Oxidationsstellen auf meinem Böker Leodamast III

Bjarne

Mitglied
Hallo,

mein Leo III hat ein paar unschöne Oxidationsstellen.
Ich habe sie bis jetzt nicht wegbekommen.

Böker hat mir Hilfe angeboten, rechnet aber mit minimum 70€ Kosten.

Hat jemand einen Tip wie ich die Damastklinge wieder hinbekomme?
Die Funktionsfähigkeit ist nicht eingeschränkt, es geht nur ums Aussehen.

Gruss Bjarne
 

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rude69

Mitglied
du könntest mal balistol probieren, einfach einmassieren (blödes wort in dem zusammenhang) das könnte helfen immer mit einem feinen tuch, oder auch mal ein bisschen wirken lassen.
 

Taphozous

Mitglied
Hallo,

ein "Rostradierer" oder auch die blaue Seite
eines Radiergummis könnte helfen. (Klinge vorher einen Tag in Oel einweichen)
Sehr hilfreich für kleine partielle Nacharbeiten ist auch ein Glasfaserradierer. (siehe Wikepedia)
Gruss Taphozous.
 
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smallmagnum

Mitglied
Rostradierer, Radiergummi und Glasfaserstift haben einen riesen Nachteil.
Wenn man damit nur die betroffenen Stellen überarbeitet, sieht man das nachher. Diese Stellen sind blankpoliert, der Rest der Klinge nicht - es sieht aus wie ein Fleckerlteppich.
Um ein gleichmäßiges Finish zu erreichen, muß auch die komplette Klinge gleichmäßig bearbeitet werden.
Wäre es mein Messer, würde ich zuerst versuchen, mit Öl und Tuch die Klinge komplett zu reinigen. Zuerst Brunox Lubrifood, dann WD40.
Bei Nichterfolg über Nacht in WD40 einlegen und nochmal versuchen.
Wirds immer noch nicht besser, mit Gundelputz und einem weichen Tuch, die komplette Klinge polieren.
Bleibt das alles ohne sichtbaren Erfolg, was ich aber nicht glaube, würde ich von Schleifmassnahmen absehen und das Messer zu Böker schicken. Der Puffer kostet über 400 Euro, da wäre mir eine fachmännische Überarbeitung für 70 Euro lieber als ein verpfuschtes Nobel-Messer.
 
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Tamer

Mitglied
Hallo Bjarne

Mach Dich nicht verrückt das ist halb so schlimm.

Es gibt 3 möglichkeiten die Rostflecken weg zu kriegen,habe selbst mehrere Kohlenstoff Damast Messer.

Das 1. ist mit Elsterglanz und Baumwolltuch abreiben.

2.mit Ako Pads etwas anfeuchten und abreiben,der vorteil mit Ako Pads ist die Oberfläche vom Stahl Unempfindlicher gegen Rost.

3.Flüssig Handwaschmittel d..h. keine Flüssigseife,was in Kfz.Werkstätten benutzt wird mit wenig Wasser mit der Hand bzw. mit den Fingern abreiben und abspülen.

Du brauchst keine Angst zu haben das Du dein teures Messer Ruinierst.

Laß Dich nicht verrückt machen.


Hoffe konnte Dir helfen,sinnvoller ist Natürlich das Messer anschließend einölen z.B. WD 40


Gruß Tamer
 
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smallmagnum

Mitglied
Ich hab auch nicht vor Elsterglanz (oder allgemein Metallpolitur) gewarnt, ich habe diese Methode sogar empfohlen. Gewarnt habe ich vor stellenweisen Rumradieren mit Glasfaserstift & Co.
Denn hier entsteht unweigerlich ein fleckig wirkendes Finish.

Ako-Pads sind mit Reinigungs- und Pflegemittel durchwirkte Stahlwolle-Pads. Arbeitet man mit zu viel Druck, entstehen Mikroschlieren. In wie weit diese auf einer Damastklinge auffallen ist fraglich. Mit wenig Druck ausgeübt, halte ich diese Vorgehensweise für durchaus sinnvoll. Vorausgesetzt, man bearbeitet die ganze Klinge gleichmäßig.

Die Reinigung mit Waschemulsion oder Waschpaste ist auch eine gute Idee.

Wichtig ist aber immer, nicht nur die betroffenen, rostigen Stellen zu bearbeiten, sondern die komplette Klinge.
Zudem bevorzuge ich die Vorgehensweise von "schonend zu aggressiv". Zuerst Öl, dann Metallpolitur, dann Ako-Pads.
 
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Bei "leichten" Rostflecken habe ich gute Erfahrung mit Zahnpasta gemacht.

Dies kann man als wenig aggressive Politur verwenden.

Weniger martialisch als Stahlfix etc.

Danach wieder schön Ölen und gut.
 

samunoske

Mitglied
Japaner polieren ihre Messer folgendermaßen auf:

Sie nehmen das Reststück von einem Rettich (ne halbe kleine Kartoffel geht auch, hauptsache man hat genug zum Anfassen) und legen ihr Messer flach auf ein Schneidbrett.

Dann einen Spritzer Scheuermilch (oder Elsterglanz oder Flitz oder, oder, oder) auf die Klinge, Griff mit der linken Hand festhalten und mit dem Gemüserest in der rechten Hand über die Klinge scheuern.

Den Klingenrücken evtl. ein wenig anheben, damit die Schneide auf dem Brett liegt und das Gemüsestück nicht kürzer wird.

Funktioniert einwandfrei, Flecken und Rostansätze sind verschwunden...
 
Ich habe ein No-Name-Damast, welches stark angerostet auf einem Campingplatz gefunden wurde, mit milder Autopolitur ( Sonax Neuwagenpolitur ) wieder passabel hinbekommen.
Neuwagenpolitur enthält keine oder nur geringe Schleifpartikelanteile und das Wachs schützt vor weiterer Korrosion.
 

AK1

Mitglied
Sidol Scheuermilch in ein Baumwolltuch und los geht die Poliererei
oder Flitz, Zahnpasta, Kochfeldreiniger, Rostumwandler.
Warum polierst du es nicht einfach mit grober Polierpaste mit wenig druck?


Lg AK1:super:
 

Hattie

Mitglied
also wenn flitz nicht d. fleck wegkriegt, dann mit feinste (mindestens 00) stahlwolle nass probieren - aber ueber die ganze seite und leicht reiben.

evtl klinge (nach entfetten ,mit bremsreiniger oder heisses wasser und seife) nachaetzen mit eisen chlorid - Ferric chloride (in der apotheke auch erhaeltlich). przess stoppen mit sodium carbonite (washing soda) oder kraftiges spuehlen mit heisses wasser und seife/spuehli.