Passaround: Timberline Mini Pitbull

giovanni

Super Moderator
Bilder und Bericht von Pitter da: http://www.messerforum.net/showthread.php?t=69164

Mein Eindruck:

Handliches, gar nicht so kleines Messer.

Das leichte Untermaß der Griffschalen fällt höchstens optisch auf, das Messer liegt trotzdem angenehm ohne spürbare Ecken und Kanten in der Hand. Angenehme Handlage durch Form und Größe des Griffes.

Mit der Scheide (Klammer ab) lässt es sich gut in der Hosentasche tragen, mit Klammer auch am Gürtel oder Hosenbund, diese hohe Tragweise ist jedoch nix für mich, da das meine Bewegungsfreiheit zu sehr einschränkt (pieks).
Der Sitz in der Scheide ist sehr gut, lässt sich daher wirklich als Neckknife tragen (wenn auch mir persönlich alles größer als eine „Cimex“ am Hals zu groß ist), trotz gutem Sitz in der Scheide funktioniert das Ziehen des Messers angenehm.
Die Größe reicht mir als urbanes Alltagsmesser, auch die schmale Klingenform eignet sich dafür, die Klingendicke mit dem gut halbhohen Anschliff ist schon grenzwertig. Aber Verpackungen öffnen, Brotzeit machen und Pizza spalten geht.

Ich habe es trotz einiger Mühen mit dem sharpmaker nicht so scharf gekriegt, wie ich es gerne gehabt hätte, was jetzt erstmal nicht gegen das Messer, sondern gegen meine Schärfkünste spricht, für vertiefte Ursachenforschung fehlte es mir aber an Zeit und Geist. Dieses Problem hatte ich bisher jedenfalls noch nicht.

Fazit: Ein nettes kleines Messer, preiswert und nicht schlecht.
Geeignet als Alltags-, Urlaubs- oder Strandmesser und für alle die, die mal mit geringem finanziellen Aufwand ausprobieren wollen, ob ein Fixed als EDC eine Alternative sein könnte.
 

chamenos

Super Moderator
Moin.

Kurz meine Eindrücke.

Das Messer ist, gemessen am Preis, sehr ordentlich verarbeitet.
Die Scheide hält das Messer sehr sicher. Das Ziehen ist trotzdem einfach.
Der Clip ist eine feine Sache und macht einen vertrauenserweckenden Eindruck.
Probleme mit dem Schärfen hatte ich nicht. Das ging mit einem Keramikstab recht flott und das Messer wurde gut scharf.

Das Design finde ich mehr als gelungen und ich würde es mir sofort kaufen, - wenn es nicht so absolut die falsche Größe hätte.:D
Mit der Klingendimensionierung käme ich ja noch klar. Aber der Griff ist für mich einfach viel zu klein bzw. zu groß.

Mein kleiner Finger rutschte hilflos über das Ende des Griffs. Das ist genau die Länge zwischen Dreifinger- und richtigem Messer mit der ich mich überhaupt nicht anfreunden kann.

Schade, schade, schade.

Aber trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) danke fürs Ausprobiern dürfen.

Gruß
chamenos
 

kanji

Super Moderator
Hallo,

gestern kam das Mini Pitbull aus dem PA bei mir an. Der erste Eindruck beim in die Hand nehmen - ne nix für mich.
Ich hab sicher keine großen Hände, aber mir ist der Griff einfach zu schmal.

Die Verarbeitung von dem Messer ist ok.
Über den Anschliff kann man halt geteilter Meinung sein, ist halt mehr ein Spalter wie ein Schneider ;)

Sehr positiv überrascht hat mich die Kunststoffscheide - da klappert nix - das Messer rastet sauber ein und wird sicher gehalten. Auch die Möglichkeit den Clip Tip up oder Tip down zu setzen ist sehr gut gelöst.

Der Vorteil des PA ist einfach man kann Messer testen ohne sie kaufen zu müssen, vielen Dank.


Das Messer kam ohne Lanyard bei mir an, den Zustand konnte ich so nicht lassen, desahlb geht das Messer in den nächsten Tagen mit Lanyard an PK23 ;)
 

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virus3

Museums-Kurator
Hallo,
hier meine Eindrücke vom Timberline Mini Pitbull.

Das Mini mag zwar auf den ersten Blick zutreffen, aber die Klinge hat durchaus eine ausreichende Größe, mit der ich alle anfallenden Aufgaben lösen konnte.
Die Schärfe war nicht gerade beeindruckend, aber dem war mit meinen Keramikschleifstäben schnell abgeholfen.

Der Klingenaufbau mit Anschliff und Fehlschärfe hat mir gut gefallen. Die Griffschalen waren recht griffig und das geringe Untermaß gegenüber dem Stahl war wohl beabsichtigt. Ich vermute aus Designgründen.


Die Riffelungen für Daumen und Zeigefinger haben das sichere Griffgefühl noch verbessert. Ein klein wenig mehr Grifflänge und das Messer hätte mir noch besser gepasst.


Die Scheide hält das Messer sicher und wackelfrei, gibt es aber auch wieder gut frei und überrascht mit diversen Tragemöglichkeiten. Mir hat vor allem die Version rechts hinten, mit Griff nach unten, gut gefallen. Bei dieser Trageweise war das Messer trotz Rucksackhüftgurt gut erreichbar.



Fazit: Das "Kleine" hat mir, bis auf die schwarze Beschichtung (ist nicht so meins), richtig gut gefallen. :super:

Danke für die Testmöglichkeit.

Gruß, Th.
 

Der Ole

Mitglied
Ich hatte den Pitbull jetzt eine Woche und war insgesamt ganz zufrieden.

Ich habe es mit dem Clip am Gürtel getragen, mit Clip in der Hosentasche, Ohne Clip in der Tasche und mit der Kugelkette um den Hals.
Am besten war das direkte Tragen in der Hosentasche. Da stört nichts und das Messer war doch immer einsatzbereit. Am wenigsten hat mit das Tragen Tipdown gefallen, denn es piekst manchmal schon.
Das Messer saß immer bombenfest in der Scheide.

Obwohl ich große Hände habe war das Griffgefühl überraschend gut. Bei normalen Arbeiten war die Größe absolut ausreichend, nur bei schwereren Tätigkeiten hätte ich mir nen größeren Griff gewünscht.
Briefe und Pakete öffnen sind kein Problem und auch weicheres Gemüse (Paprika) lässt sich gut zerteilen. Äpfel wurde aber eher gespalten.

Ich habe das Messer am Sharpmaker nicht zum rasieren bekommen, aber ein Papierschnitt war immer möglich.
Belastungsprobe war das zerteilen von nem halben Meter 1 Zoll Schlauch. Durch den kleinen Griff war das recht anstrengend aber die Schärfe des Messers war etwa genauso wie vor dem Test.

Insgesamt war ich recht zufrieden. Als kleines Fixed lässt es sich gut führen und erledigt alles recht zufriedenstellend, ist aber halt kein Schneidteufel.
Schnitthaltig ist es und leigt auch ganz gut in der Hand.
Als leichtes Campingmesser oder zum Wandern kann ich es empfehlen.
Und für den Preis bekommt man ausreichend Messer.

Ich hatte Spaß es zu testen und werde es mal auf meine "Vielleicht kaufen" Liste setzen.


Der Ole
 

Morales

Mitglied
Das Mini Pitbull hatte ich schon einmal kurz bei Clauberg hier in Kiel in den Händen, jetzt war es aber Zeit, den kleinen Hund genauer unter die Lupe zu nehmen.

1. Design
Das Pitbull ist recht schlank, der Griff aber ergonomisch geformt, nur ist, je nach Benutzer, nicht immer Platz für alle Finger. Bei mir passte es ganz gut, auch die Daumenrampe gefällt mir. So etwas fehlt mir zum Beispiel beim Pendleton Mini Hunter von Cold Steel, die Handlage sagt mir beim Pitbull einfach mehr zu.

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Die Scheide ist praktisch und zweckmäßig, lässt sich gut in den Gürtel einclippen und trägt nicht auf. Theoretisch lässt sich das Pitbull auch Tip-up tragen, dafür ist der Zugwiderstand aber zu gering. Trotzdem ein schönes Detail, dass man den Clip umsetzen oder auch entfernen kann.

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Das Messer dürfte gern ein bisschen weniger schwarz sein, es gewinnt aber eindeutig durch den schicken Lanyard von Kanji…wenn ich ein Pitbull habe, braucht es unbedingt so einen!

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2. Performance
Ich habe mit dem Pitbull nur ein wenig in der Küche geschnippelt und die obligatorischen Papiertests gemacht, mehr aber nicht. Der Grund? Siehe unten. Die Klinge ist recht robust dimensioniert, was gegen einen Schneidteufel spricht, aber das geht im Alltag in Ordnung.

3. Verarbeitung
Das Fit&Finish passt bei diesem Messer, vor allem wenn man den Preis berücksichtigt. Da ich das Messer schärfen wollte, habe ich den Schleifwinkel auf dem Sharpmaker überprüft.
Ergebnis: Beide Seiten sind über 20 Grad geschliffen, vor allem die rechte Seite ist noch ein wenig stumpfer geschliffen.

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Bei einem solchen Anschliff macht mir das Benutzen keinen Spaß. Wenn es nicht ein PA-Messer gewesen wäre, hätte ich es umgeschliffen. *g*
Nach einem kleinen SM-Aufenthalt mit den groben Stäben, war zumindest ein Teil der Schneide passabel scharf.

4. Fazit

Das Pitbull hat mir besser gefallen als beim ersten Aufeinandertreffen. Als kleines Fixed für den Alltag ist es für mich eine sehr attraktive Option, gerade weil die Scheide sich ohne weiteres befestigen lässt. Den Anschliff kann man korrigieren, also steht auf meiner Einkaufsliste ein neues Messer. :D

Ein herzliches Dankeschön an Pitter für einen weiteren Passaround!

Gruß,
Carsten
 

gnilreh

Mitglied
Moin,

nachdem ich das Mini-Pitbull auch eine Woche testen durfte, stelle ich kurz meine Eindrücke zusammen...

Die Verarbeitung des Messers ist sehr ordentlich, die Größe überaus alltagstauglich, wenn auch das Aussehen bei einigen meiner Kommilitonen sofort für die üblichen Sprüche (Schlachtmesser...)sorgte, und das obwohl ich´s nur bei einem Grillfest der Uni dabei hatte...

Was mich sehr überraschte, war die Plastikscheide, die den kleinen Beisser sehr sicher und wackelfrei festhält, dennoch ein sehr unkompliziertes Ziehen ermöglicht.
Die diversen Trageweisen habe ich nur kurz zu Hause durchprobiert, mich dann aber für den Clip Tip-down entschieden, das war die für mich auch gerade beim Autofahren und generell viel sitzen die beste Trageweise...

Das Pitbull ließ sich innerhalb kürzester Zeit mit Hilfe eines Keramikstabs auf eine ganz passable Schärfe bringen, wie schon mehrfach erwähnt, darf man aufgrund der Geometrie aber keine Schneidwunder erwarten...


Fazit:
Das Mini-Pitbull wäre für mich eine Option im Auto oder im Survivalpäckchen, als EDC favorisiere ich zwar auch kleine Fixed, allerdings mit besseren Schneideigenschaften und weniger taktischem Aussehen...


Abschliessend möchte ich Pitter noch vielen Dank für diesen Passaround und die Möglichkeit den kleinen Beisser zu testen aussprechen...


Schöne Grüße,
Dom