Planschleifen oder Planfräsen

Hallo,

was ist besser um plane Messerklingen zu bekommen?

Planschleifen mit einer Schwenkarm-Topfschleifmaschine oder Planfräsen mit einem Messerkopf?

mfg


Alex
 

maidn

Mitglied
Ich denke er meint einfach wenn er z.b. Damast Flachmaterial schmiedet, um die Platten nacher auf einheitlich z.b. 4mm zu bringen und sie somit plan zu machen.

Gruß
 

Cabonga

Mitglied
Hauptsache plan, wie auch immer du das erreichst. Grosse Fläche gehen mit der Topfschleifmaschine oder einer Planschleifmaschine relativ einfach.

Cabonga
 

Torsten Pohl

Mitglied
Hm,

wenns geschmiedetes Material ist:
Am wichtigsten ist erst mal Spannungsarm glühen sonst geht alles weitere in die Hose.

1. Sandstrahlen = Zunder wech
2. Überfräsen = schon recht gute Oberfläche
3. Flachschleifen = fürs letzte bischen Präzission

Tschau Torsten
 

maidn

Mitglied
Wie mach ich denn den Zunder am besten weg wenn ich nicht die Möglichkeit habe Sandzustrahlen

Da kann ich doch durchaus ne Flex und ne Schruppscheibe nehmen oder?
Vorrausgesetzt natürlich der Zunder soll gänzlich weg, bei ner gewollten Schmiederauen Oberfläche würd ich das nicht unbedingt machen.
 

kababear

Mitglied
Anstatt zu Strahlen könnte man auch mit Säure arbeiten.

Ich würde mir aber das Fräsen bei Flachmaterial unter 8mm sparen und gleich auf Topf- oder Segmentschleifmaschine gehen. Das bekommt man nämlich im Schraubstock nicht wirklich gespannt und Magnetspannung beim Fräsen (Messerkopf!) wäre mir zu unsicher! :)
 

Torsten Pohl

Mitglied
Oder einfach über Nacht in Essigsäure oder Citronensäure legen und den Rotz am nächsten Tag abwischen.
Setzt halt ein wenig Geduld vorraus.

Darf ruhig ein wenig höher konzentriert sein die Brühe (hab konzentrierte Essigsäure um die 60% ausm Großverbrauchermarkt dafür!) aber nicht 100% bitte,

Zum Spannen auf der Fräse, ist das zumindest schwerer aber nicht unmöglich es gibt übrigends auch entsprechend starke Magnete dafür.

Tschau Torsten
 

zingzong2005

Mitglied
Um geschmiedetes Material in der Planschleife auch gut schleifen zu können muss es schonmal von Vornherein halbweg gerade sein.

hab da n Stk Damast schon seit Ewigkeiten rumliegenn,wo von den 6mm nicht viel überbleiben würden,weil das Stk einfach nicht ordentlich geschmiedet wurde und leicht wellig ist...

also so easy is dann auch nicht einfach drüber zu schleifen und gut.

ausserdem ist Planschleifen kein Mittel gegen verzogenen /schiefen Stahl... und manche Stahlhändler liefern ja Gurkenartigen Stahl aus,dass man sich wirklich ab und an fragt :glgl:

soviel dazu :steirer:

jedenfalls muss man beim Planschleifen drauf achten,was für ne Schleifscheibe...verwendet wird.

hab sowohl superfein geschliffenen Stahl zurück bekommen,wo man sich fast drin spiegeln konnte ,wie auch welchen mit tiefen Rillen und deutlichen Schleifspuren,was speziell bei bereits gehärteten Klingen ein Graus ist wegzubekommen

Darum lass ich nix mehr planschleifen ohne vorher mal genau nachzufragen bzw n geschliffenes Stk. zu sehen.

Fächerschleifer, od diese lamellenscheiben für die Flex gehen auch,das feinere Oberfläche zurück lassen

Scotchbrite extragrob Bänder... sind auch nicht übel.

Aber ich denke schnick ,der alte Folderbauer :hehe:, denkt eher drüber nach,wie er bereits geschliffenen Stahl wirklich ganz 100% plan bekommt bzw den Stahl mit der Zunderschicht/gewalzten Oberfläche,der bereits gestrahlt...kommt

Kenn das Problem auch und hab viel probiert
Am Besten ist planschleifen lassen, WENN ne feine Schleifscheibe benutzt wird
Vorraussetzung ist aber,dass der Stahl wirklich schön gerade ist.

gegen krummer Stahl hilfts nix,weil der Magnet den gerade zieht..sobald er dann rauskommt geht er in die Form zurück.

Od wenn untergelegt wird,was manche Planschleifer machen..dann kanns dazu führen,dass bestimmte Bereiche dünner sind wie andere..usw usw...

was natürlich auch geht,wenn der Stahl eben nur Walz/Zunderschicht oben hat...einfach selber Plan schleifen...geht bei Schleifern wie dem alten Metabo,wo der Arm verstellbar ist gut,weil man den ja waagrecht stelleen kann...od bei Schleifern wie den vom Messerladen usw.

bei KMG mässigen Schleifern wäre ich etwas vorsichtiger,weil auf der senkrechten Platte tendiert man dazu nicht immer überall gleichmässig niederzudrücken..zumindest ich :irre:

od man hält sich an das bereits gesgate über fräsen usw,wenn eben geschmiedetes Material.....

soviel mein Senf dazu

vG
Fred
 
Fred, Du hast das Problem erkannt :)

Es geht mir darum Folderklingen wirklich plan zu bekommen, was ja gerade im bereich des Washer sehr wichtig ist, damit die Klinge auch an beiden Seiten gleichmäßig plan anliegt.

Bei Fixed ist das eher nicht so wichtig. Bis auf ein, zwei Zehntel, kann man auch gut auf dem Bandschleifer per Hand planen.
Hätte auch noch nie gehört, dass z.B. Herr Loveless was plangeschliffen hätte, also an einer extra Maschine.

Ich habe in meiner Werkstatt wenig Platz, konnte aber durch Zufälle sowohl eine alte Flachschleifmaschine, als auch eine super Fräsmaschine ergattern, aber für beide ist fast zu wenig Platz.

Deswegen überlege ich, alles auf der Fräsmaschine zu planen, damit der Flachschleifer gehen darf und ich mehr Platz habe.

Wenn man vorsichtig zustellt und auch vernünftige Messerköpfe nutzt, dann müsste man ja auch super plane Flächen Fräsen können, mit einem recht gutem "Vorfinish", welches sich per Hand noch wegpolieren lässt.

Das Spannen ist da ein Problem, das stimmt, aber mit einem ordentlichen Schraubstock und Parallelunterlagen müsste es gehen.

ODER?
 

Bosco

Mitglied
Gehen tut es definitiv auf einer Fräse. Wie du schon sagtest, anständiger Schraubstock+Parallelleisten! Selber schon so gemacht :)

Ich sehe das Problem wirklich nur bei der Oberflächengüte. Selbst mit dem langsamsten Vorschub und der höchsten Drehzahl war die Oberfläche (Trotz frischem Fräskopf) noch ziemlich weit von einem geschliffenem Werkstück entfernt.
 

sven670692

Mitglied
Hallo,
wir haben früher Aluminium Klötze und Bleche von ca.150x200 bis ca. Din A3 Format und bis zu ca. 60mm Dicke mit Vaccum auf der CNC-Fräsmaschine gespannt. Und aus der Erfahrung (auch bei anderen Werkstoffen), setze einen Anschlag (der von der höhe geringer als die zu bearbeitende höhe des Werkstückes ist) entgegen des Flugkreises des Werkzeuges.
Hoffe das ich mich fährständlich ausdrücken konnte.

Aber, Spannungsarmglühen ist ein Muss!

Ps. meine Rechstsreibung und Formulierung ist nicht die beste!!!
Tut mir Leid, sorry!

Gruß
Sven
 

Jorgo

Mitglied
Hallo !
Würde zuerst Spannungsarm glühen .
Dann auf die Flächenschleifmaschine : Werkstück auf den Schleiftisch legen , und überall wo man unten durchsieht unterlegen. Je mehr desto besser ( kann zur Spielerei ausarten ! ) .
Dann das Werkstück rundherum " einsperren " - damit es nicht weichen kann .
Mit " einsperren " meine ich , rundherum so gut es geht , Unterlagen seitlich an das Teil zu drücken . Damit wird das " Wandern " desselben verhindert .
Nachdem die erste Seite sauber ist , kann man dann das gute Stück umdrehen und auf Maß schleifen .
So würde ich das angehen ...

Grüße Jorgo
 

luftauge

Mitglied
Hallo !
Würde zuerst Spannungsarm glühen .
Ja, auf jeden Fall, und ggf. richten.
überall wo man unten durchsieht unterlegen. Je mehr desto besser ( kann zur Spielerei ausarten ! ) .
...
Nein, nicht je mehr desto besser.
Wenn überhaupt, dann nur so viel wie gerade nötig - und selbst das ist schon riskant genug.
Legt man nämlich mehr als nötig drunter, hält der Magnet den Stahl nicht mehr ausreichend, da hilft im Zweifelsfall auch kein "rundherum einsperren" - obwohl das grundsätzlich schon korrekt ist, gerade bei dünnen, flachen Werkstücken. Es geht einfacher und sicherer mit regelmäßigen Wechseln* (zehntelweise !!!), anstatt mit gestapelten Unterlegblechen.

So ein Werkstück kann auch mal nach oben abhauen, anstatt nur zu den Seiten oder die Scheibe zieht sich rein - dann wird es richtig gefährlich... Wer sowas noch nicht selbst erlebt hat, hat noch nicht oft oder haufig an Flächenschleifmaschinen geschliffen... - ist nicht von mir der Spruch, das ist eine überlieferte Werkzeugbauweisheit...
Vorsichtiges Zustellen, minimal seitlich Verfahren pro Weg, bis die gröbsten Unebenheiten entfernt sind und Kühlschmierung nicht vergessen sofern verfügbar ! Wird selbst im gut vorbereiteten Normalfall weniger zur gefährlichen Spielerei als eher zur geisttötenden Geduldsprobe...

*d.h. nach einigen 1/10mm das Werkstück umdrehen und von der Rückseite ebenfalls einige 1/10mm abschleifen, wieder umdrehen, bis die blanken, ebenen Flächen deutlich größer werden und mehr Halt am Magneten erzeugen.
So lässt sich Verzug/Wellenbildung relativ gut und nachhaltig beseitigen.

Gruß Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:

Torsten Pohl

Mitglied
Nabend

Ich unterstütze die Aussage von Andreas zu 100% genauso gehe ich das jedesmal an, wenn ich auf meiner ABA arbeite und es sich um kleine Werkstücke wie zB. Taschenmesserklingen handelt.
Unterlegen tu ich nur bei größeren flachen teilen die sich im geglühtem Zustand nicht soweit richten lassen wie nötig und die bereits sehr enge toleranzen haben sprich wenig eigengewicht verlieren dürfen.

Um mal zu verdeutlichen welche Kräfte da am Werk sind in meinem seitlichen Fang ist ein durchschlag von einer Klinge, die da fast durch 2mm ST-Blech gegangen ist, weil ich einmal nicht aufpasste.
Unterlegen zB. mit Haßbergfolie ergibt starken Haftungsverlust und einsperren hilft nur bedingt bis gar nicht, wenn die Scheibe das Werkstück anhebt.

Tschau Torsten
 

Jorgo

Mitglied
Tach !
O.K - Ihr habt mich überredet !
Eine Taschenmesserklinge weist natürlich eine recht geringe Angriffsfläche für den Magneten auf .
Diese " Unterlegetechnik " benutze ich auch nur bei etwas größeren Werkstücken . Und das mit dem geringen Zusetzen und regelmäßigem Wenden , ist natürlich korrekt !
Geschmiedete Klingen sind da sicher noch spezieller - da kann ich ( noch ) nicht mitreden .
Ja ich weiß :Auch einer Flächenschleifmaschine muss man gebürlichen Respekt erweisen ...

Grüße Jorgo