Schraubstock - schwenkbar

pitter

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Da ich ja jetzt endlich mal Material eingekauft habe um mein bei, aehhh von ;) Balbach geschmeidetes Messer mit einem Griff zu versehen - sonst pruegelt Herbert mich noch - und weil ich bei Dobner dann auch noch zwanghaft ein Stueck RWL hab mitnehmen muessen :) :) gehts jetzt an die Werkstattausruestung.

Bei mir ists auch so, dass alles in der Wohnung passieren muss, sprich, der Kuechentisch muss reichen und wenn ich fertig bin, muss das alles in eine grosse Kiste rein und wech.

Neben dem ganzen Kleinkram muss erstmal ein Schraubstock her. Ich wollte unbedingt einen schwenkbaren, wobei sich schwenkbar und stabil relativ ausschliesst. Aber lieber dreh ich hat das Werkstueck, bevor ich nen krummen Ruecken bekomme ;-). Nach langer Sucherei - hier im oertlichen Handel gabs sowas nirgends, bin ich auf den hier gestossen.

http://www.feinewerkzeuge.de/G307763.htm

Von der Funktion genau das was ich wollte und relativ preiswert. Ich hab nochmal mit den Leuten telefoniert und gesagt, was ich damit will, angeblich ist er stabil genug. Dass ich mich da nicht draufsetzen kann ist klar, die Frage ist halt, ob der den Druck beim Schleiffen hält und nedd runterkippt, und ob sone Konstruktion beim Arbeiten was bringt. Keine Ahnung, bisher hat mich nur Ergonomie vorm Computer interessiert. Sobald das Ding da ist, werd ichs testen und berichten. Wenns nix taugt, hab ich fuer Max ein Geburtstagsgeschenk, der steht auf sowas :)

Gruesse
Pitter


Bild von Dieter Schmid, feine Werkzeuge, Berlin.
 

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Nidan

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Hi pitter,

interessantes Teil. Die Verstellbarkeit find ich sehr praktisch, sowas hab ich mir schon öfter beim Arbeiten gewünscht.

Bin mal gespannt auf deine Erfahrungen mit der Stabilität. Und wie willst du eigentlich den RWL 34 bearbeiten, mit Feilen ?
 
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pitter

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Original geschrieben von Nidan
Hi pitter,

interessantes Teil. Die Verstellbarkeit find ich sehr paraktisch, sowas hab ich mir schon öfter beim Arbeiten gewünscht.

Bin mal gespannt auf deine Erahrungen mit der Stabilität. Und wie willst du eigentlich den RWL 34 bearbeiten, mit Feilen ?

Ja. Metallsäge hab ich natuerlich auch gekauft, aber sonst erstmal nix. Und das treib ich genau solange bis es mich dermassen annervt, dass ich doch auf nen Bandschleifer wechsle. Der RWL lag halt so rum, habs auch schon probiert. Mit ner guten Feile bekommt man da schon Material wech. Und ich hab Zeit.

Ist bei mir auch Absicht, ich kann mir auch fuer viel Geld nen Maschinenpark zulegen, nur hilft mir das nix. Ausser Loecher in die Wand hab ich bisher weder gefeilt, noch gebohrt, noch geschliffen. Wie der Jung im Werkzeughandel mich gefragt hat, ob die die Einsatzspecs der TiNi Bohrer kenne, hab ich erstmal dumm geschaut. Naja, vorbohren und langsamer Vorschub hab ich so gesacht, der hat mich angeschaut :) :) Zum Glueck war der Bruder meiner Freundin mal auf der FOS und hat mir seine Feinwerktechnik Unterlagen mitgegeben - was weiss der Mann von heute, wie man eine Feile hält und was verdammt nochmal dieses "Hieb" heissen soll?? Ich hab die Telefonnummer von einem Handwerkerbetrieb, das langte bisher :)

Wenn man auf so einem Niveau anfängt - und man sollte sich da sehr genau selber einschaetzen - , ist es IMO sinnvoll, erstmal alles mit der Hand zu machen. Erstens ists wesentlich sicherer, man lernt Material und Werkzeug kennen und man kauft erst dann und genau das dazu, ohne das es nicht mehr weitergeht.
Ohne Schraubstock gehts allerdings nicht :)

Gruesse
Pitter
 

zorro_43

Mitglied
Hi Pitter,
ich denke da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen!!!;)
Aber ernsthaft, der Schraubstock kann gar nicht stabil genug befestigt sein. Bei deiner Konstruktion ist aber wahrscheinlich der Küchentisch das schwächste glied. Du wirst dich wundern, wie der plötzlich durch die gegend wandert. Wenn du dann eine stabile stelle zum festschrauben gefunden hast kannst du ja für schwerere Arbeiten die Verstellmimik gegen einen massiven Holzklotz austauschen.
Für leichtere Arbeiten am Griff ist so eine Verstellbarkeit bestimmt eine schöne Sache.

Toll das du jetzt auch anfängst. :super:

Zorro
 

Leonardo75

Mitglied
Wolf Borgers Schraubstock

Hallo pitter!

Ich habe mir beim Borger einen drehbaren Schraubstock besorgt. Das ist einer mit einem ähnlichen Kugelgelenk wie der von Dieter Schmidt. Allerdings ist das Klemmteil ein wenig leichter gehalten. Das Teil von Dieter Schmidt wirkt da schon etwas stabiler.
Meine Erfahrungen damit waren bei der Griffbearbeitung bisher recht positiv, vor allen Dingen, da das Teil Alubacken hat und so den Stahl schont, wenn man ihn mal im polierten Zustand klemmt. Allerdings habe ich beim Sägen und beim Feilen von Stahl mit dem Schraubstock keine guten Erfahrungen gemacht. Den hohen Schnittkräften kann der Schraubstock nicht ausreichend viel entgegen setzen.
Der Vorteil des Borger Schraubstocks sind die vielseitigeren Verstellmöglichkeiten (die Backen haben vier verschiedene Profile, um auch Rundmaterial und ähnliches gut klemmen zu können. Man kann die Profile durch drehen der Backen jeweils zum Einsatz bringen. Des weiteren kann man die ganze Klemmeinrichtung mit einem Gelenk mehr vielseitiger drehen. Dann hat man einen Schraubstock, der von oben und unten zufährt und nicht bloß von vorne nach Hinten. Dadurch kann man den Griff in sehr guter Schleifposition an allen Ecken und Enden bearbeiten.
Dieser Schraubstock ist der Schraubstock für meine Studentenbude, bei meinen Eltern habe ich noch einen richtigen Schraubstock von York. Der wiegt ordentlich was (30kg schätze ich), ist nicht drehbar, aber dafür zum Feilen gut geeignet. Allerdings musste ich den Schraubstock auf meiner Werkbank verschrauben und die Werkbank mit der Wand, sonst wackelt die Werkbank beim Sägen und die Blätter brechen öfter.

Da der Schraubstock von Dieter Schmidt stabiler aussieht (und noch billiger ist als der von Borger) könnte er schon zum Feilen geeignet sein. Ich würde jedoch einen Kugelkopfschraubstock immer nur zum Griffbearbeiten einsetzen, sonst macht ernicht soviel Freude.
Zum Feilen bin ich inzwischen dazu übergegangen, den Stahl auf ein stabiles Brett (z.B. Multiplex, oder zur Not MDF) in Form der Messerkontur (über das Griffende ragt das Brett deutlich hinaus) zu klemmen, bzw. zu schrauben. Das Brett wird dann an dem herausragenden Ende mit der Tischkante verklemmt. Die Stelle, die Du Feilen willst ragt über den Tisch hinaus. Der Vorteil dieser Methode gegenüber dem Arbeiten in einem richtigen Schraubstock ist, dass das Brett verhindert, dass der Stahl sich durch die Feilkräfte durchbiegt. Damit habe ich größere Abträge als im Schraubstock erzielt. Ich arbeite für Materialabnehmendes Feilen lieber mit dem Teil als mit meinem richtigen Schraubstock.

Zum Sägen kannst Du das auch benutzen, aber da ist ein guter Schraubstock ebenfalls gut geeignet.

Viele Grüße und viel Spaß beim Sägen, Feilen und Fluchen, wenn es ewig dauert :) wünscht Dir der Leo.
 

Wolfgang Dell

Mitglied
@Pitter, schwenkbarer Schraubstock ist fast unbezahlbar. Ich arbeite 90 % an diesem Teil. Was bin ich froh, daß ich den mal für 100.- gekauft habe (urspr. um die 400.-. Der auf dem Bild sieht gut und stabil aus.
Für harte Abeit hab ich noch nen ganz schweren in der Höhe verstellbaren, wegen der Bandscheiben kann ich nur aufrecht arbeiten!
Also los geh und kaugf das Tei, was kostet er denn?

Gruß
Wolfgang


PS habs gerade gesehen, der Preis ist gut.
 
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Flaming-Moe

Mitglied
Zur Griffbearbeitung ist das Ding sicher ideal (hab vor mir auch mal einen zuzulegen)!!!

Für den Klingenschliff? Fraglich...
Dafür reicht eigentlich ja auch ein fester, allenfalls drehbarer. Auch für die Konturen brauch man eigentlich keinen 3-achsig schwenkbaren Schraubstock.

Wenn dein Küchentisch nicht gerade 500 Kilo wiegt oder Saugfüße hat, wandert er auf alle Fälle beim Feilen.

Ich hab meine "Werkbank" selbst zusammengezimmert. Aus nem halbhohen Küchenschrank und ner etwas größeren Küchenarbeitsplatte.
Steht in meiner Mini-Werkstatt in der Ecke und hat so keine Chance, sich beim Feilen wegzubewegen.
Ich mach den Klingenschliff übrigens ähnlich wie Leonardo. Ich schraube das Stück Stahl direkt auf die Arbeitsplatte an die Kante.
Hält bombenfest und funktioniert sehr gut!!!
 

freagle

Mitglied
Ich hab auch so einen schwenkbaren Schraubstock von Borger, ich mach damit alle Griff- Finnisharbeiten, ich bin sehr froh das ich den hab, fürs Grobe, sprich Säge und Feilarbeiten an der Kline ist der aber nicht so das Wahre, da hab ich nen richtigen Schlosserschraubstock an einer befestigten Werkbank. Wirst also warscheinlich beides brauchen und der Tisch an dem der Schraubstock fürs Grobe befestigt ist sollte festgeschraubt sein.

Zu dem verstellbaren Schraubstock oben würd ich dir raten, da er stabiler aussieht als der von Borger und wohl auch günstiger ist.

freagle
 

Aleena

Mitglied
Arbeit in der Küche

Hi Pitter,

bevor du auf dem Küchentisch arbeitest solltes du versuchen auf den Arbeitsplatten über den Schränken zu werkeln. :cool: Und die evt noch vorher (außer an den Schränken) an der Wand befestigen. Die Stabilität gibt immer das schwächste Glied an.:haemisch: Was nützt der beste Schraubstock auf einem wackeligen Tisch!
Wenn du keine "schrankfreie" Stelle hast, dann kann man 1 oder zwei Schubladen rausnehmen und an dieser Stelle den Schraubstock befestigen.
 
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Hi, Pitter


der Schraubstock scheint nicht schlecht zu sein.
Als Alternative zum Küchentisch kannst du auch eine klappbare Werkbank nehmen (Workmate o.ä.)
für die nötige Höhe ein Paar Hartholzkanthölzer.
Weiterhin hast du noch eine saubere Spannmöglichkeit,
und wenn du richtig Späne machen willst kannst du unten noch den Fuß draufstellen damit das Teil nicht durch die Wohnung wandert.

Viel Spaß beim feilen.

Gruß
Gisbert
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Also, zum Feilen kann ich nur Leonardo zustimmen, die Klinge mit den Grifflöchern auf einem Brett an der Tischkante festschrauben ist das Beste, dann kannst Du die gesamte Klinge frei bearbeiten. So wie der Schraubstock da steht, wirst Du keine Freude am feilen haben, auch nicht an den Konturen: er wird bei jedem Feilstrich fürchterlich vibrieren. Wenn ich aber die Konstruktion richtig deute, kannst Du auch das Schwenkteil herausnehmen und das Oberteil direkt auf dem Unterteil befestigen. Dann sollte er stabil genug sein für die Konturen. Den Griff, besonders mit Schmirgel, wirst Du so wie er ist darin gut bearbeiten können.
 

luftauge

Mitglied
Workmate würde ich nicht unbedingt nehmen.
Die Originalbrettchen sind ziemlich dünn, ich hab 28er Multiplexplatten anstelle der Originalteile eingebaut, ist etwas stabiler, aber das Wackeln wird dadurch auch nicht weniger.
Wenn für Arbeitshöhe noch Klötze untergelegt werden, ist die Befestigung umständlicher.
Ausserdem muss man ständig ein Bein mit Kraft auf den Tritt stellen, dass kann auf Dauer nerven, weil ein Teil der Kraft zum Stützen verbraucht wird, so hast Du evtl. Muskelkater im Bein anstatt im Arm vom Feilen :D

Ein grosses Reststück einer 40mm Küchenarbeitsplatte, auf die der Schraubstock festgeschraubt wird, die man auf den Küchentisch spannt kann auch weiterhelfen (schont auch den Küchentisch, sonst ist vielleicht dauerhaftes Strafspülen angesagt :D .
Je nachdem, wie groß Du bist kann ich eine "Stehhilfe" empfehlen, wird öfter bei Liddl oder im Baumarkt angeboten, ist eine Arbeitserleichterung, wenn man sich nicht fürs Sitzen oder Stehen entscheiden kann und Küchenstühle sind zu niedrig.

Viel Spaß beim Feilen !
Gruß Andreas/L
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Alsooo das Ding ist da, ich habs ausgepackt und angeschraubt. Finish ist ok. Lock passt. Zum verwendeten Stahl sollte vielleicht Herbert...

Wieder ernsthaft. Das Teil ist super gemacht. Es hält bombig. Bin mal grad mit Druck ueber das grosse Stueck RWL gefahren, geht so. Ist genau wie Günter sagt, vibriert ein wenig. Ich werd das dann erstmal so machen, wie ihr empfohlen habt also Klinge festschrauben, fertich.

Fuer Griffe machen und Schalen abrubbeln ist das Ding aber wirklich klasse. Aktuell muss ich ja ein bisserl Holz sägen und die Schalen fuer den Folderbausatz bearbeiten - gestern hab ich das noch in der Hand gehalten, das geht jetzt schon etwas schneller und bequemer ;-) Jedenfalls hält der. Und ne 3 Zoll Klinge fuer ein Taschenmesser traue ich dem auch noch locker zu.

Summasumamrum, kann ich empfehlen. Ich hab mir mal bei Hoffmann verstellbare Elektroniker Schraubstoecke angeschaut - sehen so ähnlich aus wie das Borger Teil - schoen gemacht, kosten 200 EUR und kann man im Gegensatz zu dem Ding hier schlicht vergessen - fuer das was ich vorhab. Die wackeln ja beim hinpusten.

@Günter: Jepp, da Ding kann man zerlegen. Das geht so wie es ist, dann ohne Klemme aber neigbar auf die Platte geschraubt oder ganz fix auf die Werkbank geschraubt. Es ist halt eine Platzfrage, wenn man in der Wohnung arbeiten muss, aber bevor ich lange hin und herschraub, werd ich wohl doch noch nen ganz normalen zusätzlich kaufen, wenns noetig wird.
Achso, und ja. Das einzig wacklige ist der Kuechentisch, kann mann vergessen. Entweder ich setz immer Max drauf oder ich schraub den fest. Das wird mir schon was einfallen. Wenn meine Freundin das Ding sieht, wird die ne Betreuung fuer mich anregen :)

Gruesse
Pitter
 

pitter

Forumsbetreiber
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Original geschrieben von luftauge
(schont auch den Küchentisch, sonst ist vielleicht dauerhaftes Strafspülen angesagt :D .

Aehhh, das ist MEIN Tisch, MEINE Küche und MEIN Schraubstock. Andrea wohnt zum Glueck unter mir :) Du glaubst doch nedd im Traum dran, dass die mich mit dem blauen Monstrum, nem Feilensatz und nem Stapel Schleifpapier in ihre Kueche laesst. Die weiss genau, wenn ich mal Dreck mach, dann richtig :) :)

Gruesse
Pitter
 

herbert

MF Ehrenmitglied
@pitter: klasse, der Schraubstock. Wenn Du die Grobarbeiten beim Feilen so machst, wie angeregt, nämlich auf ein Brettchen schrauben, oder klemmen, eventuell noch mit Unterlegstücken (Holzkeile fürs Möbelgradstellen), dann hast Du noch mehr Spaß. Und die feineren Arbeiten an diesem schraubstock. Habe selbst ein viiiiiieeeeeel kleineres Schaubstöckelchen, hat gereicht, allerdings auf einer ehemaligen Küchenplatte, die stabil an der Wand befestigt ist. Aber selbst der kleinste Schraubstock ist hilfreich, und wie Du schon gesagt hast, Du mußt ja nicht stundenlang rumfeilen. Ich hab auch immer nur hin und wieder gefeilt. Und man kriegt sehr schnell ein Gefühl, hab ja auch außer Nagelfeilen vorher nie sowas in der Hand gehabt. Aber Du hast Dich doch bei Markus wacker geschlagen, und Deine Klinge auch. Wird schon klappen! (Wir hoffen ja auch auf Bilder und Bericht über die Menge des Verbandmaterials). Und nochwas, Max ist glaub ich so etwa 3 oder 4. Wenn der Dich feilen sieht, will der das auch. Kauf ein paar kleine preiswerte Schlüsselfeilen und ein Stück Eisen. Als mein Sohn so alt war wollte der auch immer mitarbeiten. Und als ich an meinem Messer herumfeilte, hat er immer neben mir gestanden (an einem "Schraubstock für Söhne", uralt aus nem Kinderwerkzeugkasten, aber aus Metall, immerhin).

Viel Spaß jedenfalls.