Neues Messersortiment mit dem besten aller Messer starten

pebe

Premium Mitglied
Ich habe mir jetzt den Eingangspost nochmal in Ruhe durchgelesen..

Hm, mit dem besten Messer starten. Ich bin durchaus ein Fan von Kai Shun, habe ich auch reichlich, aber wenn wenig Schleifkünste vorhanden sind, wird vermutlich das Potential nicht ausgereizt.

Wenn die Herder K-Serie nicht gefällt, gibt‘s auch Schanzmesser wetzbar - kann man sich bei Bestellung einen japanischen Griff dran machen lassen.

Die Damastoptik an den Kais ist eher blass und die polierten Klingen bleiben faktisch nicht lange unverkratzt. Nachpolieren der Kratzer wegen lässt die Struktur fast ganz verschwinden. Kein Vergleich zu einem Volldamast.

grüsse, pebe


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losinka

Mitglied
@knifeaddict: es gibt mehrere Werksvideos, ich weiss (gesehen).
Ich weiss nichts ueber die anderen Serien aber die Ypsilon ist super geil und wird in Japan gemacht. Die Takehisa Serie ist noch besser und teurer. Ich habe leider keine Begruendung von @pebe gehoert, warum er so veraechtlich von diesen Messern sprach... vielleicht kommt es noch spaeter ;)
 

pebe

Premium Mitglied
@losinka

Bei Messern ist es nicht wie beim Quartettspiel, bei dem der höhere Wert automatisch gewinnt.

Mit echtem Damast hat ein laminierter Stahl eigentlich herzlich wenig zu tun. Die weiche, aufgewalzte Flanke soll die Bruchgefahr einer harten Klingen mindern. Ein einfacher Damast hat da gegenüber einem Monostahl keinen Vorteil, ausser der Optik. Ein Qualitätsmerkmal ist es jedenfalls nicht.

Andersrum, die hochgehärtete Klinge, in Monostahl mit differenzieller Härtung, wäre teuerer und wertiger.

Ich persönlich hege bei Massenhersteller, die eine Vielzahl vermeintlicher Hochleistungsstähle verwenden, erhebliche Zweifel, ob die Stahlbehandlung und die Klingengeometrie den potentiellen Vorteilen entsprechen.

Zur Erinnerung. Ich habe seit 17 Jahre Kai Shun Classic, aktuell immer noch 9 Stück. Das sind ordentliche Messer aus einer Massenproduktion, die ich selbst als Einsteigermesser empfehle, wenn jemand unbedingt den Damastlook und rostfrei sucht.

Damastoptik wird offenbar kundenseitig verstärkt gewünscht; viele renommierte Hersteller beugen sich diesem Ansinnen und bringen ebensolche Kombinationen. Man mag dies schön finden - besser werden die Messer dadurch nicht - im Zweifel nur teurer.

grüsse, pebe
 
Zuletzt bearbeitet:

losinka

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Zuerst moechte ich dich fuer die Erklaerung bedanken.

Die weiche, aufgewalzte Flanke soll die Bruchgefahr einer harten Klingen mindern.
Ja. Ist das schlecht oder wird das Ziel daducrh nicht erreicht?

Ein einfacher Damast hat da gegenüber einem Monostahl keinen Vorteil, ausser der Optik.
Es ist immer schoen, etwas Neues zu lernen. Danke. Wenn aber ein Messer unterm Strich schoener aussieht, dann ist es schon schoener und es wird ein Kompromiss beim Preis gesucht.

Ich persönlich hege bei Massenhersteller, die eine Vielzahl vermeintlicher Hochleistungsstähle verwenden, erhebliche Zweifel, ob die Stahlbehandlung und die Klingengeometrie den potentiellen Vorteilen entsprechen.
Ich verstehe, bei mir ist genauso zu:
Andersrum, die hochgehärtete Klinge, in Monostahl mit differentialer Härtung, wäre teuerer und wertiger.
weil man die "differentialer Härtung" nicht zwangweise prüfen kann. Es ist eine Frage des Glaubens.

Damastoptik wird offenbar kundenseitig verstärkt gewünscht; viele renommierte Hersteller beugen sich diesem Ansinnen und bringen ebensolche Kombinationen. Man mag dies schön finden - besser werden die Messer dadurch nicht - im Zweifel nur teurer.
Richtig. Und auch - schoener. Ich moechte daran erinnern, dass es sich um ein Geschenk handelt. Ein Geschenk fuer eine Frau.

Bei Messern ist es nicht wie beim Quartettspiel, bei dem der höhere Wert automatisch gewinnt.
Ein sehr tiefgruendiger und weiser Gedanke ;)
 

pebe

Premium Mitglied
Laut Überschrift geht es um das beste Messer und nicht um das vermeintlich schönste Messer.

Und genau da, sehe ich weder ein Kai noch ein Yaxell ganz vorne in einer Empfehlung.

Aber gut @losinka , soll ja ein Geschenk und dann noch für eine Frau sein - schreibst Du; vielleicht spielt sie auch gerne Quartett. 😉

grüsse, pebe
 

pebe

Premium Mitglied
Eben.

Die einen beraten dann, wie man es in den Zeitschriften beim Frisör über die schärfsten und besten Messer der Welt lesen kann - die anderen erklären, worauf es beim Messerkauf tatsächlich ankommt.

grüsse, pebe
 

Ernst Voller

Premium Mitglied
Fällt mir nur grad irgendwie auf: hier wird eigentlich nur mit dem Schenkenden gesprochen.
Hat jemand die Beschenkte gefragt, was sie denn ansprechender fände?
Fakt ist, Damast(-Optik) treibt den Preis in die Höhe, ohne (nennenswert) die Funktionalität zu verbessern.
Soll heißen: Information verändert bisweilen auch den Geschmack.
 

fancyman001

Mitglied
Vielen Dank an alle für die zahlreichen, hilfreichen Antworten!!

Ich füge hier nochmal hinzu, dass ich mit dem "besten" in der Überschrift natürlich Qualität+Optik meine. Scharf sein und dabei scharf aussehen ist hier das Motto ;)
 

tiffel

Mitglied
Da müsstest du erstmal definieren was für dich gute Qualität und gute Optik ist. Dass "gute Optik" eine Sache des persönlichen ästhetischen Empfindens ist, sagte ich schon. Ich würde dahingehend gar nicht beraten. Und wenn andere das machen sollen, musst du ihnen Kriterien an die Hand geben in welche Richtung sie suchen sollen. Auch "Qualität" ist kein abstrakter Maßstab, der quasi im luftleeren Raum existiert, quasi ein ewig gültiges vom Allerhöchsten in die Welt gesetzter Maßstab. Die Suchmaschine bringt z.B. folgende Ergebnisse: "das produktbezogene Qualitätsverständnis: Wird die produktbezogene Sichtweise bei der Qualitätsbetrachtung zugrunde gelegt, ergibt sich die Qualität eines Produktes aus der Erfüllung von allgemein festgelegten Anforderungen." oder: "Wie definiert sich Qualität? ein Ausdruck für die Fähigkeit eines Produkts, die von ihm erwarteten Funktionen zu erfüllen. "

Das heißt du müsstest erstmal bestimmen, welche Anforderungen du überhaupt hast, welche Funktionen du erwartest. Dass ein Messer "Scharf sein" soll reicht nicht aus. Erstens ist die Schärfe ein Pflegezustand und zweitens ist das ungefähr so konkret, wie von einem Auto zu erwarten, dass es fährt. Wenn du aber gar nicht weißt worauf du Wert legst, bringt dir auch ein 400€ Messer nichts.
 

aemkei77

Mitglied
Das beste Messer ist das, das man (Frau) am liebsten nimmt.
Meine Frau nimmt am liebsten mein Kai Shun Santoku. Das ist für sie das beste. Fürs Grobe ein günstiges Santoku, das wir mal in Kanada gekauft haben. Sonst verwendet die noch ein Officemesser und die Brotsäge. meine anderen Messer interessieren sie wenig

Bei meiner Frau wärs ganz klar ein Santoku, ca. 18 cm, mit Damastoptik.
Schenken soll man, was dem beschenkten gefällt und nicht sich selbst.

und deutlich über 100€ sind die Unterschiede sowieso nur für freaks relevant
 

pebe

Premium Mitglied
Yup. Nur - das ideale Klapprad für den Campingurlaub ist halt nicht Hauptthema im Rennradforum.

grüsse, pebe