Selbstbau: Esse für Gasbtrieb????

Helmut

Mitglied
Alles klar: hier ein Beispiel, wie es gemacht werden kann. ABER -wie sieht es aus mit der Sicherheit von diesem Teil? Ist hier ein Gas-/Wasser-Installateur oder ein Ing. im Forum, der die Pläne beurteilen kann? Gibts´bessere? Muss man die Pläne hier in D irgendwie modifizieren, viel. wg. dem verwendeten Camping-Gas oder aus anderen Gründen?:confused
Wer hat mal ein Gas-Feuer gebaut und kann seine Erfahrungen und Empfehlungen weitergeben?
Und schließlich: wo gibts`billig Material?



http://www.reil1.net

[Admin: url code war falsch angegeben, hab das korrigiert]
 

bert

Mitglied
hi helmut!

einfachster weg:
nur den brenner kaufen (pharos feuerstätten), und gehäuse selber bauen.
dann brauchts du dir betreff sicherheit keine gedanken machen.

gruß
bert.

www.69nord.at

PS:NEUE MESSER AUF MEINER HP!
 

AchimW

Mitglied
Gasfeuer

Wir haben nach (teilweise modifizierten) Plänen von Ron Reil mittlerweile so um die 20 Gasfeuer gebaut. Nix Brenner kaufen bei Pharos. Die Dinger sind supereinfach selbst zu machen. Wenn Du für die Installation bis zur Brennerdüse nur gekauftes Material nimmst ist das meiner Ansicht nach kein Problem. Sieht etwa so aus:

- Druckminderer mit Manometer, ca. 65,- DM (z.B. von Rothenberger bei Bauhaus)
- Sicherheitsventil, 3/8", ca. 25,- DM
- Schlauch 3 m, 3/8", ca. 20,- DM
- 35 mm Gasbrenner (aus dem wir die Düse nehmen), ca. 17,- DM
- Isoliermaterial (Silcaflex-Matten und Kleber) bei Silca in Mettmann (die Matten bis mindestens 1480° C!!), siehe auch hier: http://www.silca-gmbh.com/
- Brenner-Rohre mit Flare selbermachen

Als Gehäuse für die Gasschmiede haben sich bei uns alte 6-Kilo-Propangasflaschen bewährt. Restentleeren, VOLLSTÄNDIG mit Wasser füllen und dann auftrennen mit dem Winkelschleifer. Rohrstutzen mit Flügel- oder Madenschraube oder eingedrehter "Treppe" als Halterung für den Brenner einschweißen.

Matten einkleben.

Innen mit Keramikkleber oder besser Keramikschlicker aus der Gießereitechnik ausschmieren.

Als Boden eine Schamottplatte oder einen Tiegelabschnitt eines Tongraphit-Tiegels aus der Gießerei, ebenfalls mit Keramikschlicker ausgeschmiert.

Fertig.

Für Fehler bei der Installation oder Montage haftet natürlich jeder selbst. Aber im Prinzip sind die professionell vertriebenen Gasschmieden von Proforge genauso aufgebaut und auch nicht sicherer. Davon habe ich auch eine.

Achim
 

Helmut

Mitglied
Danke. Danke. Nächste Frage:

Danke an Admin. Da hab´ ich gepennt!:rolleyes:
Danke an bert und an AchimW. Damit kann ich was anfangen. :ahaa:
Nächste Frage:
Was meint Ihr: wie groß kann man den Brennraum maximal planen? Nicht, dass ich daran denke, mal irgendwann einmal ein Schwert zu schmieden. Ich frage nur mal so, aus reiner unschuldiger Neugierde!:hehe:
Ich kann mir vorstellen, dass man sowohl mit Pharos- als auch mit selbstgebauten Brennern doch bestimmte Dimensionen nicht überschreiten sollte.:confused: Die "leere-Gasflaschen-aufschneid-Methode" setzt da bestimmt auch Grenzen....
 

bert

Mitglied
meine esse hat 20*20 (höhe*breite)und eine länge von 40cm.
allerdings mit 2 brenner.
kleiner ist kein problem. für messerklingen vielleicht auch praktischer.

gruß
bert.
www.69nord.at
 

AchimW

Mitglied
Gasesse

Die kleinste, die wir bisher gebaut haben war aus einer 3-Kilo-Flasche (selten) und hatte einen Brennraum von 110 mm Durchmesser und etwa 30 cm Länge. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt, da man immer auf längere Flaschen (z.B. Acetylen) bzw. Rohre ausweichen kann. Mit einem unserer Brenne würde ich allerdings nicht über die Länge einer 11-Kilo-Pulle hinausgehen. Größere Länge? Mehr Brenner! Da die Flaschen aber vorne eine große und hinten eine kleine (verschließbare) Öffnung haben ist auch das Schmieden von längeren Teilen gar kein Problem.

Übrigens haben wir mit dem o.a. Mini schon Damastblöcke von bis zu 3 Kilo geschweißt. Brauchen tut das Ding fast nix. Mit einer 11-Kilo-Flasche läuft der Ofen bis zu 30 Stunden (ohne das die Flasche einfriert!!!).

Achim
 

Hermann

Mitglied
Propangasflaschen

Warum eigentlich Propanflaschen benutzen ?
Sind schwer aufzutreiben.
In vielen Kfz-Werkstätten ( zB. ATU ) werden Einwegflaschen
für Kältemittel verwendet ( Klimaanlagen )
Ewig Schade die Dinger wegzuwerfen.
Gruß :Hermann
 

sanjuro

Mitglied
Gasesse

Man kann Öfen bauen, die mehrere 100 l Inhalt haben, die (mit zwei Personen) noch tragbar sind, auf ca. 1300°C kommen und mit Propan gefeuert werden. Es ist alles eine Frage der Dimensionierung.

Je größer der Ofen, desto länger allerdings die Aufheizzeit. Ich habe Öfen für Keramik gebaut, die bei 70 l Inhalt in 10 min auf 1000°C kamen. Aber das ist kein Rekord, das geht noch besser! Es ist immer eine Frage, was man aufheizen will.

Gruß

sanjuro
 

Dex

Mitglied
Gasesse, Gasverbrauch

Hallo Helmut,
die Frage nach der Größe des Brennraums ist auch stark mit dem Gasverbrauch deiner Esse verbunden. Willst du nur schmieden, kann der Brennraum bei akzeptablen Verbrauch etwas größer sein. Willst du feuerschweißen mußt du unter Umständen schon wesentlich mehr Gas investieren um überhaupt Schweißtemperatur zu erreichen.
Der Brennraum meiner Esse ist im Durchmesser 150 mm und 400mm lang. Die Außenhülle der Esse ist ein Edelstahlrohr, das ich mir habe anfertigen lassen. Die Auskleidung besteht aus drei Lagen Isolationswatte. Beheizt wird der Brennraum mit zwei Brennern Marke eigenbau. Da der Brennraum auch eine kleine Öffnung an der Rückseite hat, kann man das Material durchschieben und ist so in der Klingenläng eigentlich nicht begrenzt. Problematisch wird es bei breiten Axtklingen.

Detlef
 

Noob

Mitglied
Als Alternative geht auch Hochtemperatur-Fugenmörtel (1500°) ausm Baumarkt ;). Denn kann man bei Bedarf noch zusätzlich mit gemahlenem Schamott anreichern, geht ganz gut als Streichmasse für den Boden.
 

Bärtram

Mitglied
Danke für den Tip

Der Fugenmörtel ist ja recht preiswert zu haben.
Wenn dann mal was rausfällt ist das nicht so schlimm.
Ich denk ich werd es mal probieren.
Werde nächste Woche meinen Ofen anfangen Brenner ist schon fertig.

Bilder gibts auf meiner Homepage

Bärtram
 
Zuletzt bearbeitet:

Noob

Mitglied
Den Mörtel (ist dieses schwarze Zeugs aus der Presstube) kannst du bei Bedarf mit Wasser verdünnen (nicht zu stark) und dann die Fasermatten damit bestreichen, and den Seitenwänden sollte das reichen.
Für den Boden hab ich ne 50/50 Mischung Mörtel-Schamottmehl (Alte Schamotte mit Hammer, Mörser und Teesieb bearbeitet, Körnung Staub bis feiner Sand) ca 5-10mm dick ausgespachtelt. Das erste mal hab ich reinen Mörtel genommen, hat nicht lange gehalten, mit der neuen Mischung bin ich aber sehr zufrieden.

Greets und viel Erfolg
Noob
 

Günther

Mitglied
@ Bert:

Ist zwar schon ein etwas älterer Beitrag, hab ich aber grad zum ersten Mal gesehen.

Ich wußte nicht, das Du auch schmiedest.Hast Du Deine Esse selber gebaut?
Ich hab auf der Seite Pharos nachgesehen, bin mir aber nicht ganz sicher, welcher Brenner da der richtige ist.Welche hast Du verwendet?
Hast Du sie modifizieren müssen, um die Temperatur zu erreichen?

Was hat Dich das Ding gekostet?

Inzwischen funktioniert mein Eigenbaubrenner ohne Probleme, aber ich überlege immer ncoh , mir trotzdem einen zu kaufen.
 

motte

Mitglied
Am Anfang stand ja die Frage nach der Sicherheit von selbstgebauten Brennern. Was mich in der Zusammenhang interessieren würde, wie sieht es denn mit der rechtlichen Seite aus.

Auch wenn man von der Flasche bis zum Brenner geprüftes Zubehör aus dem Sanitärhandel einbaut, entspricht ja die Verwendung der Bauteile nicht der eigentlichen Bestimmung.

Könnten hier z. B. Versicherungen bei Unfällen, die ja trotz aller Vorsicht nicht auszuschließen sind, evtl. die Übernahme von Kosten grundsätzlich verweigern, da ja z. B. Hartlötbrenner sicherlich nicht zum dauernden Aufheizen von Brennkammern vorgesehen sind.
Bei der KFZ- Versicherung erlischt der Versicherungsschutz ja auch, wenn Fahrzeuge ohne TÜV- Eintrag oder Baumusterprüfung modifiziert werden.

Ich will ja hier nicht den Teufel an die Wand malen, aber irgendwie bin ich schon etwas unsicher, da ich mir gerne eine Gasesse nach den Anregungen im Forum bauen würde aber natürlich keine unkalkulierbaren Risiken eingehen möchte.

Nachdem ja offensichtlich sehr viele solcher Gasessen von den Forumsmitgliedern ohne Probleme gebaut wurden und z. T. ja auch gewerblich vertrieben werden, hoffe ich darauf, daß ihr mich diesbezüglich beruhigen könnt.

Grüsse
 

Günther

Mitglied
Wenn ich mich richtig an die Berufschulzeit erinnere (ist schon etwas her):

Beim Autogenschweißen hieß es immer, das bei einem Flammenrückschlag außer einem lautem Knall nicht viel passieren kann, da die Flamme ja nur bis zum Rückschlagventil (Schlauchbruchsicherung) brennen kann.
 

knuddel

Mitglied
AW: Gasesse

Die kleinste, die wir bisher gebaut haben war aus einer 3-Kilo-Flasche (selten) und hatte einen Brennraum von 110 mm Durchmesser und etwa 30 cm Länge. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt, da man immer auf längere Flaschen (z.B. Acetylen) bzw. Rohre ausweichen kann. Mit einem unserer Brenne würde ich allerdings nicht über die Länge einer 11-Kilo-Pulle hinausgehen. Größere Länge? Mehr Brenner! Da die Flaschen aber vorne eine große und hinten eine kleine (verschließbare) Öffnung haben ist auch das Schmieden von längeren Teilen gar kein Problem.

Übrigens haben wir mit dem o.a. Mini schon Damastblöcke von bis zu 3 Kilo geschweißt. Brauchen tut das Ding fast nix. Mit einer 11-Kilo-Flasche läuft der Ofen bis zu 30 Stunden (ohne das die Flasche einfriert!!!).

Achim

Wer kann mir einen Bauplan einer Gasesse und den passenden Brenner mailen. Bin Werkzeugmacher und kann fast alles selbst anfertigen.