Quad XP-G 4.2A 3-mode P60 Drop-in

pitter

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Ich habe von Genna - meinem Custom Drop-in Beauftragten :steirer: - was nettes zum Testen bekommen. Wer nicht weiss, was ein Drop-in ist, bekommt hier die Lösung: http://www.messerforum.net/showthread.php?t=95805.

Ausprobiert habe ich ein Quad XP-G Drop-in. Die Abmessungen sind kompatibel zu Lampen, die einen Surefire P60 Brenner aufnehmen können; für den Test habe ich eine M2 verwendet, deren Body aufgebohrt wurde, um 18650 Akkus (sind etwas dicker, als die CR123 Batterien, für die die Lampe gebaut ist) aufnehmen zu können.

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Vorab ein Hinweis: Das XP-G Modul zieht in dieser Version bis zu 4,2 Ampere. Es gibt eine weitere, noch hellere Version, die auf hellster Stufe 5,6 Ampere zieht. Das ist am Limit der Spezifikationen, die für die gängigen 18650 Akkus gelten. Gute Akkus sollten das mitmachen. Genna hat mir zwei geschützte AW Akkus mit 2900 mAh Kapazität zur Lampe geschickt, maximaler Entladestrom für die AW ist mit 5,8A spezifiziert. Aber ich würde keine billigen Akkus unbekannter Herkunft mit solchen Entladeströmen betreiben wollen - vor allen nicht in so stabilen und dichten Lampen, wie dieser Surefire.

Technische Beschreibung:

  • 4 XP-G R5 LEDs
  • 3 Modi: Low-Med-High entspricht 0,17A - 1,26A - 4,14A
  • Spannungsbereich: 3V bis 5,5V
  • Memory Funktion - speichert den letzten aktiven Modus
  • 4 grüne Leuchtpömpel - jaja, GITD (Glow In The Dark) heißt das
  • Helligkeit: ? - irgendwo um die 1500 Lumen. Belastbare, genauere Angaben habe ich nicht gefunden. Jedenfalls ists hell :D

Vor den einzelnen LEDs ist ein carclo 24mm Quad Optik verbaut (http://www.carclo-optics.com/) Bei cutter electronics gibts einen guten Überblick über die Optiken: http://www.cutter.com.au/products.php?cat=XP-C/E/G+Quad+&+Multi+Lenses

Der Hersteller empfiehlt für die Spannungsversorgung 26650, 26500, 17670 oder eben, wie hier 18650 in guter Qualität und mit Schutzschaltung, um Tiefentladung zu verhindern.

Und so sieht das Modul aus, eingebaut in eine Surefire M2

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pitter

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Modul von vorne:

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und von hinten:

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Das Modul macht schon einen sehr massiven und sauber verarbeiteten Eindruck; deutlich wertiger, als die Solarfoce Drop-Ins, die ich zum Vergleich habe. Sollte auch so sein, kostet ja beinahe das zehnfache ;)

Einbau und Wärmeentwicklung:

Kopf auf, Drop-in rein, zuschrauben, fertig. Im Prinzip. Und lieber doch nicht ganz so einfach. Das Modul wird logischerweise ziemlich heiss, wenn es längere Zeit auf voller Leistung betrieben wird. Eine möglichst gute Wärmeableitung ist deshalb Pflicht. Ich habe deshalb rund um den Reflektor, aber auch im unteren Bereich um den Treiber herum, Kupferfolie ums Modul gewickelt, das Modul eine stramme Presspassung in der Surefire hatte.

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Das funktioniert offenbar recht gut. Die Lampe wird auch nach längerer Betriebszeit am Kopf zwar warm; aber nicht so heiß, dass man den Kopf nicht mehr anfassen könnte. Der Body blieb relativ kühl, so dass nicht der Akku zusätzlich über das Gehäuse erwärmt wird. Das gilt aber nur für die von mir getestete Kombination - in einer Lampe mit anderem Gehäuse (andere Wandstärken, anderes Material) und mit einer anderen Passung kann das ganz anders ausschauen.

So gibt es etwa speziell für den bekannten Solarforce P60 Host eine Variante mit Triple XP-G, also einer LED weniger, weil die Wärmeableitung nicht so gut ist.

Persönliche Anmerkung:

Drop-ins werden immer eine schlechtere Wärmeableitung haben, als eine perfekt aufeinander abgestimmte Kombination von LED und Lampenkopf. Wenn man dann schon Module verwendet, die am Limit sind - wie zB dieses hier -, dann sollte man halt auch mal nachdenken, was man da tut. Ich hätte keine Bedenken, das Modul in meine L2P einzubauen. Dann achte ich eben darauf, dass ich eine gute Passung und rundum guten Kontakt zum Body habe. Ich verwende einen vernünftigen Akku und nicht das nächste Billigding. Und falls der Kopf zu heiß wird, mache ich halt die Lampe aus. Wer natürlich solche Module in eine Lampe schmeißt, wenn die Dinger im Kopf herumwackeln und die Wärme auch wirklich garantiert in der Lampe bleibt, hinten der Hushiwushi Akku steckt, die Funzel glüht, der Akku pfeift...und der Anwender dann immer noch mit großen Augen vor der Lampe hockt, und wartet was passiert....jamei, es haben sich auch schon Leute mit Mistgabeln erstochen. Hint - der Griff ist hinten ;)

Hier sieht man mal schön die Glühpömpel. Die sind tatsächlich recht hell, wenn die Lampe mal kurz gelaufen ist. Die starke Helligkeit lässt allerdings auch schnell wieder nach.

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pitter

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Beamshots

Hier mal ein Beamshot auf eine weiße Wand, Entfernung etwa nen halben Meter. Der Beam ist nicht rund, sondern leicht quadratisch. Aber die einzelnen LEDs strahlen perfekt aufeinander abgestimmt ab. Der Beam ist eine einheitliche Fläche.

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Zum Posen ist das Quad XP-G Dropin weniger geeignet, zumindest nicht gegenüber Unbedarften. Aus der Nähe auf eine weiße Wand geleuchtet, gibts einen Beam, bei dem man vielleicht noch von "in der Mitte hell, aussenrum etwas dunkler" reden kann. In der Praxis gibts kein Spot, nur Spill. Das Ding macht Flutlicht. Sonst nichts, das aber hell :D

Für die Beamshots musste diesmal der nächste "dunkle" Park auf dem Heimweg von der Kneipe herhalten. Dunkel war mir zu weit weg. Nicht gerade die netteste Ecke nachts in Nürnberg :D, aber gestört hat uns keiner. Will nicht wissen, was die Fußgänger gedacht haben, wer die beiden Typen mit den hellen Lampen sind :steirer:

Als Vergleich hatte ich meine von Laser gemoddete L4 mit MC-E - auch ein Flutlicht. Plus meine Solarfoce mit XM-L Dropin (angegebene 820 Lumen) und meine Jetbeam RRT-0 mit einer CR123 (255 Lumen). Entfernung zum Baum ein paar Meter. "Weit" hat beim Vergleich von Flutlicht Lampen wenig Sinn, dafür sind die nicht gemacht.

Alle Bilder in RAW fotografiert, gleiche Konvertereinstellungen, Weißabgleich fix auf Tageslicht. Die gezeigte Helligkeit entsprach in etwa auch dem Eindruck, den ich vor Ort hatte.

Erstmal die Jetbeam RRT-0 auf High. Macht ordentlich Licht für ein kleines Lämpchen

DSC_3343_Jetbeam_RRT0_high


Dann die Die Solarforce mit XM-L Deutlich sichtbarer Spot, ein bisschen Sidespill

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Die Surefire L4 mit MC-E. Reines Flutlicht, deutlich andere Lichtfarbe

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Und die Quad XP-G auf "high".Hoppsa :D

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Auch auf "Medium" ist die Quad XP-G noch reichlich hell

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"Low" genügt immer noch locker, um im Dunklen nicht zu stolpern; aber wie man sieht, ist "low" auch low. Ziemlich sinnvolle Stufen, die das Drop-in hat.

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Und einmal in die andere Richtung, zuerst die Solarforce. BTW gute, helle und alltagstaugliche Kombination mit einem schönen Beam - wenn nur das Drop-in mehr als eine Stufe hätte ;):

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Und eine Runde Flutlicht - L4 mit MC-E

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Das ganze in heller, Quad XP-G auf "high":

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pitter

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Fazit:

Super Spielzeug, Danke Genna! :steirer: Ok, in lang:

  1. Das Dingens kostet etwa schlappe 180 USD plus Versand und Abgaben. Die aufgebohrte Surefire nicht mir eingerechnet. Ok, muss man nicht haben, aber nett ists schon.
  2. Auf High lutscht das Drop-in einen 2900er 18650 Akku in etwas über einer halben Stunde leer - rein rechnerisch, ohne Berücksichtigung von Verlusten und der Abweichung von Nenn- und tatsächlicher Kapazität des Akkus.
  3. Das Thema Leistungsgrenze, Wärmeentwicklung habe ich schon abgesprochen

So richtig praxistauglich ist das nicht. Andererseits ists nicht so, dass man das Drop-in nicht verwenden könnte. Mein Einstufen Drop-in mit 820 Lumen ist wesentlich sinnloser (ok, aber auch "etwas" billiger), weil man damit nichts anleuchten kann, was näher als fünf Meter entfernt ist. Es sei denn, man hat nachts einen Sonnenbrille dabei. Die drei Stufen des Quad XP-G sind praxistauglich angelegt, mit low/high kann man wunderbar leben, und wenn man mehr Licht braucht, schaltet man halt eine Stufe zu. Die Flutlichtcharakteristik kommt mir sehr entgegen. Ist natürlich immer die Frage, was man mit der Lampe machen will oder muss, klar.

Wer die Kohle hat, solls kaufen, grinsen und spielen :steirer:

Und weil die Leuchtedinger so hybsch sind, noch ein Bildchen :D

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Pitter
 

Eric242

Mitglied
Klasse Dropin Pitter, und klasse Vorstellung!

Wenn ich mich nicht täusche, ist es ein Kerberos Dropin. Ebenso wie die TorchLab/Oveready Triple Dropins offensichtlich super verarbeitet. Ein Kerberos Quad habe ich zwar nicht, aber das ein oder andere Triple. Die sind nicht ganz so hell, haben aber einen vergleichbaren Beam. Und ich muß sagen, ich finde diese volle Pulle Fluter mit sehr breit ausleuchtendem Beam einfach klasse. Mit vernünftigem Helligkeitsstufen unterteilt und ich möchte nichts mehr anderes (naja, zumindest für das nächste Quartal :glgl: ). Die optionalen Leuchtpunkte bietet Kerberos wenn ich mich nicht irre in grün und blau an. Sieht äußerst lecker aus.

Gruß
Eric
 

Frittenfett

Mitglied
Super Dropin, da möchte man gleich wieder Zuschlagen :) Hätte ich das gewusst, dass Du das Quad XP-G leihweise hast, dann hätte ich Dir mein TorchLab V3.1 Triple XP-G R5 3 Mode Dropin mal zukommen lassen. Das wäre dann ein spannender Helligkeitsvergleich gewesen.
 

Genna

Mitglied
@ Frittenfett


ich hatte beide Drop-Ins, hab mich aber doch für den Quad entschieden und den Triple verkauft.

Für einen Vergleich gibt es zwei Probleme:


Problem Nr. 1

Der Triple Drop-In hat mich einem Akku "nur" (ca.) 700 Lumen, also die Hälfte eines Quad Drop-In. Um die volle 1100 Lumen zu erzielen (damit ein etwas gerechterer Vergleich zwischen Triple und Quad zustande kommt), muß der Triple mit zwei Akkus versorgt werden. Daraus resultiert Problem Nr. 2



Problem Nr. 2

Pitter langt keine Lampe an, die mehr als einen LiIon-Akku hat :steirer:


Grüße
Genna
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Pitter langt keine Lampe an, die mehr als einen LiIon-Akku hat :steirer:

Papperlapapp. Wenn ich noch ein paarmal mit cugar quatsche, verwende ich bald nur noch ungeschütze Akkus und steck die zum Laden direkt in die Steckdose :steirer:

Zwischen 1100 und 1500 Lumen wird man wenig Unterschied sehen, und noch schwieriger wirds, dass auch zu dokumentieren.

Pitter
 

Hiltihome

MF Ehrenmitglied
Also ich habe mir gestern ungeschützte Sanyo Zellen bestellt.

Ungeschützt macht es einfach mehr Spaß und die Sanyo sollen Spitze sein...

Meine Ladegeräte habe ich unter Kontrolle und die vorgesehenen Lampen warnen, wenn die Spannung unterschritten wird.


Das ist allerdings nur mein Weg, den ich nicht zur Nachahmung empfehle.
Wohl wissend, dass eine solche Aussage von mir Nachahmer finden wird,
empfehle ich die Umstände zu bedenken.


Heinz
 

Genna

Mitglied
@ pitter

Prima, dann kannst du am Sonntag mal meine Taschenlampe mit dem Leichtflugzeug-Landescheinwerfer Drop-In bespielen!:D


Grüße
Genna
 

toby_pra

Premium Mitglied
Schöne Vorstellung Peter! ;)

Ich mag die Glühpömpel...:D Das gute an diesen Drop-Ins is, mal abgesehen davon,
das man den Beam mögen und zu nutzen wissen muss, dass diese mehrere
Leuchstufen haben.

Und auch ein Mid ist recht hell und taugt auch zu einer noch deutlich längeren
Laufzeit, als auf high. :super:

Ich bin vom Beam etwas abgekommen, weil ich sowohl beim Hundespaziergang,
als auch auf der Jagd, manchmal etwas weiter schauen muss. Für
das Fahrrad im Gelände beispielsweise auch sehr gut geeignet! :hehe:
 

toby_pra

Premium Mitglied
Aber nicht mit der Laufzeit in einer normalen Lampe. Wenn, dann Kopf plus Akkupack. Gibts ja schon, heisst Lupine Wilma ;)

Pitter

Da haste Recht. Obwohl man sich hier sicherlich ein Akkupack basteln
könnte. Denn wenn ich das Kerberos Drop-In mit einer Wilma vergleiche,
erscheint dies auch in Anbetracht der Leistung und tollen Verarbeitung
eine echt Alternative zu sein.

Ausser man hat zwei Linke Finger wie ich...:steirer:
 

Frittenfett

Mitglied
@ Frittenfett
<...>
Der Triple Drop-In hat mich einem Akku "nur" (ca.) 700 Lumen, also die Hälfte eines Quad Drop-In. Um die volle 1100 Lumen zu erzielen (damit ein etwas gerechterer Vergleich zwischen Triple und Quad zustande kommt), muß der Triple mit zwei Akkus versorgt werden.
Das das Tochlab mit zwei Akkus effiziernter arbeitet sehe ich eher als vorteil. Bei meinem Tochlab V3.1 3-Mode Dropin ist der Strom bei schlappen 1.4A. Das kann ich mit jedem Schalter schalte, ohne dass ich Angst habe der Schalter überlebt den Strom nicht. Bei einem Akku lag ich mit dem Dropin bei ~2.4A wenn ich mich recht erinnere.

Wenn ich hingegen 4A oder 5A schalten möchte muß der Schalter schon etwas hochwertiger sein, sonst macht der das nicht lange. Die meissten Solarforce Schalter sind sicher nicht für die Ströme gedacht...
 

Genna

Mitglied
Bisher dachte ich (als Nicht-Solarforce-Besitzer), es sei wegen der schlechteren Wärmeableitung, warum Kerberos für Solarforce-Hosts einen Triple statt einen Quad vorgesehen hat.

Durch deine Aussage ergeben sich für mich jetzt jedoch zwei Gründe:

1. wegen schlechtere Wärmeableitung
2. wegen niedrigere Ströme am Schalter



Grüße
Genna
 

Frittenfett

Mitglied
Die solarforce Schalter sind teilweise nicht so sehr gut in den Übergangswiderständen, bzw. sind nicht so für hohe Ströme gedacht. Hier habe ich ein Review über verschiedene Solarforce Schalter gefunden, wurde wohl im Zusammenhang mit einem XM-L Dropin ??? gemacht.

Nun ich hab ein Kerberos 5.6A Dropin mir geholt, und ich muß sagen, mein TochLab/Moddo Triple ist hell, im direkten Vergleich ist das 5.6A Quad von Kerberod noch heller, da braucht man gar nix messen das sieht man einfach so. Betrieben wird meine Lampe mit einem McClicky.

Ich habe mein Kerberos Dropin mit Alufolie umwickelt, und in den Lamepenbody gepreßt, und hatte eine recht gute Wärmeableitung, sprich der obere Lampenteil war recht warm.