Schärfen von D2 / M2

cheez

Mitglied
Hey,
ich wollte mal wissen, wie es mit dem Schärfen von D2 und M2 (von Benchmade) aussieht, und ob man dafür wohl auch den sharpmaker benutzen kann. mir ist schon klar, dass das etws mehr zeit in anspruch nehmen wird, aber ist das noch ertträglich oder sitzt man da dann tagelang dran ?

gruss,

cheez
 

Andreas

Mitglied
ich kann da nur zum D2 was sagen. das zeug ist zwar "zäh" aber durchaus noch recht gut schärfbar. wie lange du mit dem sharpmaker brauchst, hängt natürlich stark vom zustand der aktuellen schneide ab. nachschärfen ist nicht das problem, einen vollkommen anderen schneidwinkel möchte ich mit dem sharpmaker auf eine klinge aus D2 nicht schleifen müssen.
 

cheez

Mitglied
oh ok, ich muss dass etwas spezifizieren:
die frage, die daraus folgen würde, ist ob die benchmades (hier: 710HS bzw. 806D2) im richtigen winkel geschärft sind, wenn ich sie kaufe. denn ansonsten muss ich ja zwangsweise einen neuen winkel schleifen.
und davor hab ich ein wenig angst, besonders beim 710HS :confused:
 

aqua

Mitglied
Tag cheez,

ich hab A. von Benchmade ein 814 aus M2-Stahl und B. kaum Ahnung vom Schärfen (nur mal Leos Seite duchgelesen). Jedenfalls war das Messer das schärfste das mir bisher out of the box untergekommen ist. Ich habs auch ordentlich geschunden und es waren richtige Ausbrüche in der Klinge zu sehen. Nach etwa 5-7 Minuten auf einem 1000 Wasserstein ein paar Zügen über ein 8000er und dann über einen Lederriemen und das Ding war schärfer als im Neuzustand. Hab das Messer inzwischen noch zwei weitere Male geschärft und ich muss sagen es geht absolut problemlos (selbst für einen Anfänger).
Fazit: Der M2 Stahl ist wirklich schnell und einfach nachzuschärfen.:super:
 

aqua

Mitglied
Tag cheez,

da warst Du schneller! Also ich hab keines der von Dir angesprochenen Messer, das 814HS ist aber IMO vom Winkel her in Ordnung. Ich hab nix geändert und hatte auch nie das Verlangen danach, weil die Schneide zu stumpf oder die viel zu dünn wäre. Da gibt es keine probleme, wie gasagt, es ist wahnsinnig scharf und die Schneide hält auch lang die Schärfe(nach etwa 10 Kupferkabeln konnte ich mir immer noch die Hare von der Hand rasieren) und ist prima nachzuschärfen.
 

El Dirko

Mitglied
Ich nehme mal an Cheez will wissen ob der Winkel der Messer mit dem des Sharpmakers übereinstimmt und nicht ob der Winkel überhaupt in Ordnung ist.
Also ich habe ein normales 710 und der Winkel stimmt nicht mit einem der zwei Winkel am Sharpmaker überein. Aber ich benutze die Stäbe des Sharpmaker eh inzwischen lieber freihändig und ich glaube das machen auch einige andere hier so.
Gruß
El
 

rolynd

Mitglied
M2

Also M2 lässt sich ganz gut nachschärfen, hab ein 710HS, Nimravus Cub M2 und nen ascent M2 und die sind nicht schwieriger nachzuschärfen als ATS-34 oder 154CM.
Einen neuen Winkel mit dem Sharpmaker zu schleifen würd ich mir nichtmal bei AUS-6 oder 420 antun es sei denn man hat viieeel Zeit und keine Angst vorm Tennisarm ("Messerschärfarm" gibts wohl noch nicht?)

Wo ich deutliche unterschiede in der Schärfbarkeit bemerke ist bei CPM 440V oder S90V heißt das ja jetzt. Das geht richtig schwer wenn man das Messer mal hat richtig stumpf werden lassen.

Ich kann dir nur zu M2 raten , hab ich bisher nur beste Erfahrungen mit gemacht. Und wenn man das Messer minimalst pflegt gibts auch kein Rost.
 

Andreas

Mitglied
wenn es nur um die "winkel-übereinstimmung" geht, der paßt eh meistens nicht. also entweder einen "passenden" winkel schleifen (wäre mir zu aufwändig) oder einfach das messer eben nicht ganz senkrecht an den stäben entlang führen (das messer als beim "schleifen" einfach etwas ankippen bis der winkel "paßt").
das ist eben das problem bei den "schleifgeräten" -> mit nem normalen schleifstein kein thema und auch keine hexenkunst!!!
 

Tobse

Mitglied
Meine BMs (AFCK u. 710) waren beide in einem größeren Winkel als den 40° des alten Sharpmakers geschliffen - also habe ich einige Zeit mit einem Lansky-Set investiert. Schneller und einfacher geht es, wenn man einen groben Diamant-Schleifstein einfach mit doppelseitigem Klebeband an den Sharpmaker-Stein klebt und losschleift- nimmt man z.B. die von Eze-Lap (gibt's bei www.globetrotter.de), ist das auch wesentlich billiger als die Diamantaufsätze von Spyderco! In Sachen D-2 habe ich (vermutlich abhängig v.d. Wärmebehandlung) sehr große Variationen im Nachschleifverhalten und der erzielbaren Schärfe bei verschiedenen Klingen erlebt...


Munter bleiben,
Tobse!
 

cheez

Mitglied
danke an alle. war sehr hilfreich, zumindest werd' ich mir jetzt guten gewissens ein 710HS zulegen können.

rock on...

cheez
 

le.freak

Premium Mitglied
hallo cheez,

denk dran, dass es schwierig ist eine recurve klinge ohne z.b. den sharpmaker oder aehnliches geeignetes schleifgeraet zu schaerfen. also nichts gegen das 710er, im gegenteil, ich nutz es auch gern, aber beim ersten versuch recurve zu schleifen wirst du erstmal verzweifeln (man lernts aber recht schnell). und ich hab "nur" die ats34 version :)

aber trotzdem ein schoenes meser und m2 ist sicher eine gute wahl, also bevor du dich noch totaergerst nimms und lass dir beim ersten schaerfen viel zeit.