Mooreiche für Messergriffe

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sebucco

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Hallo,
ich habe seit einiger Zeit ca. 20 Stämme ´3000 jahre alte Mooreiche.
Ich habe die Stämme durch Zufall in einem See beim Tauchen endeckt und mit eimem Bagger und Seilen geborgen.
Nun habe ich fast alle zersägt und zum Trocknen im Keller gelagert.
Das Holz hat eine irre Maserung und ist absolut schwarz.
Wer kennt sich mit diesem Material aus, bzw hat es schon mal getrocknet und für Messergriffe oder änliches verarbeitet.
Ich habe schon alle Holzseiten im Net durchforstet und bin auch noch nicht schlauer geworden.
Danke und Gruß.
 

Nidan

Mitglied
Hmmmm, das ist so ne Radio Eriwan-Sache :)

Also ich hab auch schon Meser mir Mooreichengriffen gesehene und die schauen toll aus. Ich hab dann eben auch bei bladesandmore gefragt wie sich das Holz so eignet und zur Antwort bekommen : Es wäre schon geeignet, aber es gibt da sehr unterschiedliche Stücke. Manches Mooreichenholz arbeitet, anderes wieder fast gar nicht.
 

sebucco

Mitglied
Danke für euren Tip,
da habe ich ja eine golden Fisch an Land gezogen, Ich häte nie gedacht, daß diesen Holz so teuer ist!
Ein Schreiner hat mir heute erzählt je dunkler das Holz ist um so elter und um so edler ist es auch.
Ich hoffe nur, daß mein Holz möglichst rissfrei trocknen, dann habe ich für ca. 50000 Messer Griffe.
Gruß
 

Black Eagle

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Hallo

ich habe schonmal ein Messer mit Griff aus Mooreiche gemacht. Das Holz hat eine sehr schöne Maserung, Nachbehandlung mit hellem Schaftöl bekommt ihm auch gut.
Zum verarbeiten ging es super, hatte keine Schwierigkeiten damit.

cu,
da Odla
 

xtorsten

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ich habe es schon verarbeitet. Ein Stück von bladesandmore. Es gibt Stücke, die olivgrün-bräunlich-schwarz sind, andere fast ganz schwarz oder aber auch braünlich. Das sagt allerdings nix über die Festigkeit/Dichte des Materials aus. Problem bei Eiche generell sind die großen Gefäße. Da setzt sich schon mal Dreck und Schmodder bei "ordentlichem Gebrauch" fest, sofern sie nicht verschlossen werden. Vom Gewicht/ der Dichte gibt es erhebliche Unterschiede, das ist aber bei Eiche auch ohne Moorbehandlung üblich. Einige sind so leicht, daß ich bedenken hätte sie an ein Gebrauchsmesser zu bauen, andere sind durchaus in Ordnung. Ich glaube, die Dichte bewegt sich irgendwo zischen 0,5-0,7 (ähnlich Kirsche z.B., wobei das Holz in den Zuwachszonen der Jahresringe weicher ist!!)
Das Stück, welches ich hatte, ließ sich wunderbar schleifen und verarbeiten, hatte nachher einen olivgrün-schwarzen Farbton.
Um es mal zu resumieren: Das ist ein "Kultholz" - einzigartig, interessant, sehr schön für ausgefallene Stücke. Man kann es benutzen, ganz klar, aber es gibt deutlich wiederstandsfähigere Hölzer (meist tropisch). Wer pfleglich damit umgeht und ein Faible für solch alte Sachen mit Geschichte hat, für den ist das richtig.
Gearbeitet hat es, hielt sich aber in Grenzen bislang.
So, ich hoffe das hilft Dir bei der Einschätzung weiter.
Ach ja, das Trocknen soll angeblich sau lange dauern.

gruß,
xtorsten
 

luftauge

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Pass vor Allem beim Schnitt der Stämme auf !
Der Radialschnitt ist zwar der verschwenderischste Stammschnitt, dafür kann man die spätere Rissbildung unter Kontrolle bekommen, oder sogar vermeiden.

In Bretter schneiden auf jeden Fall, aber nicht frei nach Schnauze, sonst hast Du mehr Kaminholz, als nötig - vielleicht weis ein Holz-Restaurator einen guten Rat, ein Sägewerker bestimmt auch.
Wäre schade ums Holz.

Gruß Andreas
 

TheLem

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Sogar Böker hat einen Stienen - Damast Folder mit Mooreiche im Programm.
Soweit ich weiss für ca. 270 €.
Auf den Fotos sieht das Holz sehr passend zu dem traditionellen Damastmuster aus.
Edel, edel das Material! Glückwunsch zu diesem Fund !

:super:

Gruß The Lem
 
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Kevin Wilkins

Moderator Forum Kevin Wilkins
Ich liebe MoorEiche! Habe noch etwas vorhanden. Ich weiss nicht wie lange es austrocknen muß aber ich denke du hast ein Paar Jahre zu warten.
 

D.Frentzel

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Ich habe vor nem Jahr Nussholz mir zum trocknen zurechtgesägt.
Ein Holzschnitzer der sich ebenso dieses Holz besorgt hat. Meinte mann muss das Holz vom Kernstamm befreien, sonst dreht sich das Holz quasi um seine Mitte und fängt an zu reissen. Ich habe das Holz meisten teils in längsrichtung auf Messergriff größe und etwas größer geschnitten und bei mir oben auf den Schrank im Wohnzimmer gelagert.

Ich denke mal das jedes Holz sich ungefähr beim trocknen gleich verhällt und das mit dem trocknen das holz sich in eine bestimmte Richtung dreht ist mir auch plausibel so dass Ich denke dass du am besten das holz ebenfalls entkernen solltest damt es sich nicht dreht/reisst.


Gruß Dirk
 

berbo

Mitglied
Ich glaube nicht das es sich um 3000 Jahre alte Mooreiche handelt. Wie der Name schon sagt stammt das echte Holz aus Mooren in denen es wegen der geeigneten Umstände konserviert werden konnte. Dieses Holz liegt nicht stammweise in irgendwelchen Gewässern das man beim Tauchen entdecken kann.
Gruß, berbo
 

schoene-messer

Mitglied
Ich kann Berbo nur zustimmen. Ich glaube, dass in wohl jedem einzelnen Gewässer bei uns Baumstämme liegen, die dort vor sich hin faulen und dadurch natürlich eine entsprechend dunkle Farbe bekommen. Allerdings kann das auch seinen Reiz haben. Ich hab z. B. vor etwa 2 Jahren mal beim Richard Kapeller "stabilisierte stockige Buche" gekauft, also grün gefärbtes Buchenholz mit einem gewissen Fäulnisanteil. Hat super ausgesehen. Man sollte also durchaus mal sehen, was bei dem Holz rauskommt, wenn es getrocknet ist. Der Tip mit dem Stabilisieren ist ja vorher schon einmal erwähnt worden.

Viele Grüße

Erich
 
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