Profi Katana Schärfer

Volker1969

Mitglied
Ich hebe mir gerade ein schönes, japanisches gefaltetes Wakizashi zugelegt. Das werde ich definitiv nie selber versuchen, zu schärfen, deshalb hier meine Frage:
Wer kennt Adressen von Leuten, die sich mit dem Schärfen original japanischer Klingen gut auskennen? Was nehmen die fürs schärfen (Stundenlohn/Preis bei 50 cm Klinge)? Wie unterscheide ich einen "Profi-Schärfer", der weiß, was er tut, von jemanden, der alles von sich behaupten würde, um an mein Geld zu kommmen ;)

Gruß, Volker
 

kanji

Super Moderator
Hi Volker,

zu was willst Du das Teil denn nutzen??
Denn da stellt sich die Frage ob es überhaupt geschärft werden muss!
Denn Schärfen allein genügt nicht, einmal geschärft ist die Härtelinie wech - d.h. sie muss wieder aufwendig rauspoliert werden.
Wenn das Teil nur zur Deko ist würd ich es lassen wie es ist.

Im Schwertbereich gab es letzt nen Thread zum thema Katana schärfen.
 

Volker1969

Mitglied
Klar ist es Deko. Deshalb denke ich ja auch: Einmal richtig geschärft (Rasiermesser!), dann bleibt es "ewig" scharf. Und wenn man so ein Teil rumstehen hat und jeder mal sehen will, wie scharf den so was "original" japanisches Wakizashi ist, dann soll es halt nicht so "stumpf" (ist natürlich relativ :D ) sein.

Gruß, Volker

P.S: Ich hatte den anderen thread gelesen, aber da gab es auch nciht gerade viele Adressangaben.
 

Volker1969

Mitglied
Billiger als so manches Bild an einigen Wänden, und schöner auch ;) , außerdem gilt das auch für alle anderen "Vitrinenmesser", denn brauchen kann man immer maximal 1.

Außerdem: Was ist denn sonst ein "richtiger" Verwendungszweck? Bei der Armee hat man andere Waffen, und ob Reismatten durchtrennen irgendwie "sinnvoller" ist, will ich auch mal dahingestellt lassen.

Gruß, Volker
 

Tierlieb

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@Volker:
Polieren oder schärfen?

Schärfen kann sowas bestimmt Leo oder er kann Dir jemanden empfehlen.

Traditionell polieren (was unter anderem auch schärfen bedeutet), dazu solltest Du Dir einen ausgebildeten togishi suchen.

EDIT: Zwischenteil wurde wegen Androhung rechtlicher Schritte gelöscht.

Mein Meister kennt noch jemanden bei mir im Sauerland, der ebenfalls sehr gut ist, günstiger, aber kein togishi und ein wenig zurückhaltend. Wenn der Dich interessiert (weiß nicht, woher Du kommst), kann ich mich darum kümmern, einen Kontakt herzustellen.


MfG, Tierlieb
 
Zuletzt bearbeitet:

Volker1969

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Ich komme aus dem Nordsee-Bereich, müßte das Schwert also auf jeden Fall zum Schärfen verschicken.

8 € pro cm, ähm, vielleicht eher doch nicht. Ich habe bisher was von 60 € pro Stunde bei 2-3 Stunden Aufwand für Schärfen und polieren gehört, und mich haben einfach mal "andere" Angebote interessiert (tun sie auch weiter noch!).

Gruß, Volker
 

Tierlieb

Mitglied
@Volker: Also meine eigenen Vorstellungen lägen noch weiter unter Deinen... die Nihonto-Szene ist schon was komisches. Eine echte Polierung für ein echtes Schwert, die den Wert betont und unter Sammlern akzeptiert wird, ist aber wohl kaum unter 200 Euro zu haben und eher teurer.
Zumal Dir der normale togishi dann auch noch Verbesserungen an der Saya und eine Änderung der koshirae vorschlagen wird, allein wegen des Äußeren.
Ich habe es selbst noch nie erlebt, daß jemand, dem der Sammlerwert eines Nihonto etwas bedeutet, zu einem togishi gegangen ist wirklich unter 500 Euro rausging... und ich denke, ein echtes, gefaltetes Nihonto ist vor allem eine Sammelwaffe - zumal 500 Euro bei einem durchschnittlichen Nihonto-Preis eher weniger weh tun (Was hast Du denn bezahlt? Wofür genau?).

Zum Hinstellen und auch benutzen für ich doch zum Paul Chen Irgendwas tendieren, mit eigens angepaßten Beschlägen und anderer Griffform.

MfG, Tierlieb
 

Volker1969

Mitglied
@ tierlieb:
Es ist auch "nur" ein Paul Chen Orchid, also nicht in Japan, sondern in Taiwan nach japanischer Vorlage handgeschmiedet und 9 fach gefaltet. Ein Original-Schmied in Japan ist für mich als armen Kampfkunstlehrer nicht bezahlbar.

Griff und Beschläge gefallen mir schon optimal, überhaupt ist es optisch und auch vom "Anfühlen" ein Traum, nur halt nicht so richtig scharf. Deshalb dachte ich ja, wenn ich jetzt noch mal was fürs professionelle Schärfen draufzahle, bin ich preislich immer noch weit unter den japanischen Schmieden, habe aber die für mich optimale Optik und eine maximale Schärfe.

Gruß, Volker