Schnelles Härteöl

canesplitter

Mitglied
Hallo Kollegen!

Wie der Titel schon sagt, bin ich auf der Suche nach einem schnellen Härteöl. Ich habe die Suchfunktion bemüht, konnte aber nicht viel finden, was zum Thema beiträgt.
Brauchen würde ich es für die Erzeugung eines Hamons für 1.1545. Ich möchte nicht das Risiko der Wasserhärtung eingehen.

Würde mich freuen, wenn der eine oder andere einen Tipp für mich hätte.

Liebe Grüsse
 
Dein Vordenken in Ehren, aber einen Hamon erzeugt man auch mit normalem Öl, dazu muss es nicht schnell sein, nur deine Technik sollte gut sein. Und dazu sage ich nur: Üben und Erfahrungen sammeln ...

Schnellste Abkühlwirkung erzeugt man mit ca. 150° Ölgradtemperatur mit ca, 83° C/ sec. Der Hamon zeichnet besser und verwischt nicht so schnell bei eher kurzem Anlassen und bei eher niedrigen Temperaturen.

Gruss
 

canesplitter

Mitglied
3505, danke für Deine Antwort. Hast Du auch eigene Erfahrungen zum Thema oder zitierst Du nur Verhoeven?
Wenn Du schon Hamons erzeugt hast mit konventionellem Pflanzenöl oder was auch immer, dann wären z.B. Fotos ganz prima, um die Qualität Deiner Aussage zu untermauern!

Ansonsten, 268 Klicks zum Thema und noch kein weiteres Feed Back :dispirited: sehr schade, aber ich habe dennoch Hoffnung, daß noch was kommt!

Liebe Grüsse
 

Laketrout

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3505 hat schon recht. Spezielles Oel brauchst du für einen Hamon nicht.
Den Lehm oder Ofenkitt auf beiden Seiten deckungsgleich auftragen hilft.
Das wohl wichtigste ist aber die Wahl vom richtigen Stahl, er darf kein oder nur ganz wenig Mangan enthalten, sonst wird's nichts mit dem Hamon.

Ich selber habe schon Hamon gemacht mit C75 und mit 1.3505.
 

Bummi

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Hallo Splitter, meine Vorredner haben recht. Speziell wird nicht gebraucht. Ganz normales HRT 38 das ist ein gebräuchlichen härteöfen reicht aus.
Mit den 150grd ölte peratur liegt unser Freund daneben, der Bereich liegt zwischen 60 bis 80 grd, so macht es die Industrie.
Bei einem flammpunkt von 150grd wären mir 150 grd zu riskant.
Wenn du willst schick ich dir 2 l.
Gruss fritz
 

MarcL

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Wo bekommt Ihr das Härte Öl her? Ich such schon ne Weile im Netz aber finde gerade einen Anbieter der nicht 205 l im Fass verkaufen will
 

Sven

Mitglied
Ich hab keine Ahnung wie ihr mit Öl und Lehmmantel vernünftig härtet.
Das Öl dringt nicht in den Lehm ein und der Lehmmantel drängt mit der gespeicherten Wärme die Härtelinie wieder raus.
Bei mir funktioniert das nur wenn ich erst für 2-3s in Wasser gehe und dann in heißes Öl wechsle.
Ist ein bisschen Übungssache.

Ciao Sven
 

Ramón

Mitglied
Grundsätzlich geht es weder beim Wasser- noch beim Ölhärten darum dass die Flüssigkeit in den Lehm eindringt. Es ist auch nicht unbedingt so relevant wieviel Wärmeenergie die Lehmummantelung speichert, als die Geschwindigkeit, mit welcher die unterschiedlichen Bereiche einer Klinge herabgekühlt werden. Warum das in deinem Fall so komisch verläuft kann ich nicht sagen, aber wenn du ohne Sprünge mit Wasser zurechtkommst, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Ich tippe aber mal darauf (musst du mal selber sehen, ob das sein könnte), dass du weit über die Maße erhitzt (um auf Nummer sicher zu gehen), was dann unnötig viel Wärmeenergie in das gesamte Werkstück einbringt.

Was die Ölsorte angeht, habe ich da schon alles Mögliche gelesen. In der Regel benutzen die Leute stinknormales Öl, wie man es auch aus der Küche bekommt. Sowohl Sonnenblumenöl, Rapsöl, als auch Olivenöl (wegen des guten Geruchs) habe ich schon hier gelesen. Mit anderen Worten: Die Auswahl ist da Geruchssache. emand hatte sich mal hier im Forum darüber ausgelassen, dass Sonnenblumenöl die Schmiede nach Frittenbude riechen lässt:)
Ich habe gerade bemerkt, dass ich nicht ganz aufmerksam war: Marci fragte nach der Bezugsquelle, nicht nach der Ölsorte.
 
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Xerxes

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Hallo Sven,

was Du beschreibst ist völlig normal. Die Hamon bildet sich nicht direkt am Ende des Lehmmantels sondern ein Stück davor. Wie weit davor und wie genau die Hamon den Konturen der Lehmschicht folgt, kommt darauf an, wie die Geometrie der Klinge und die Dicke und Form des Lehmmantels ist. Aber gerade das ist ja die Kunst beim differenziellen Härten, die verwendeten Werkstoffe so gut zu kennen, dass man abschätzen kann, wie sich die Hamon entwickelt.

Schau dir mal an, wie echte Profis in diesem Bereich (z.B. Greg Cimms) ihre Lehmschicht auftragen, die ist teilweise weniger als einen mm dick und bildet nicht zwangsläufig die spätere Hamon ab...

Viele Grüße, Jannis
 
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