Messer schärfen ?

Calimero

Mitglied
Hallo zusammen,

habe mal eine etwas peinliche Frage. Wie kann ich mein Messer, CRKT Crawford Kasper, vernünftig abziehen ?

Eins habe ich bereits (Spitze) ruiniert. Bisher habe ich das einmal am Tag an 'nem Wetzstahl (5-6 mal pro Seite) abgezogen und alle 14 Tage im 30 Grad-Winkel geschliffen.

Meine Frage ist, was ist von diesen Geräten zu halten, wo man das Messer nur durchziehen muss ?

Sind die so ideotensicher (also auch für mich geeignet), wie sie aussehen ?

Danke im voraus

CUall
Calimero
 

beagleboy

Premium Mitglied
guggemohl doh...

Schau mal in der Rubrik "Schärfen", da ist ganz oben ein sehr hilfreicher Link "Basiswissen". Sollte man sich ruhig mal zu Gemüte führen, ist sehr aufschlußreich. :ahaa:
 

Calimero

Mitglied
@BEAGLEBOY

Hi Beagleboy,

nach Hinweis gefunden.
Vielleicht sollte ich mir doch mal 'ne Brille zulegen.

Vielen Dank

CU
Calimero
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Calimero!

Für welche Anwendungen setzt Du denn Dein Messer ein? Womit hast Du bisher Dein Messer geschliffen?

Die Dinger wo man das Messer bloß durchzieht sind im allgemeinen nicht zu empfehlen. Die Versauen meist mehr als die Schärfen. Gut für den Anfänger sind der Spyderco Sharpmaker, der eine gute Schärfe einfach halten (aber nicht unbedingt von null an aufarbeiten will) kann und das Lanskyset mit der Klammer und den 3 bis 5 Steinen, das auch für größere Projekte einzusetzen ist, aber wiederum ein wenig fummeliger ist.

Ansonsten am besten mit Banksteinen üben, üben und nochmals üben, das macht viel Spaß beruhigt die Nerven (wenn man es endlich kann ;) ) und bringt auch den Vorteil, dass man auch leicht Werkzeuge mit den Steinen schärfen kann.

Einen Abziehriemen aus Leder solltest Du Dir allerdings auf jeden Fall besorgen, sowas ist immer hilfreich und gut um den Grat zu entfernen. Das bringt wirklich nochmal einen Schärfesprung nach dem Schleifen.

Viele Grüße und einen scharfen Kaspar wünscht Dir der Leo.
 

WalterH

Mitglied
Original geschrieben von Leonardo75
Ansonsten am besten mit Banksteinen üben, üben und nochmals üben, das macht viel Spaß beruhigt die Nerven (wenn man es endlich kann ;) ) und bringt auch den Vorteil, dass man auch leicht Werkzeuge mit den Steinen schärfen kann.
BZZZT! Einspruch.

Ich hab das letztens spasseshalber mit einem Baumarkt-Stechbeitel versucht. Freihand. Ergebnis war katastrophal! :glgl: :glgl:

Merke: Werkzeuge nur mit Schleifhalterung. :)

-Walter
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo WalterH!

Hast schon recht, freihand Stechbeitel oder Hobelklingen zu schärfen ist nicht gerade einfach. Ich arbeite da auch lieber mit einer Halterung. Die beiden preiswerteren (um die 10 Euro) von www.dick-gmbh.de sind nicht schlecht dafür.
Mit welcher Halterung arbeitest Du?

Viele Grüße sendet Dir der Leo.
 

beagleboy

Premium Mitglied
"Klassische" Methode ?

Hallo Leo,

könntest Du mir mal erklären, was eigentlich der Nachteil der vielfach als klassische Methode bezeichneten Variante ist, nämlich das Messer bei jedem "Streich" über den Stein zu wenden und so immer wechselseitig links-rechts zu schleifen?
Wäre nett, danke im voraus.
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Messerschärfer!

@beagleboy: der Nachteil ist nur, dass der Schneidenwinkel nicht so leicht konstant gehalten werden kann, meist verzieht man bei jedem Wechsel ein wenig. Außerdem bekommst Du so kaum die Gratbildung mit, weil Du durch die vielen Wechsel eine geringere Gratbildung hervorrufst.

Ich schleife inzwischen so, dass ich das Messer wie auf meiner Homepage beschrieben bis zum gewünschten Feinheit schleife und dann kruz vor dem Lederabziehen auf dem aktuellen Stein nach jedem Strich (mit ganz wenig Druck das Messer führen) die Schliffrichtugn ändere. Dadurch reduziert sich der Grat und da ich nur ca. 3 bis 5 Striche pro Seite auf dem feinsten benutzen Stein mache, ist die Gefahr der Winkeländerung relativ gering.

@ WalterH: So eine Halterung bringt es wirklich bei den Holzwerkzeugen.

Viele Grüße sendet Euch der Leo.
 

jfive

Mitglied
@Leonardo
Hi erstmal. Ich hab mir deine Seite angesehen und muss sagen: du scheinst schon etwas arg auf dem Schleiftripp zu sein *g*. Is ja alles sehr akribisch dokumentiert auf deiner Seite. Ich bin jetzt etwas hin-und-her gerissen, denn ich weiß jetzt nicht, ob ich mir lieber so eine komische Lansky-Schleifkonstruktion zulegen soll, oder ob ich es mit den normalen Steinen probieren soll. Leider sind meine finanziellen Möglichkeiten nicht sehr groß, da ich leider schon (zu) vielen anderen kostspielige Hobbys nachgehe.
Auch weiß ich nicht, ob ich ungeschickter Mensch es schaffe, den richtigen Winkel zu treffen. Klar macht Übung den Meister aber ich kann mir gut vorstellen, dass ich das nich gebacken krieg. Also tendiere ich eigentlich schon eher zu den Lansky&Co. Produkten.
Vielleicht kannst du mir ja einen Tipp geben.
Außerdem wollte ich mal fragen, ob man die Steine evtl. auch im Bauhaus oder einem ähnlichen Baumarkt kriegt.
Viele Grüße
J5
 

ZaphodBee

Mitglied
Hi....in unsren Baumärkten hab ich sie noch net gesehn, aber schau mal nach :) ansonsten im Waffenladen (da hab ich meinen Ölstein her) oder bei Jagdmessen, oder bei Volksfesten, da hab ich hier immer blaue belgische Brocken gesehn, ob die von da was taugen weiss ich allerdings net.

ich würd mir ein altes Messer schnappen und einfach üben, mir ists auch erst vor wenigen Tagen gelungen ein Messer rasierscharf zu schleifen, aber wenn man den Dreh raus hat klappts super. Auf www.puma-knifes.de gibts auch Tips zum Abziehen.

Ich würd gern mal wissen was Ihr so für Leder nehmt, ich hab nen alten Gürtel umfunktioniert und a bissi Stahlfix draufgetropft, so hab ich eine irre glänzende und sehr scharfe Schneide hinbekommen.
:)
 

stainless7

Mitglied
Hallo,
weil das Schärfen von Holzwerkzeugen in diesem thread angesprochen wurde, möchte ich auf einen sehr interessanten Beitrag im woodworker Forum hinweisen, der sich mit diesem Thema befasst.
Für Messerschärfer durchaus interessant, u.a. Tipps zum Abrichten von Banksteinen, Grundlagen der Schneidengeometrie, Microfase und ähnliche Stichwörter.
http://www.woodworking.de/schaerfprojekt/schaerf2.html
Da dies mein erster Beitrag ist, möchte ich mich auch für die vielen Anregungen durch dieses Forum bedanken. Mittlerweile habe ich durch dieses Forum inspiriert ein altes Küchenmesser mit neuen Griffschalen versehen (und bin zufriedener Besitzer eines sharping )
Aus dem Bereich Holzbearbeitung besitze ich bereits eine Tormek, diverse Banksteine und Lederabziehstreifen (dank Leo´s Seite auch mit Chromoxydfarbe) aber zum freihändig schleifen reicht es leider noch nicht. Bei Hobelmessern war es aufgrund der relativ großen Fase leichter.
Gruss
Martin