"Öffentliches Ärgernis"

Grizzly

Mitglied
Hallo Leute

Ich wollte mal meinem Ärger Luft machen und das Thema Bajonette zur Sprache bringen.

Die Schweizer Armee hat Ihren Soldaten wohl ein exzellentes Sturmgewehr zur Verfügung gestellt, das mitgelieferte Bajonett ist aber IMHO eine Frechheit: Vom Stil her ganz ähnlich wie das KCB oder ACK, nur ohne Drahtschneider. Dafür hat es aber eine stumpfe Spitze, Chisel Grind Schliff und eine mattierte, viel zu hoch gehärtete Klinge (bricht schnell ab).
Das Ding wird zwar sehr scharf angeliefert, das ist aber der einzige Trost. Hergestellt werden die Bajonette von unseren "Nationalschmieden" Victorinox, bzw. Wenger, da hätte man mehr erwarten können.
FAZIT: Wieder ein Beweis, das manch ein Beamter bei den Beschaffungsstellen keine Ahnung von der Materie hat.

PS: Das Vorgänger-Bajonett zum Sturmgewehr 57 war meiner Meinung nach super verarbeitet für ein Massenprodukt, nur halt leider hochglanzpoliert und stumpf (würde im Kriegsfall geschliffen...!)

Wie steht es den beim Bundesheer? Was haltet Ihr vom ACK und ähnlichem?

Gruss

Grizzly
 

HankEr

Super Moderator
Zu der Zeit als ich bei dem Verein (Bundeswehr) war, die Zeit als die DDR die Hosen voll bekam und kapituliert hat :cool: und die Zeit zu der es noch richtige Sturmgewehre in einem richtigen Kaliber gab, habe ich nie ein Bajonett zu Gesicht bekommen, nur so ein ähnliches Teil (ich glaube aber ohne Korkenzieher und ohne Bundesadler) haben wir bekommen, was ich auch sinnvoller als irgendein Bajonett fand und finde.
 
Bajonette

Zu guten alten G3-Zeiten habe ich auch nie ein Bajonett zu Gesicht bekommen, geschweige den eine Dienstvorschrift hierzu. Späterhin, noch vor dem Mauerfall, habe ich einem Russen gegen eine Flasche Wodka ein AK 47-Bajonett abgehandelt, das ich seitdem im Auto mitführe. Ich finde es ordentlich verarbeitet, Werkzeugstahl auch o.k., Drahtschneider vorhanden. Sauber geschliffen, erfüllt es seinen allround-Zweck, vom Semmelnschneiden beim Familienausflug bis zum Aufbrechen eines 90kg-Keilers (Nicker vergessen!). Allerdings, wenn ich mir das Ding so anschaue, bin ich doch froh, daß die Zeiten vorbei sind, die zu so einer Qualitätsarbeit Anlaß gaben. Da ist mir der freie Markt mit offenem Qualitätswettbewerb wesentlich lieber!

Viele Grüße,
razoredge
 

Saschaman

Mitglied
Hallo Grizzly,
mit praktischen Erfahrungen kann ich leider nicht aufwarten, da ich als Berliner nicht bei Deutschlands größtem Trachtenverein war.

Aber ein ACK habe ich trotzdem.

Das Thema Bajonett hat sich meines Erachtens erledigt.
Kriege werden heute mit Bomben und Raketen geführt, Bajonettfechten ist da nicht mehr eingeplant. Das ist wahr scheinlich auch der Grund warum bei der Bundeswehr keine Bajonette mehr ausgegeben werden.

Ein gutes Feldmesser, welches auch im Nahkampf verwendet werden kann, halte ich für sinnvoller.

Zurück zum ACK.
Die Verarbeitung ist prima, der Griff ist toll.

Störend finde ich den einfachen Klingenstahl und die Beschichtung wird wohl im Dauergebrauch nicht lage halten.
Leider ist das Messer TOTAL STUMPF, für den Gebrauch doch etwas ungeeignet, da man ja mit einem Messer in erster Hinsicht schneiden möchte.
Wenn ich mal in die Situation kommen würde mein Vaterland zu verteidigen,hätte ich in meiner Sammlung geeignetere Messer.

Mein Tip:
Das Glock ist für den Feldeinsatz besser zu gebrauchen und erheblich günstiger (und schon ab Werk sauscharf).


Alex