Schnitthaltigkeit?

Ich habe mal ne Frage zur Schnitthaltigkeit bei z.B. einem CRKT Point Guard - bei dem ist mir das besonders aufgefallen - bei meinen M16-01 und Mirage sieht's im Prinzip nicht viel anders aus.
Ich kriege alle Messer wirklich sauscharf (mit dem Sharpmaker). Wenn ich nun aber mit z.B. dem Point Guard ein paar wenige Schnitte auf einer weichen Unterlage mache ist das Teil in nullkommanix wieder ziemlich stumpf.
Liegt das am verwendeten Stahl? Was ist das überhaupt für'n Stahl? 6753 Taiwan steht drauf - ist das irgendsoein ATS34-Verschnitt? Sollte dann doch eigentlich einigermassen in Form bleiben, oder? Liegt's vielleicht am Schleifwinkel? Sind 30° zu steil um längere Zeit scharf zu bleiben? Warum wird dann mein Military oder SOCOM oder LCC nicht so schnell stumpf? Schneide ich damit etwa vorsichtiger?!?
Fragen über Fragen... <IMG SRC="smilies/cwm31.gif" border="0">

[ 24-04-2001: Nachricht editiert von: Pablo Escobar ]
 

Andreas

Mitglied
Als Stahl verwendet CRKT für das PointGuard AUS-6M (modifizierter AUS-6).
Was die Schnitthaltigkeit betrifft, würde ich den Stahl in etwa mit 1.4034 oder 440A vergleichen, also relativ weicher Stahl.
Ganz klar, dass das Pointguard im Vergleich mit den Klingen vom Military (CPM 440V), LCC oder SOCOM (154CM) den "Kürzeren" zieht.
Dafür läßt sich der AUS-6M einfacher schleifen.
 
Danke für die Tips - besonders den vom Bladeforum - das mit dem wieder scharf in zwei Minuten stimmt in der Tat. Hat auch was für sich denn mit dem Sharpmaker schärfen macht Spass. <IMG SRC="smilies/cwm32.gif" border="0">
 
Uiuiui,
scharf und schnitthaltig sind zwei verschiedene Dinge.
Eine Rasierklinge ist (neu) sehr scharf, aber schnitthaltig "gegen praktische Dinge" ist sie nicht.
Ein "anständiges Messer" hingegen sollte vor
allem schnitthaltig sein.
Das hat mit Stahlsorte, Vergütung, Schneidenwinkel und finish der Schneide zu tun.
Happy sharpening <IMG SRC="smilies/smile.gif" border="0">
 

Rolf

Mitglied
Hi Pablo
Zitat:
Hat auch was für sich denn mit dem Sharpmaker schärfen macht Spass.

Na Ja , wenn der Klingenwinkel einmal stimmt, und du willst nur nachschärfen dann mag das ja stimmen. Willst du aber einen neuen Scheidwinkel anschleifen dann artet das in Arbeit aus.
Ich hatte gestern langeweile und hab ein paar neue Messer mit Hand, (sharp Maker)statt wie üblich bei mir, mit dem Bandschleifer geschärft.
Ich hab an einem Dieter CQD MarkII, drei Stunden gesessen. Das Messer hatte schätzungsweise 50 grad Klingenwinkel ab Werk (so ein Scheiß Schliff hab ich noch nie gesehen).
Na ja wie gesagt ich hatte Zeit und hab mir gedacht probier mal (30 grad)...
Einmal und nie wieder. Man arbeitet sich weg dabei. Dieses Set ist zum Nachschleifen eines bestehenden Klingenwinkels geeignet, für sonst nichts.
Und übrigens ein zusätzlicher feinabzug auf Leder mit Dia.. Paste ist zusätzlich empfehlenswert. Wer es nicht glaubt sollte mit 10 facher Vergrößerung draufschauen, dann seht Ihr den Restgrat der nach dem weißen Stein immer noch steht. Es langt zwar für Haar Schärfe, aber die hält ohne den fein Abzug nicht so lange.
Gruß
Rolf