Sehe gerade, dass es den auch in "offiziell" und "teuer" gibt: https://lansky.com/index.php/products/eraser-block-blister/

@ronin7: Gibts nen besonderen Grund, warum der Radiergummie PVC-frei sein soll?

Dass das Ergebnis freihändig mit Banksteinen nicht viel besser wird, als mit dem Sharpmaker, kann ich bestätigen. Also zumindest nicht mit meinem Geschick/Übungsgrad. Um die Fehlertoleranz zu minimieren, vergrössere ich den Winkel zum Abschluss nochmal mit Leo's Winkeltrick. Also Beispielsweise 20mal links und rechts bei 40°. Anschliessend 3-5mal ganz leicht bei 45°. Hab keine Fotos, aber subjektiv macht es einen Unterschied.

Der PVC-freie krümelt weniger. Ich habe bis jetzt erst zwei verschiedene Radiergummis ausprobiert. Einmal einen "normalen" von Faber, nämlich den hier: https://www.faber-castell.de/produkte/Grip2001Dreikantradierergrau/187100 und dann noch den PVC freien, weil ich in einem Youtube Kommentar gelesen habe dass die wohl besser funktionieren. Und der genannte PVC-freie war dann tatsächlich viel besser. Aber ich sehe gerade, dass der erstgenannte auch ohne PVC ist :D
geht wohl einfach um die Beschaffenheit des Radierers. Manche krümeln mehr, und es gibt "krümelfreie". Diese sind besser für den genannten Zweck. Den hier hab ich noch gefunden: https://www.faber-castell.de/produkte/DustfreeRadiererweiss/187120 ich nehme an, dass der ähnlich gut funktioniert wie der https://www.faber-castell.de/produkte/709520Radiererweiss/189520

Das soll hier natürlich keine Werbung für Faber Castell sein, ein noname mit ähnlichen Materialeigenschaften wird genauso gut funktionieren. :D