PA-Berichte zum Enzo Trapper 95

schwartzbunt

Mitglied
So, dann starte ich mal hier mit einiger Verspätung...

Das Trapper ist ein schlichtes, sauber verarbeitetes Messer.
Die etwa 95mm lange Klinge aus D2 hat einen Flachschliff bis zum Rücken.
Das Messer aus D2 war sehr scharf abgezogen, hat reichlich Kartons portioniert und war auch danach in der Küche noch in Topform.
Der schmale Griff aus mit rotem Fiber unterlegtem grünem Canvas-Micarta liegt, sicher in der Hand.
Die leichten Konturen machen den Griff universell greifbar, egal ob Hammer, Meißel oder Reverse.

Die Lederscheide ist robust gefertig und hält das Messer sicher fest.
Allerdings sitzt das Trapper recht tief in der Scheide, was das Ziehen etwas erschwert.
Die Gürtelschlaufen erlauben zwei Tragepositionen.
Die „lose“ Schlaufe läßt einen das Messer tief tagen, was mir persönlich aber etwas zu schlabberig ist ;-)
Bei der anderen Schlaufe sitzt das Messer für mich angenehm hoch und auch fest an der Seite.
Am Scheidenmund ist die Naht zusätzlich noch mit einer Niete verstärkt.
Hier hätten die Kanten auch etwas gerundet werden können, sonst gibt’s nix zu meckern.


Das Trapper ist ein schönes, sheepletaugliches Messer mit einer guten Materialwahl. Hat mit sehr gefallen.

Danke für's Testen dürfen.
 

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chamenos

Super Moderator
Hallo.

Ich habe das Messer ausgepackt, kurz begutachtet und dann mit meinem derzeitigen Dauergebrauchs-Fixed am Gürtel ausgetauscht.

Es hat mich also 10 Tage am Gürtel begleitet und musste nahezu alle anfallenden Arbeiten erledigen.
Als da wären, Kartons öffnen (und für die Papiertonne zerkleinern), Leder schneiden, Nähgarn schneiden, - da ich es drei Tage auf dem Land dabei hatte: Anzündholz spalten, Besenstil zuschneiden, Zapfen anfasen (hat beim Fachwerkbau helfen müssen), Bleistifte anspitzen, Essenszubereitung und noch vieles mehr.

Um es kurz zu machen: Das Messer hat das Potential zum glücklichmachenden Allrounder.
Die Verarbeitung ist wirklich überdurchschnittlich gut. Ein paar kleine scharfe Kanten (Klingenrücken und am Ricasso) hätte ich, so es meins gewesen wäre in Sekunden entschärft.
Der Griff lag in meiner Hand wie maßgeschneidert.
Das Micarta in Verbindung mit der roten Fiberzwischenlage läßt das Messer ausgesprochen hochwertig erscheinen.
Die Anpassung der Griffschalen war einwandfrei.
Der Schliff war ausgesprochen akkurat und die Spitze verdient ihren Namen wirklich. Und das ohne zu filigran geraten zu sein.

Ein kleiner Wehrmutstropfen ist das Fehlen einer Fangriemenöse.
Die gehört mMn an so ein Messer dran.

Das Enzo Trapper kam fast "rasurtauglich" bei mir an und ließ nach wenigen Zügen über den SM die Haare fliegen. Das Messer hält die Schärfe wirklich gut.

Drei Dinge haben mich aber davon abgehalten mir umgehend auch eins zu kaufen.

Das eine ist die Scheide. Das ist ein schlecht angepasstes Ding aus plastikbeschichtetem Spaltleder, das viel zu lang ist.
Nun gut, - eine anständige Scheide ist gerade für mich nicht wirklich ein Kaufkriterium:D
Das wäre schnell gemacht.
Die fehlende Fangriemenöse hat mich da schon mehr gestört.

Was mich aber wirklich gestört hat war der Anschliff.
Ich habe nun extra für den hochgezogenen Flachschliff gestimmt, in der Erwartung einen wahren Schneidteufel zum Testen zu bekommen, - aber nix da.
Der Winkel der Fase ist mir viel, viel zu steil.
Gerade Arbeiten wie z.B. das Anspitzen eines Bleistifts oder eben klassisches Bushcraft, das Schnitzen von Fuzzsticks ( http://www.youtube.com/watch?v=326RtScPADM ) macht mit so einem Anschliff keinen Spaß.
Im Gegenteil.
Schade. Da ist ein Skandischliff auf Null deutlich besser für geeignet.

Mal schauen, was die Messerkasse im Fabruar zuläßt. Wenn ich dann die Jungs von Brisa noch überredet bekomme, mir eins ohne diese Scheide zu verkaufen, werde ich mir wohl eins mit Skandischliff zulegen.
Aber die "Sicherheitsreserve" im Flachschliff ist mir persönlich deutlich zu derb. Und die Fase breiter schleifen, - och nööö.
Sowas mache ich nur für fremde Leute:D

Aber ein dickes Dankeschön fürs Testen-dürfen.
Das Enzo Trapper ist schon ziemlich dicht dran an meinem "idealen Messer"
Und der Preis ist eigentlich ein Lacher für das, was man da bekommt.

Gruß
chamenos
 

jollo74

Mitglied
Vielen Dank für die guten Berichte :D! Ein paar kleine Kommentare zu Chamenos' Beitrag (wenn's hier erlaubt ist - wenn nicht bitte verschieben oder löschen):

Bei Brisa gibt's die Klingen separat zu kaufen und dort kann man sehen, dass im Erl eine Bohrung für einen Fangriemen vorhanden ist:
https://www.brisa.fi/portal/components/com_oscommerce/images/294an.jpg
Wenn einem also die Fangriemenöse fehlt und man die Scheide nicht mag/braucht, könnte man sich gegebenenfalls bei Brisa die Klinge, Liner, Griffschalen, Pins, etc. kaufen sich das Messer selbst zusammenstellen.

Zum steilen Anschliff: Es könnte gut sein, dass dieser steile Anschliff dem D2-Stahl geschuldet ist. Ich habe schon häufiger gelesen, dass es bei mit flach ausgeschliffenen Enzo-Messern mit D2-Stahl zu Ausbrüchen in der Schneide gekommen ist (besonders beim ScZ-Schliff).

Liebe Grüße
Jörg
 

Schlosser

Mitglied
Das Angebot, ein BRISA EnZo Trapper 95 testen zu können, kam mir sehr recht. Und die Ausführung D2/F Knife/Green Linen Micarta noch mehr. Obwohl hier im Forum über die Enzo Trapper schon viel geschrieben wurde, wollte ich, bevor ich mir eins zulege, das Messer selbst in der Hand und in Gebrauch gehabt haben.

Gleich vorweg: Das Messer hat mich nicht enttäuscht.

Die Verarbeitung ist rundherum sauber und wirkt wertig. Einzig die scharfe Kante unten am Ricasso störte etwas. Dem wäre aber mit Hausmitteln leicht abzuhelfen.
Auch zu den von Enzo verwendeten Stählen kann man im MF viel lesen. Der D2 ist sicher nicht jedermanns Sache, aber gut schärfbar und vor allem schnitthaltig. Trotz des hochgezogenen Flachschliffs ist die Klinge durch ihre Dicke ausreichend stabil auch für gröbere Arbeiten.

Die Scheide ist mein größter Kritikpunkt. Obwohl sehr stabil, robust und sicheren Halt gebend, scheint sie nicht für dieses Messer gemacht zu sein, sondern wirkt zu groß. Das Material: Na ja, die meisten Glattlederscheiden wirken schöner. Die "anhängende" zweite Gürtelschlaufe ist nicht mein Fall.

Insgesamt ist das Messer, und das meine ich in diesem Fall positiv, keinem Spezialzweck zuzuordnen. Größe, Handling, Stahl und Schliff machen es zu einem einfachen, aber sehr gebrauchstüchtigen und vielseitigen Werkzeug für den täglichen Gebrauch.

Danke für die Testmöglichkeit. Sie hat mich dem Kauf eines Enzo Trappers ein ganzes Stück näher gebracht.
 
Insgesamt ist das sehr schönes, schlichtes und zivilaussehendes Messer.
An der Verarbeitung und der Handlage hatte ich nichts auszusetzen.

Für eine Brotzeit – vor allem auch das Schmieren - halte ich das Messer für gut geeignet.

In der Küche und bei den Fuzzsticks hatte ich allerdings die gleiche Erfahrung wie Chamenos: Ich hatte mir die Klinge etwas schneidfreudiger vorgestellt.
Das Spalten von kleinen Holzscheiten war jedoch kein Problem.
Vielleicht wäre ein skandinavischer Schliff doch besser gewesen. Da habe ich jedoch leider noch keine Erfahrungen mit. Ein Vergleich wäre hier nun interessant.

Das Fehlen der Fangriemenöse hatte mich auch gewundert.

Mit der Scheide war ich sehr zufrieden. Das Messer sitzt tief und fest.
Vor allem die Möglichkeit die Scheide tief zu tragen, hat mir sehr gefallen. Zu locker fand ich dies nicht. Im Gegenteil: in Positionen wo das Messer bei der höheren Tragweise gestört hätte, ist es mir nun gar nicht aufgefallen. Und bei der höheren Tragweise hat mich die überstehende Schlaufe nicht gestört.

Vielen Dank dafür, dass ich das Messer testen durfte.
 

williw

Super Moderator
Moin,

nachdem das Messer verpackt ist und morgen auf Reisen gehen wird, nun auch von mir ein paar Anmerkungen.

Das Fehlen der Fangriemenöse ist mir gleich zu Anfang sehr negativ aufgefallen.
Der Griff ist sehr glatt und da hätte diese Öse guten Halt für Daumen und Zeigefinger geboten, zumal das Messer doch gut von der Scheide gehalten wird.
So ist mir das Enzo Trapper beim ersten Ziehen fast entglitten.

Mit seiner bauchigen Form liegt der Griff gut in der Hand; hätte aber für meine Hände doch einen Tick mehr Volumen haben können.
Und wie oben schon geschrieben, ist mir der Griff viel zu glatt.

Die Scheide fand ich gar nicht so schlecht.
Das Messer wird gut und sicher gehalten, "blindes" Zurückstecken ist kein Problem und die Scheide hat so gut wie keinen Kontakt zum Keder, was dann nicht dazu führen kann, dass ein sehr scharfes Messer durch, bzw. in der Scheide wieder stumpf wird.

Ich habe das Messer in der oberen Position getragen und war gut damit zufrieden.
Das Messer stört so weder beim Gehen, noch beim Sitzen.

Die Größe des Trapper gefiel mir sehr gut.
Die Klinge ist für eigentlich alle bei mir anfallenden Schneidaufgaben lang genug und der Griff bietet meinen Patschern auch ausreichend Länge.

Den Anschliff der Schneide hätte ich mir auch gerne etwas flacher gewünscht, auch um ihn mal mit meinen X12MF Sterkh vergleichen zu können, die ich auf knapp 30° Gesamtwinkel habe schleifen lassen und die jetzt sehr scharf, schnitthaltig und frei von Ausbrüchen sind.

Wäre mal interessant gewesen, zu sehen, ob dieser D2 nun zu den "guten" oder eben weniger guten gehört.
Bei diesem steilen Winkel war ein Vergleich natürlich nur eingeschränkt möglich. Ausbrüche gabs nicht und meine Brötchen hat das Enzo auch so gut geschnitten ;)

Sollte dieses Messermodell mal überarbeitet werden, würde ich mir für den Nachfolger also
1. eine Fangriemenöse
2. einen weniger rutschigen Griff
3. einen flacheren Anschliff wünschen.

Da man alles aber auch selbst mit etwas Aufwand modifizieren kann, ist da Messer angesichts des Preises eine klare Empfehlung wert.

Vielen Dank fürs Testen dürfen :super:

Willi
 

Oliver

Mitglied
So, dann will ich auch mal meinen Senf beisteuern.

Unterm Strich bin ich hin- und hergerissen, aber erst einmal der Reihe nach.

Ich habe das Messer in erster Linie in der Küche, bei kleineren Schnitzereien im Garten und bei der Kartonagenentsorgung (wie anscheinend hier jeder:hehe:) gebraucht. Vor allem im Garten aber auch beim Karton hat mich die fehlende Fangriemenöse (und somit der fehlende Fangriemen) gestört.

In der Küche (beim Schneiden auf dem Brett) bin ich mit der Griffform nicht ganz klar gekommen. Genau kann ich es nicht beschreiben, aber ich habe (als Rechtshänder) immer irgendwie nach rechts geschnitten. Das kannte ich bisher eigentlich nur von Chisel-Grind-Messern. Hier muss es aber eher am Griff, bzw. an meiner Griffhaltung gelegen haben. Ausserhalb der Küche lag der Griff gut in der Hand, hätte für mich aber einen Tick länger sein können.

Die Scheide wirkte wirklich recht billig, hat aber funktioniert. Die Möglichkeit das Messer, je nach Bedarf, in zwei unterschiedlichen Höhen an den Gürtel zu hängen fand ich super, kannte ich so noch nicht. Nur fand ich die Schlaufe für die hohe Tragweise zu weit. Das hätte enger sein können.

An der Verarbeitung des Messers fand ich nichts auszusetzten, das hat mir sehr gut gefallen.

Es ist mir zwar nicht auf Anhieb gelungen, das Messer so scharf zu bekommen wie ich es sonst gewohnt bin, die erreichte Schärfe hat aber klaglos durchgehalten und war für alle Belange ausreichend. Aufgrund der Klingendicke und des Anschliffs war es aber auch nicht so schneidig, wie ich es bei einem eigentlich so hohen Anschliff erwartet hätte. Das fand ich schade. Die Klinge auf fast 0 heruntergeschliffen hätte mir besser gefallen, ich vermute, da wäre auch mit dem D2 ncoh mehr möglich gewesen.

Insgesamt ein recht gelungenes und robustes Messer mit kleineren Macken. Es fällt bei mir in die Kategorie "robsustes und zuverlässiges Messer fürs Göbere" mit Abstrichen in der Schneidleistung.

Es hat mir gut gefallen, allerdings war meine Begeisterung nicht so groß wie erwartet, daher danke für die Testmöglichkeit.
 

Droppoint

Mitglied
Auch von mir ein kurzer Bericht:

Leider war die Jagdsaison schon zu ende, da konnte ich das Messer nur in Haus und Hof testen.

Zur Klinge: passende Länge für alle bei mir anfallenden Arbeiten und in der Stärke auch so dimesioniert, dass man keine Angst vor robustem Gebrauch haben muss. Etwas dünner ausgeschliffen hätte aber auch nicht geschadet. Die Sekundärfase war schon recht breit. Ich habe mal versucht, harte Salami damit zu schneiden, das war doch eher schon ein Spalten ;-). Negativ aufgefallen ist mir, dass der Flachschliff etwas in den Klingenrücken hineinreicht, das wäre für den Kauf schon ein k.o. Kriterium.

Der Griff: Die Grifform ist variabel und das Messer liegt bei allen Arbeiten gut in der Hand. Für den Hausgebrauch würde ich das Micarta etwas anrauhen.

Zur Scheide: gut verarbeitet, das Messer sitzt satt darin. Die 2. Schlaufe zum variablen Befestigen bräuchte ich allerdings nicht.

Insgesamt ein robustes Gebrauchsmesser mit wenigen Schwächen.

Vieeln Dank für die Testmöglichkeit

Gruß

Uli
 

[Nick]

Premium Mitglied
Nach einer Woche überwiegendem "Indoortesten" (Petrusbedingt) mein Resümee:

- Value for money!

Ganz klar einer der herausragenden Eigenschaften dieses Messers. Material, Verarbeitung und Nutzen zu einem sehr guten Preis, mir fällt kein direkter Konkurrent ein, bei dem das Gesamtpaket ähnlich passen würde.

- Verabeitung:

Hier gibt es wenig zu meckern, mich persönlich hat der etwas scharfkantige Übergang von Griffschalen zur Klinge am Klingenrücken gestört, das Aufdrücken des Daumens zur Schneidunterstützung wurde schnell schmerzhaft.
Die Scheide ist für meine Zwecke gut verarbeitet und funktionell.

- Nutzen:

Klingenform und Länge ist sehr universell, feinere Arbeiten sind noch, gröbere Arbeiten schon möglich. De Anschliff war sehr sauber und das Messer hatte eine sehr gute Gebrauchsschärfe, die es auch hielt. Allerdings würde ich privat auch auf den Scandischliff ausweichen, weil der Flachschliff, wie bereits mehrfach beschrieben, keine so gute Schneidleistung brachte wie erwartet. In der Küche war das Messer so kaum einsetzbar, da es eher spaltete als schnitt.
Der Griff war mir etwas zu kantig und für meine kleinen Hände etwas zu voluminös, vor allem aber auch etwas zu glatt (hm, hätte ich da jetzt noch irgendwo ein "etwas" einbauen können?).

Alles Punkte, die für mich aber kein KO-Kriterium darstellen und das Gesamtpaket nicht schmälern. Insbesondere, weil Enzo hier ja vorsorgt und für nahezu jeden Geschmack die passende Material- und Anschliffkombination vorhält.

Vielen Dank für die Testmöglichkeit.
 

laure

Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe zwar nicht am Passaround teilgenommen, sondern habe micr aus einer Fertigklinge (D2 / Flachschliff) selber ein fertiges Messer gebastelt. Da die Klinge aber die gleiche ist erlaube ich mir mal meine bisherigen Erfahrungen hier zu posten (wollte keinen extra thread aufmachen). Ich hoffe das geht in Ordnung.

Meiner Meinung nach ist das Messer ein sehr guter User.
Das Trapper hat mein altes EDC (Rat IZULA) abgelöst und begleitet mich nun täglich. Dazu muss ich allerdings sagen das ich nicht die Serienscheide habe.

Nun zum Messer.
Es macht alles mit was ich im Alltag von ihm verlange. Das geht vom Verpackungen öffnen, Nahrung schneiden (zwar keine sehr dünnen Scheibchen, aber ich will auch was schmecken);) , Äste anspitzen, Fingernägel sauber machen (dafür nehme ich immer ein Messer...ich weiß: :irre:), usw.
Es bis jetzt also alles klaglos mitgemacht und ist immer noch sehr scharf.

Ob es bei härteren Arbeiten zu Ausbrüchen kommt weiß ich nicht, da ich kein Holz damit gehackt habe. Wie gesagt, es ist mein EDC und ich lebe nicht im Wald. ;)

Das Messer kommt auch bei den Mitmenschen ganz gut an, da es nicht nach SuperRamboIchMachDichKaltMesser aussieht.

Ist das fertige Messer seinen Preis wert?
Ich meine schon, aber als Schüler kam es für mich nicht in Frage. Das Geld habe ich mir mit etwas Bastelei dann selber verdient.

Wen es interssiert... hier sind einige Bilder:

http://www.messerforum.net/showthread.php?t=81720
 

giovanni

Super Moderator
Ich habe das Messer ungern weitergeschickt.:jammer:

Meine Eindrücke:

Der Griff wird nach vorne schlanker und dann ist noch mal die Kante des Griffmaterials abgeschrägt – liegt gut in der Hand. Die Mulde für den kleinen Finger ist optimal, auch das obere Griffende kneift nicht in den Handballen. Mit dem Fingernagel sind Kanten des Erls spürbar, das stört aber nicht in der Hand.

Der „Fingerschutz“ ist eher eine Warnung: Ab jetzt Vorsicht. Mir hat das gereicht.

Die Scheide tuts, hängt locker und tief, outdoors mag ich das gerne. Das trägt sich für mich gut, stört nicht beim Sitzen, auch nicht im Auto, und Ziehen und Zurückstecken des Messers geht einfach. Diskretes Tragen in der Stadt geht anders… Die Anpassung ist optimal: Das Messer sitzt sicher und ist leicht zu ziehen. Lederqualitäten gibt es natürlich bessere, aber vor allem optisch; was Nutzen, Haltbarkeit und Budget angeht ist das ein guter Kompromiss. Schaut mal in den Shop, wie günstig die kalkuliert ist.

Schneidleistung wie nicht anders zu erwarten ordentlich, die bissige Schärfe des 1.2379-(D2) Stahls passt gut zum Charakter des Messers. Ein Küchenmesser ist das nicht…

Dem ganzen Design merkt man an, dass viel Erfahrung dahintersteckt und sich jemand Gedanken gemacht hat, die sich aber optisch nicht aufdrängen sollen.

Der Anschliff der Spitze ist asymmetrisch, das ist aber (wenn überhaupt) ein rein optisches Problem.

Ein günstiger Allrounder mit freundlicher Erscheinung, schlicht aber hochwertig. Klasse.
 

pocke210

Mitglied
Das Enzo Trapper ist auch in meinen Augen ein sehr schönes Messer. Ich fand es viel schöner als auf den Bildern im Netz. Meine stichpunktartigen Gedanken dazu - vieles ist ja schon gesagt... ;)

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Griff: perfekt für meine Hände (Handschuhgröße 10), aber eine Fangriemenöse fehlt wirklich.

Scheide: Naja, so richtig SCHÖN ist sie nicht, aber die zwei Tragemöglichkeiten sind super. Tief hängend ist unterm Rucksack klasse.

Stahl: Mein erstes Messer mit D2. Klasse Stahl, gefällt mir! Hatte schon eine hübsche Patina. Rasiert zwar nicht, bleibt aber schier EWIG in einer wirklich guten Schnitz- und Gebrauchsschärfe.

Der Flachschliff ist sehr schön und viel besser als ich erwartet hatte. Ich wollte ja eigentlich das ScZ-Messer testen, aber ich finds echt gut!

Tests:

Äpfel
Vierteln geht problemlos
Schälen nicht so, wird zu dick

Möhren
Schaben geht super
Schneiden - nun ja - indiskutabel

Stullen
Schmieren 1a
Halbieren geht super

Fuzzstick schnitzen
Nicht das geringste Problem, hier wäre der direkte Vergleich mit einem Scandi-Messer sehr interessant.

Schnitzen (das Männlein gabs fürs Kind zu Ostern :D)
Geht erstaunlich gut, und nach viel Geschnitze war die Schneide noch so gut wie jungfräulich. Klasse!

Ergo: Ich kauf mir, wenn die Kasse es wieder hergibt, nen Bausatz (Frage nur: ScZ O1 - oder diese Klinge hier?) und bau mir eine Fangriemenöse dran. Dann ist es nämlich perfekt!

Vielen Dank fürs testen dürfen!
 

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virus3

Museums-Kurator
Hallo,
hier mein Bericht zum Enzo Trapper. Leider konnte ich mich diesmal nicht wirklich austoben, was nicht am Messer, sondern an meiner verfügbaren Zeit lag. :(

Trotz fehlender ausführlicher Tests hat sich natürlich ein Eindruck ergeben, den ich wiedergeben kann.

Klingen- und Griffgröße haben mir ganz gut "gepasst" (ein wenig mehr Volumen beim Griff wäre nett gewesen) und geben die Möglichkeit das Messer recht universell einzusetzen.

Die Verarbeitung des Messers war einwandfrei, die Schärfe hätte überzeugender ausfallen dürfen.

Die Scheide ist stabil und passend. Für die Tragehöhe gab es zwei Optionen, was mir gut gefallen hat. Die Nähte wurden nicht versenkt, was sich bei häufigen tragen eventuell negativ auswirken könnte.

Alles in allem kein auffälliges, aber funktionales Messer. Auch die vielen möglichen Kombinationsmöglichkeiten für Griffmaterial und -form, sowie Klingenstahl und -anschliff machen die Sache interessant.

Danke für den PA und die Möglichkeit teilzunehmen.

Gruß Th.

Für ein paar Bilder hat es noch gereicht ;)

 
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kanji

Super Moderator
Hallo,

ich hatte den Enzo Trapper jetzt auch eine Woche im Rucksack, gearbeitet hat das Messer in der Zeit jedoch nichts ;)
Ich bin mit dem Teil irgendwie nicht warm geworden.

Das Messer fand ich sehr gut gemacht, sauber verarbeitet, die ausgewählten Materialien, sowohl Stahl als auch Griffmaterial waren ok.
Aber beim ersten in die Handnehmen wusste ich - kein Messer für mich - egal wie ich es in die Hand nahm es war für meine Hände unbequem.
Die Gebrauchsspuren waren sehr gering, obwohl ich fast am Schluss des PA stehe. Scharf war es auch noch.

Mein Fazit: gut das es die Möglichkeit solcher PA ´s gibt, ich war schon in der großen Versuchung mir auch eine solche Klinge zu bestellen, das kann ich mir nun sparen.

Dank an Keno und Dennis fürs Testen :super:
 

uuups

Premium Mitglied
Enzo_Trapper_2_.JPG
Enzo_Trapper_3_.JPG


Daten:
Klingenlänge: 90 mm
Gesamtlänge: 208 mm

Klingendicke max.: 3,5 mm
Griffdicke max.: 17,5 mm
Gewicht Messer: 134 g
Gewicht mit Scheide: 214 g

Länge Messer in Scheide: 230/280 mm
Länge Scheide: 196 mm
Breite Scheide: 52 mm
Dicke Scheide: 35 mm
Schlaufe fest - max. Gürtel: 65 mm
Schlaufe lose - Länge : 80mm
Schlaufe lose - Breite: 27 mm
Schlaufe lose - max. Gürtel: 28 mm

Enzo_Trapper_4_.JPG
Enzo_Trapper_7_.JPG


Kommentar:
Ich habe das Messer eine Woche lang getestet.
Der Griff erscheint im vergleich zur Klinge relativ groß und passt sehr gut in allen Griffarten in meine Hand.
Überrascht war ich, das man es obwohl es sehr tief in der Scheide sitzt, doch so gut ziehen kann. Die Scheide macht einen schlichten jedoch guten Eindruck. Etwas ungewöhnlich sind die zwei Gürtellaschen, an denen sich das Messer jedoch gut tragen lässt.

Ich musste es mit dem Sharpmaker abziehen um eine brauchbare Schärfe zu erreichen. (kein Wunder bin Nr. 14).
Das zerkleinern von Tomaten, Zwiebel, Salami und diverse Backwaren stellte für den Trapper keine ernsthafte Herausforderung da. Erstaunlicherweise hat die Zwiebel keine Färbung hinterlassen (D2), obwohl ich das Messer erst nach ca. einer Stunde mit Wasser abgewaschen habe.

Enzo_Trapper_6_.JPG
Enzo_Trapper_5_.JPG

Einsatzbereich:
Als EDC ist es mir für den Büroalltag zu groß. Als Messer für draußen fand ich es gut gelungen.

EDIT: Die Fotos sind in groß auch in der Gallerie abgelegt.
An der richtigen Verknüpfung muß ich noch arbeiten.(Tumbnails anklicken, dann erst groooß...)
 
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pocke210

Mitglied
Hi, ich nochmal.

Oben in meinem Review schrieb ich, ein Vergleich mit einem O1-ScZ-Trapper wäre interessant. Nun, jetzt habe ich ihn, denn ich habe mir einen Bausatz in O1/ScZ gekauft, und bei der Gelegenheit gleich den Griff ein wenig angepasst und eine Fangriemenöse angebracht. Liegt jetzt PERFEKT in meiner Hand.

Inzwischen allerdings ärgere ich mich, nicht D2/F genommen zu haben, denn die Klinge war nach ein wenig schnitzen von trockenem Holz ganz schnell schartig. Nicht sehr, aber doch nicht schön! Ergo: Der O1 brauch wohl eine Sekundärfase.
Hoffe, das hat nochmal geholfen...

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cheez

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[...]Inzwischen allerdings ärgere ich mich, nicht D2/F genommen zu haben, denn die Klinge war nach ein wenig schnitzen von trockenem Holz ganz schnell schartig. Nicht sehr, aber doch nicht schön! Ergo: Der O1 brauch wohl eine Sekundärfase. Da hab ich also extra für viel Geld Wassersteine angeschafft, um den ScZ-Schliff schön schleifen zu können - und jetzt das! :( [...]

Ich würde das Messer auf Verdacht einfach nochmal neu schleifen, und den Scandi-Schliff zunächst beibehalten - vielleicht gibt sich das ja auch nach dem ersten Anschliff, wenn evtl. überhitztes Material weggeschliffen wurde.

Gruss, Keno
 

pocke210

Mitglied
Hi Keno,

ich hatte es schon geschliffen, aber inzwischen ist es auch egal, denn ich habs schon verkauft... :D Das D2-Enzo-Set ist derweil auch schon so gut wie auf dem Weg zu mir. Da mach ich das mit dem Griff dann noch mal - und hab ein absolut großartiges Messer. Und dass ich mit dem D2/F nichts falsch mache, weiß ich ja dank des PA! :super:
 

redaums

Mitglied
Ich würde das Messer auf Verdacht einfach nochmal neu schleifen, und den Scandi-Schliff zunächst beibehalten - vielleicht gibt sich das ja auch nach dem ersten Anschliff, wenn evtl. überhitztes Material weggeschliffen wurde.

Genau, Problem kenne ich...
Ich habe 2 EnZo Trapper O1, ScZ, da mir bei beiden der Schliff an manchen Stellen etwas ballig erschien (was er auch war), habe ich beide Messer auf Banksteinen nachgeschliffen, bis es ein wirklich flacher ScZ war.
Seitdem keine Probleme mehr mit Scharten durch Schneiden/Schnitzen, lediglich beim Holzspalten treten kleine Scharten auf, wenn ich mal versehentlich ein eingewachsenes Sandkörnchen treffe :glgl: