schnellschnell Schärfungstool?

hellcow

Mitglied
Tagchen,
ich mutmaße gerade mit mir selbst, dass durch stetige Benutzung die Klinge ja immer unschärfer wird, da gewöhnt man sich dann Tag für Tag dran und zack ist alles blöd.

Also eigentlich schwöre ich auf Wassersteine, habe davon auch genug, muss mich nur immer stark aufraffen meine Sachen nachzuziehen. Die Steine habe ich hauptsächlich für Stechbeitel, Hobelmesser, Küchenmesser. Ist halt immer eine ziemlich zeit- und schmutzintensive Zeremonie.

Jetzt wollte ich was kleines, wo man 0 Geschick braucht und die Alltagsklingen halt alle 2 Tage mal durchzieht.
Mit einem default Wetzstahl komme ich nur bedingt zurecht, also für die Billigküchenmesser (jene die auch fremde anfassen dürfen) reichts gerade so, alles andere möchte ich damit nicht in Kontakt bringen.
Habt ihr da evtl. 1-2 Tips? Wichtig ist mir : klein (also ca VHS Kasettengröße wäre maximum), wenig Zubehör was abfällt und verloren wird, kein großartiges Geschick nötig.
schonmal danke
 

dihe85

Mitglied
Willkommen erstmal

was wär denn mit so einem Schärfer

die werden hier im Forum viel diskutiert und etliche sind begeistert.

über Schärfhüte wurde hier bisher wenig depatiert, wobei ich denke die könnten auch brauchbar sein.

Wovon man aber prinzipiel abraten kann sind diese Kleinen Schärfer wie diesen hier
Die Kratzen mit einer Hartmetallkante die Klinge ab und versauen diese gehörig.

Gruß
Dirk
 
Bei mir hat bis jetzt nur ein schnell schärfe Werkzeug zufriedenstellend funktioniert. Der Fiskars Axt und Messerschärfer. http://www.amazon.de/Fiskars-Roll-Sharp-Messersch%C3%A4rfer/dp/B00178HJSK/ref=sr_1_11?ie=UTF8&qid=1295642455&sr=8-11
Ein paar mal durchziehen und das Messer ist scharf. Zu mindestens wenn der Schleifwinkel nicht zu groß ist, oder das Messer zu stumpf.
Keinerlei Probleme mit beschädigten Klingen oder Gratbildung.
Die Messer werden so scharf das es mit Druck für ein paar Haare rasieren reicht.
Reicht für alle Küchenaufgaben völlig aus.
Aber mehr Schärfe ist damit nicht drin.

Grüße
eigenkontrolle
 
Lansky Set Deluxe...

Bei dr Amazone grad für 27 Euro, Keramikstäbe mittel und fein, auf 40 und 50 Grad zu schärfen :)

Ist genial für V-Schliffe :)

LG, Jörg
 

Hoss

Mitglied
N´Abend,

zum scharf halten gibt es imho nichts besseres als den Spyderco Sharpmaker. Zusammengeräumt einiges unter VHS-Größe, Aufbau dauert 10-20 Sekunden.

Vorteile: schnell, pflegeleicht, erreichbare Schärfe gut bis sehr gut, im Gegensatz zum Pearl bleiben die Messerspitzen auch spitz beim zügigen schleifen, da die Stäbe 3-eckig sind

Nachteile: nicht ganz billig, kennt nur 30° und 40°, kann ohne weiteres Zubehör (Diamantstäbe) nur scharf halten - eine Klinge mit einem neuen Winkel zu versehen ist ansonsten eine abendfüllende Aufgabe
(Buck Alpha Hunter auf 30° bringen hat ca. 3 Stunden gedauert :glgl:)

Grüße
Hoss
 
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kaz

Mitglied
Hallo!

Zunächst: Ich habe auch Wassersteine. Aber ich kenne genau Deine Ansprüche, weil es bei mir auch so ist.

Da ich sowohl Spyderco Sharpmaker als auch Lansky Deluxe besitze, rate ich klar zum Spyderco. Und wenn Du guten Stahl und einen Hang zu feiner Schärfe hast, dann bestellst Du zusätzlich die Ultrafine-Sticks. Klar, kostet das Ganze. Aber ich empfinde es rundum als lohnende Anschaffung.
 
Zuletzt bearbeitet:

hellcow

Mitglied
phu, habe mir jetzt Videos vom Spyderco angeschaut, glaube es soweit verstanden zu haben, war kurz startk begeistert (der Name macht ja auch was her, da bin ich anfällig) aber stolzer Preis, der ist sicherlich gerechtfertigt; nur: die einen Klingen hier kommen nur auf die Wassersteine und die anderen ~ sind eher mittelprächtiger Qualität [zum besseren Vorstellen: so Einhand-Leatherman, paar Opinels, günstiges Böker und ein Laguiole].
Wärt ihr böse, wenns erstmal so ein Fiskars Ding wird? (habe von denen so eine Einhand~Gelenk Schere für Grüngut, mit der bin ich eigentlich zufrieden) und später irgendwann ein Spyderco?
 
Wärt ihr böse, wenns erstmal so ein Fiskars Ding wird?
Ja.
Damit verhunzt du dir jede gleichmäßige Schneide hin zu einem welligen, zerkratzten Etwas, der Winkel lässt sich nicht steuern und der Materialabtrag ist zum bloßen scharf halten zu groß.
Abgesehen davon ist das knirschende Geräusch, das beim Benutzen entsteht schon eklig...
Für eine Heckenschere mags reichen, an Küchen- und Taschenmesser würd ich so ein Rollenteil nicht lassen!
 

teamaster

Mitglied
Wie wäre es mit einem Keramik-Abziehstab?

gibts bei diversen Messerläden, Ikea, etc...

Ich habe so einen, und bin damit sehr zufrieden und nehme ihn, wenn ich gerade keine Lust habe, die Steine rauszuholen, gerne her!

Alternativ kann ich auch einen kleinen Arkansasstein empfehlen, bei mir findet der sich immer und zu jeder Zeit im Ledermäppchen von meinem Autoschlüssel, wozu sollen die Dinger denn sonst gut sein? :D

Viele Grüße Christian
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Jetzt wollte ich was kleines, wo man 0 Geschick braucht und die Alltagsklingen halt alle 2 Tage mal durchzieht.

Schau Dir die Bilder da unten an, so sieht das Ergebnis im günstigsten Fall aus. Wenn man unvorsichtig hantiert, brechen auch noch ein paar Stückchen mehr aus der Schneide aus. Falls Dir das reicht, kannst Du so ein Ding kaufen. Schneiden tun die Messer hinterher schon, ist aber mehr ein trennreißen, als schneiden. Trotzdem "schärfer", als 90% der Messer, die ich so in fremden Küchen in der Hand hatte, stimmt, leider.

BTW1, jajajaja. Schnellschärfer Test :irre: Sobald ich Urlaub hab :irre: Die Testgeräte, die ihr mir zugeschickt habt, habe Stefan und meinereiner erstmal im Messer-Schärfen Buch verwurstet. Ich werd hier mal immer wieder Bildchen zeigen, wenns zum Thema passt.

BTW2, solange ich keinen strukturierten Bericht schreibe, möchte ich zu den Bildern keine Firmen/Typenbezeichnungen nennen - sind aber handelsübliche Dinger, die man im Messerladen oder geblistert im Baumarkt, Fachhandel, Kaufhaus bekommt. Den Sharpmaker habe ich mal mit Namen genannt, weil ich das Ergebnis recht gut finde. Deckt sich auch mit meiner eigenen Erfahrung, ich benutze das Ding ja seit Jahren. Danach noch mit Leder abgezogen, hat man schon eine vernünftige Schneide, wenn man keine haarspalterischen Ansprüche hat ;)

Pitter
 

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phu, habe mir jetzt Videos vom Spyderco angeschaut, glaube es soweit verstanden zu haben, war kurz startk begeistert (der Name macht ja auch was her, da bin ich anfällig) aber stolzer Preis, der ist sicherlich gerechtfertigt; nur: die einen Klingen hier kommen nur auf die Wassersteine und die anderen ~ sind eher mittelprächtiger Qualität [zum besseren Vorstellen: so Einhand-Leatherman, paar Opinels, günstiges Böker und ein Laguiole].
Wärt ihr böse, wenns erstmal so ein Fiskars Ding wird? (habe von denen so eine Einhand~Gelenk Schere für Grüngut, mit der bin ich eigentlich zufrieden) und später irgendwann ein Spyderco?


Wieso nicht den Lansky zum Einstieg?

Der hat auch ne gute Qualität, ist leicht transportabel (die Stäbe befinden sich IM Holzkörper, sicher verpackt ;) ) und macht die Messer schön säuberlich scharf?
Ein Nachteil zum Spyderco besteht nur darin, dass die Stäbe kürzer sind und man keine Wellenschliffe nachziehen kann...aber das scheidet in Deinem Fall ja sowieso aus?


VG, Jörg
 

[Nick]

Premium Mitglied
Wenn das Fiskars Ding das IKEA-Teil:
http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/57145296
ist, dann kannst Du es ruhigen Gewissens nutzen.

Die Schleifrädchen darin sind aus Keramik, und hobeln somit keine Späne von der Klinge.

Als Alternative zum Sharpmaker würde ich an Deiner Stelle echt mal den von Pearl probieren, den Dir dihe85 schon genannt hat.
 

luftauge

Mitglied
Das IKEA Teil ist wie die Tuppermaus, mit nur einer Rolle...
Die Tuppermaus hat noch eine zweite Rolle mit einer feineren Körnung.

Ist auf Dauer derselbe Effekt, wie mit den Blitzschärfern:
die Klinge bekommt einen Recurve Schliff, da man die Klinge nie ganz am Anfang aufgesetzt bekommt, ist bauartbedingt nicht anders machbar. So entsteht mit der Zeit ein immer weiter zur Spitze versetzer Bogen.

Rasierscharf werden die Schneiden, schnell gehts auch - keine Frage. Aber die ungleichmäßig werdende Klinge ist auch ausser Frage.

Gruß Andreas
 
Wenn das Fiskars Ding das IKEA-Teil:
Als Alternative zum Sharpmaker würde ich an Deiner Stelle echt mal den von Pearl probieren, den Dir dihe85 schon genannt hat.

Der ist ausverkauft;)
Zudem sind die groben Stäbe zum Wegwerfen (haben Rillen, Made in China und machen die Klinge kapputt;) ).
Die "Feinen" Keramikstäbe sind fast so grob wie die grauen (also groben) beim Lansky...es fehlen also noch wirklich feine wie bei Spyderco/Lansky:(


LG, Jörg
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied

Ist es, steht auch "Fiskars" auf der Unterseite ;)

Die Schleifrädchen darin sind aus Keramik, und hobeln somit keine Späne von der Klinge.

Bild 9596 ist das IKEA Teil. Das Ding hobelt keine Späne ab, die Messer werden einigermassen scharf und es geht sehr schnell, ACK.

Aber selbst gegenüber einem Sharpmaker ist das Endergebniss mäßig. Mit dem IKEA/Fiskars geschliffene Küchenmesser rupfen immer noch beim Papierschnitt. Ich hab das Ding selbst recht lange in der Küche benutzt, weil ich selber faul bin ;) Aber nachdem ich mal gezielt verglichen habe, bin ich davon wieder weg.

Für ein Messer in der Werkstatt oder als Schleifdingens für Leute, die ums verrecken ihre Messer nicht vernünftig Pflegen wollen, würde ich es auch empfehlen. Besser als viele andere, deutlich teurere Schnellschärfer ist der IKEA/Fiskars Schärfer.

Nicht drücken, Schneide nicht drauf knallen! Nur locker durchziehen.

Pitter
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Rasierscharf werden die Schneiden....

Naja, "Rasierscharf". Ein recht dünnes, Drei-Lagen Santoku rasiert mit etwas Rupfen gerade so die Haare am Arm. Mehr ist aber nicht. Schon bei nem Chefmesser ists eher ein Epiliervorgang; meine Alltagstaschenmesser, mit dickerer Klinge, möchte ich da nicht durchziehen ;)

Pitter
 
Für Kurze Klingen ist der Fiskars-Schärfer weniger geeignet. Das Ende der Klinge zum Griff kann damit nicht geschärft werden. Der letzte Zentimeter zur Spitze ist ebenfalls etwas schwierig. Durch die schrägen Keramikrollen wird die Klinge auf dem letzten Zentimeter nur einseitig geschärft. Man kann die Abdeckung über den Rollen aufklappen und die Klinge vorsichtig im entsprechendem Winkel von der anderen Seite schräg durch die Rolle ziehen um die andere Seite der Spitze zu schärfen. So erreiche ich ein gleichmäßiges Ergebnis.
Bei kurzen Klingen habe ich aber mit dem Fiskars-schärfer nur Problemzonen. Das Stück am Griff erreiche ich nicht. Die Spitze muss für ein perfektes Ergebnis nach gearbeitet werden. Bei allem anderen ist der Fiskars-Schärfer der schnellste gute Messerschärfer den ich kenne. Es gibt keine erkennbaren Ausbrüche oder Grate. Der Abtrag ist nur minimal.
Lansky und Spyderco sind besser, aber niemals schneller oder einfacher in der Handhabung.

Ich benutze den Fiskars-Messerschärfer für meine Küchenmesser, für meine Macheten und für das CS Kudu und das 12er Opinel.
Für diese Messer finde ich das Resultat mit dem Fiskars-Schärfer sehr zufriedenstellend. Für mehr Schärfe habe ich Wassersteine, Lederriemen und Polierpaste. Dauert aber viel länger und funktioniert nicht bei jedem Stahl besser.
 

luftauge

Mitglied
Naja, "Rasierscharf".

meine Alltagstaschenmesser, mit dickerer Klinge, möchte ich da nicht durchziehen ;)
Sprichst Du jetzt vom IKEA Schärfer oder von der Tuppermaus ?

Die hat zusätzlich noch die feinere Rolle zum "abziehen" Da *könnte* man sich von Zeit zu Zeit auch mal mit einer besseren Klinge rantrauen, aber nur, wenns nicht anders geht, und wie schon gesagt, nicht regelmäßig.

Die Tuppermaus packt bis 4mm Klingendicke, dann wirds eng, selbst getestet mit einem Eigenbau, der schon vorher Recurve hatte :steirer:

Was eigenkontrolle einen Beitrag drüber ausführlicher beschrieben hat, trifft genauso auf die Tuppermaus zu, es ist halt bauartbedingt und führt bei Dauergebrauch zu einer "Recurve" Klinge.

Gruß Andreas