Parkerrisierung?

zorro_43

Mitglied
Hi,
in einem anderen Thread tauchte die Frage auf, was eine Parkerisierung eigentlich genau ist?
Ich kann mich nur wage daran erinnern mal gehört zu haben, daß das bei der Herstellung eine ziemlich giftige und riskante Sauerei ist und deshalb nicht mehr oft gemacht wird. Obwohl der Rostschutz sehr gut sein soll.

Vieleicht kann das einer genauer Beschreiben?

Zorro
 

Buddy

Mitglied
weiß auch nicht was das ist, deshalb hab ich mal mein schlaues lexikon gefragt, das sagt mir dann folgendes:
Parkes-Verfahren

[Parkerisieren, Parkes(s)ieren]. Nach A. Parkes (1842) benanntes Verf. zur Anreicherung u. Abtrennung des Silbers aus Ag-haltigem Werkblei. Man gibt zum Ag-haltigen Pb 1–2% des Blei-Gew. an geschmolzenem Zn (in Portionen, wiederholt), wobei ersteres über den Zink-Schmp. erhitzt wird (440°). An der Oberfläche scheidet sich dann ein Ag-haltiger Zn-Schaum ab (6–18% Ag), aus dem das Zn destillativ abgetrennt wird. Anschließend wird in Treiböfen durch Aufblasen von Luft das sog. Blicksilber (99,8% Ag) erhalten, auf dem die Bleiglätte aufschwimmt, die alle Verunreinigungen enthält. Nach dem P.-V. kann man Ag auch aus Bismut-Erzen gewinnen.

ich hoffe das es das richtige ist und du da was mit anfangen kannst

Grüße Buddy
 

zorro_43

Mitglied
Nö,
es muß wohl noch ein anderes Verfahren mit dem Namen geben.
Das was ich meine ergibt einen dunkel-grauen matten Überzug auf Stahlteilen zum Rostschutz.
Trotzdem Danke

Zorro
 

Buddy

Mitglied
also, falls der name nicht ganz richtg war, hab ich nochmal was anderes gefunden

Parkers Neusilber

Kupfer-Nickel-Zink-Mangan-Leg. (Neusilber) mit ca. 57–65% Cu, 7–10% Ni, 2–11% Zn u. maximal 20% Mn mit bevorzugter Anw. für chem. beständige Kleinteile der Gebrauchsgüter-Industrie.

das klingt in etwas so als würde das hinkommen

Grüße Buddy
 

HankEr

Super Moderator
... achso, die parkerisierten Waffen die ich kenne haben alle ein sehr rauhe Oberfläche, was drei Vorteile hat.
  • man kann seine Fingernägel daran feilen
  • sie sind extrem matt (kaum Reflektionen)
  • Rostschutz (Öl/Fett) haftet sehr gut
 

freagle

Mitglied
So viel ich weis ist das Parkerisieren das selbe oder ähnlich dem Phospatieren. Früher wurden des öfteren Waffenteile zwecks Korrosionsschutz phospatiert, z.B. ältere 1911 Armeepistolen, da sieht man häufiger bei älteren aber auch manchmal noch bei neueren Nachbauten, dass die Waffen außen so eine graue, raue eigentlich recht unschöne Beschichtung tragen, die sind dann phospatiert,manche Militärmesser waren oder werden auch phospatiert z.B. US Navy Mk1.Heute gibt es schönere und warscheinlich auch haltbarere Beschichtungen bei Waffen.

Freagle
 

Buddy

Mitglied
das Phosphatieren hab ich gefunden, es wird auch wie folgt genant

Bonder®-, Parker®- od. dem Granodine®-Verfahren

Grüße Buddy