Pflege eines Gebrauchsmessers

MSchaefer

Mitglied
Da ich in der nächsten Woche meinen neuen Custom-Folder abholen werde, habe ich 'mal eine Frage zum Thema "Pflege":

Welches lebensmittelechte Öl würdet Ihr empfehlen, da ich mit dem Messer vorraussichtlich im Urlaub Brötchen, Brot, Wurst und Käse sowie Obst und Gemüse schneiden will?

Hier im Forum hab' ich bereits 'mal einen Thread darüber gelesen, kann ihn aber nicht mehr finden!

Gruss

Matthias
 

HankEr

Super Moderator
Brötchen, Brot, Wurst und Käse sowie Obst und Gemüse schneiden will?
Schneide das alles in der richtigen Reihenfolge und Du brauchst keine weitere rosthemmende Pflege. Erst das Obst, dann das Gemüse, dann Käse, dann Wurst und am Schluß kommt das überschüssige Fett wieder durch das Schneiden des Brotes runter.

... so mache ich das zumindest und hatte noch nie Probleme damit.
 

Beisser

Mitglied
wenn öl, dann würde ich ballistol empfehlen. das soll sogar gegen mückenstiche wirken. und bevor du lebensmittel damit schneidest kannst du es sicherheitshalber ja abwischen.

gruß
Arne
 

bert

Mitglied
HankEr hat schon recht.....
...ich verwende kaltgepresstes olivenöl...oder nelkenöl...
...ballistol ist sehr gut, nur hat es halt einen eigenen geschmack!

gruß
bert.
 
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Andreas

Mitglied
Ich halte es da wie HankEr, in der richtigen Reihenfolge die einzelnen Dinge schneiden und fertig.
Grundsätzlich kein Messer (egal wieviel Chrom im Stahl ist) nass, feucht oder sonstwie eingesaut in die Lederscheide zurückstecken. Einfach einmal zur Not über's Hosenbein ziehen und sauber ist das Messer.
 

Shoot First

Mitglied
Öl und Skol!

Für meine rostenden Herder Küchenmesser - werden irgendwie immer mehr :lechz: - nehme ich einfach Brölio, Livio, sprich: ganz normales Speiseöl. Pflegt den Griff und den Messerblock gleich mit, ist lebensmitteltechnisch unverdächtig :argw: , kostet nix und tut was es soll. Im Winter hält's auch noch die Hände geschmeidig - was will man mehr? :super:

Stefan
 

crashlander

Mitglied
Die Gefahr bei einfachen Pflanzenölen ist halt immer, daß sie ranzig werden und auf diese Weise letztendlich doch ein Gesundheitsrisiko darstellen. Zudem sind gerade hochwertige Speiseöle wie Olivenöl reich an Fettsäuren, ist für Stahl auch nicht das Wahre.

Ballistol ist in dieser Hinsicht risikofrei und zudem noch lebensmitteltechnisch unbedenklich.
 

immernochsauer

Mitglied
ich behandele meine klingen gar nicht. ich halte sie nur nach dem gebrauch trocken und sauber. direkt nach dem gebrauch abwischen oder vorsichtig mit der klinge nach aussen durch die lippen ziehen. .(natürlich nur wenn vorher lebensmittel geschnitten wurden.)spucke als reinigungsmittel wirkt wunder. nur die mechanik wird mit einem teflonspray behandelt und das überschüssige schmiermittel mit nem tempo entfernt, das wars, ich hatte noch nie rost oder sonstiges an den klingen.
für grillfeiern oder outdoor habe ich meistens am gürtel ein fensterleder zum säubern der klinge, die kann man auch mal waschen....
 

Shoot First

Mitglied
Pflege

@ immernochsauer: Kaum zu toppen! :staun:

@crashlander: Wer Öl auf seinem Messer ranzig werden lässt, hat sein Messer vermutlich nicht gebraucht. :cool:

Für die Rubrik Sammler/Vitrine sieht das natürlich völlig anders aus...

Stefan

P.S. Fiel mir nur gerade ein: Gibt's eigentlich irgendwelche Untersuchungen, ob sich der Gebrauch von Zwiebel verfärbenden - sprich: Eisen absondernden Messern - positiv auf die meist unter Eisenmangel leidende Gesundheit auswirkt? Pfannen werden mit diesen Argument schon verkauft - warum nicht Messer? :argw:
 
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connor

Mitglied
Shoot First

die paar Atome bringen gar nix. :) Wenn man unter Eisenmangel leidet, muß man extrem ekliges Zeug schlucken, worin sich Eisen gleich grammweise befindet, und selbst davon nimmt man nich allzuviel auf. :)

-Connor

PS: Der menschliche Körper enthält ca. 2-4 Gramm Eisen, die Hälfte davon ist im Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) gebunden.
 
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MSchaefer

Mitglied
Noch 'ne Frage...

Original geschrieben von Nidan
Die Frage ist halt ob man überhaupt ölen soll. Aus welchem Stahl ist das Teil denn ?

Die Klinge ist aus D2. Die Liner sind aus rostfreiem Federstahl (1.4310?).

Vielen Dank übrigens an alle für die Tipps! Sofern Ballistol tatsächlich ungefährlich sein sollte, werde ich zur Messerpflege auch verwenden.

Trotzdem noch eine Frage: Die Griffschalen sind aus Olivenholz. Wie pflege ich die am besten???

Im Forum "Handgemachte Messer" werde ich übrigens - sofern ich es zeitlich einrichten kann - im Laufe des Tages ein paar Fotos einstellen.

Gruss

Matthias
 

darkblue

Mitglied
Re: Noch 'ne Frage...

Original geschrieben von MSchaefer

Trotzdem noch eine Frage: Die Griffschalen sind aus Olivenholz. Wie pflege ich die am besten???

Da kannste mit Ballistol ebenfalls nichts verkehrt machen. Das Zeug zieht gut ein, hebt die Maserung hervor und erzeugt einen schönen Glanz.
 
G

gast

Gast
ballistol

frag mal einen jäger:

auf alles kommt ballistol, und so mancher jäger wird behaupten das man irgendwann feststellt das balistol auch krebs und aids heilt!:rolleyes:
 

rfindigo

Mitglied
Regelmäßig die Klinge abziehen um die Schneide wieder aufzurichten schadet auch nicht.
Ich brech hier nochmal 'ne Lanze für den Ikea Keramik-Wetzstahl. Kostet nicht viel, funktioniert super...
Natürlich gibt's auch aufwendigere Methoden... ;-)

rfindigo
 

Shoot First

Mitglied
Ballistol - Ok,Ok...

Habe mit gerade mein erstes Ballistol gekauft und es pflegt tatsächlich noch schöner. :ahaa:

Man ist ja lernfähig...

Äh, kann mir zufällig jemand einen Hund mit "Liegebeulen" leihen? Den positiven Effekt, der Ballistol dafür vom Hersteller zugeschrieben wird, würde ich gern mal überprüfen. Falls nicht, pflege ich mir eben selbst die Ohrmuschel. :p

Stefan
 

sanjuro

Mitglied
Shoot first,

Eisenzufuhr sollte man nur erwägen, wenn ein Mangel nachgewiesen ist, weil Eisen in bestimmten Formen und Dosierungen auch toxisch sein kann. Sehr hohe Eisenwerte sind auch durchaus nicht gesundheitsfördernd. Die heute üblichen hohen Dosierungen der Medikamente (von CONNOR erwähnt) verträgt auch nicht jeder.

Früher hat man den Leuten, bei denen Eisenmangel vermutet wurde, ab und zu einen Apfel zu essen gegeben, der zwei bis drei Tage mit abgekochten (um das Mineralfett zu entfernen) Eisennägeln "gespickt" war. Geringe Mengen Eisen gehen dabei mit den Fruchtsäuren eine Verbindung ein, die gut resorbiert wird (im Gegensatz zu Fe 3+). Ich habs noch nicht probiert, vermute aber, dass das wie Laternenpfahl ganz unten schmeckt (hab ich auch noch nicht probiert).

Die Fettsäuren aus Pflanzenölen greifen hochwertige Stähle nicht an, oxidieren aber (ranzen) und können dann fest werden. Was auf der Klinge nicht schadet, stört dann durchaus in den Gelenken.

Nelkenöl wird manchmal angegeben, man muss aber berücksichtigen, dass
es zwei Varianten gibt: das stark riechende ätherische, das man hier in der Apotheke erhält, verfärbt Kohlenstoffstähle dunkel bis rötlich. Die japanische Variante ist ein mittelviskoses, neutrales, fettes Öl, das man hierzulande nicht bekommt, sondern nur als Zubehör zu Japan-Klingen.

Bei Neo-Ballistol gibt es zwei Qualitäten: das sog. Waffenöl (pflanzlich/ätherisch, aber weniger rein, und das für Human-Anwendungen mit wohl gleicher Zusammensetzung auch für innere Umschläge usw.

Ich würde technische Gegenstände - hier rostende Klingen - eigentlich nur mit einem Mineralöl behandeln, denn was wir bezwecken wollen, ist lediglich Sauerstoffabschluss. Bei Gelenken ist die Gleitwirkung gefragt; da würde ich eher ein Mineralöl höherer Viskosität nehmen.

Gruß

sanjuro
 

Shoot First

Mitglied
Grusel

Hallo Sanjuro!

Gegen den Eisenapfel ist ein kräftiger Schluck Lebertran vermutlich noch ein Genuss. :(
Kam auf das Ganze nur, weil mir irgendwann einmal Eisenmangel attestiert wurde und die Pillen wirklich fies waren. Scheint aber ohnehin nicht so dramatisch zu sein: Den Mädels, meint meine Ärztin, mangelt's naturbedingt fast immer am Eisen.
Interessante Übersicht zu den Ölen - wäre eigentlich intessant ob man mit verschiedenen Produkten gezielt die Klingen patinieren und färben kann.:hehe:
Mineralöl - und wenn auch nur in Spuren - wäre mir allerdings am Essen ziemlich suspekt. :argw:

Stefan