Michael Moore's website??!!

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Wolfgang Dell

Mitglied
Ich wollte soeben die Website von Michael Moore besuchen....alles was mit dieser im Zusammenhang steht scheint gesperrt zu sein??!
Auch eine Suche über GOOGLE brachte kein Ergebnis, d.h. Ergebnisse schon, aber eine e-mail konnte ich nicht los werden.
Ich wollte ihm zu der von ihm gezeigten Zivilcourage gratulieren!
Aber eigentlich müsste ich da ja tausende von Mails schreiben....!

Kann jemand von Euch da näheres sagen? Wie bekomme ich meine mail nun los?

Gruß
Wolfgang
 

TacHead

Mitglied
Die wird im Moment wegen der vielen Aufrufe schwer erreichbar sein, ähnlich wie yahoo etc. nach dem WTC-Anschlag. Einfach öfter versuchen.
 

Nidan

Mitglied
Gute Idee das mit der E-Mail ! Aber weiß eventuell jemand wo man den Text seiner Oskar-Rede nachlesen kann ? Ich hab leider nur nen winzigen Ausschnitt gesehen ?
 

Cato

Mitglied
Eine peinliche Fehlentscheidung der Jury.

Aus dem IWÖ Forum:

http://www.hardylaw.net/Truth_About_Bowling.html

Die Produktion "Bowling for Columbine" von Michael Moore hat gerade einen Oscar für "Bester Dokumentarfilm" gewonnen. Unglücklicherweise ist es gar keine Dokumentation.

"Bowling" versagt bei der ersten Anforderung an eine Dokumentation: einen Bezug zur Wahrheit. In seinen früheren Werken hat Michael Moore Datum und Reihenfolge von Ereignissen aus dramaturgischen Gründen verschoben, aber zumindest haben die abgebildeten Ereignisse stattgefunden. Meistens. "Bowling" trennt auch diesen letzten Bezug zur Realität. Es erzielt seine Wirkung durch absichtliche Täuschung und Irreleitung des Betrachters. Es werden falsche Behauptungen aufgestellt. Moore lädt die Zuschauer ein, Schlüsse zu ziehen, von denen er weiß, daß sie falsch sind. Daten werden verändert und Video sorgfältig editiert, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Tatsächlich sind sogar die gezeigten Reden stark editiert, sodaß Sätze mit der Stimme des Sprechers zusammengebaut werden, die er jedoch niemals ausgesprochen hat.

Das passiert mit solcher Häufigkeit und Schwere, daß unabsichtliche Fehler ausgeschlossen sind. Jede höfliche Beschreibung wäre unzureichend, also sage ich es unverblümt. Bowling verwendet absichtliche Täuschung als die primäre Methode der Überzeugung und des Effektes.

Ein Film, der so vorgeht mag vielleicht kommerziell erfolgreich sein. Er kann unterhaltsam sein, oder bewegend. Er ist aber keine Dokumentation. Man muß nur Regel 11 der Regeln für den Academy Award lesen: Eine Dokumentation muß auf Tatsachen beruhen, und sogar nachgestellte Szenen (geschweigen denn Editieren von Reden) müssen den Tatsachen entsprechen und nicht Fiktional sein. Die Wähler der Akademie haben sich durch eine kleine Regel nicht von der Vergabe eines Preises abhalten lassen. Die Kategorie "Dokumentarfilm", einst ein Refugium für Werke die informieren und bilden, ist nunmehr nur eine Unterkategorie von Unterhaltung.

Schwere Anschuldigungen brauchen harte Beweise. Es geht nicht darum , daß Bowling unfair oder seine Schlüßße falsch sind. Nein, der Punkt ist, daß Bowling absichtlich, schwerwiegend und konsistent irreführend ist. Der Betrachter kann sich auf keinen Aspekt verlassen, nicht einmal wenn er glaubt, ein Video eines Vorgangs oder einer Rede zu sehen. Aber Worte sind billig. Betrachten wir die Beweise.

http://www.hardylaw.net/Truth_About_Bowling.html

Kurzfassung vom Rest in Deutsch:

1) Lockheed-Martin und Atomraketen: Die Anlage in Denver produziert Trägerraketen für Satelitten; die letzen Atomraketen ähnlicher Bauart wurden vor 25 Jahren dekommissioniert

2) NRA und die Reaktion auf Columbine: Die "Rede" wurde aus mehreren Reden und mitten im Satz zusammengeschnitten. Die gesetzlich vorgeschriebene Generalversammlung war lange vorher geplant; das Rahmenprogramm wurde komplett gestrichen.

3) NRA und KKK: Der KKK wurde 1866 gegründet, 1871 die NRA. Präsident Grant, der gegen den KK massiv vorging, wurde 8. Präsident der NRA. Gruppen von Schwarzen wurden als NRA Zweigvereine geführt, um ihnen den Zugang zu Waffen (für die SV gegen KKK) zu beschaffen. Charlton Heston hat mit Martin Luther King zusammengearbeitet, als Hollywood farbige Schauspieler diskriminierte.

4) Schulmord in Michigan: Der Täter war schon wegen Übergriffen (Stichverletzungen andere Schüler mit Bleistift und Messer) ausgeschlossen worden. Die Tatwaffe hatte er im Haushalt seines Drogendealenden Onkels gefunden, wo sie als Zahlung für Drogen hinterlegt war.

5) Die Taliban: Afghanistan hatte humanitäre Hilfe wegen einer Hungersnot erhalten.

6) Vergleich mit Kanada: Mordraten in US-Bundesstaaten mit vergleichbarer Bevölkerungsdichte sind ebenfalls vergleichbar.

7) Der Munitionskauf in Kanada ist entweder inszeniert oder illegal. Die Inschrift unter dem Bild der B-52 besagt, daß eine MIG abgeschossen wurde.

8) Waffen (das angebliche Hauptthema): Kanada soll trotz massenweisem Waffenbesitz deshalb so freidlich sein, weil die Massenmedien nicht hysterisch auf jeden Vorfall abfahren.
 

Floppi

Mitglied
Bescheidene Frage Cato: Was hat das mit der Webseite oder einem Hinweis auf die Webseite von Michael Moore zu tun? :confused: (Ich frag ja nur...)
 

achlais

Mitglied
Das mit dem Oskar für Moore finde ich seeehr interessant.

Daß er die Verleihung "entweiht" hat, finder ich seeehr amüsant.

Beides peinlich für Bush, seeehr gut!

BTW: Bin gespannt wann er den Pulitzer Preis für "Stupid White Men" kriegt. ;)


Servus sgian achlais
 

MarkusS

Mitglied
Warum ist es hier eigentlich nicht möglich einfach eine Antwort zu kriegen ohne dass das gleich in irgendwelche kniefieseligen off-topic Grundsatzdiskussionen ausartet?

Das Thema Michael Moore hatten wir jetzt in etlichen Topics rauf und runter.
 

rebdie

Mitglied
@cato:
natürlich besteht ein Unterschied zwischen einer sozialkritischen Studie und einer Dokumentation, die den von Dir aufgezählten Kriterien entspricht. Ich bin aber der Meinung, dass keine Sozialstudie diesen Anforderungen je genügt hat oder je genügen wird. Eine historische Dokumentation oder eine Sozialstudie wird _immer_ eine bestimmte Meinung/ Botschaft des Autors transportieren.

Moore hat aus seiner Haltung und der Intention seines Filmes keinen Hehl gemacht und war damit ehrlicher als viele anderen Autoren. Er wollte eine bestimmte Meinung transportieren und hat dies in sehr guter Weise gelöst. Das zeigt die große Aufmerksamkeit, die der Film unabhängig vom Oscar erzielt hat und die Diskussionen, die er nicht nur hier im Forum ausgelöst hat (welche Meinung man selbst auch immer vertritt).

Diese "wissenschaftliche" Aufarbeitung in Deinem Posting ist daher imho Fehl am Platz. Falsche Baustelle.

Eines kann ich mir nicht verkneifen (auch wenn es unsachlich ist): würde man die Anforderungen an die Oscar-Kriterien (ich wußte gar nicht, dass so was existiert) so genau nehmen, müsste man einige prämierten Filme der letzten Jahre unter einer Rubrik "Propaganda" neu einordnen. Wenn schon, sollte man nach beiden Seiten die Elle anlegen.
Just my two cent.

rebdie

EDIT: @ MarkusS: hätte ich Dein Posting früher gelesen (war gerade am Schreiben) hätte ich geschwiegen - Du hast Recht.
Damit meine Arbeit nicht völlig vergebens war, lösche ich mal nicht
 
Zuletzt bearbeitet:

TimM.

Mitglied
rebdie,
wenn Zitate zusammengeschnippelt werden, bis sie irgendwie passen (wie er es mit Hestons Aussagen gemacht hat, ist das durchaus kritikwürdig, da mag die Absicht dieses Films noch so offen voreingenommen sein: sowas ist nicht in Ordnung.

Und außerdem zielt Catos Link auch hauptsächlich darauf ab, aufzuzeigen, dass "Bowling for Columbine" gar keine Dokumentation ist und daher den Oscar für die beste Dokumentation eigentlich gar nicht hätte bekommen können.
 

TimM.

Mitglied
Warum? Ganz einfach: weil Hollywood zum Großteil aus realitätsfremden political correctness-Freaks mit einem Faible für sozialistisch angelehnte Politik besteht. Siehe auch den Link, den ich oben gepostet habe.
 
Oscar-Rede

Die Oscar-Rede von Michael Moore war zwar kurz, aber deftig. War in etwa so wie ein paar Auszüge aus seinem Brief an G.W.Bush, der auch auf seiner homepage veröffentlicht ist.
Wenn ihr ihm was sagen wollt, aber nicht durchkommt zu seiner hp, dann hier die email-adresse:
mike@michaelmoore.com (ich hoffe, er hat nichts dagegen, dass ich die einfach mal hier hinschreibe)
 

rebdie

Mitglied
@ TimM.
ehrlich gesagt: jeder Sozialwissenschaftler oder historische Wissenschafter kürzt Reden wie er mag. Das gekonnte Zitieren gehört in diesen Sparten zum Handwerk. Wenn Catos Darstellung/ link stimmt (ich möchte nicht alles nachprüfen; die Suchroutine läuft heiß und das Interesse läßt nach), wählte der Film falsche Mittel - Verfälschungen sind unverzeihlich. Das gebe ich zu.

In den Nachrichten war eben ein clip, in dem gezeigt wurde, dass Moore bei der Oscar-Verleihung durch das Orchester gehindert werden sollte, sein statement zu beenden. Warum machen wir uns noch die Mühe, über Inhalte und Oscar-Kriterien zu diskutieren, wenn man in den USA die Diskussion lieber unterdrücken möchte ? Anders (ok: polemisch) gesagt: es ist bezeichnend, wie die Gegner Moore´s reagieren.

Dieses Thema ist, wie bereits gepostet weitgehend ausdiskutiert. Vorschlag: gib Deine Sicht der Dinge zu meinen Post hinzu und lass uns wieder über Messer sprechen. Für mich ist hier in diesem thread Schluß.

Nichts für ungut

rebdie
 
Zuletzt bearbeitet:
T

Thomas Spohr

Gast
Egal wie man die Publikationen des Herrn Moore bewerten mag:

„Shame on you, Mr. Bush“

findet meine Zustimmung!


Signatur2.gif
 

TimM.

Mitglied
Ich hab gerade was Interessantes gefunden. Im Prinzip könnte dieser Link, der ein Transkript einer US-Talkshow zeigt, bei der Moore zu Gast war, die gesamte Diskussion überflüssig machen.
Denn in diesem Interview antwortet Moore auf die Frage, was er zum Vorwurf der Unstimmigkeiten in "Stupid White Man" zu sagen hat: "How can there be inaccuracy in comedy?"
Demnach kann man dieses Machwerk also gar nicht ernst nehmen.
 
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