Mittel zum Anodisieren von Titan

freagle

Mitglied
Hallo Leute,

ich möchte gerne die Titanplatinen meiner Linerlocks anodisieren, ich hab mir die Beiträge hier im Forum gelesen, ich bräuchte nur noch ein paar Infos zu den Chemikalien, die sich für Anodisieren eignen.
Gelesen hab ich von 10% Amoniumsulfat-lösung, war heute mal in der Apoteke, die hatten das aber nicht im Verzeichnis, sie schauen aber noch mal nach und informieren mich.

Aber was für Chemikalien oder Elektrolyte eignen sich noch um eine taugliche leitfähige Flüssigkeit zu erhalten?

Ich würd mich über ein paar Tips freuen.

Grüße Peter
 

micknives

Mitglied
titan anod.

probiert es mal mit tri-sodium-phosphat,
welches jede gut sortierte apotheke führt. habe damit ich die
besten ergebnisse erziehlt.

micknives
 

freagle

Mitglied
Alles klar Leute,

ich hab das Amoniumsulfat doch von meiner Apoteke bekommen, das waren 500g zu 40 DM, weis nicht ob das billig oder teuer ist, aber ich habs.

Hallo Flaming Moe,

das Titan in kleineren Mengen hatte ich bisher von W.Borger, der hatte bisher immer 1,5er und 2mm Bleche. In Reiskirchen hab ich welches von S.Steigerwald bekommen und J.Schanz hat mal gesagt, dass er auch welches hat in 3mm.

Grüße
peter
 

hogado_willi

Mitglied
Titan färben

das geht auch mit 20%iger Phosphorsäure. Diese gibt es im Zubehörhandel für Mostmacher und Schnapsbrenner in der Grenznähe zu Östereich und Schweiz( 1l 80%ige ca. €30.-)
Ich habe aber das Problem der Kontaktierung: mit Krokodilklemmen kontaktierte Titanteile weisen ferritische Einschlüsse an der Oberfläche auf.
Ist die Krokodilklemme in der Säure eingetaucht, bekomme keine 30 Volt auf die Teile und auch nicht das schöne tiefe Lila-blau, laß ich die Klemme aus der Brühe , ist nur ein Teil gefärbt.
Wer weiß da einen Rat?
 

freagle

Mitglied
Hallo hogado_willi

ich hab zwar bis jetzt noch nicht viel Erfahrung im Anodisieren, wenn ich mit Krokodilklemmen gearbeitet habe, dann ist immer in dem Bereich wo die Klemme Kontakt hat keine Anodisierung vorhanden.Ich bring die Klemmen dann einfach am anderen Ende an und das Teil ist somit ganz anodisiert.

Als Elektrolyt nehme ich 15% Ammoniumsulfatlösung, destiliertes Wasser. Was ich damit festgestellt habe, wenn ich so zwei Klappmesserplatinen anodisiert habe, dann färbt sich die vorher klare leicht bläuliche Lösung, als wären Algen im Wasser und anscheinend leitet dann die Lösung nicht mehr richtig, ich bekomm dann erst wieder gute Ergebnisse wenn die Lösung etwas abgestanden ist.Die Lösung wird nach dem Abstehn (paar Tage)wieder klar am Boden der Flasche bildet sich dann immer ein Satz. Ich trenne dann den Satz von der klaren Lösung und hab wieder gute Ergebnisse damit.

Vielleicht kann uns Hesir noch ein paar Tips geben, er hat glaub ich schon größere Erfahrung im Anodisieren.

Freagle
 

hogado_willi

Mitglied
Hi freagle und Danke für die Infos.

habe vor 2 Tagen mit einem Galvanisierer zu tun gehabt und den gefragt wie das mit dem kontaktieren gehandhabt wird. Die Teile nie ganz in die Brühe, Kontaktstelle soll das Bad nicht berühren.
Grundsätzlich: die gewünschte Spannung erst im eingetauchten Zustand anlegen. Hab ich immer falsch gemacht und leuchtet mir auch ein. Wenn der ganze Saft drauf kommt wenn das Werkstück eingetaucht wird kann das Ergebnis nicht geichmäßig werden, da das Verhältnis Fläche/ Strom(Spannung )beim Eintauchen bis zur max. Eintauchtiefe sich permanent verändert.
Tschüß