Sandstrahlen - Wann ?

Tobse

Mitglied
Nachdem nun der Schliff meines ersten Rohlings,
der keinen durchgehenden Flachschliff trägt, mehr schlecht als recht beendet ist, bin ich am überlegen, die unsauberen Schlifflinien mittels Sandstrahlen überzubügeln - wann macht man das denn am besten, vor und nach dem Härten oder nur danach ? Und bis zu welcher Körnung muß ich vorher schleifen ?

Vielen Dank für alle Tips sagt
Tobse !

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luftauge

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Hi Tobse !

Wieso denn schlechter als recht :confused: sieht soweit doch gut aus!

Du bist doch noch mittendrin, ich würd nach dem Härten strahlen, falls keine tiefen Kratzer oder Riefen vorhanden sind (ich weis ja nicht, ob Du selbst härtest).
Falls nach dem Härten Öl- oder sonstige Rückstande auf der Klinge sind, wird das Polieren bestimmt nicht einfacher (IMO).

Gruß Andreas/Luftauge
 

freagle

Mitglied
Hallo Tobse,

schleif doch die einfach raus, so tief scheinen die ja bei dem oben gezeigten Stück nicht so tief zu sein. Ich hab meine ersten Messer auch mit K100 am Band geschliffen und dann mit der Hand geglättet, dauert halt ne Weile. Ich nehm immer ein flaches Stück Holz, so 130x20mm tackere das entsprechende Schleifpapier drauf und dann immer in Längsrichtung, ich fang mit 400 an und steigere dann bis max 1000, 600 genügt mir aber meistens. Mit dem 400er schleif ich jedoch die Riefen komplett weg immer nass, dann geh ich erst mit der Körnung hoch. Die besten Erfahrungen hab ich mit Nassschleifpapier der Fa Klingspor gemacht, anderes Nassschleifp. eignet sich aber auch gut. Mit dieser Metode bekommst du eine absolut glatte riefenfreie Oberfläche, mit etwas geduld.

Grüße Peter


Freagles Messer
 

kanji

Super Moderator
Hallo Tobse,

lass es einfach nach dem Härten Glasperlstrahlen hab ich bei meinem Tanto 2 auch so gemacht, kleine Fehler werden damit "übertünscht"
tanto2-str.jpg
 

Tobse

Mitglied
Vielen Dank für Eure Antworten - Hauptgrund für meine Frage sind nicht unbedingt die Riefen (mit viel Ellenbogenschmalz und Geduld bekommt man die auch aus D2 herausgeschmirgelt) sondern die Übergänge von den geschliffenen Schneiden zu den 'flachen Teilen' der Klinge - die sind eben nicht scharf definiert und schnurgerade, sondern leicht wellig. Durchs Sandstrahlen (dazu hätte ich wohl kostenlos die Möglichkeit, fürs Perlstrahlen müßte ich noch jemanden finden) möchte ich das eben etwas vertuschen. Die Amis würden das Ergebnis dann wohl 'organic grind lines' :D nennen!

Munter bleiben,
Tobse !
 

Wolfgang Dell

Mitglied
Hallochen Tobse, wenn du erlaubst sage ich etwas zu dem Thema.
Also egal welches Finish du wählen wirst und willst, unbedingtes Muß ist eine nahezu perfekte Oberfläche. Will sagen, mit Strahlen werden "Fehler" im Finish nicht weggeblasen, du wirst nacher fast jede Riefe oder Unebenheit weiterhin sehen. Oft noch viel stärker, da auf einer matten Oberfläche solche Unschönheiten stärker hervortreten.
Wenn ich ein Messer Glasperlenstrahle dann finishe ich bis zum 800 - 1000er Papier!! Dann Perlenstrahlen, dann härten, dann nochmals strahlen....dann nahezu perfektes finish! Inzwischen gefällt mir dieses Finish aber nur noch auf absoluten Gebrauchsmessern oder Fightern.
Also, je mehr Ellbogenschmalz du vorher investierst, desto zufriedener wirst du mit deinem ergebnis sein. Und noch was, wenn du denkst jetzt reicht es, dann lass das Messer zwei Tage liegen, dann nehm es raus ins Freie und schau es nochmals an (oder laß nen Freund kontrollieren), du wirst nochmals was finden für das es sich lohnt noch ne Stunde dranzuhängen.
In diesem Sinne, weiterhin viel Spaß beim bauen und nie aufgeben.
Wolfgang