Schwarze Flecken

Das Thema ist zwar wiederholt hier im Forum durchgekaut worden, dennoch wäre ich für Eueren ergänzenden Rat in folgender Sache dankbar:

Vor einiger Zeit habe ich bei *** Gelöscht. Hinweise auf Internet-Auktions-Plattformen sind im Messerforum nicht erwünscht. *** einen Wochensatz feiner viktorianischer Rasiermesser ersteigert, erstklassiger Klingenstahl von Barrett & Son, Picadilly, London, Elfenbein-Handgriffe mit eingraviertem Wochentag, das Ganze in einem Rosenholzkästchen gebettet. Nach liebevoller Nachschärfung rasieren die Messer traumhaft und um vieles sanfter als alle anderen Rasierwerkzeuge, die ich bisher an meinen Bart gelassen habe.

Einige der Klingen weisen jedoch schwarze, teilweise spinnenförmige Flecken auf, die ich auch mit den im Forum vorgeschlagenen Mitteln (z.B. Nev'r Dull u. ä.) nicht wegbekomme. Ich habe deshalb vor, es auf mechanischem Wege zu probieren, d. h. in der Reihenfolge mit 800er/1000er/1200er Schleifpapier und WD 40. Haltet Ihr das für eine gute Idee oder wisst Ihr was Besseres?

Viele Grüße,
razoredge
 

kababear

Mitglied
also ich weiss ja net, aber ich würde mich hüten bei nem geschliffenem rasiermesser mit schleifpapier ranzugehen... wenn schon mechanisch, solltest du nen polierschwamm (blechverarbeitende betriebe, etc.) benutzen. was du natürlich auch versuchen kannst ist scheuermilch bzw flüssigseife mit scheuerpulver (kein witz! damit mach ich immer buntmetalle oder glasperlgestrahlte sachen sauber)
kaba

p.s.: generell würd ich sagen draufflassen wenn se nicht sooo schlecht aussehen...
 

AxelKleitz

Mitglied
Habe mir ende letzten Jahres auch eines im Antiquitätenladen gekauft.

Drauf steht:

Hohlschliff für den stärksten Bart.
Beste Qualität Solingen.
40 Jahre Garantie.
Ich denke der Griff ist aus Schildpatt.

Das ist soooo dünnn Hohlgescjliffen, das es mich wundert, das kein Licht durchfällt.

Ich habe jetzt schon ANGST vorm schärfen.

Kann jemand was zu den Aufdrücken sagen????

Gruß,

AXEL
 

eisensack

Mitglied
die ich auch mit den im Forum vorgeschlagenen Mitteln (z.B. Nev'r Dull u. ä.) nicht wegbekomme
Hast du auch schon Edelstahlreiniger aus der Drogerie versucht?
Ich meine das Zeug daß man eigenlich für das Waschbecken benutzt.
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Razoredge!

Ich habe das mit dem Polieren von Rasiermessern mit steigender Nassschleifpapierkörnung (bis 1200'er) auch bei einigen Ebaymessern ausprobiert. Das einzige was schade ist, dass davon natürlich auch, so denn vorhanden, die Beschriftung auf der Klingenseite verloren geht. Danach habe ich noch vorsichtig mit einem Proxxon Feinschleifer versucht die Riefen ganz rauszupolieren, aber das geht nicht so gut. Eine so gute Spiegelpolitur (die bei mir leider auch nicht perfekt ist) wie bei größeren Messern habe ich nicht damit hinbekommen.

Es geht eigentlich ganz gut, allerdings solltest Du das nicht freihand machen, um nicht in die Schneide zu geraten. Das könnte der Fingergesundheit doch etwas abträglich sein. Das Messer habe ich dazu immer an der Stelle wo ich poliert habe mit der Schneide auf einen Finger der linken Hand gelegt, damit die Schneide nicht freiliegt.

Die von Dir angesprochenen Spinnen werden bei dem Abschleifen allerdings nicht unbedingt vollständig entfernt. Es ist bei meinen Messern immer noch eine kleine Unebenheit in der Klinge zu sehen.
Wenn ich mich recht erinnere habe ich auch versucht die tieferen Rostspinnen mit einer Proxxonpolierscheibe (die blaue auf Silikonbasis) auszupolieren, das ging ganz gut.

Das Schärfen musste ich allerdings danach nochmal wiederholen, aber das macht ja sowieso Spaß ;) .

Es grüßt Dich der Leo.
 
Vielen Dank für Euere Tips. Ich werde mal auf einem Klingenrücken mit dem Aufarbeiten anfangen und sehen, welche Methode sich bewährt. Ein Mißlingen wäre an dieser Stelle noch am ehesten zu verkraften.

Alles Gute,
razoredge
 
Hallo, ich kann Dir Diamantpaste für diese Arbeit empfehlen.

Die gibt es im überall dort, wo man Werkzeuge für die Oberflächenfeinstbearbeitung von Stanz-und Schnittwerkzeugen oder Stahlformen bekommt.

Diese Pasten werden in der Industrie zum spiegelhochglanzpolieren von Stahl verwendet. Das Zeug ist zwar schweineteuer, aber Du erzielst super Ergebnisse und brauchst nur geringste Mengen. Für deine Anwendung sollte eine Körnung zwischen 1-3 My ausreichen (die Feinste hat 1/10 My, ist aber absolut unnötig mit 3 My erhälst Du Hochglanz).

Du solltest den Fleck mit einem weichen Läppholz (ebenfalls dort zu beziehen wo Du Dia-Paste bekommst) großflächig rauspolieren. Durch die sehr gute Zerspanleistung der Diamantkörner geht das relativ schnell. Vielleicht erstmal an einem weniger wertvollen Stück testen, um das Feeling zu bekommen.

Falls Du nicht soviel für die Diamantpaste (5 ml, ca € 60)ausgeben willst, check mal ab, ob nicht ein Werkzeugmacher in deinem Bekanntenkreis an das Zeug kommt.

Alternativ versuch mal die Metallpolitur zur Messerpflege, die von Puma vertrieben wird (Tube unter € 10).

Viel Erfolg beim restaurieren,

Marco
 

Slick

Mitglied
Probiere mal diese 3 oder 4 Stufen Nagelfeilen aus dem Drogiemarkt.

ICH WEISS ; ICH WEISS , ICH BIN EIN BANAUSE!!

Damit entferne ich aber auf satinierten Oberflächen klasse den Rost.
und poliere dann nach :)