Sebenza oder Schanz folder?

Mark XII

Mitglied
Hallo!

Auf der Suche nach einem wirklich guten und voll alltagstauglichen Messer bin ich zwangsläufig auch auf die beiden oben genannten gestoßen. Gerade bezüglich des Sebenzas scheint es ja sehr gespaltene Meinungen zu geben. Die einen von Euch heben es ziemlich auf einen Podest während die anderen den Hype wohl gerade wegen des Preises nicht verstehen können.

Direkt neben dem Sebenza wird ja oft der Folder von Jürgen Schanz genannt, der eine gewisse Nähe (Lock, Optik, Griffmaterial) auch nicht verhehlen kann.

Nun meine Frage an diejeniegen von Euch, die beide Messer kennen: Welche objektiven Gründe sprechen für Euren Favoriten?
Mir geht es da in erster Linie um Kriterien wie Verarbeitungsqualität, Handlage, Robustheit und eben Alltagstauglichkeit.

Im Voraus schon mal vielen Dank für Eure Antworten. Und falls jemand eines der genannten Messer verkaufen möchte, wäre ich auch für vernünftige Angebote aufgeschlossen.

Viele Grüße,

Thorsten
 

Hersir

Mitglied
Original geschrieben von Mark XII

Nun meine Frage an diejeniegen von Euch, die beide Messer kennen: Welche objektiven Gründe sprechen für Euren Favoriten?
Mir geht es da in erster Linie um Kriterien wie Verarbeitungsqualität, Handlage, Robustheit und eben Alltagstauglichkeit.

tja qualität gleich, handlage gleich gut usw......

ich bevorzuge die messer von jürgen, da man hier einfluss auf mateialien, klingenform usw nehmen kann ......

jürgen ist ausserdem ein super kerl:super: und irrsinnig nett.

hoff ich hab dir helfen können, ich fürchte aber net....
 
F

filosofem

Gast
Ich habe beide Messer. Hatte beide auch schon als EDC dabei. Was jetzt besser ist kann ich dir eigentlich icht sagen. Bei einem Schanz-Folder kannst du Material, Optik usw. selbst bestimmen. Ist halt individueller, dafür aber auch teurer. Bei dem jetzigen $-Kurs bekommst du ein großes Sebenza für ca. 360 € (inkl. P+V). Ein besseres Messer als das Sebenza hatte ich eigentlich noch nicht in der Hand. Auch im Vergleich zu doppelt so teueren Customs. Die Verarbeitung ist einfach perfekt! Dieses Teil ist auch aus Titan und hat eine SV-30 Klinge. Momentan ziehe ich das Sebenza als EDC vor, da mir der Schanz einfach zu Schade ist. Der Holschliff des Sebenzas gefällt mir persönlich sehr gut! Gestern musste ich ein paar dicke Kartons zerschneiden. Ich hatte bei sowas noch kein Messer in der Hand welches so leicht und mühelos duch dieses Material ging! Allerdings wird dir Jürgen auch ein Messer mit Holschliff bauen. Also mein Fazit wäre: beide kaufen! ;) Beides sind nämlich sehr gute Messer! Ein Bild von einem feinen Schanz-Folder findest du unter "Scharfe Sachen".
 
Zuletzt bearbeitet:

pick-up

Mitglied
da ich beide messer kenne und von jürgen schon ein paar stücke habe, kann ich nur sagen:
wenn du das messer nicht selber aus den staten importierst, nimmt es sich beim preis nicht viel. von der verarbeitung sind beide top und die qualität ist auch bei beiden top.
ich würde aber immer wieder ein messer von jürgen vorziehen, weil man mit ihm alle sachen absprechen kann und kein messer von der stange hat.
 

Holzwurm

Mitglied
Hallo

Ich habe beide Messer und kann dazu nur sagen das sich in der
Verarbeitungsqualität an sich nichts tut.

Was mir bei dem Large Sebenza regular besser gefällt ist die
bessere Handlage , durch besser abgerundete Kanten und durch die
Grifform an sich,man kann damit sehr lange ermüdungsfrei arbeiten.
Was mir nicht ganz so gut gefällt ist der Hohlschliff,ich mag
lieber Flachschliff. Einen weiterern Nachteil habe ich feststellen müssen,bei meinem Sebenza welches 1997 hergestellt wurde .Das die Kugel im Liner , wohl vom vielen rumspielen,sich etwas abgenutzt hat
und das Messer im geschlossenen Zustand nicht mehr so gut hällt. Hat sich schon mermals beim ziehen aus der Hosentasche unbabsichtigt geöffnet.Ich habe diesen Fehler behoben in dem ich den Klingengang etwas fester eingestellt habe,jetzt funzt es wieder.

Der große Schanze Folder gefällt mir vom Design her besser. Den Nachteil mit der abgenuzten Kugel hat Jürgen gut gelößt , indem er an Seiner stelle eine Madenschraube eingesetzt hat, wo man den Halt des Messers im geschloßenen Zustand regulieren kann.Auch der Flachschliff
erhällt einen Pluspunkt bei mir.
Was mir nicht so gut gefällt,sind die nur leicht angefasten Kanten der Titanschalen.Sie drücken nach kurzer Zeit in der Hand .Extrem bemerkbar macht sich das beim kleinen Finger.Da die lange Griffmulde
nur für drei Finger reicht,kommt der Kleine Finger auf der Erhöhung zum liegen.Bei einer festen Umklammerung des Griffes drückt sich die
Kante der Titanschalen nach kurzer Zeit recht schmerzhaft in den kleinen Finger.

Mein Fazit ist:
Ein Sebenzagriff mit Schanze-Klinge und Linerschraube statt der Kugel ,das wäre perfekt!:D

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen

Holzwurm
 

Mark XII

Mitglied
Vielen Dank für Eure schnellen Antworten! Die Entscheidungsfindung wird dadurch leider wirklich nicht gerade erleichtert...

@Holzwurm: könnte ich die Messer bei Gelegenheit mal bei Dir befingern? Ich wohne nämlich nicht allzu weit von Dir entfernt.

Gruß,

Thorsten
 

mactheknife

Mitglied
Kenne auch beide. Ich würde den Sebie vorziehen. Der Griff liegt mir besser in der Hand. Die hohlgeschliffene Klinge macht einen Super Schneider und sorgt dafür, dass auch nach öfteren Schärfen eine gute Schneidgeometrie erhalten bleibt. Der Clip ist schön in einer Einfräsung verschraubt und liegt stabilisierend auf dem Lockbar auf. Preisvorteil bei Direktbestellung in USA wurde schon erwähnt. Durch Absprache mit Jürgen bestimmt verbesserbar: er macht die Aussparung im Lockbar sehr tief, so dass sich für mich der Liner zu labberig -sprich zu wenig Spannung -anfühlt.
 

porcupine

Super Moderator
Ich konnte auch beide vorher befingern und hab mich fürs sebenza entschieden, viel bessere handlage, und hier im Forum auch nicht zu teuer bezahlt. Das seb regular gibts auch mit Flachschliff, und es hat besser abgerundete Griffe. Seit ich es habe, mag ich es nicht mehr aus der Hand legen. arno
 

Schütze BUM

Mitglied
Tja was soll ich sagen, wenn man nur ein Messer haben will und wenn es nur diesen Beiden zur Auswahl gäbe, dann muß man wohl ein schwierige Entscheidung treffen.

Da es aber so ist, daß fast alle von uns mehr als ein Messer haben wollen, so sage ich:"Mindestens BEIDE."
Am besten natürlich auch noch die Small Varianten und was aus Damast für Sonntags und was mit Inlays oder aus Timascus oder Beides zu Weihnachten und was mit einer anderen Klingenform zum Geburtstag und eins zum Liebhaben zwischendurch.

Qualitativ liegen Sebenzas ebenso wie Schanzfolder auf höchstem Niveau

:D :D :D
 
F

filosofem

Gast
Dass das Sebenza besser in der Hand liegt kann ich nicht nachvollziehen. Die Ecken sind bei meinem Schanz genauso gut abgerundet usw. Das Greifgefühl des Schanz hat mir viel besser gefallen als das beim Sebenza. Dessen Oberfläsche fand ich im Originalzustand einfach ätzend :argw: Aber nach etwas polieren fühlt sich jetzt auch dieser Griff super an. Ein Sebenza in dieser Version würde ausserdem auch etwas mehr kosten ;)

SchanzF01.jpg
 

porcupine

Super Moderator
@ filosofem!
Ich gebe Dir recht. Das Mit der Handlage ist wohl nur eine Frage der Gewöhnung, ich konnte das Schanz-Messer ja nur kurz anfassen. Und qualitativ sind sie beide absolut top. Mein seb hab ich inzwischen graviert, jetzt ist es auch kein grauer Klotz mehr.
arno
 

crashlander

Mitglied
Hatte mal den Schanz-Folder (allerdings mit anderer Klingenform). Schönes Gerät, die Madenschrauben scheinen mir allerdings nicht so widerstandsfähig zu sein wie ein gehärteter Detend Ball. Jedenfalls wurde bei meinem die Klinge im geschlossenen Zustand nach einer Weile nicht mehr gut gehalten, was bei tip-up-Trageweise in der Hosentasche nicht ohne ist. Zudem hatte ich den Eindruck,daß die gefrästen Rinnen im Liner (damit man ihn überhaupt aufbiegen kann) etwas stark ausgefräst waren (Stabilität), das ist vielleicht aber auch subjektiv.
Ansonsten wie gesagt schön, zudem kann man auch das Klingenmaterial der Wahl aussuchen, das Finish von Griff und Klinge usw., also mehr Variabilität als beim Sebbie. Jürgen ist zudem ein netter Kerl.
Preislich muß man halt sehen, was der Markt hergibt.

Eigentlich dachte ich, Jürgen macht gar keine Framelocks mehr (wg. Materialbeschaffung), hat er zumindest auf der IMA letztes Jahr gesagt. Vielleicht hat sich das ja aber wieder geändert.