Schwergängiges Sebenza

Matthias123

Mitglied
Hallo zusammen,
ich habe ein neues Sebenza, dass sich leider nur schwer öffnen läßt. Ich habe das Messer zerlegt, gefettet und wieder zusammengebaut.
Wenn ich die drei Schrauben ordenlich fest ziehe, läßt sich das Messer nur mit richtig Kraft öffnen. Lasse ich die Schrauben ein wening loser, ist es ok aber längst nicht so angenehm wie bei einem Masters of Defence.
Was mache ich falsch?

Und noch 'ne Frage. Was für ein Fett benutzt ihr für das Messer? Chirs Reeve verkauft ja welches auf seiner Web-Seite, aber mir ist es zu aufwendig aus USA zu bestellen.

Gruß
Matthias
 

HankEr

Super Moderator
Zu Frage 2: Lupus Waffenfett gibt´s in vielen Waffenläden.

Gibt es sicher ähnlich für industrielle Anwendungen und kostet dann nur einen Bruchteil, da man aber mit so einer Dose sehr weit kommt fällt der Preis nicht so ins Gewicht.
 

ge2r

Mitglied
3 (!) Schrauben ??

Ist es denn beim Sebenza (ich hab ja immer noch keins) nicht so, dass man mit der Achsschraube den Klingengang einstellt ?
 

Matthias123

Mitglied
Über 3 Schrauben wird das gesamte Messer zusammengehalten. Zwei im vorderen und eine im hinteren Teil des Messers.
Die Achsschraube stellt den Klingengang ein. Ich hatte aber mit den beiden vorderen Schrauben experementiert, um zu sehen, ob sich Änderunengen einstellen. Leider mit keinem richtigen Erfolg. Ich wollte jetzt die Achsschraube recht locker lassen und mit Schraubensicherungslack sichern, damit sie nicht los geht.
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von Matthias123
Wenn ich die drei Schrauben ordenlich fest ziehe, läßt sich das Messer nur mit richtig Kraft öffnen. Lasse ich die Schrauben ein wening loser, ist es ok

Was meinst Du mit "nur mit Kraft öffnen" Läufts nur schwer, oder reibt die Klinge irgendwe? War das schonmal anders?

Klingengang ist halt recht subjektiv. Bei meinem Sebenza geht die Klinge relativ schwer auf, alle MTs gehen im Vergleich leichter, kugellgelagerte Klingen eh, das Messer von Kevin z.b. geht noch schwerer als das Sebenza. Aber alle laufen sie sehr sauber. Das ist Geschmacksache aber kein Qualitätskriterium. Ich zum Beispiel mag lieber einen schwereren als einen zu leichten Gang. Aufflicken wirst Du das Sebenza IMO allerdings nie koennen, zumindest nicht, wenn die Klinge nicht wackeln soll ;) Ist eh Prollgehabe und macht die Messer kaputt
:D

Gruesse
Pitter
 

Matthias123

Mitglied
Ich denke, dass die Klinge einfach nur schwer läuft; reiben tut da nix. Ich persönlich hätte es lieber, wenn die Klinge leichter läuft. Das kann ich aber nur erreichen, wenn ich die Achsschraube richtig locker mache -> Dann kann sie aber verloren gehen. Naja, eventuell muss ich mich erst an die Sache gewöhnen. Ich habe das Messer erst eine Woche. Zum Aufflicken will ich das gute Stück auch gar nicht benutzen. Ich bin es eben von anderen Messer nur leichter gewohnt (-> Weichei ;o) )
Gruß
Matthias
 

Andreas

Mitglied
zwei tropfen tuf-glide (links und rechts von der klinge) wirken wunder.
mit fett (auch dem von lupus) komme ich nicht so richtig klar. ich habe immer das subjektive gefühl, dass die klinge danach "schlechter" läuft.
 

Ralle

Mitglied
Drück mit einem Keil den Liner und die linke Platine soweit auseinander, bis die Kugel frei läuft. Die Klinge spielfrei einstellen und der danach höher anfallende Öffnungswiderstand kommt aus dem Liner bzw. von der Kugelbahn. Die Kugelbahn kann mit Polierpaste etwas verbessert werden.

Gruss Ralf
 

freagle

Mitglied
Framelocks können je nach Design deshalb etwas schwerer laufen weil man beim Öffnen mit dem Zeigefinger den Liner nach innen drückt, die Reibung der Kugel auf der Klinge wird so größer.

Beim Sebenza sollten die hinteren zwei Schrauben komplett fest angezogen sein, den Gang stellt man über die Achsschraube ein, die Klinge sollte leichtgängig sein und trotzdem steif und ohne Spiel im Griff sitzen.

Neue Messer mit Bronzewashern, brauchen (im Vergleich zu Teflon oder Nylotron) oft etwas bis sie sich eingespielt - eingelaufen haben. Die Sebenzas die ich bisher in der Hand hatte sind alle ganz gut gelaufen, richtig geflutscht sind sie alle nicht.Ich mein einfach dass Bronzewasher zwar verschleißfester aber bei weitem nicht so gleitfreudig sind wie Teflonwasher.


freagle

Meine Handmades
 
G

gast

Gast
Hatte bis jetzt zwei Sebis. Mein Linkshandmodell, wie auch das Modell davor, geht wie Butter auf und zu. Gefühlsmäßig einer meiner besten Folder.Zwar nichts feines, aber pure Funktion.
Matthias
 

catman

Mitglied
Ich empfehle Dir diesen thread:

http://www.bladeforums.com/forums/showthread.php?threadid=128855

Ein must read für jeden Sebbie Besitzer, wie ich finde. Hat mir am Anfang einige wertvolle Tips gegeben.
Ich habe mein Sebbie jetzt fast 2 Jahre als EDC, es läuft jetzt etwas leichter als am Anfang. Aber schwergängig ist es aber überhaupt nie gewesen.
Mit der Festigkeit der Schrauben hat es lt. CRK nichts zu tun, die sollen immer fest (einfach nur fest - nicht superfest oder lose) angezogen werden, funktioniert bei mir auch tadellos.

Hast Du vielleicht die Scheiben nicht ganz sauber eingepasst (eingeklemmt)?? Das ist in den USA Listen immer der erste Frage wenn es um schwergängige Sebenzas geht.

Das Lupus-Teflonfett benutze ich auch, funktioniert bei mir bestens (nachdem ich verschiedene Sachen ausprobiert hatte). Wichtig ist - nur ganz wenig Fett auftragen, nach 1 bis 2 Tagen hat sich dann alles wunderbar eingelaufen. Wenn ich zuviel Fett nehme läuft mein Sebbie auch schwerer und es sammelt dann ordentlich Schmutz an den Fetträndern an.

HTH ;)

catman
 
F

filosofem

Gast
Da es hier gerade um das Sebenza geht mal noch eine andere Frage. Der Titangriff ist doch mit irgend etwas behandelt bzw. überzogen, oder? Die Oberfläche bei meinem Modell (Classic 2000) fühlt sich irgendwie etwas rau und unangenehm an. Woran liegt das? Reibt sich sowas mit der Zeit ab?
 

mactheknife

Mitglied
Bei meinem Flatground Seb war der Klingengang trotz gut geschmiert mir persönlich auch etwas zu stramm. Lösung: ich habe beide Unterlegscheiben flach auf 600er Schleifpapier gelegt und vorsichtig auf beiden Seiten überschliffen. Danach war der Klingengang mit nem Tropfen Oel wie Sahne. Natürlich nicht übertreiben und lieber zwischendurch zusammengeschraubt und getestet bevor man zuviel abträgt.
 

Zakalwe

Mitglied
@filosofem:

Die Oberfläche zerkratzt leider ziemlich schnell / wird geglättet. Anders anfühlen fühlt es sich dadurch kaum, es sieht bloss hässlicher aus.
Ich habe schon ein paar Mal daran gedacht, mein Sebenza deshalb zu polieren, aber das erscheint mir etwas viel Mühe zu sein für so einen grauen Klotz. :)

Björn
 
F

filosofem

Gast
Ich habe das Messer gerade mit der rauen Seite eines Schwammes "poliert". Ging ohne Probleme. War nur ca. 10 Minuten Arbeit. Ohne dass ich das Messer zerlegt hatte. Dieser seltsame Belag auf der Oberfläche ist nun so gut wie weg. Man sieht kaum einen Unterschied, nur dass es sich so viel (!) besser und angenehmer anfühlt!
 

Zakalwe

Mitglied
Hmm, vielleicht sollte ich das dann doch einmal probieren.
Ich hätte es halt gern nur mehr oder weniger einheitlich, und der Clip wird bestimmt schwierig. Naja, mal sehen...

Björn
 

porcupine

Super Moderator
Hi!
Zum Klingengang: Ich hab ein Regular und ein Classic, beide gehen eigentlich perfekt, mit einem Tröpfchen Olivenöl sogar traumhaft gut (mein "Geheimrezept" für alle Folder). Der Anfangswiderstand beim Öffnen ist etwas hoch, das ist ja auch gut so. Dann ist man auf der sicheren Seite.
Die große graue Griffschale flüstert mir immer zu: Mach mich hübscher! Da werde ich wohl bald wieder zum Gravierstift greifen...
 

hardflipper

Mitglied
Hilfe:eek: !!!

Ich hatte mein Seb schon mal kurz zerlegt, gleich wieder zusammengebaut und danach ging es noch super auf und zu.

Aber kürzlich hab ich´s auseinandergenommen mit einem Lappen sorgfältig gesäubert, mir alle Teile genau angesehen neu eingefettet und nachdem ich es wieder zusammengeschraubt hatte ging nichts mehr :confused:
Weder auf noch zu sondern einfach nur fest???

Ich hab schon den thread aus dem bladeforums gelesen, bin deswegen aber trotdem nicht schlauer!? Nein die Bronzescheiben hab ich nicht verklemmt.

Von der Lösung mit locktide und loser Achsschraube wird dort ehr abgeraten, da man sonst das Messer nur noch mit der Borhmaschine auseinander bekommt.

Was nun??? Kann mir jemand weiterhelfen?
 

Andreas

Mitglied
Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du die Achsschraube nicht geklebt. Also schließe ich mal "überflüssigen" Kleber auf der Achse aus.
Was hast Du für ein Fett genommen. Zuviel Fett kann schlecht sein. Ich verwende am liebsten Tuf-Glide (und das sparsam) für das Klingenlager.
Evtl. hilft es, das Sebenza noch mal komplett zu zerlegen und das Fett zu entfernen. Dann wieder zusammenbauen und 'nen Tropfen Öl "auf die Achse".
 

hardflipper

Mitglied
Ich hab schon fast alles ausprobiert:
- Wenig Fett
- Viel Fett
- Teflon Fett
- Bundeswehrfett
- ohne Fett

Bis jetzt hat nichts geholfen. Die Klinge ist richtig fest. Man kann sie auch nicht mit 2 Händen öffnen!!! Nix auf nix zu :-(

Ich hatte das Messer schon ein mal so halb zerlegt und unzählige male die Schrauben umgedreht (Konnte mich nicht entscheiden ob es mit den Schraubenköpfen vorne oder hinten besser aussieht).

Erst nachdem ich es komplett auseinander hatte ging nichts mehr.

Ach ja, die Klinge läuft schon spielfrei wenn ich die Achsschraube nur mit dem Finger zudrehe!?
 
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