Santokumesser um 100€?

Keks

Mitglied
Hallo,

leider ist dort nichts über den Stahl angegeben (37 Lagen Damast sagt erstmal nichts und lässt eher auf Damasttapete schließen).
Vielleicht benutzt du erstmal das Formular in der Kaufberatung, dann bekommst du von den Experten hier sicher reichlich Tipps und Empfehlungen.
Für mich ähnelt es eher so dem typischen VG-10-Damasttapetenmessern, die es oft auch bei Discountern gibt. Die sind oft nicht schlecht aber dafür wäre mir dieses viel zu teuer.
 

MatthiasL

Mitglied
Kann mich meinem Vorredner nur anschliessen, wahrscheinlich kein "echtes" Damastmesser, zumal eine genauere Stahlangabe fehlt.
Habe übrigens so ein Discount Damast VG 10 Messer für 20 Euro, und bin damit sehr zufrieden, klar, dass ist aber eine andere Sache.
In Deinem Fall würde ich aber noch warten und mich nach etwas neuem umschauen und ggf.mehr investieren. Der Markt an Sandokus ist ja gross genug.

Gruss
Matthias
 

FMG1991

Mitglied
Ich habe schon befürchtet, dass ich auf die schöne oberfläche hereingefallen bin! deshalb ja die nachfrage hier ;)
Deutlich mehr als 100 € will ich eigentlich nicht ausgeben. Gibt es irgendwelche Klassiker oder empfehlenswerte Marken, denn das Angebot an Santokus ist sehr unübersichtlich und es fällt mir noch schwer zwischen guten Marketing und einem soliden Messer zu unterscheiden.
Danke für die schnellen Antworten!
FMG
 

FMG1991

Mitglied
Fragenkatog:
Erstanschaffung oder Erweiterung (d)eines Sortiments?
Erstanschaffung

Für berufliche oder private Verwendung gedacht?
Privat

Soll es eventuell ein Küchenmesser für Linkshänder werden?
Nein

Liegen konkrete Vorstellungen vor?
Santoku :)
- Falls nein, für welche Aufgaben soll das Küchenmesser eingesetzt werden (z.B. Brot schneiden, Gemüse putzen, Fische filetieren etc.)?

[ ] Europäisches Messer im japanischen Design
[x] Japanisches Messer im traditionellen Stil (Wa-bocho)
[ ] Japanisches Messer mit europäischer Griffform (Yo-bocho)
[ ] exotische/hochspezialisierte Messerform (z.B. chin. Nudelmesser)

Griff: Am liebsten Holz
Rostfrei:Egal
Stahl: Leider keine Ahmung was im Budget liegt, hoffe gerade hier auf Hilfe ;)
Budget: ca 100€

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen :)
FMG
 

tiffel

Mitglied
AW: Santokumesser um 100€?

Die Frage ist: Wie wichtig ist dir der industrielle Mehrlagenstahl, bzw. die Optik der Damastapete. Du bekommst für hundet Euro auf jeden Fall ne Damasttapete. Sonst gibt es ja auch noch recht vernünftige Dreilagenmesser oder Monostahlmesser. Wenn dir rostfrei oder rostend egal ist würde ich wegen der Schärfe zum rostenden raten. Der Nachteil ist die Patina und bräunliche Zwiebeln und man muss das Messer sofort nach Gebrauch spülen und abtrocknen. Deshalb würde ich dir als Einsteigermesser eigentlich zu einem Herder Santoku Carbonstahl raten und einen Keramikstab von Ikea für 9€ zum Scharf halten. Das Herder ist ein leichtes sehr dünn geschliffenes Messer, das keine grobe Behandlung verträgt, dafür aber sehr leicht schneidet. Bist du eher robust unterwegs und willst nicht so sehr achtgeben und pflegen, dann ein Eden Quality Damast oder Classic. Schau dir auch die anderen Threads in der Kaufberatung an. Jeder Dritte sucht nach einem Santoku.
 

blaight

Mitglied
Ich würde mich an tiffel halten. Seinem Rat folgend habe ich jetzt von Eden das Petty und das Kochmesser uns bin sehr zufrieden, da es robust ist und meine Mitbewohner auch damit umgehen können, denke dass das beim Santoku ähnlich ist.
hier gibts testergebnisse aus dem forum
http://www.messerforum.net/showthread.php?p=717446#post717446

Das Herder Santoku kann ich super empfehlen!! Scharf, leicht zu schärfen, schöner Griff, auch wenn nicht klassich japanisch und mit 50€ auch für Einsteiger kein zu großer Eingriff in die Börse.
 

FMG1991

Mitglied
Damasttapete möchte ich gar nicht haben, ich wusste nur nicht, dass es sowas gibt. Die vorgeschlagenen Messer sehen gut aus, ich werde mir die mal genauer anschauen! :)
ich hab im Internet gelesen, dass Santokus von Haiku gut sein sollen. Was denkt Ihr dazu? :)
LG
FMG
 

Keks

Mitglied
Ich glaub ich hab mich in ein Messer verguckt ;)

http://www.messerkontor.eu/KOCHMESSER-FORMEN/Santoku/TONTENKAN-Santoku-Standard-180mm::945.html

eigentlich wollte ich unter 100 Euro bleiben, aber eventuell muss ich darüber noch einmal nachdenken.

Ist das dieses mal ein gutes Messer oder bin ich auf einen weiteren Trick reingefallen? :p

Also falsch machen kannst du hier eigentlich nichts, zumal du bei messerkontor in den besten Händen bist, was die Beratung angeht.
Bedenke bitte, dass solche Messer sehr hoch gehärtet sind und damit sehr scharf und schnitthaltig sein können aber auch empfindlich.
Ach so, ein rostendes Messer wird bei entsprechender Behandlung nicht rostrot sondern bildet mit der Zeit eine gewisse Patina, die wiederum vor Rost schützt. Manche Lebensmittel färben sich auch beim Schneiden, z.B. Zwiebeln.

Es gibt in dem gesuchten Bereich hunderte von Messern, die alle gut sind. Am besten mal in einen Messerladen und mal in die Hand nehmen.
Ich z.B. bin von den Santoku`s wieder zu Gyuto und klassischen (dünngeschliffenen) Kochmessern zurückgekommen.
Probieren geht über studieren. :hehe:

Ach ja, Eden-Messer gibts auch ohne Damasttapete und für den Einstieg sicher nicht schlecht. Wenn es auch rostend und eher rustikal aber handgemacht sein darf, schau mal bei tosa-hocho rein. Berichte findest du im Forum genug.
 
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Streetfight

Mitglied
Also ich muss es immerwieder ins forum schreiben :

Kauf dir:

Kato hiroshi
Santoku
Carbonstahl hrc 61+-
extrem scharf
Sehr sehr schnitthaltig
Top ausbalanciert
Sehr langliebig & robust
Holzgriff
Plastikzwinge :(
Handgeschmiedet
84€

Du wirst sehr sehr glücklich sein ;)
 

captchris

Mitglied
Ganz egal, was Du Dir im Messerkontor angeguckt hast. Wenn Du Dir unsicher bist, rufe vor einer Bestellung dort an und lass Dich beraten. Spätestens dann weißt Du, dass Du dort excellent aufgehoben bist:) Claudia ist wirklich klasse.
Übrigens: Wie willst Du Dein Messer scharfhalten?
Mit einem Stein oder brauchst Du es einfacher?
Wenn schleifen auf dem Stein nichts für Dich ist, denke über den Sharpmaker nach. Dann wird das Messer zwar viel günstiger, aber Du hast mehr Spaß. Immer ein scharfes Messer und sehr leicht zu schärfen. Ganz ehrlich, ich habe mein Traummesser mit dem Lucidus II, aber ich würde eher das Messer gegen ein günstigeres tauschen als den Sharpmaker abzugeben. Meine Frau schnippelt mit einem Ikea-Santoku, welches ich genau wie meines mit dem Sharpmaker scharf halte. Seitdem hat sie richtig Spaß an ihrem scharfen Messer.

Gruß
Chris
 
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Blacky

Mitglied
Heißt "nicht rostfrei" eigentlich, dass man ein rostrotes messer hat oder bleibt es trotz allem glänzend, solange man es immer gleich abtrocknet?

Nicht rostfrei heißt, dass der Stahl rosten kann. Wirklich rostfreien Stahl gibt es eh nicht, denn sofern Eisen drin ist, kann er immer rosten. Ab ca. 13% Chrombeimengung spricht man aber von rostträgem Stahl.
Keine Sorge wegen "nicht rostfreiem" Stahl. Das Schneiderlebnis ist damit besser, da er durch ein feineres Gefüge schärfer ausgeschliffen werden kann. Solange du das Messer nicht nach dem Zwiebelschneiden in die Ecke pfefferst, sondern es abspülst und abtrocknest, passiert da auch nichts. Vor längeren Kochpausen solltest du es einölen.
Wenn du das mal etwas länger einer Säure ausgesetzt lässt, und auch durchs Schneiden selbst, bildet sich eine Patina - es läuft an. Das verhindert bis zu einem gewissen Maße weitere Oxidation. Zudem bekommt das Messer dadurch Character. Wenn du es nicht hübsch finden solltest, lässt sich die Patina leicht wegpolieren. Rostrot wird es sicher nicht werden, wenn du es nach Gebrauch immer reinigst!
Dir entgingen mit der Fixierung auf "rostfrei" viele gute Messer!

Zu den angesprochenen Tosa Hocho gibt es hier einen Testbericht. Das sagt schon mal einiges über die Qualität aus. Die erhältlichen Formen kann man dann im Shop suchen ;)
 
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Streetfight

Mitglied
Da muss ich Blacky zustimmen :)

Ich würd mir niewieder ein rostfreies holn!
Probiers aus, ich bin mir sicher wenn du einmal damit geschnitten hast sagst du das selbe ;)
 

tiffel

Mitglied
AW: Santokumesser um 100€?

"Wo ist der Unterschied zwischen diesen beiden Messern?"
Also erstmal hast du auf ein rostendes und ein nichtrostendes verlinkt. Zum Vergleich wäre es besser entweder bei beiden die rostende oder die nichtrostende Variante zu wählen. Nehmen wir mal die rostende Variante. (Patina bedeutet, dass das Messer sich dunkelgrau, blau schillernd verfärbt je nach Lebensmittel, das man schneidet. Diese Patina bildet sich auch, wenn man gleich abtrocknet. Wenn man nicht abtrocknet gibt es Rostflecken. Wenn man will, kann man die Patina ab und zu entfernen mit Stahlfix, Herdkeramikreiniger, Elsterglanz, Putzstein. Am besten man gibt auf einen Korken einen Tropfen und bearbeitet damit die Klingenfläche)
1. Das Lignum 3 hat einen Vollerl mit drei Nieten und einen härteren Stahl
2. Das andere Santoku einen Kurzerl und den normalen Kabonstahl C80
Bei der nichtrostenden Variante ist der Stahl identisch.

Wenn du dir ein Tontenkan überlegst, schau dir auch mal das Mizuno im selben Laden an (beide übrigens nicht rostfrei). Aber nicht vergessen auch Schärfmittel ins Budget zu rechnen. Das beste Messer nützt dir nichts, wenn es stumpf ist und nicht nachgeschärft wird. Es soll Leute geben, die sich dann neue Messer kaufen.
 

FMG1991

Mitglied
Im Moment tendiere ich stark zum tontenkan, es sieht einfach wunderbar aus! Plastikzwinge kommt für mich nicht in Frage, ich fände es einfach schade wenn ein so tolles Messer Plastik an sich hat.
Gegen Schleifstein habe ich nichts, ich habe sogar Spaß an solchen Arbeiten.
Braucht man bei dem tontenkan einen besonderen Schleifstein, oder tut es ein Kombi 3000/1000 kunststein für etwa 30-40 euro?

Vielen Dank für die Hilfe :)
FMG