Schweißtip 2842

fotoandy

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Hi an alle, ich brauche mal einen Tip. Ich baue mir zur Zeit eine Hydraulik- Presse, mein letzter Arbeitschritt ist das anschweißen eines Stückes Rundstahl in 80mm Durchmesser aus 2842 an den Hydraulikzylinder und dann mittig an die Schwerlastkranschwelle. Ich weiß, dass es durch den Kohlenstoffgehalt im Stahl sich eine Elektroverschweißung äußerst schwer gestaltet, ich dachte ich erwärme erst den 2842 auf ca 300 grad um Risse an der Schweißnaht und Abplatzung zu minimieren. Ich würde dann mit einer 2mm Elektrode mein Glück versuchen, da ich leider nicht weiß aus welchem Stahl die Hydraulikwelle und auch die Schwerlastschwelle ist, halt ein Glücksspiel. Ich hoffe ich bekomme doch noch einen Tip.
Ach ja, ich habe leider nur zwei Schweißmöglichkeiten ein Elektroschweißgerät mit 140 Amp, und Azetylen / Sauerstoff.
Anhang eine kleine Zeichnung wie es aussehen soll.
 

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ombre3000

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Hi,
ich hatte schon meine Erfahrungen mit 1.2842 schweißen und leider geht es bei Belastung immer in zwei! Weichglühen wäre vieleicht eine Möglichkeit aber ist hier ja nicht drin.



Gruß

André
 

Bernhard1984

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Wiso lässt du den Kolben nicht direkt auf die Schwelle drücken?

Am Kolben festschweißen halte ich für gefährlich, da immer die Gefahr vom Verzug besteht, oder dass Schweißspritzer die Chromschicht zerstören.

Wenn es dir nur ums unterlegen geht, dass leg doch einfach das 2842 Stück unter das Gesenk.
 

maidn

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Ich versteh auch nicht warum du zwischen Kolben und Schwelle nochmal einen Block mit 2842 schweißen willst.
Ich würd das so nicht machen, meiner Meinung nach wird die ganze Konstruktion dadurch eher instabil.
 

AchimW

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Wir haben eine 100 t Presse in der Schmiede (die ich nebenbei bemerkt niemals für Damast oder Messerschmiede verwende). Bei der ist nichts an den Stempel angeschweißt. Das ist auch nicht ratsam. Solche Schweißungen, gerade an spröderen Stählen wie 1.2842, werden sich beim geringsten Verkanten verabschieden. Und das kann gefährlich werden. Bei uns haben alle Werkzeuge am Stempelende eine Hülse aus Stahlrohr mit ca. 15 mm Wandungsstärke. Die wird auf den Stempel aufgeschoben und mit 3 Schrauben mit je 120° Abstand rundum fixiert. Diese konstruktion der ansonsten viel eingesetzten Presse hält schon über 20 Jahre.
 

fotoandy

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Danke erstmal für die Antworten, das mit einer Stahlhülse wollte ich auch schon machen. Aber der Kolben misst 75mm Durchmesser und verschwindet beim Absenken ganz in der Hülse, da ich aber von unten nach oben drücke, würde die Stahlhülse beim nach unten Fahren jedes mal rausfallen, außer ich setze eben eine Verlängerung auf den Kolben.
Aber ich war so eben in einer Werkzeugmacherei und habe mir ein Stück ST52 in 65mm abschneiden lassen und eine Platte ST37 in 200mm x 100mm x50mm. Am liebsten würde ich an das ST 37 Stück eine Stahlhülse mit ca 77mm draufschweißen, und eben nur direkt auf die Welle der Presse stecken, aber woher bekomme ich so einen Durchmesser her? Bei dieser Konstruktion ist das Gewicht nicht ganz so schwer und zum Abschluss meiner Arbeiten nehme ich den Klotz einfach vom Kolben ab. Beim Betrieb senke ich den Druck vom Agregat nicht ganz ab, so dass es nicht abfällt. Ist zwar nur eine Provisorium, aber ich denke auch, dass die Gefahr so geringer ist, dass mir mal unter Druck die Hydraulik ins Gesicht prellt. Eins noch, oben am Kolben sind zwei Gewinde in Zoll ca. 9,1mm Durchmesser aber woher bekomme ich einen Innen-Sechkant in Zoll. Danke nochmal an alle.
 

fotoandy

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Hi nochmal, ich war gerade auf einem Schrottplatz als gerade Eisenbahnschwellen in 60cm Stücke mit dem Schweißbrenner geteilt wurden. Der Typ am Brenner stand da, mit nacktem Oberkörper, komplett tätoviert und teilte die Schwellen" scheiß Job ". Ich suchte ein passendes Stahlrohr in 80mm Durchmesser, und ich wurde fündig 7mm Stark 80mm innen aber leider mit Beton gefüllt und 2m lang. Ich versuchte es trotztem und nach dem Rausschlagen der unerwünschten Betonfüllug, hatte ich das Teil natürlich in 10cm Länge. 1Eurofür ein Bier ist mehr als fair.
Jetzt noch der Hammer, wir kamen uns bekannt vor, als er sagte dass er Ende der 80 Jahren in Nürnberg gearbeitet hatte stellten wir fest, dass wir 10 Jahre im selben Betrieb waren, Schlosser gibt es halt überall. Der Hammer ist nur, dass ich zur Zeit in Sachsen bin und er auch.
 
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