PF Alpha II - Wie groß soll (kann) das vertikale Klingenspiel sein?

maku

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Hier habe ich meinen Unmut über das Versagen des Backlocks bei meinem Alpha II Survival (mit D2-Klinge) geäußert (Beitrag #31 ff). Das Messer wurde im September 2013 repariert und danach nur zum Schneiden und Schnitzen benutzt, hauptsächlich zu Hause im Garten. Die Häufigkeit der Benutzung war eher durchschnittlich - im Schnitt ein Mal pro Woche, 20-30 Minuten (mit Pausen), dann seltener, der Kraftaufwand war schon ordentlich aber keine Schläge, einfach nur viel Druck aus einer Hand. Das Messer wird auch einige Male am Tag geöffnet und geschlossen, einfach nur so zum "Spielen" und um es nicht "einrosten" zu lassen :D

Nun stelle ich ein vertikales Klingenspiel fest, das mir schon sehr bedenklich erscheint und das ich so langsam als Sicherheitsrisiko einstufe. Drücke ich die Klinge nach unten, so hebt sich der Haken deutlich aus der Tasche und zwischen dem Haken und dem Erl entsteht oben ein Spalt von 0,5 mm, gemessen mit Fühlerblattlehre, nach unten hin wird der Spalt logischer Weise kleiner. Das andere Ende versinkt etwa genau so tief unter der Oberkante der Liner.

An dieser stelle ich eine Frage an die Alpha-Eigner: Wie groß ist das vertikale Klingenspiel bei euch? Bewegt sich bei euch die Bolzenwippe, wenn ihr die Klinge mit dem Rücken gegen eine harte Unterlage drückt?

Bei mir entsteht so laaaangsam der Eindruck, dass da jemand vollkommen an den Toleranzen vorbei geschliffen hat und das schon zum zweiten Mal...
 

Schanz Juergen

Premium Mitglied gewerblich
AW: PF Alpha II - Wie groß soll (kann) das Vertikale Klingenspiel sein?

habe ich bisher bei noch keinem festgestellt..

wenn sich der backlockhebel nach oben bewegt, dann ist das nicht bedenklich - dann ist das schrott :glgl:
 

maku

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AW: PF Alpha II - Wie groß soll (kann) das Vertikale Klingenspiel sein?

Hallo Juergen,
schön, dass gerade jemand wie du die Sache so auf den Punkt bringt. Ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich in meiner Mail an D. Pohl diesen Thread verlinke und verstärkt auf deine Antwort hinweise. Was hältst du aber davon, dass es bereits das zweite Mal der Fall ist? Liegt da ein Produktions- oder gar Konstruktionsfehler vor? Meiner Ansicht nach (und ich bin mechanisch sehr gut vorbelastet) ist die Passung von dem Haken und der Tasche für den...

Aber warum konnte es D. Pohl bei der Reparatur nicht beheben, sondern hat mir so was ausgeliefert? Dass er das nicht bemerkt hat, halte ich für ausgeschlossen.
 

NinjaTurtle

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AW: PF Alpha II - Wie groß soll (kann) das Vertikale Klingenspiel sein?

Hallo Maku,

bei meinem Alpha wackelt da nichts-das steht wie ein Fixed.

Ich hatte allerdings bei einem Bravo ein ähnliches Problem.
Hier war irgendwann vertikales Klingenspiel bei Druck gegen die geschliffene Seite in Richtung Klingenrücken vorhanden.
Hatte dann eine Mail an Pohlforce geschrieben und gefragt ob ich das Problem evt. mit einer neuen Backlockfeder beheben könnte.Die freundliche Mitarbeiterin wollte das Messer aber geschickt bekommen.
Eine Woche später hatte ich dann ein neues Bravo.

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http://www.messerforum.net/showthread.php?65281-Klingenspiel-Die-Wackelkandidaten&highlight=wackel

Viele Grüße
 
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maku

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AW: PF Alpha II - Wie groß soll (kann) das Vertikale Klingenspiel sein?

@NinjaTurtle,

allen Beiträgen in dem von dir verlinkten Thread die Ehre erwiesen, denn alle Backlocks haben einen gewissen "angeborenen" vertikalen Freiraum, was man von z.T. flexiblen Liner- oder Frame-Locks nicht behaupten kann. Worum es mir aber gein minimales vertikales Klingenspiel ohne Wippenbewegung, aber bei einem super-taktischen Hype, das von nahezu allen Special-Forces weltweit benutzt wird, verlange ich nun mal außer einer Tank-Like-Optik und -Gewicht auch eine Tank-Like-Robustheit.

Mein Alpha-Two-Survival-Tank-Like-Special-Force-Messer macht mir jedoch Angst mit seinem wackeligen Lock... Email an Herrn Pohl ist schon abgeschickt worden, eine Antwort gab's noch nicht aber ich werde hier berichten.
 

Pavcc

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AW: PF Alpha II - Wie groß soll (kann) das Vertikale Klingenspiel sein?

und? Gibt es was neues?

Untersucheegrade mein Pohlforce - da wackelt nix. liegt aber auch fast nur in der schublade ;-)
 

maku

Mitglied
AW: PF Alpha II - Wie groß soll (kann) das Vertikale Klingenspiel sein?

Nein, es gibt noch keine keine Antwort. Ich kann mir gut vorstellen, dass D. Pohl von diesem Messer (und von mir) nichts mehr wissen möchte, aber die Frage ist u.a. wieso stellt er ein handsigniertes Zertifikat aus, wenn die Verriegelung von Anfang an nicht passte. Ich habe das Messer teilweise demontiert, habe die Klinge und die Backlock-Wippe ausgebaut - denn nur so konnte ich die Passung viel genauer in Augenschein nehmen. Der Hammer hat gute 0,5-0,6 mm Spiel in der Tasche und sitzt erst dann "stramm", wenn er verkantet wird. Hier gibt es nichts mehr was man schön reden kann und die neuen Alphas werden in Klammern als Kampfmesser beworben. Das wirft erst recht Fragen auf...

Fest zu stehen scheint jedoch, dass es bei den PF-Backlocks eine deutlich erkennbare Qualitätsstreuung gibt, die nicht unbedingt für Qualität spricht.
 

Uli Hennicke

Mitglied
AW: PF Alpha II - Wie groß soll (kann) das Vertikale Klingenspiel sein?

Der Hammer sollte, wenn man das Messer mit Klingenspitze nach links vor sich liegen hat, oben links und unten rechts in der Tasche der Klinge anliegen, so entsteht mit dem dritten Punkt, der Klingenachse ein Kräftedreieck und es kann nicht wackeln.
Ein Bild des demontierten Messers könnte helfen die bei deinem Messer momentane Schwachstelle zu ergründen.
 

maku

Mitglied
AW: PF Alpha II - Wie groß soll (kann) das Vertikale Klingenspiel sein?

Hallo Uli,
so wie du das beschreibst scheint alles in Ordnung zu sein aber leider zeigt sich beim Druck auf den Klingenrücken das bereits beschriebene Verhalten. Die linke obere Ecke des Hammers (im Bild) geht nach oben bis die linke untere Ecke an der Fläche der Tasche anliegt. Ab hier bleibt die Klinge zwar stehen aber vertrauenerweckend ist das für mich nicht. Wird der Klingenrücken entlastet so stellt sich die im Bild dargestellte Lage wieder ein. Ich bin übrigens der Meinung, dass der Hammer wirklich voll und satt aufliegen sollte, ohne irgendwelche Spalte. Diese Ansicht soll jedoch nicht der Wahrheit letzter Schluss sein und ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

Hier das Bild (leider etwas vom Schatten überlagert - ich musste sehr nahe heran...;)):




Hier noch ein Bild von der hinteren Fläche der Tasche:




...und noch eines vom Hammer:

 
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maku

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AW: PF Alpha II - Wie groß soll (kann) das Vertikale Klingenspiel sein?

Es gibt Neuigkeiten...

Das D2-Alpha wurde gegen ein neues getauscht, es gab das Alpha aus 440C, Gen. II. Zuerst habe ich den "Abstieg" von D2 auf 440C etwas bedauert aber die Praxis und die Schneidenbetrachtung unter einem Taschenmikroskop sorgten für Freude, daher setzte ich Abstieg in Anführungszeichen.

Was ich mit Sicherheit sagen kann: Die Backlock-Feder wurde merklich verstärkt. Ein Versuch im Schraubstock (der Griff wurde bei eingespannter Klinge auf- und ab bewegt, Messer noch unbenutzt) ergab dennoch ein geringes vertikales Klingenspiel mit Auf- und Ab-Bewegung der Bolzenwippe. Sie ist jedoch so gering, dass ich mir diesmal keine Sorgen mache, mit der Hand ist kein Spiel spürbar. Dieser Zustand mag noch vom Optimum entfernt sein aber die verstärkte Feder scheint hier geholfen zu haben, denn beim Arbeiten gab es nichts zu bemängeln. Etwa zwei Wochen und einige Stunden Schneid- und Schnitzarbeit später sah es im Schraubstock immer noch so aus wie beim ersten Versuch. Ich denke, ich kann damit leben.

Wie ein Backlock richtig konstruiert werden sollte, hat mir ein freundlicher, angehender Maschinenbauer in Vektoren gezeichnet. Als Zeichen-Vorlage hielt mein D2-Alpha her. Bei dieser Art der Fertigung bzw. Konstruktion würde die Kraftkomponente, die die Bolzenwippe beim Schließen nach oben drückt komplett entfallen. Die Feder hätte keine Bedeutung für die Verriegelungskraft und müsste lediglich die Bolzenwippe ohne viel Druck in Position halten. Dieses Fertigungsverfahren würde jedoch wegen der notwendigen hohen Präzision und wegen zusätzlicher Schleifvorgänge den Preis deutlich in die Höhe treiben und bedarf somit keiner weiteren Diskussion. Im privaten Rahmen ist es hingegen unter Verwendung von CAD und CNC-Maschinen durchaus machbar, nur wie viele Hobby-Messemacher sind Eigner einer CNC-Maschine. Mit viel Geduld und Feinfühligkeit könnte es auch mit einer Feile gelingen aber die Betonung liegt hier wirklich auf "könnte".