Rücksendung zur Reparatur ins Ausland (Zoll)

Palladin

Mitglied
Wie es aussieht werde ich in absehbarer Zukunft ein Messer zur Nachbearbeitung aufgrund meiner Reklamation zurück zum Händler bzw. Messermacher in die USA schicken müssen. Um zu vermeiden daß bei der Rücksendung an mich Zoll und Einfuhr-USt anfällt, wollte ich mich über die korrekten Zollformalitäten erkundigen.

Pitter war es, der das Thema kürzlich in einem anderen Thread angerissen hat. Da ich aber davon ausgehe daß so etwas dann doch regelmäßig vorkommt (wenn auch hoffentlich nicht bei mir), dachte ich mir ist es ganz gescheit, wenn man die Erfahrungen hier mal sammeln könnte.

Original geschrieben von pitter
Nein. Du gehst mit deinen Importpapieren oder den Kaufbelegen zum Zoll und sagst, das Ding muss zur Reparatur nach USA. Dafuer gibts spezielle Papiere zum Ausfüllen (seriennummer usw) und dann gibst Du die Frist an, in der das Messer wieder zurück sein soll. Das kostet dann weder Zoll noch Einfuhrumsatzsteuer. Zumindest war das bei mir von D->USA->D so.

Gruesse
Pitter

Okay, konkret zu meinem Fall:
Ebenfalls D->USA->D ,
Importpapiere bzw. Kaufbelege habe ich dummerweise keine,
"Serien-Nummer" habe ich,
Frist ? Woher soll ich wissen wie schnell das geht ?
Lege ich das ausgefüllte Formular meiner Sendung einfach bei ?
Was soll ich bzw. der Rücksender auf den kleinen grünen Aufkleber schreiben ?

Kurzum: Für ein "Retouren für Dummies" wäre ich unwahrscheinlich dankbar !
 
Zuletzt bearbeitet:

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Wenn Du keine Importpapiere hast, ist das schonmal dumm. Wie willst Du nachweisen, dass Du das Messer ordnungsgemäss eingeführt hast? Hast Du das Ding in den US bestellt oder hier gekauft?
Egal, geh zum Zoll und erzähl Deine Geschichte. Meiner Erfahrung nach sind die sehr hilfsbereit. Dann bekommst Du von denen ein Papier "Veredelungsdingsda" das füllst Du aus. Als Frist hatte ich 6 Monate angegeben, sollte langen ;) Seriennummer ist nicht nötig, es geht nur darum, das Teil eindeutig zu beschreiben, damit bei der Rücksendung auch klar, ist, dass da wieder das gleiche zurückkommt.

Der Vorgang war bei mir der, dass ich, wie das Messer zurückkam, vom Zoll benachrichtigt wurde. Dann trappste ich halt mit meinem Wisch hin und holte das Messer ab, fertig.

Gruesse
Pitter
 

beagleboy

Premium Mitglied
Ein vorangegangener Eigenimport des Teils kann doch auch keine Voraussetzung/Bedingung für einen Reparaturauftrag in den USA sein, oder?
 

Palladin

Mitglied
Denke ich auch nicht.
Na ja, mal sehen. Ich werde die Tage mal bei meinem Zollamt vorbeischauen. Hoffentlich haben die einen "Diensleistungs-"Abend...
Vielen Dank erstmal.
 

Andreas

Mitglied
Original geschrieben von beagleboy
Ein vorangegangener Eigenimport des Teils kann doch auch keine Voraussetzung/Bedingung für einen Reparaturauftrag in den USA sein, oder?

Das ist auch keine Bedingung ... Es geht z.B. auch mit einem Messer, dass in Deutschland erworben wurde, dann brauchst Du eben eine Rechnung/Quittung aus Deutschland für das Messer und "fertig ist der Lack". Damit dann zum Zoll. Bei mir war es zusätzlich hilfreich, die Garantiezusage vom Hersteller in schriftlicher Form (Ausdruck von der Homepage, Beipackzettel der beim Messer dabei ist, o.ä.) beim Zoll zusätzlich vorzuzeigen. Dann diesen "Veredelungsdings-Zettel" ausfüllen und ab mit dem Teil in die USA.
 

Palladin

Mitglied
Ich war in einer Mittagspause mittlerweile bei meinem zuständigen Zollamt.
Nach einer Rechnung hat keiner gefragt, nach Seriennummer schon (hab ich ja, wenn auch einstellig :D ). Nachgefragt wurde zudem ob ich ein Foto beilegen könnte - ein Hoch auf die Digicam !
Das entsprechende Formular
"0749 Einheitspapier (Veredelungs-/Ausbesserungsschein für die passive Veredelung + Versendung/Ausfuhr) - III B1"
habe ich ebenfalls mitgenommen.
Fertig ausgefüllt werde ich es mal hier reinstellen, vielleicht ist ja jemand mit einer Ausfüllhilfe gedient.

Noch eine Frage passend zu dem Thema:
Günstige aber dennoch recht rasche und versicherte Versendungsart zurück in die Staaten ?
 

jd_odin

Mitglied
Hi,
ich mußte vor einigen Wochen die Wurfarme von meinem Black Widow Bogen zurück in die Staaten schicken, bin einfach zu UPS (mit meiner Rechnung, Einfuhrpapieren). Die haben dann alle Formalitäten erledigt, allerdings war der Preis für den Versand happig, so ca. 90 Euro.
Gruß
Jörg
 

scorpion

Mitglied
Hallo,
nachdem ich das Paketporto (29,- Euro bei der Deutschen Post)für ein Messer von ca. 150 Euro Wert als zu teuer empfand, wählte ich Einschreiben mit Rückschein. Was nicht ankam, war der Rückschein, genausowenig wie das Messer. Nach einem Monat Nachforschungsauftrag gestellt.
Kurz vor Auszahlung der Einschreibenversicherungssumme :p
kam das Messer zurück. Knapp 3 Monate nach Versendung.
Leider war die Reparatur auch nicht wie erwartet, der Zustand schlechter als zuvor.
UPS verlangte übrigens ca. 70 Euro.
Wird wohl das letzte Mal gewesen sein, dass ich mir den Stress und die Wege (Zoll/Formular) auferlege.
Viel Glück
 

Palladin

Mitglied
Ich suche irgendetwas dazwischen.
70-90 EUR sind m.E. eindeutig zuviel bei einem Wert von $ 500,-.
Allerdings sollte das Paket nach 7, allerspätestens nach 10 Tagen definitiv beim Empfänger vorliegen. Versicherung muß selbsredend ebenfalls sein, Nachverfolgungsmöglichkeit wäre schön aber kein muß.
 

Palladin

Mitglied
Mangels brauchbarerer Alternativen habe ich mich letztendlich dann doch für das schnöde Postpaket-AirMail entschlossen.

Anbei wie versprochen das "Zollanmeldedingens".
Da mein Durschlag kaum zu lesen - geschweige denn zu scannen ist, habe ich mir die Mühe gemacht, ein Formular nochmals mit Photoshop auszufüllen. Die notwendigen Eintragungen sind in rot, Kommentare in blau gehalten.
Alle Angaben ohne Gewähr, das ganze ist auch nicht als Ausfüllhilfe gedacht, sondern nur als erster Eindruck.
(Sorry für die Größe, aber sonst kann das kein Schwein lesen)
316_p4688.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

Palladin

Mitglied
Hatte gerade Post vom Zoll - ja es geht um diesen uralten Fall - mit der Frage wo denn meine Verzollung für die Rücksendung bleibe ...
Also ehrlich ... :confused: :confused: :confused:
 

zenas

Mitglied
Ich hole das an dieser Stelle mal ans Licht, da ich auf kompetente Hilfe (wie sie im Forum ja reichlich vorhanden ist :D) hoffe.

Mein "Problem": Meine Ra Clicky soll für eine "Reparatur" zurück zu HDS-Systems in die USA. Die weiteren Details sind hier aber eher uninteressant.

Wie geht man also bei so einer "ich sende meine Ware rüber in die USA für einen Garantiefall" vor?
Folgende Fragen tauchen bei mir auf:

1.) Ich nehme meine Rechnung und meine Taschenlampe, gehe zum Zoll um dort das "0749 Einheitspapier (Veredelungs-/Ausbesserungsschein für die passive Veredelung + Versendung/Ausfuhr) - III B1" zu erhalten?

2.) Ich fülle die Zollinhaltserklärung CN22 oder CN23 für mein Päkchen/Paket aus und füge es dementsprechend bei. (Im Paket oder außen dran bleibt ja mir überlassen) Gibt es noch irgendwo eine entsprechende Zollinhaltserklärung in Englisch? Ich habe nur eine in der Kombination "Deutsch/Französisch" gefunden, die in Amerika (selbst, wenn ich es in Englisch ausfülle) vielleicht nicht gleich so einfach zu lesen ist ;)

Wo kriege ich die entsprechende "Zolltarifnummer nach dem HS" heraus? Gefunden habe ich bisher 9405 [Beleuchtungskörper (einschließlich Scheinwerfer)...] oder 9405 40 [andere elektrische Beleuchtungskörper] Kann mir hier eventuell auch der Zoll helfen?

3.) Wenn das Päckchen dann wieder zurückkommt, gehe ich mit meinem Wisch ("0749 Einheitspapier (Veredelungs-/Ausbesserungsschein für die passive Veredelung + Versendung/Ausfuhr) - III B1") dorthin und muss keinen Zoll oder ähnliches bezahlen, weil ich die Lampe ja bereits bezahlt habe?


Und zu Palladin: Wie ist denn die Sache mit der "Nachverzollung" ausgegangen? Konntest du das klären?
 

toby_pra

Premium Mitglied
Also ganz ehrlich, wenn du das richtig machen willst, musst du diesen Weg
gehen. Ich habe auch schon eine Twisty zu Henry schicken müssen, habe
allerdings dabei nur in der Zollinhaltserklärung des Paketscheins angegeben,
dass es sich um eine Retour handelt. Dasselbe hat Henry mit der
Rücksendung auch getan und ich muss nicht einmal zum Zoll. Auch
wenn dieser Weg nicht formell richtig ist, hat er doch keine strafrechtliche
Relevanz, da keine Steuern abzuführen sind (oder Zölle).

Ansonsten ruf einfach bei dem für dich zustädnigem Zollamt mal an.
 

cugar

Premium Mitglied
1.) Ich nehme meine Rechnung und meine Taschenlampe, gehe zum Zoll um dort das "0749 Einheitspapier (Veredelungs-/Ausbesserungsschein für die passive Veredelung + Versendung/Ausfuhr) - III B1" zu erhalten?

Hi,

ich geh in einem solchen Fall zu meinem Zollamt, aber nicht zur Einfuhr Abteilung, sondern Ausfuhr, nehme alles mit was ich brauche. Den Gegenstand der zurück soll und ein Foto davon, Verpackung, ev. beizulegende Schreiben und die Rechnung.
Das Ausfüllen überlass ich den Beamten vor Ort. :)

Mit dem verplombten Packet gehe ich dann zur Post.

Such eine flache Kartonage und es geht noch als Maxibrief und Einschreiben, ist günstig und schnell. Allerdings nicht hoch versichert, aber das Einschreiben bietet ja eine gewisse Sicherheit.
Tracking gibt es auch noch dazu.

Alex
 

zenas

Mitglied
Danke schon einmal für eure Hilfe!
Ich werde mich trotz allem dazu überwinden wenigstens ein Päckchen zu nehmen (oder dergleichen - ich erkundige mich noch einmal genau bei der Post, wie ich am günstigsten eine Versicherung bis 200€ und schnellen Versand hinbekomme).
Beim Zoll werde ich vorher einfach mal anrufen um nicht umsonst hingegangen zu sein. Ich hoffe, dass die Leute hier kompetent, freundlich und vernünftig sind, aber wird schon werden. Wahrscheinlich schauen sie mich ein bißchen dämlich an, wenn ich da mit einer (so kleinen) Taschenlampe aufkreuze und die den Warenwert sehen :D

Sobald die Sache raus ist, poste ich hier nochmal, damit der Ablauf auch der Nachwelt erhalten bleibt.

DANKE LEUTE!
 

toby_pra

Premium Mitglied
Für einen versicherten Versand nach Amerika gibts nur eine Möglichkeit:

Als Paket für 32,-€ :staun: :( oder Päckchen für ca. 25,-€ glaube
ich. Als Brief ist es nicht möglich diesen nach Amerika zu versichern...
 

zenas

Mitglied
Ich bin mir dessen bewusst - aber da bei mir schon einmal etwas auf dem Postweg "versickert" ist, möchte ich sichergehen, dass ich wenigstens versichert bin, wenn ich eine 230$ Taschenlampe über den Teich schicke. Sicher ist sicher - wenn auch teuer... :mad: Naja, was solls...
 

Palladin

Mitglied
ich geh in einem solchen Fall zu meinem Zollamt, aber nicht zur Einfuhr Abteilung, sondern Ausfuhr, nehme alles mit was ich brauche. Den Gegenstand der zurück soll und ein Foto davon, Verpackung, ev. beizulegende Schreiben und die Rechnung.
Das Ausfüllen überlass ich den Beamten vor Ort. :)

Amen :super:

@Zenas:
Meine Güte, das ist ja schon so lange her...

Wenn mich meine Erinnerung nicht trübt, trudelte das Paket hier wieder ein, außen mit dem Aufkleber "Zollamtlich abgefertigt", im Folienbeutel korrekt mit der Kopie des Veredelungswisches.
Prima, dachte ich mir, damit ist die Sache erledigt.

Ein geschlagenes Jahr später kam dann ein Liebesbrief vom Zollamt, was denn mit der Verzollung wäre :confused:
Wie es aussieht, hätte ich den Folder wohl wieder amtlich beim Zollamt einbürgern müssen :irre:
Das Problem lies sich dann aber schriftlich :rolleyes: klären.
 

Emscherpirat

Mitglied
Bei mir sieht es so aus. Ich habe eine Ra Clicky bei Flashaholics Uk bestellt (Antony schrieb mir, daß alle die neue Firmware haben. Meine hatte trotzdem einen Bug.) und diese zu Antony zurückgeschickt. Antony schickte diese Lampe nun zu Henry zur Reparatur. Ich werde diese Lampe nun von Henry direkt zurückbekommen (Ne Zwischenstation wär ja auch Quatsch). Ich hoffe mal, daß es sich ähnlich verhalten wird wie bei Siggi. Sonst müßte ich nämlich noch eine Rechnung bei Antony nachordern. Mal sehen was passiert; ich werde berichten.