PA-Berichte j-o-e's Handmade Stienen Ganzstahl-Damastmesser

Franky K.

Mitglied
Nachdem ich das Messer von j-o-e länger als üblich testen konnte und ich aber aufgrund einer Verletzung am Bein incl. OP es nicht allen Herausforderungen stellen konnte , freue ich mich auf die Berichte meiner Nachtester , um den Forumiten doch einen möglichst große Übersicht zu Stärken und Schwächen des Messers zu bieten !

Als ich das Paket öffnete , gewann ich einen sehr angenehmen ersten Eindruck von dem Erscheinungsbild des Messers und der zugehörigen Scheide ! Das Aussehen übertrifft das der Fotos von j-o-e bei weitem : die insgesamt sehr flache Konstruktion von beidem mit dem schön gemusterten Damast und der höchsten Ansprüchen genügenden Lederscheide erzeugen ein 'immer dabei haben will'-Gefühl !
Als nächtes gefielen mir das gekonnte Filework im Klingenrücken , das Lanyard und die Verzierung im Leder der Scheide mit der franz. Lilie äußerst gut : es ergibt sich ein edles und schickes Gesamtbild !

Die zwar sauber gebrochenen , aber nicht gerundeten Kanten ließen zuerst eine etwas unangenehme Handhabung vermuten , in der Hand konnte das Messer aber überzeugen : gerundet wäre vielleicht der Grip nicht so gut . Er wirkt in diesem Finish , denke ich , unterstützend ! Die Griff-und Klingenlänge sowie die Formen sind bestens gewählt , auch die Stahlstärke bieten eine gute Ballance aus Griffigkeit und guten Schneideigenschaften ! Das Messer sitzt fest und sicher in der Scheide , läßt sich dennoch sanft und gut ziehen - allerdings nur mit zwei Händen ! Für einen Schnellzugriff ist es nicht geeignet , aber auch nicht konzipiert ! Da die Scheide etwas größer ist als dieses schöne Stück Damaststahl , ist es gut geschützt , bzw. schützt sie , wo immer sich das Messer befindet ! Für mich enorm gut gelungen :super: !

Der auf super Schärfe gebrachte Stienen-Damast überzeugte mit guten Schneideigenschaften , die Klingenstärke im Verhältnis zur Klingenhöhe sind jedoch ein Kompromiss . Neben dem Zerlegen von Kartons und dem Durchtrennen verschiedener Seile und Schnüre , das alles gut gemeistert wurde , versuchte ich die Kücheneigenschaften auszuloten . Denn meiner Meinung nach ist dieses Messer 'AußerHaus' nach dem Wandern,Klettern,Raften etc. genau richtig für die Aufgaben tagsüber , am Zelt und Lagerfeuer , da es leicht ist und in Taschen und Hosen kaum aufträgt ! Dazu habe ich ein paar Fotos gemacht - saubere Schnitte , bei der Salami ist eine gefühlvolle Handhabung gefragt ! Tomaten ( ohne Foto ) wurden ebenso gut geschnitten und nicht zerquetscht !
Die Schneide verlor im Laufe des Tests nur minimal an Schärfe : leichte Züge mit den 1200/1600er Keramiksteinen des WickedEdge brachten die Ausgangsschärfe wieder hervor !

Mein Fazit : ein edler Begleiter in einem klasse gefertigten Kleid , das weder in der Hosentasche , noch am Gürtel oder in Rucksack und Tasche störend transportiert werden kann , mit einem hervorragendem (Damast-)Stahl und guten Schneideigenschaften ! Das sind Zutaten , die diesen User zu einem klasse AllRound-Messer machen!

Was mir nicht gefällt : es gehört nicht mir ;)

Besten Dank an j-o-e für die Möglichkeit der PA-Teilnahme !


Liebe Grüße und noch viel Spaß mit dem Messer

Franky
 

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jato

Mitglied
Erstmal möchte ich mich dafür bedanken das ich an dem Passaround teilnehmen durfte.

Das Messer hat eine recht angenehme Größe und Gewicht, auch das äussere ist gut gestaltet und macht einen Eindruck den man als Sozialverträglich bezeichen könnte was heutzutage auch etwas nicht ganz unwichtiges ist.
Das und die wirklich guten Schneideigenschaften machen das Messer zu einem guten Alltagsbegleiter den ich gerne mein eigen nennen würde.

Die Klingengeometrie ist recht gut gewählt, man kann damit dünne Radieschenscheiben hobeln was allerdings schon etwas Feingefühl erfordert, oder mal im Wald nen Eichenpflock anspitzen (siehe Bilder)

Beim Schnitzen wird das Filework am Klingenrücken vom optischen schmankerl zum praktischen helfer indem es die Griffigkeit wie eine Daumenrampe verbessert.

Zur Schnitthaltigkeit kann ich nur sagen, als mich das Messer wieder verlassen hat konnte ich mir damit ímmernoch problemlos den unterarm rasieren, weshalb ich es auch gar nicht erst geschärft habe. Zum abschied gabs nur ein paar tropfen öl.

Einen kleinen Kritikpunkt hätte ich allerdings an der Scheide, die Gürteldurchführung könnte einen kleinen Tick breiter sein, für die meisten Gürtel ist sie vollkommen ausreichend, aber bei einem Gürtel der 40mm Breit ist wird es da etwas schwierig. Ansonsten ist die Lederhose aber sehr schick und hält das Messer auch gut und sicher fest.

Dem weiteren Tester wünsche ich noch viel Spaß
 

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cugar

Super Moderator
Hallo,

ich hatte auch Gelegenheit das Ganzstahl Messer von j-o-e zu benutzen.

Das Grundkonzept finde ich stimmig, für mich würden allerdings auch 3mm Klingendicke reichen.
Lediglich das Griffende könnte etwas "runder" sein.

Ich habe mit dem Messer einige Kartons zerkleinert ohne das die Schärfe nennenswert nachgelassen hätte.


Die flache Scheide in der das Messer komplett verschwindet ist gut gemacht, und hält das Messer sicher und gut geschützt.
Dank dem Bändsel ist das herausziehen auch kein Problem.


Nicht ganz stimmig finde ich den Damast, bei einem so schlichten Messer würde ich mir einen Monostahl wünschen, oder eben den Damast ungeätzt.

Danke für den PA.

Alex