Neues M[esser]M[agazin]

darley

Mitglied
ich hab mein mm bereits gestern bekommen ;-))

einige sehr interessante sachen drin.

der "gummigriffmessertest" ist nicht schlecht, ich finde nur diese biegen-und-brechen-versuche nicht immer soooo wahnsinnig praxis-irrelevant.
erstaunlich, das die messer aus solingen nicht auf dem treppchen landeten.
früher hatte man schon manchmal den eindruck, das bei ähnlichen vergleichen die anzeigenpräsenz deutscher "markenartikler" doch ein wenig in die beurteilung einfließen würde!

der scheidenbauartikel ringt einem schon den ein oder anderen schmunzler ab, aber im großen und ganzen kommt man als anfanger schon damit hin.
was dort nicht so doll ist, wird man schnell merken: z.b. das "ausschärfen" auf einer steinplatte ;-))

sehr optimistisch fand ich folgende liste :

benötigte werkzeuge
1 kneip oder kurzes messer
1 falzbein oder vergleichbares werkzeug
2 nähnadeln mit runder spitze

is doch schön, dass man mit so wenig kram eine lederscheide bauen kann, gell?

aber trotz der häme sehe ich einen trend zu etwas kompetenteren einzelberichten und test.

ist ja auch kein wunder, schließlich fließt zunehmend messerforumianische fachkompetenz in das blatt ein ;-)))

bernd
 
Ja Aber Hallo,
Ich habs heute wie die meisten erst bekommen.
Natürlich die interressantesten Artikel gelesen, toll, das einzige was mich an dem Grifftest stört ist die Öl Sache,1. finde ich das etw. extrem, macht aber nix. 2. war doch klar das das cutco dabei gewinnt, mit den Fingermulden:staun:, dafür ist es meiner Meinug nach nicht so Praxistauglich wie das Marttiini oder das Gerber, welche man in sehr vielen Griff/Handkombinationen halten kann, schon mal probiert mit so einem Messer mit so vielen Fingermulden von unten nach oben zu schneiden? Ich stell mir das nicht angenehm vor, oder?
Apropos, find ich die Scheide zum Testsieger ein Witz, das beste Messer ist doch nur halbsogut ohne richtige scheide.
zum Scheidenbau, ich habs nur kurz überflogen, aber das hat mich schon ein bisschen stutzig gemacht, da fehlt ein bisschen was oder:argw: ?
Aber wie dem auch sei, tolles heft, freu mich schon seit den letzten 2 Mlnaten darauf, lechz!!!:super:

Gruß Christoph

Ach so, die Fall/biege-tests, mei, müssen nicht sein, stören aber nicht. schon mal geschafft bei so nem 4-5mm Trumm in der wildnis was Abzubrechen??? würde mich interressieren.:)
 

luftauge

Mitglied
Anscheinend hat das Nörgeln und konstruktives Kritisieren jetzt doch Früchte getragen, zumindest, was die Tests betrifft - hoffentlich bleibts auch so !

Sind vielleicht wirklich nur Feinheiten, aber jetzt sind auch Prüfkräfte angegeben, was man bisher nicht gemacht hat - welche Aussagekraft das für den Alltagsgebrauch hat, weis nicht, aber es ist jetzt enthalten.

Herberts Artikel ist wirklich Klasse !
Machst Du das jetzt öfters ? - wäre wünschenswert, auch wenn Du nicht in jedem MM einen Bericht aus/zu Deinem Fachgebiet beisteuerst, hauptsache es werden Experten für bestimmte Dinge mit einbezogen.
Möglicherweise legen andere Fachleute jetzt noch vorhandene Vorbehalte ab, in einer Messerzeitschrift Fachartikel zu verfassen.

Naja, das mit den Bau- und Arbeitsanleitungen (Klappmesser und jetzt Lederscheide) lernen sie auch noch.

Gruß Andreas
 

kababear

Mitglied
naja die biegetests wären lustiger, wenn sie nicht 5mm klingenstärke mit 2,xmm vergleichen würden
sachen wie "allerdings war bei 400N und 30° schluss" sind imo blödsinn.. 400N entsprechen mehr als 40kilogramm gewicht. wer so blöd ist, dass er die alarmglöckchen überhört -die irgendwo in der gegend von 10-15kilo zu schellen beginnen sollten- ist selber schuld!
 

luftauge

Mitglied

...
sachen wie "allerdings war bei 400N und 30° schluss" sind imo blödsinn.. 400N entsprechen mehr als 40kilogramm gewicht.

Vielleicht auch nicht,
weil jeder seine eigene Kraft oder seinen Krafteinsatz besser abschätzen kann,
so kann anhand solcher Werte auch jeder abschätzen, ab wann er/sie das Messer kaputtzumachen beginnt.
...man hätte ja auch einfach schreiben können, dass diese Messer nicht zum Hebeln geeignet sind... ;)

Aber ja, letztes Mal wurden die fehlenden Prüfkräfte kritisiert, jetzt die vorhandenen :rolleyes: :irre:
Testauswahl erfolgte doch nach Klingenlänge, nicht nach -dicke :glgl:, sonst würden wohl Macheten gegen Jagdmesser antreten...

Gruß Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:

WalterH

Mitglied
@Camig: Finde ich auch!

Der Test war sehr gut. Nachvollziehbar, nicht so subjektiv wie in den letzten Ausgaben. Die Einzeldisziplinen waren sinnvoll und wurden auch sinnvoll zusammengefasst. Was ich hier allerdings ankreiden moechte ist: Warum haben sie die stumpferen Messer (insbesondere das Super Edge) nicht nachgeschaerft und so fuer gleiche Ausgangslagen gesorgt. Dann am Ende Abzuege fuer die fehlende Grundschaerfe geben und gut. Waere imho repraesentativer - aber das sind Kleinigkeiten. Insgesamt war der Test gut!

Klar, mehr kann man immer machen:
- Kerbschlagzaehigkeit
- Temperaturempfindlichkeit (Sproedigkeit bei Kaelte)
- Komfort bei verschiedenen Griffhaltungen
- ...

Das naechste Mal dann ;)

Was mir auch immer wieder gefaellt sind die "historischen Artikel". In den letzten Ausgaben die Geschichte von Boeker und dem Produktionsstandort Solingen, der Entwicklung des Douk Douk usw. und dieses Mal der Beitrag ueber Federmesser. Das erweitert den Horizont ganz ungemein. Da werden mir zwar viele hier im Forum widersprechen, aber ich lese sowas immer sehr gerne!

Auch die Fachartikel (erst Roman, jetzt Herbert) werten das Heft unwahrscheinlich auf!

Fazit: Sehr gutes Heft. Das MM wird jedes Mal besser!

-Walter
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Die Sache mit dem Federmesser fand ich auch Spitze, Walter.
Und die Sache mit der Kerbschlagzähigkeit habe ich beim MM schon mal angesprochen. Mal sehen.
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Nachdem ich dad Heft jetzt auch mal studiert habe:
Der Test ist schon sehr viel informativer geworden. Die Schlüsse und Bewertungen aus dem Biegetest sind allerdings etwas Praxisfremd: wenn ein Messer, das konstruktiv mehr als "geschärftes Brecheisen" ausgelegt ist, bei 400N und 30° Biegewinkel bricht, also bei einer Belastung, welche die anderen Messer nich mal erreichen, sollte das wohl nicht negetiv bewertet werden. Obendrein sollte dazu wenigsten das Biegemoment in N/m ausgerechnet und angegeben werden, denn das ist für die tatsächliche Belastung aussagekräftiger. Auch ist die Einspannung über eine scharfe Kante nicht unbedingt glücklich gewählt. Die Biegetests der amerikanischen Schmiedeglde werden über ein Rohr durchgeführt.

Über den Bau der Scheide mußte ich auch mehrfach schmunzeln. Für mich sind Scheiden aus einem weichen Leder ein Gefahr. Einmal etwas falsch hineingesteckt, und das Messer kommt seitlich heraus. Einmal mit der Scheide irgendwo aufgestoßen, z.B. beim fallen, und das Messer sticht unten heraus. Wieso die Scheidenkante unbedingt ausgeschärt werden sollte, kann ich auch nicht nachvollziehen; das Messer ist auf jeden Fall dicker. Das Ausschärfen auf der Steinplatte macht allerdings Sinn, auf weichen Unterlagen , besonders wenn diese schon oft benutzt wurden, bekommt man keine glatte Kante hin. Das Messer leidet nicht darunter, weil die Schneide bei einem so flachen Winkel den Stein nicht mit der Schneidkante berührt.
Ohne Sandpapier geht es eben nur, wenn man auf eine so dünne Kante von ca. 2mm ausschärft, dann kann man noch glatt abschneiden. Bei dickeren Kanten sollte man schon zum Sandpapier oder dem Bandschleifer greifen.
Das Einweichen des Leder über 3 Tage ist schlichtweg Unsinn. Auch ein Spiesleder von 4mm Dicke mit ca. 1mm Rohhaut in der Mitte ist in warmem Wasser schon nach ca. 2 Stunde so weich, daß mal alles mit ihm anstellen kann. Über 3 Tage dauert es allerdings, bis es wieder trocken ist.
Blank- bzw. Fahlleder fehlen natürlich vollkommen in der Aufzählung, sind aber zum Punzieren die geeignetsten.
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von bigbore
@pitter:
unbedingt reinschauen, ein Custom Lockback :D
;)

Aeh ja, schon gesehen. Leider nicht meine Preisklasse. Das Ding als Bausatz anzubieten, find ich jetzt nicht sooo innovativ und interessant, aber das Messer ist Superklasse. Naja, ich sollte mal Lotto spielen :)

Gruesse
Pitter
 
F

filosofem

Gast
Ich find´s allerdings immer noch daneben, dass das Heft in einer Plastikhülle verschickt wird!? :argw:

Ein Umschlang aus Papier würde ebenfalls reichen!

Sonst gibt es aber nix zu meckern ;)