Säbel mit Aufschrift "SUUM CUIQUE"

lenni20

Mitglied
Hallo an Alle hier im Forum,
Ich bin vor wenigen Tagen durch Zufall an einen sehr interessanten Säbel gekommen dessen Herkunft ich bestimmen möchte. Er hat einige Besonderheiten:
- Klinge komplett gerade
- Keine Aufschrift auf der Klinge
- Ein mit Absicht erzeugter Ausbruch 9cm hinter der Spitze
- Stern des "Schwarzen Adlerordens" auf dem Griff
Des Weiteren ist die Klinge inkl. Fehlschärfe ca. 85cm lang, der Griff ca. 16cm lang und der Klingenrücken ist bis ca. 15cm hinter der Spitze scharf geschliffen.
Ich hoffe dass mir jemand helfen kann und bedanke mich im Voraus für nützliche Hinweise.
Hier noch einige Bilder (der Säbel wurde von mir sehr stark geputzt, als ich ihn bekam war das Messing fast durchgehend schwarz):





 

Chase Carver

Mitglied
Hallo lenni20,

das ist zwar leider nicht gerade mein Spezialgebiet, aber es sollte sich um eine Abart des preußischen IOD 89 (Infanterieoffiziersdegen Model 1889) handeln.

Ich habe hier einen Link gefunden - Dein Exemplar sieht aus wie die Abildung 3 auf Seite 12 nur ohne Krone am Griffabschluß:

http://www.seitengewehr.de/Kronendegen.pdf

Der Gardestern oder Schwarzardlerorden wurde von den Garderegimentern und den Feldjägern getragen.

Viele Grüße
 
Habe keine Ahnung von Säbeln, aber die BW-Feldjäger haben heute noch "Suum cuique" auf ihrem Abzeichen stehen. Ist also evt. ein Militärpolizeisäbel.
 

lenni20

Mitglied
Danke für die Antworten.
Der "von Seite 3" ist es leider nicht. Er stammt aber auch meiner Meinung nach vom preußischen 1898er Offiziersdegen ab. Vielleicht ist es eine spezielle Ausführung für die Garde :confused:
Mich wundert nur die fehlende Klingenaufschrift. Kann man so eine eingravierte Schrift einfach wegpolieren?
 

Wulfher

Mitglied
Moin
Meiner Bescheidenen Meinung nach Handelt es sich hier um einen "Normalen" Garde IOD 89! Was mein Herz Bluten Läßt ist das Du das Stück Geputzt hast und damit die Ganze Patina Zerstört. Ohne Putzen mit Groben Methoden bringt ein Garde IOD auf dem Sammlermarkt immer nen "paar Taler" ein aber so ist das Stück Quasi Zerstört.

Merke erst Fragen dann Putzen :eek:

Gruß Wulfher
 

lenni20

Mitglied
Ich werde den Degen aber nie verkaufen, daher ist es relativ egal :)
Außerdem glaube ich nicht, dass der Degen völlig ohne Aufschriften & Firmenstempel Geld eingebracht hätte.
Nur auf dem Erl steht eine kurze Nummer (ich glaube 870) und eine etwas entfernte kleine "1".

@ Chase Carver: Es war spät :D

Grüße
Lennart