Satinieren

sbulazel

Mitglied
Hallo Leute,
bei welchem Schleifpapier (welcher Körnung) muß ich aufhören, wenn ich eine Klinge satinieren will?

Grüße, Sascha
 

zorro_43

Mitglied
Hi,

kann mir nicht vorstellen, das es da Regeln zu gibt.
Das ist meiner Meinung nach reine Geschmacksache!

Ich finde: Je feiner desdo besser!

Zorro
 

Moppekopp

Mitglied
Hi!

Ich dacht ein Satinfinish wird durch Sand- oder Glasstrahlen erzeugt.
Wenn man mit der Hand schleift entstehen unregelmäßige Streifen, die imo nicht so toll aussehen.

Gruß Tobi
 

zorro_43

Mitglied
@Moppekopp:

Nö, Satinieren hat immer eine "Strichrichtung", durch Strahlen erhältst du ein gleichförmiges Erscheinungsbild.

Wenn man sich etwas mühe gibt kann man auch beim Satinieren von Hand eine schöne Oberfläche ohne konfuse Kratzer hinbekommen.
Das Problem ist immer der Richtungswechsel, da wackelt man eigentlich immer etwas. Daher zum Schluss nur in eine Richtung schleifen, dann das Papier abheben(oder noch besser: über das Werkstück hinaus ziehen)
und wieder in die gleiche Richtung schleifen.

Zorro
 

Floppi

Mitglied
Coolcat hat's vorweg genommen. Die "Topfschrubseite" von Schwämmen funktioniert allerbest - auch in beide Richtungen.
Gute Erfahrungen habe ich gerade mit 'nem Schleif-Vlies aus dem Baumarkt gemacht. Die Ausführung fein ist wunderbar. Für einen sehr feines Ergebnis aber vielleicht zu grob.
Dobner hat auch Schleif-Vlies im Angebot (400er und 1000er).
Außerdem gibt's so'n Zeug von Scotch-Brite als Pads und von der Rolle z.B. auch bei Hirschler-Schleiftechnik.
 

freagle

Mitglied
Ein super gerades Strichfinnish bekommt man, in dem man sich einen Anschlag nimmt. Ich spann z.B. zwei lange Micartastücke in den Schraubstock, eins flach das andere paralell dazu hochkannt, die Klinge befestige ich per Zwinge oder doppelseitigem Klebeband auf dem flach eingespannten Micarta (oder glattes Hokzstück). Den Schleifblock (Holzstück) mit dem Schleifpapier oder dem Schleiffließ drauf, setz ich nun im Berreich wo die Schalen hinkommen an (damit man den Ansatz nicht sieht) dann zieh ich den Schleifblock über die Klinge, immer seitlich am Anschlag entlang. So bekommt man ein Strichfinnish gerade wie bei einer Flachschleifmaschine.

freagle
 

Norbert

Mitglied
Hallo freagle,

sehr gute Idee!
Manchmal sind es die einfachen Dinge, auf die man erst mit dem Zaunpfahl hingewiesen werden muss.

Satinieren quer zur Klinge ergibt übrigens auch ein schönes Finish,
aufgrund der kürzeren Hübe krieg ich es schneller
und mit weniger Problemen hin, als ein längsgeschliffenes.
Viel Leute machen auch ein recht schönes Gebrauchs-Querfinish mit dem Bandschleifer.

Grüße
Norbert
 
Hallo Leute

Ich hoffe das passt hier rein, deshalb wecke ich das mal wieder auf hier. War so das beste was ich in der SuFu gefunden habe.

Ich habe ein Stück stahl 55Si7 was nicht gehärtet ist.
Das ganze muß noch zum Härteservice von der Traumschmiede.
Ich wollte zuvor eine mattes finish anbringen, grob geplant so 1000 körnung. Je nach dem ob es dann gefällt.
Ich habe mit einer gröberen Polierscheibe schon eine gewisse gleichmäßige Oberfläche erzeugt. Nur eben nicht 1000(grad der Polierscheibe ist mir unbekannt/steht nicht drauf, ist aber gröber als 1000).
Und die Strichrichtung ist halt nicht schön. Flex kann halt nicht gerade arbeiten.
In Ermangelung von weiteren Maschinen wollte ich jetzt von Hand bis auf 1000 runter arbeiten.
In welchen abstufungen sollte ich da am besten vor gehen?? Trocken oder nass??
Über Tips und Trick bin ich dankbar.

Grüße
Thomas

PS: das ganze ist eine klinge für ein Falchion, also schon etwas größer
 
Da stimme ich mit Meisenmann zu.

Da je nach Härteweise, mit oder ohne Schutz, Vakuum, Lack, Härteschutzfolie etc. mehr oder weniger Zunder auf der Oberfläche verbleibt, der so oder so abgeschliffen werden muss, würde ich darauf achten, das vor dem Härten keine Schleifriefen mehr vorhanden sind.

Ich persönlich schleife bei nicht rostfreiem Damast z.B. vor dem Härten bis 400. Stähle wie 1.2519 genauso. Danach je nach gewünschtem Effekt, man kann in möglicht kleinen Abstufungen dann bis zur gewünschten Oberflächenstruktur feinschleifen.

Übrigens, wenn du mit einer Flex dranwarst, willst du nicht wirklich von einer Strichrichtung sprechen oder? Wenn ich eine Klinge am Bandschleifer bis z.B. 240 Schleife, finishe ich dann per Hand mit 280 und dann bis 400, nach dem Härten dann evtl. noch 600, 800, 1000. Um einen schönen Strich zu bekommen, kann man dann evtl. wieder mit einer Stufe gröberer Körnung den Strich anbringen.

hoffe es war verständlich.

Nils
 
Hallo

Durch die arbeit mit der Flex habe ich !keine! Strichrichtung. Das ist damit ja auch nicht möglich. Das wollte ich damit nur sagen als ich schrieb das die Strichrichtung nicht schön ist. ´Sie ist schlicht und ergreifend nicht existend. War vielleicht etwas blöd geschrieben, sorry.

Das mit dem vorher schleifen hat den Grund, das Arno Eckhart schreibt, je besser man vor dem härten schleift, desto weniger arbeit hat man dann hinterher mit dem eigentliche polieren. Und bei ihm wollte ich den härteservice halt in Anspruch nehmen.
Deshalb dachte ich mir ich gehe mal bis vielleicht 1000 runter. So als erster Gedanke.
Leider ist das aber momentan eh erstmal wohl hinfällig.
Habe mir heute die klinge noch mal genauer angeschaut und vereinzelt tiefere Furchen durch das arbeiten mit der Flex gesehen. Fluchkiste auf*so ein verdammter scheiß!!* Fluchkiste zu!!:mad:
Somit werde ich wohl leider nicht umher kommen mir doch zusätzlich einen Bandschleifer zu organiesieren um die Klinge eben zu bekommen.
Ich war da wohl zu ungestüm mit der Flex! *immer noch am fluchen*. Und die Fehler von Hand raus zu schleifen, bei der Länge der Klinge wäre eine qual. Naja, für den ersten Versuch werde ich mal versuchen was ich da noch rausholen kann.
Mal schauen wie ich jetzt vor gehen werde.
Danke erstmal an alle für die Infos und die Tips! Das hat mir schon weiter geholfen.

Grüße
Thomas