Schmiedehaut auf mittelalterlichen Blankwaffen?

Titus Pullo

Mitglied
Hallo liebe Messer- und Blankwaffenfreunde,



kürzlich habe ich ein rustikales Jagdmesser von Mike Girdwood hier im Messerforum erstanden. Dieses Messer hat eine recht grob belassene Schmiedehaut, welches den speziellen Reiz des Messers ausmacht.


Nun zu meiner Frage: Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, dass früh- und hochmittelalterliche Schwerter und Dolche mit einer Schmiedehaut ausgestattet waren, bzw. diese immer wegpoliert wurde?

Ich weiß, dass der Komplex Mittelalter recht umfangreich ist und pauschale Aussagen sehr schwer sind.

Eventuell kennt hier jemand Quellen wie Bilder oder Ausgrabungen, die einen Hinweis in diese Richtung geben.

Wäre es nicht möglich, dass höhergestellte Persönlichkeiten (Fürsten etc.) eine feines "Finish" ihrer Klingen hatten und einfachere Schichten (Söldner etc.) eher gröbere Oberflächen?





Gruß T.P.
 

munin

Mitglied
salve titus
die meisten klingen waren poliert da es ein natürlicher schutz gegen rost war und ist dazu kam eine mischkulanz aus bienenwachs hammelfett und verschiedenen ölen.
litaratur zu diesem thema kann ich dir das buch wehr und rüstung europas (2 bände) von ortwin gamber empfehlen das buch gibts aber nur mehr antiqua.
grüsse munin
p.s.: solltest du interesse an mehr litaratur haben schicke ich dir noch ein ige tips
 

Titus Pullo

Mitglied
Hallo Munin,

danke für die Hinweise!

Das mit dem Rostschutz ergibt durchaus Sinn.


War eine Politur der Klingen damals nicht recht aufwendig? Ohne maschinelle Hilfe dauerte ein Abtragen der Schmiedehaut bestimmt ewig.


Gruß T.P.
 

Droppoint

Mitglied
Schleifssteine mit Handkurbel gab es schon deutlich früher als im Mittelalter. Und mit so einem Stein ist die Schmiedehaut auch recht schnell runter.

Gruß

Uli