Schärfetests.

Hi!
Was kennt Ihr denn so für Tests mit denen man die Schärfe von seinen Messern testen kann und die es ermöglichen Vergleiche zu ziehen?
Also das mit den Post-It am Monitor sowie den Gummi-Test habe ich hier schon im Forum gelesen aber ich frage mich ob es da nicht noch mehr gibt.


[Dieser Beitrag wurde von Pablo Escobar am 27.11.2000 editiert.]
 

Armin II

Mitglied
Was glaubst Du denn, warum ich grundsätzlich keine Haare am linken Unterarm habe??
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WAs Du mit Post It Test meinst weiss ich nicht, und das mit dem Gummiband kannst Du meiner Meinung nach vergessen, da dieser Test nicht reproduzierbar ist (wie dick, hart und stark ist der Gummi-Ring; wie schnell trifft er auf und in welchem Winkel, usw... ) Das selbe gilt übrigens nach meiner Meinung für den berüchtigten Spine Whack Test. Erstens schneide ich mit der Schneide und nicht mit dem Klingenrücken. Zweitens ist dieser Test ebenfalls nicht reproduzierbar; (mit welcher Wucht und Geschwindigkeit trifft der Klingenrücken auf, wie hart, weich oder elastisch ist das Gegenstück, an welcher Stelle trifft der Klingenrücken auf...)

Da gibts dann allenfalls noch das Durchschlagen von Hanfseilen, aber dabei ist die korrekte Technik mindestens genauso wichtig wie eine scharfe Klinge..
 
Das mit dem Unterarm oder auch Unterschenkel ist ganz nett aber bei einigen serrated Klingen würde ich davon dann doch abraten...
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Und reproduzierbar ist das an der selben Stelle erst wenn das Gestrüpp wieder nachgewachsen ist...
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judge

Mitglied
Da gab´s mal einen lustigen thread auf bladeforums. Das, was mir am besten gefallen hat, hat ein Finne (wenn ich mich richtig erinnere) gepostet: Den Klopapiertest. Man nimmt das Messerchen, sticht in das letzte, freihängende Blatt einer Klopapierrolle, und schneidet nach unten. Wenn sich das Papier nicht bewegt, ist das Messer scharf. Habe ich allerdings noch mit keinem meiner Messer geschafft. Naja, skandinavische Messer sind scharf, und finnische Winter lang
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judge
"Every tool is a weapon if you hold it right" - Ani Difranco
 

Jobal

Mitglied
Hi there,

in einem PM Magazin von 1987(o. so) habe ich mal über einen asiatischen Schärfetest gelesen. Man steckt das Messer in ein Rinnsal u. läßt ein Blatt dagegen treiben. Wird das Blatt zerschnitten gilt das Messer als scharf.

Gruß Jobal


PS: Bei Interesse, ich habe den Artikel noch zu Hause rumfliegen. War meines Wissens einer der ersten über Custom Made Knives in Deutschland.

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Si vis pacem para bellum
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AchimW

Mitglied
Hey, jobal, das war kein Asiatischer Schärftest, sondern ein Auszug aus einer sowohl in Japan als auch in Europa verbreiteten Legende. In Japan waren es Masamune und ein Schüler, hier in Europa Wieland der Schmied und ein Schüler.

Ich teste mit einem fallenden Blatt Schreibpapier, das ich in der Luft zerschneide.

Weitere lustige Tests:

- Bierdose auf Baumstumpf mit einem Hieb zertrennen (Unterteil muß stehenbleiben!)
- freihängendes Hanfseil (untere max. 15 cm abhauen), danach ohne Nachschärfen 2x durch ein 5 x 10 cm Fichtenbrett, danach ohne Nachschärfen Haare rasieren, danach Messerklinge um 90° biegen ohne Bruch (das ist der ABS-Gesellen-Test)
-wenn ihr gegeneinander testen woll das eine Messer mit der Schneide auf die Schneide des anderen stellen und versuchen, mit Hammerschlägen durchzutreiben. Das bessere Messer gewinnt.

Hähähä!

Achim
 

gun-shot

Mitglied
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von judge:
Naja, skandinavische Messer sind scharf, und finnische Winter lang
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[/quote]

...oder finnisches Klopapier aus 80g/Qm holzfrei...



Ciao Pablo, bis demnächst

Gun
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Tobse

Mitglied
Sehr eindrucksvoll ist ein Test, den Fred Perrin vorführt : Die Cellophan-Hülle eines Zigarettenpäckchens aufrecht stehend zerschneiden
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Als Nichtraucher habe ich das aber noch nie probiert.

Scharf bleiben,
Tobse !


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Kochenfuerkerle.de
-demnächst in ihrem Netz -
Messerman@kochenfuerkerle.de
 

bert

Mitglied
Hallo.

Um die Schneidleistung eines Messers zu testen, verfahre ich so.
Ein Hanf-Schiffstau ca. 40mm dick wird auf einer Waage in Scheiben geschnitten.
Der dazu notwendige Druck wird auf der Waage (in kg) angezeigt.

Gruß.
bert.
 

bladeshop

Mitglied
Ich nehme ein Schreibblatt und setze an der linken Kante an und schneide dann im Zickzack bis zur rechten unteren Ecke durch.Ein stumpfes fängt an zu reissen.
Scharfe Messer gehen gut von oben bis unten der Länge nach durch aber nur ein richtig scharfes schneidet auch im Zickzack ohne zu reißen.
Fürs einfache dann noch die Haare am Arm natürlich.
Wobei es aber extreme Sachen gibt bei denen der Arm nicht angebracht ist, da schnell Schnittwunden endstehen.

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www.edle-messer.de
 
Davor habe ich auch Angst denn mit dem Sharpmaker macht Schärfen soviel Spass das man erst aufhört wenn keine Klinge mehr da ist...
Da wird aus serrated schonmal schnell plain...
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Andreas

Mitglied
nee, lasst ihn mal schleifen:
das reduziert die klingenbreite!!! Dann klappt das mit dem test, wenn die hälfte von der klinge weg ist
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herbert

MF Ehrenmitglied
Hallo, Bladeshop, Dein Test gefällt mir sehr gut! Habe ich gleich probiert. Man kann sehr gut damit den unterschiedlichen Schärfezustand von subjektiv gleich scharfen Messern auflösen.
Noch einen interessanten Test habe ich am Wochenende vorgeführt bekommen:
Messer mit dem Rücken auflegen, so daß die Schärfe der Klinge nach oben zeigt, und ein DIN A 4 Blatt Druckerpapier senkrecht mit der kürzeren Kante auf die Schärfe fallen lassen.
Fallhöhe etwa wie A4 Seite lang ist. Höher geht eh nicht, da das Blatt dann wegdriftet.
Scharf ist ,wenn der Schnitt der Klingenbreite entspricht.
Hat einen Nachteil: ich habs probiert, schaffte gerade mal eine halbe Klingenbreite, seitdem schleife ich und schleife ich und schleife ich, schade, daß der Name Schleifalot schon vergeben ist.
 

BeKay

Mitglied
Cool, schaffe mit meinem:

Kershaw Scalion fast komplette Breite und das bei halber Fallhöhe :irre:
Schweizer Armee Messer Spartan light:

kleine Klinge: ganz (allerdings ist sie beim Rasiertest noch schärfe als die große...)
große Klinge: ganz


Schweizer Armee Messer One Hand Trailmaster: nicht richtig durchfürbar, da die Klinge einseitig durch die Serrations geschliffen ist und das Papier abkippt beim auftreffen, naja zumindest fliegen die Haare beim Unterarm rasieren weg und liegen nicht auf der Klinge :p


Ps. Messer selbst geschärft, zwei Onkels sind Fleischer, die haben mir gezeigt, wie das geht... nur das mit dem Ledergürtel hab ich mir selbst "beigebracht": alten Gürtel um Tischbein legen, in Schnalle einführen, festziehen, so hat man einen Straff gespannten Riemen, immer schön abziehen :)