Robustes Outdoormesser bis 250€

Yeti11

Mitglied
Hallo,
wie der Titel schon sagt, bin Ich auf der Suche nach einem Messer für den Outdooreinsatz. Ich habe einfach mal den Fragebogen durchgearbeitet und hoffe, ihr könnt mir ein wenig weiterhelfen :)

Hast Du Dich über die aktuelle Gesetzgebung zu Messern informiert?
Ja.

Geht es um ein feststehendes Messer oder ein Klappmesser?
Feststehend.

Wofür soll das Messer verwendet werden?
Das Messer soll bei allem zum Einsatz kommen, was draußen eben so anfällt; von einfachen Schneidearbeiten (Schnüre, Seile etc.) bis hin zu groben Aufgaben wie dem Abhacken von kleineren Ästen oder dem Spalten von Feuerholz sollte alles möglich sein, ohne schon nach kurzer Zeit Klingenausbrüche und ähnliches zu haben.
Die Verarbeitung von Lebensmitteln spielt keine große Rolle, dafür habe Ich im Bedarfsfall feineres Werkzeug. Allerdings wäre es trotzdem schön, wenn man, wie Ich an anderer Stelle hier im Forum schon gelesen habe, mit dem Messer ein Stück Wurst abschneiden könnte, das nicht wie ein überfahrener Igel aussieht :glgl:

Von welcher Preisspanne reden wir?
Wenn die Qualität wirklich stimmt, wären 250€ meine Schmerzgrenze. Allerdings bin Ich auch gerne bereit, weniger auszugeben ;)

Wie groß soll das Messer sein? (Klingen-/Gesamtlänge)
Schön wäre natürlich eine Klingenlänge bis 12 cm, um das Messer auch jederzeit legal führen zu können. Sollte ein Messer den "Das-ist-es-Effekt" auslösen, dürften es aber auch 1-2 cm mehr sein. 9 cm oder besser noch 10 sollten es aber auf jeden Fall sein.


Welche Materialien und welchen Stil soll das Messer aufweisen?
Was den Griff angeht bin Ich relativ offen, hauptsache solide und kein Hirschhorn. G10 oder Micarta wäre nett, aber gegen einen langlebigen und schön anzusehenden Holzgriff hätte Ich auch nichts.
Das Finish ist mir relativ egal, bei Beschichtungen wäre mir aber sehr wichtig, dass diese langlebig sind und auch gröberer Arbeiten verkraften.

Bei feststehenden Messern stellt sich hier auch die Frage nach der Scheide:
Solange die Scheide solide und gut verarbeitet ist, ist mir das relativ egal, allenfalls eine leichte Tendenz hin zu Kydex oder ähnlichem ist gegeben.

Welcher Stahl darf es sein?
Für mich als Neuling ist das wohl die kniffligste Frage, da Ich mich kaum mit Stahl auskenne. Ich habe hier im Forum schon diverse Diskussionen über die Stahlwahl verfolgt und dabei auf sehr unterschiedliche Meinungen gestoßen.
Wichtig ist mir vor allem eine hohe Schnitthaltigkeit und wie bereits erwähnt soll die Klinge auch diverse Hackarbeiten ohne (größere) Schäden überstehen.
Dabei muss der Stahl nicht unbedingt rostfrei sein, sollte aber natürlich auch nicht beim kleinsten bisschen Feuchtigkeit anfangen zu rosten.
Alles in allem denke Ich daher, dass 440C passen könnte, mit dem Ich auch schon ein paar Erfahrungen gemacht habe.
Auch D2 wäre eine Option, wobei Ich mir hir unsicher bin, da Ich häufig gehört habe, dieser sei sehr schwer zu schärfen.
Vom 1095er hingegen hört man, er sei zwar leicht zu schärfen, aber habe dafür eine gering(er)e Schnitthaltigkeit, weshalb Ich die ESEE-Messer schon etwas aus meiner Vorauswahl gestrichen habe, obwohl mir vor allem das ESEE-4- und -5- sehr gut gefallen.
Allerdings wäre Ich sehr dankbar, wenn jemand mir heir noch etwas weiterhelfen könnte, da Ich mir wie gesagt sehr unsicher bin, welches der richtige Stahl für meine Anforderungen ist.

Klinge und Schliff
Wellenschliff? Nein.
Ansonsten wäre eine Droppoint-Klinge nett, aber auch für andere Anregungen bin Ich offen.

Linkshänder?
Nein.

Verschiedenes
Schlussendlich habe Ich schon ein wenig Eigenrecherche betrieben und dabei auf einige interessante Stücke gestoßen, wobei hier kurze Erfahrungsberichte und/oder Bewertungen eurerseits sehr hilfreich wären. Aber auch über neue Vorschläge würde Ich mich freuen.

Zunächst wäre da das Böker Applegate EDC, welches mir ganz gut gefällt, Ich mir aber unsicher bin, ob man nicht in erster Linie für Namen und Design zahlt. Auskünfte über die Praxistauglichkeit wären toll.

Ebenfalls von Böker: Das Böker Integral II.

Aus Solingen: Das Linder ATS 34 SuperEdge 1.

Viel Gutes habe Ich über das Cold Steel Master-CS36JS gehört.

Auch das Fällkniven F1 ist mit im Rennen.

Aus dem Hause Benchmade kämen das Rant Fixed Blade und das Nimravus in Frage, wobei Ich mir beim Nimravus ähnlich Fragen stelle wie beim Applegate. Erfahrungsberichte (auch zum Stahl 154CM) wären hilfreich.

Zu guter letzt wäre da noch die Firma Pohlforce, wobei Ich in erster Linie an das Charlie One denke, welches Ich mir mit einer Paracordwicklung oder ähnlichem ebenfalls als Gebrauchsmesser vorstellen könnte.


Ich bedanke mich schon jetzt für alle Tipps und Hinweise und freue mich auf eine spannende und hilfreiche Diskussion.

Viele Grüße vom Yeti ;)
 

[Nick]

Premium Mitglied
Ich schreibe es heute bereits zum zweiten Mal, aber davon wirds nicht falscher ;)

In dem Preisrahmen solltest Du Dir die Messer von Heiko Häß anschauen. Handgemacht, super Qualität, ein perfekt wärmebehandelter Stahl etc.
Siehe auch sein Unterforum.
 

nobbes

Mitglied
Hallo Yeti,


ich sehe in Deinem Beitrag einige Punkte mit Klaerungsbedarf.

Du moechtest das Messer zum Abhacken von Aesten und Holzspalten verwenden. Dann fuehrst Du aber eine Reihe doch eher zierlicher Messer auf. Hacken ist mit denen aeusserst schwierig, und auch beim Spalten mit einem Schlagholz (batoning) ist jeder cm mehr Klingenlaenge sehr hilfreich.

Also empfehle ich deutlich laengere Klingen. Die Grenze von 12cm wuerde ich mindestens ausschoepfen, und wenn Du wirklich Holz bearbeitest, hast Du ja auch einen guten anerkannten Grund, warum Du ein laengeres Teil dabei hast. 9cm sind jedenfalls nix!

Weiters soll die Klinge sehr schnitthaltig sein. Ein verstaendlicher Wunsch, wenn man nicht andauernd nachschaerfen moechte.
Leider besteht da ein gewisser Zielkonflikt mit der Holzhackerei. Die verlangt naemlich eine relativ hohe Zaehigkeit, und oft wird die erreicht, indem man nicht ganz so hoch anlaesst. Das jedoch geht dann wiederum zu Lasten der Schnitthaltigkeit.

Gerade die rosttraegen (ugsprl. "rostfreien") hochlegierten Staehle a la 440C, ATS-34 usw. bilden recht grosse Karbide aus, die dann im Bereich der Schneide gerne zu kleinen Ausbruechen fuehren. Bis zu einem gewissen Punkt kann man dem entgegenwirken, indem man einen relativ grossen Schneidenwinkel waehlt, so dass viel "Fleisch" direkt hinter der Schneidenkante steht. Eine Scheibe Wurst kann man dann immer noch problemlos abschneiden, aber fuer wirklich feine Arbeiten ist die Klinge damit nicht mehr optimal.

Viel besser geeignet sind fuer Dein Anfordrungsprofil nicht-rosttraege Werkzeugstaehle. Die haben dann allerdings den Nachteil, dass sie etwas korrosionsempfindlich sind. Eine Beschichtung wuerde da Abhilfe schaffen.

Zu guter Letzt brauchst Du einen - fuer Deine Hand - passenden Griff. Vor allem wenn Du laenger mit hoeherem Krafteinsatz arbeiten moechtest. M.M.n. ist da eine Paracordwickluing weniger geeignet. Ich mag auch keine Griffschalen, deren Kanten deutlich hinter die Umrisse des Erls zuruecktreten, wie z.B. BUCK Alpha Hunter. Finde ich auf die Dauer recht unbequem.

Fazit: angesichts Deines Preisrahmens halte ich es auch fuer eine gute Idee, mit einem Messermacher zu sprechen. Wichtig ist es, sich vorher sehr genau zu ueberlegen, welche Aufgaben schwerpunktmaessig erfuellt werden muessen (das hat Du ja aber offenbar getan). Denn das "beste" Messer gibt es nicht! Bestenfalls ein fuer den gedachten Zweck sehr gut geeignetes. Kompromisse sind immer noetig! Ein 2. Messer am Mann schadet selten...

Im Bereich der Serienmesser erscheinen mir die Teile von ESEE geeignet. Ich kann da zwar nicht auf eigene Erfahrungen zurueckgreifen, aber hier im Forum scheint die Meinung vorzuherrschen, dass die Schnitthaltigkeit wohl recht ordentlich sei. Und irgendwann musst Du ohnehin jedes Messer nachschaerfen...


Gruesse
 

Yeti11

Mitglied
Danke schonmal, das ging ja richtig flott ;)

@nobbes: Also wäre es beim Hacken sogar günstiger, einen Stahl wie z.B. den 1095er zu haben? Oder wie darf Ich das jetzt verstehen?
Und der D2 beispielsweise neigt dann eher zu Ausbrüchen, bleibt aber bei reinen Schneidearbeiten länger scharf?
In dem Fall tendiere Ich dann doch fast richtung ESEE-5- (zumindest im Serienbereich) ;)
Und da walkabout BRKT ins Spiel gebracht hat - das Aurora von denen würde mir auch ganz gut gefallen ;)
Aber andererseits wäre es vielleicht wirklich sinnvoller, mal mit Herrn Häß und/oder Kollegen zu sprechen...
 

nobbes

Mitglied
Hallo Yeti,


ja, so kann man das grob sagen (Zitat: "Also wäre es beim Hacken sogar günstiger, einen Stahl wie z.B. den 1095er zu haben? Oder wie darf Ich das jetzt verstehen?
Und der D2 beispielsweise neigt dann eher zu Ausbrüchen, bleibt aber bei reinen Schneidearbeiten länger scharf?").

Wobei es natuerlich eine Unzahl verschiedener Stahlsorten gibt, die sich fuer Messerklingen prinzipiell eignen.
Es kommt nach der Sorte aber auch noch sehr stark auf die Waermebehandlung und die Klingengeometrie an.
All diese Faktoren gilt es zu beruecksichtigen.

Jedes einigermassen vielseitg einsetzbare Messer ist letztlich ein Kompromiss, aber ein Macher kann sich natuerlich viel staerker an Deinen Vorstellungen orientieren als die Industrie, die naturgemaess ein wesentlich breiteres Spektrum abdecken muss.



Gruesse
 

Yeti11

Mitglied
Ich werfe mal das Eickhorn SEK 2 ins Rennen :)

Hallo,
danke für den Tipp. Ich muss leider sagen, dass Ich mich mit dem Messer nicht so recht anfreunden kann. Das sieht mir ein wenig arg nach Kampfmesser aus und Ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Ordnungshüter ähnlich sehen würde, egal wie sehr Ich ihn davon überzeugen will, dass Ich damit nur Holz bearbeite :hmpf:

Teilweise macht es auf mich zwar einen ganz guten Eindruck, 5mm Klingenstärke sind schon in etwa das, was Ich mir vorgestellt habe und griffig sieht es auch aus.
Allerdings könnten es vielleicht doch 1-2 cm mehr Klingenlänge sein (zwecks Batoning-->siehe nobbes' Beitrag) und auch der doppelte Handschutz (oben und unten) muss nicht unbedingt sein, weil es das ganze für mich schon fast wie einen kleinen Dolch aussehen lässt. ;)

Trotzdem danke dir, Ich freue mich schon auf weitere Tipps und eventuelle Erfahrungsberichte über das BRKT Aurora :)
 

szczur

Mitglied
EKA W11...

Habe ich mir gegönnt mein Limit waren 200 euro nachdem ich hin und her getan habe (siehe meine Kaufberatung) bin ich bei dem gelandet. Sehr geiles Messer, kommt nur nicht sehr scharf ab Werk. Haptik ist 1A, für kleine Hände jedoch nicht so gut geeigent.

Mein Bruder hat sich parallel das Integral II gekauft, von den Griffdimensionen ähnlich, will damit sagen für beide brauchst die gleiche Handgröße. Das Böker kommt sehr scharf ab Werk.

Was mir beim Intergral nicht gefällt sind die Fingermulden auf beiden seiten, wäre es nur auf einer Seite und auf der anderen gerundet wärs ok. Aber meinem Bruder gefällt das Messer tierisch "David das hat was Seefahrermäßiges" krieg ich immer zu hören...das Böker find ich etwas Edeler, das EKA kommt halt sehr praktisch daher, hat etwas "natürliches". Beide Scheiden sind Klasse, aber auch hier hat das Böker den etwas gewischen Touch mehr Perfektion.

Also ich würde mir das Böker kaufen wenn du das Messer auch mal so mit dir mitnehmen möchtest, es wirkt wie geschrieben "schöner" und hat dabei nicht zuviel des Metalls am Griff. Falls du jedoch wie ich einen Skandinavisch angehauchtes haben willst das trotzdem Robust wie ein Panzer ist dann das EKA.

Beides keine Messer die von einem "besonderen" Hersteller kommen, aber dafür Qualitativ allererste Sahne.

p.s. günstigere Alternative zum Böker könnte das Arbolito El Trampero sein...kenne ich aber nicht.
 

[Nick]

Premium Mitglied
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=88343&highlight=aurora

Hier gibt es einen sehr schönen Bericht zum "kleinen Bruder" des Aurora, als Anhaltspunkt ganz gut geeignet.

Was ich bei der Auswahl noch zu bedenken geben würde, ist die Frage des Nachschärfens.
Ich persönlich komme ausdiesem Grund nicht gut mit Bark River zurecht, weil der konvexe Anschliff nicht mit dem Sharpmaker zu schärfen ist.
Bitte beachten, dass ist ganz alleine meine eigene Vorliebe, die "Mousepad-Methode" für ballige Anschliffe ist mit Sicherheit total einfach zu beherrschen, aber eben nicht mein ding.

Von daher bevorzuge ich klar den Flachschliff in Kombination mit einem Spyderco Sharpmaker.
 

Yeti11

Mitglied
@ szczur: Danke, das Böker hatte Ich ja eh schon in der Auswahl, aber das EKA hab Ich bis jetzt nicht gekannt. Gefällt mir aber sehr gut,
und das nicht nur, weil es nur gut die Hälfte kostet ;) Das Teil hat es auf jeden Fall unter meine absoluten Favoriten geschafft. Das Design ist schlicht, aber schön und scheint nach deinen Erfahrungen ja auch im Gebrauch eine gute Figur zu machen. Und selbst wenn Ich mich jetzt doch für ein anderes entscheide, glaube Ich, dass es bei dem Preis doch früher oder später auf meinem Einkaufszettel landet :hehe:

@ [Nick]: Danke auch dir, das ist ja wirklich ein toller Bericht. Ich denke mal, dass das Aurora so schlecht nicht sein kann, wenn man schon so viel Gutes über den kleinen Bruder liest ;)

Was den Schliff angeht bin Ich, um ehrlich zu sein, ein Greenhorn, und einen Sharpmaker habe ich auch nicht, dafür aber einen Sieger Long Life Wetzstab. Kriege Ich das Aurora damit wieder ordentlich scharf oder laufe Ich, gerade als Newbie, eher Gefahr, den Schliff zu ruinieren?
Soweit Ich bis jetzt gelesen habe, scheint das bei einem balligen Schliff ja durchaus möglich zu sein und Ich habe keine Lust, mit dem Messer alle paar Wochen zum Profi zu rennen, nur um es wieder scharf zu kriegen :glgl:
 

Iron0808

Mitglied
Das Schärfen solltest du mit bedenken.
Einen Sharpmaker sollte in keinem Messerhaushalt fehlen.

Und wenn du dich für ein Bark River entscheidest solltest du dich in Methode des konvexen, balligen- Klingen schleifen einlesen.

Von den hier auf gezeigten Messern besitze ich selbst ein Esse4 und bin damit sehr zufrieden.

Die Messer von Bark River sind auch zu empfehlen, sie sind schnitthaltig, für mich leicht scharf zu halten und es gibt sie in allen erdenkliche Griffmatterialien.

Gruß
Iron0808
 

[Nick]

Premium Mitglied
Wetzstahl und balliger Schliff passt eher nicht zusammen, da wäre ein Lederriemen besser.

Zum richtigen Schärfen bietet Bark River selber das Compound Kit an, was am besten gleich mit dem Messer gekauft werden sollte:
http://www.kizlyar-messer.de/epages...s/61030058/Categories/Zubehoer/Schleifsysteme

Ich wollte jetzt auch nicht zu sehr auf dem Thema Schleifen rumreiten (dazu gibts schließlich noch das passende Unterforum ;) ), sondern zu bedenken geben, dass es aus meiner Sicht zu den Entscheidungskriterien dazu gehört.
 

crashlander

Mitglied
Wobei zu bemerken ist, dass das Schleifset von Bark River wirklich gut funktioniert und sehr einfach zu handhaben ist. Man bekommt sein Messer sehr schnell wieder scharf.
 
wie wärs mit der fällkniven a1 + f1 kombination ?

das war meine wahl.

beides super outdoormesser, liegen beide zusammen beim edenshop noch fast im preisrahmen und man hat die wahl zw. gross - klein und legal - illegal (zu führen).
 

Yeti11

Mitglied
Hallo,
Na da scheinen sich ja neben dem Messer noch einige Nebenkosten anzubahnen ;) Aber früher oder später wäre Ich an einem ordentlichen Schleifwerkzeug wohl mit keinem Messer vorbeigekommen. Beim Stöbern durch's Unterforum für BRKT & Co bin Ich sogar schon auf eine Anleitung zum Schärfen eines Konvexschliffes gestoßen.

@ DerAustralier: Dein Vorschlag hört sich auch sehr interessant an, das F1 hatte Ich ja sowieso schon in meiner Vorauswahl.
Ich denke mal dass Ich mich damit auf eine vorläufige Auswahl aus 3 Optionen einschießen kann:
1. BRKT Aurora mit Schleifset, Leder und allem drum und dran, dazu wohl noch einen Sharpmaker.
2. Die genannte Kombination aus F1 und A1 und dazu ebenfalls einen Sharpmaker.
3. Das EKA W11 und....Überraschung...einen Sharpmaker :glgl:

Da werde Ich die nächsten Tage wohl noch zu grübeln haben...:irre:
 

Fotobaerchi

Mitglied
Nichts für ungut,aber für Messer mit balligen Schliff (F1, Bark River) ist der Sharpmaker nix, weil er denselbigen kaputt macht. Such mal nach Mauspad- Methode. Wenn es rein um das Schleifen geht, wäre ein Skandischliff zu empfehlen (z.B. Enzo Trapper,Messer der Firma WoodKnife). Ein Skandischliff ist auch gut für die Bearbeitung von Holz geeignet. Bei nordisches Handwerk wirst Du da sicher fündig.

Gruss Andre
 

Yeti11

Mitglied
Hallo Fotobaerchi:
Sorry, da habe Ich mich etwas schwammig ausgedrückt ;)
Für das Aurora wäre dann auf jeden Fall das Schleifset von BRKT vorgesehen gewesen, aber Ich habe hier noch so manches Messer rumliegen, das vielleicht mal gründlich neu angeschliffen werden sollte. Dafür wäre dann der Sharpmaker gedacht.
Trotzdem danke, wie gesagt, hab Ich einfach missverständlich formuliert.
 

Headshrinker

Premium Mitglied
Moin,

das Aurora ist bestimmt kein schlechtes Messer. Preislich liegst du da natürlich schon im Bereich eines Customs. Die Kombi F1+A1 halte ich für etwas übertrieben, das F1 ist auch nicht gerade ein dünner Haarspalter und feineres Werkzeug hast du ja.
Von den Messern aus deiner Erstauswahl empfehl ich ganz klar den Master Hunter. Wird alles bewältigen, was du vorhast, hat einen sehr guten rutschfesten Griff und ne kydexähnliche Scheide.

Du brauchst keinen Sharpmaker, wenn du einen Siegerstab hast.
Ich weiß ja nicht, wie stumpf deine anderen Sachen sind, aber wenn der Sieger nicht reicht, wirst du auch mit dem Sharpmaker nicht weiter kommen, allenfalls mit den zusätzlichen Diamantstäben.
Du brauchst auch nicht unbedingt dieses, in meinen Augen etwas teure, Kit von Bark River. Dass es auch einfacher geht, beweist ja die dort verlinkte Anleitung. ;)
Ich schärfe mit Siegerstab + einfachem Lederriemen auch ballige Schneiden ohne Probleme nach. Mit Gefühl allerdings und ich lass die Messer auch nicht erst elend stumpf werden. Dann geht das schon.
 

Yeti11

Mitglied
Hallo Headshrinker,
Ich war mir halt einfach unsicher, da Ich beim Schleifen wenig Erfahrung habe und mir bei einem 250€-Messer schon wirklich ganz sicher sein will, dass Ich auch keine Probleme beim Schärfen habe. Aber gut, ob jetzt Mousepad- oder andere Methode, das ganze soll ja jetzt nicht in eine Schleifdiskussion ausarten, irgendwie kriege Ich das dann schon hin ;)
Die anderen Messer, die Ich gemeint habe, sind jetzt nicht unbedingt stumpf, aber Ich habe vor einiger Zeit mal bei einem Bekannten mit einer Schleifmaschine experimentiert, und seitdem sehen die Schneiden der besagten Stücke doch etwas ungleichmäßig aus. Da müsste Ich schon mit was wirklich grobem ran und dabei noch den richtigen Winkel erwischen und dabei war/bin Ich mir als Newbie mit einem einfachen Wetzstab eben noch etwas unsicher. Aber das soll jetzt keine übergeordnete Rolle spielen,
schließlich suche Ich ja primär ein neues Messer und kein Wundermittel um irgendwelche alten Knochen wieder herzurichten :)

Bezüglich des Master Hunters habe Ich irgendwo im Forum (Leider weiß Ich nicht mehr genau, wo) mal gelesen, dass es da durchaus zu Klingenausbrüchen kommen kann, vor allem bei gröberen Hackarbeiten.
Hast du das Messer selbst im Gebrauch und kannst mir bestätigen, dass das wohl nur ein Einzelfall war?
Prinzipiell wäre das Master Hunter nämlich schon eine Option für mich, habe es aber wohl bei der letzten Auswahl etwas übersehen...