Schwelle für Schwerlastkran

fotoandy

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Hallo ihr, ich habe endlich dieses Teil "siehe Foto"ergattert.
Bei mir in der Gegend ist eine Firma die Unterkonstruktionen für Scherlastkräne herstellt, da liegen Träger herum im freien, das sind solche Monster die habe ich selbst noch nicht gesehen, obwohl ich in den 80 er Jahren als Gesenkschmied bei MAN in Nürnberg gearbeitet habe. Also ich hab mich da gefühlt wie als Kind zu Weihnachten.
Da lag sie dann, eine 1600mm lange Schönheit, laut Boss der Anlage eine Schiene für Schwerlastkräne, die Masse stehen auf meinem Foto.
Jetzt zu meiner eigendlichen Frage, kann es sein, dass dieser Stahl an der Laufschiene eher zäh ist und nicht so hart wie eine Ambossbahn ? Also für das draufhauen eher ungeeignet? Warum ich das frage, ist, dass ich mit einem 400 gramm Hammer auf die vordere Kante geschlagen habe und gleich eine Kerbe zu sehen war. Vielleicht sind die Schienen für unsere Zwecke doch nicht so geeignt. Aber vielleicht kann ich ja zwei Stücke abschneiden und eine Presse basteln, ich hab noch ein Aggregat und Kolben für 55 Tonnen.
"Na ja für nen 10er passt scho"

http://www.thomaier-fotograf.de/bilder/kranschiene.jpg
 

Geonohl

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Über Schienen hatte ich schon einiges herausgesucht.
Bei Kranschienen richt sich die Stahlqualität stark nach dem Wunsch des Käufers. Die werden normalerweise nicht gehärtet. Bestehen aber auch etwas wie C40- C80 und sind teilweise mit Mg, Cr, und seltener mit Anderem legiert.
Sieh dir die Schleiffunken an.
 

sanjuro

Mitglied
Schiene für Schwerlastkran

.......Bei Kranschienen richtet sich die Stahlqualität stark nach dem Wunsch des Käufers....... Bestehen aber auch (aus?) etwas wie C40- C80 und sind teilweise mit Mg, Cr, und seltener mit Anderem legiert.......
Tatsächlich mit Magnesium? Das würde mich wundern! Vielleicht doch eher Mangan?

Gruß

sanjuro
 

Eisenbrenner

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Glückwunsch! So viel Stahl ;-)

Warum sollte sie nicht geeignet zum Draufklopfen sein?
Ich würde annehmen, da diese Schienen eine ähnliche Anforderung haben wie Eisenbahnschienen, sollten sie auch eine ähnliche Zusammensetzung haben. Da passt das von Geonohl gesagte auch voll ins bild.

Nimm doch einfach mal die Große flex, und säbel 2 cm davon ab.
Damit die Funkenprobe bestimmen, ein kleinen Teil ausschmieden, härten und abbrechen.

Daran erkennst du dann ob der Stahl härtbar war. So hart muss ein Amboß auch nicht werden, ohne genau zu wissen woher hab ich 52 Rockwell im Kopf.
Aus dem Rest (der 2 cm ;-) )kannst du evtl ein Messer Schmieden, oder Schmiedewerkeug herstellen, oder es als Backen für 3 - Lagen Stahl verwenden.

Je nachdem wie groß dein "Amboß" werden soll kannst du ja auch versuchen selbst zu härten/Anzulassen. ( Z.B. Loch in der Erde mit Rohr-Luftzufur, Amboß mit Kette befestigen, abschrecken in der <50 l Zink Wanne).

Bestimmt nicht einfach/ganz ungefährlich (z.B. Menge des Heißen Wasserdampf bei 15-50 kg glühendem Eisen ...), aber gewiss mit Hohem Spaß/Abenteuerfaktor verbunden. (bzw. Frustfaktor wenn man z.B. die Hitze nicht herbekommt und das gute Koks/Holzkohle umsonst verheizt).

Oder du gibst es weg und lässt es z.b. Oberflächenhärten etc., aber keine Ahnung was sowas kostet.

Es sollte aber auch ohne Härtung zu verwenden sein, verbeult halt demenstprechend, wenn du mit dem (gehärteten) Hammer danebenhaust.
 
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