Schleifen mit Stein

Noodle

Mitglied
Hallo zusammen

Ist es mir, als Normalsterblicher mit durchschnittlicher (?) Handwerkausbildung (8 Jahre Handwerken in der Schule <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0"> ), zuzutrauen, mit z.B. einem DMT-Schleifdiamantstein ein Messer zu schärfen, also freihändig? Oder anders: Muss ich mir wirklich so ein Schleifset kaufen, oder reicht ein Stein für den Ottonormalverbraucher?

Noodle

[ 10-04-2001: Nachricht editiert von: Noodle ]
 

Schleifalot

Mitglied
Hi Noodle,
früher hab ich nur freihändig abgezogen. Aber seit einiger Zeit nutze ich Lansky und DMT Set. Mit dem Set kann man den Winkel halt genau einhalten. Wenn Du es freihändig versuchen willst, dann nimm ein "entbehrliches" Messer. Es dauert seine Zeit bis man den Dreh raus hat. Aber man sollte auch ohne Winkelmontage seine Schätze scharf halten können.
Viel Erfolg
 

Andreas

Mitglied
Mit ein bisschen Übung geht alles <IMG SRC="smilies/smile.gif" border="0">
Mal im Ernst, sicherlich kann man das Schleifen ohne ein spezielles Schleifset lernen. Messerschleifen ist keine "Hexenkunst"!
Ich würde mit ein paar alten, gebrauchten Messern anfangen. Billige Küchenmesser sind "dankbare Opfer".
Das wichtigste ist, immer den gleichen Winkel beizubehalten, ob der nun 15° oder 15,5° ist, spielt eine nich so wesentliche Rolle.
Ich habe mir für die Winkel 15° und 20° einfach eine kleine Plastikschablone gebaut, die ich am Anfang kurz zwischen Klinge und Stein gehalten habe. So bekam ich ein Gefühl dafür, in welchem Winkel ich ungefähr ansetzen muß.
Da Diamandsteine eine relativ hohe Abtragsleistung besitzen, fürde ich am Anfang mit wenig Druck arbeiten. Wenn der Winkel dann paßt, Druck erhöhen. Wenn Du nicht genau weißt, in welchem Winkel der Schliff ist, hilft es, die Seiten der Schneide mit einem "Edding" einzufärben. Wenn Du dann vorsichtig über den Stein ziehst, siehst Du wie der gewählte Winkel paßt: Ist die gesamte Farbe weg, Treffer. Bleibt an der Schneide Farbe, Winkel zu flach. Ist unten an der Schneide die Farbe wech, darüber ist noch Farbe, ist der Winkel zu steil.
 

Seb

Mitglied
Zur Abwechselung <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0"> mal ein kommentar von einem newbie... also ich stand auch vor dem gleichen problem und hab mir dann mal einen billigstein und einen kleinen arkansas gekauft und mit ein paar alten Messern einfach fröhlich drauflos geschärft... mit ein wenig übung hab ich eine gewisse schärfe hinbekommen, die allerdings eher auf die Körnung des steins (microserrations) als auf meinen Fortschritt zurückzuführen war... nach ner zeit hab das ganze dann auf dem Arkansas halbwegs scharf hingebracht... ich war eigentlich halbwegs zufrieden (NB: sehr leicht schärfbarer stahl, sehr leicht zu schärfende klingenform!) Mein Problem war noch, dass die schärfe nie sehr lange angehalten hat.
Dann hab ich mir gedacht, was solls und hab mir nen sharpmaker zugelegt. Und das isses erstmal für mich. damit krieg ich meine Messer rasiermesserscharf (ich war von dem Effekt so begeistert, dass men rechter Arm kaum noch haare hat) und das auch bei schwierigeren formen. So ein System erleichtert das ganze also auf jeden Fall enorm (kann jetzt nicht für lansky-mäßige Systeme sprechen)
Noch eine Anmerkung zum freihandschärfen: was bei mir eher das problem war, war den schliff über die plane Ebene auszuführen, ich hab nach ner zeit die klinge an der kante des steins langgezogen (der stein ist jetzt sehr abgerundet), was die sache sehr erleichtert hat. Am anfang hab ich auch beim sharpmaker nur die kanten der steine benutzt, mittlerweile hab ichs aber halbwegs raus wie man die flachen seiten benutzt.
Fazit: Freihandschärfen ist lernbar, aber man muss geduld und vermutlich ein quentchen Geschick mitbringen... beides war bei mir nicht im Übermaß vorhanden, so daß ich jetzt erst mal mit dem sharpmaker einen auf bequem machen werde.

Seb
 

Floppi

Mitglied
Board-Newbie 2 meldet sich hier zur Stelle.... <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0">

Ich hab' eine nette Seite über's schärfen gefunden. Über die Schleifstein-Tests mag man streiten, aber die dort beschriebene Technik für's freiändige schärfen funzt ganz gut.

Messer schärfen, aber richtig!
 

judge

Mitglied
Guter link, danke!
Ich finde, es ist hauptsächlich Übungssache, wie gut man freihändig schleift. Mache ich aber selber zuwenig, mir sind Krücken (Sharpmaker...) einfach lieber, ist wohl Bequemlichkeit.

[ 11-04-2001: Nachricht editiert von: judge ]
 

Wolfgang

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Joi, das is scharffff!!
johnshaving.jpg



<IMG SRC="smilies/eek.gif" border="0"> <IMG SRC="smilies/cwm52.gif" border="0"> <IMG SRC="smilies/eek.gif" border="0"> <IMG SRC="smilies/cwm52.gif" border="0">

hat jemand Erfahrung mit dem Razor Edge System??
Oder, welche Krücken sind denn nu zu Empfehlen?
Hab irgendwie kein Lust das freihand Schärfen zu lernen(Zeitfaktor)!!

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@Floppi: nochmal besten Dank, echt guter Link!!
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[ 12-04-2001: Nachricht editiert von: wolfgang ]
 

Frank

Mitglied
Ich habe das Freihandschleifen mit 10 Jahren von meinem Papa gelernt. Damals spuckte man noch auf die Steine, um sie feucht zu halten (sehr effektvoll, wenn man vorher ein Wurstbrot gegessen hatte). Ich bin dann nach diversen Jahren über Lansky & Spydie-Sharpmaker wieder beim Freihand gelandet.
Was mich interessiert: Carsten Bothe propagiert in seinem Buch das Messerschleifen mit einem umgekehrt eingespannten Handbandschleifer. Warscheinlich nur sinnvoll bei WIRKLICH stumpfen Messern. Hats schon mal jemand ausprobiert? Welche Körnung nimmt man (>=600 ?), wird die Klinge vielleicht zu heiß,...?
Infos & Tips wären nicht schlecht.

Vielen Dank
Frank
 

roman

MF Ehrenmitglied
Das thema mit dem Schärfen am Bandschleifer haten wir bereits vor kurzem geh mal ein wenig stöbern <IMG SRC="smilies/cwm40.gif" border="0">