Messer oder Tomahawk ??

bigbore

Mitglied
Ich bin nahe dran mir einen "Tomahawk" zu kaufen,
aber wozu eigentlich?

Um es auf eine ganz einfache Frage zu bringen:
Was kann ich beim sonntäglichem Waldspaziergang oder beim urbanen Überlebenskampf mit einem "Hawk" anstellen, was ich mit einem gleichschwerem / gleichlangem Messer (z.B: Khukri) nicht machen kann ???



:confused: :cool: :steirer:
 

shindendojo

Mitglied
Blasphemie!:waaah:

Die Frage "Wozu eigentlich?" darfst Du Dir als Knife-Nut:irre: (deutsch paßt nicht) doch nicht stellen.

Dafür hat man doch Ehefrauen oder Freundinnen, Mensch!:super:

Niemals sollts Du schwach werden und an dem überlebenswichtigen Nutzen einer Messer (oder Tomahawk) - Sammlung mit mindestens 200 Exemplaren zweifeln. :angry:

Aber um nicht vollends als OT-Guru verschrien zu sein, muß ich dann doch meinen Senf dazu geben:

Wenn der Tomahawk entsprechend gearbeitet ist, kannst Du ihn auch als Hammer benutzen, das ist mit einem großen Messer immer schwieriger. Also zum Einschlagen von (natürlich selbst geschnitzten) Häringen oder angespitzten Stangen, um z.B. ein Tarp abzuspannen.

Ansonsten kann ich noch für den unwahrscheinlichen Fall des Zweikampfes Nutzen sehen, den man mit einem Messer nicht hat:

Einhaken oder Einfangen der gegnerischen Waffe oder Extremitäten, Blockmöglichkeit mit dem Stiel, enorme Aufprallwucht erreicht durch Masse des Kopfes mit Zentrifugalkraft kombiniert.

Also: Kaufen! Und berichten.:hmpf:
 

zorro_43

Mitglied
Wenn du mit Tomahawk die komischen Mini-Beile mancher Messerhersteller meinst, dann bin ich auch überfragt.
Vieleicht sind sie für Jäger bei der zerstückelung der Leichen ganz nützlich.
Ich habe immer wenn ich "draussen" bin ein richtiges Beil (800g) dabei und kann mir nicht vorstellen ein Lagerfeuer oder den Zeltaufbau nur mit einem Messer genausogut hinzukriegen.

Wenn ich das bedürfnis nach einer Waffe habe, ziehe ich als Nichttrainierter das Beil klar vor.

Andreas
 

Geist

Mitglied
Ich habe immer wenn ich "draussen" bin ein richtiges Beil (800g) dabei und kann mir nicht vorstellen ein Lagerfeuer oder den Zeltaufbau nur mit einem Messer genausogut hinzukriegen.

Dann kennst du das BK&T Brute noch nicht... :D

Ciao Geist
 

Frank

Mitglied
Bigbore,
leg Dir unbedingt sowas zu!
Tomahawks können auf jeden Fall alles, was andere Beile auch können.
Werfen damit macht einen Riesenspaß (was allerdings die Lebensdauer meiner Messerwurfscheibe drastisch reduzierte).
Ich habe das "Rifleman's Hawk" von Cold Steel. Das Ding ist relativ schwer, läßt sich aber selbst mit meinen dünnen Ärmchen gut handhaben & werfen.
http://www.coldsteel.com
Man kann Lynn Thompson ja vorwerfen, was man will: "political correctness" gehört nicht zu seinen schlechten Eigenschaften. Auf der WebSite (und im Katalog) gibts einen interessanten Artikel, wie man ein (oder: einen ???) Tomahawk zur zwischenmenschlichen Kommunikation benutzen kann.
Hier noch ein Link: http://www.americantomahawk.com
Die Firma ist auch bei Bladeforums vertreten.

Viel Spaß!
Frank
 

Brunner

Mitglied
Hallo Leute!
Ich binn auch öfters für einige Tage im Gebüsch unterwegs (Canadierfahren).
Ich habe gern ein Taschenmesser und ein kräftiges "festes" Messer mit, aber ein Buschmesser oder ein Kukri kann in unseren Breiten niemals eine gute Axt ersetzen.
Das ist wie beim Auto: Du kannst nicht mit einem Formel 1 Bolieden im Gelände mit 300 Sachen fahren, es kann immer nur ein Kompromis werden oder das Gerät gehört dorthin für das es spezialisiert ist. Buschmesser sind im tropischen Busch ( siehe Expedition Robinson, Inselduell, Gestrandet... ) sicherlich besser als eine Axt. Bei uns kannst Du nur mit einer Axt glücklich werden ( zB. Gränsfors Trekkingaxt: handlich und spizen Qualität 36cm, 700g um DM 99.- bei www.globetrotter.de ). Soll keine Werbung sein, aber die ist nun mal gut.

Klaus :super:
 

Odin

Mitglied
Soweit ich weiß sind tomahawks sehr dünn am kopf, also nicht unbedingt was für harte arbeiten sondern für den kampf.
Wie schon vorher gesagt, als werkzeug würde ich mir ein Gransfors zulegen. Die haben einen recht vernünftigen handgeschmiedeten Kohlenstoffstahl und sind von sehr guter qualität.
Das ist nicht so ein Baumarkt Mist, das merkt man auch schon an der schärfe mit der sie geliefert werden!
Die Preise gehen von 80 (kleine Trekkingaxt) bis 300 und mehr, z.t. auch nachgebaute Kampfäxte (bin mir nicht richtig sicher ob die von gransfors waren) http://www.gransfors.com
Echt empfehlenswert!
 

Rage

Mitglied
Wie wär`s mit dem "Handy Mini Beil" von Fiskars?
Ist ganze 22cm lang, wiegt gerade mal 530g und kostet 49,90 DM.
Gibt`s bei www.lauche-maas.de

P.S. Ne Cordura Gürteltasche ist auch dabei
Gruß Rage
 

Schickser

Mitglied
Hallo Leute,

ich denke auch, dass das beste Messer nie ein Axt ersetzen kann. Ich habe mir im letzten Jahr ein Tomahawk bei GEBU (glaube ich) gekauft. Das sind geschmiedete Teile von 35 bis 150 DM. Laut Händler kann man mit ihnen alles machen. Da das Ding aber nicht scharf ist (bis jetzt) liegts bei mir nur im Schrank hinter Glas.

Zum arbeiten in der freien Wildbahn würde ich dir auch ein Beil von Gransförs empfehlen. Seit letztem Jahr haben die ein ich glaube "Trekking-Beil" im Programm für 120DM. Habs aber auf der Internetseite nicht gefunden. Dies Kerl von Gransförs war letztes Jahr in Frankfurt und hatte das Musterstück am Gürtel hängen. Er hat innerhalb von einer viertel Stunde bestimmt 10 Bestellungen entgegengenommen. Dieses Jahr auf einer Ausstellung in Gießen hab ich Ihn getroffen und er hat gesagt, dass er die Dinger nie auf Vorrat hat und immer hinterherhängt. Also ein Verkaufsschlager der nur zu empfehlen ist.

Bis dann
Schickser
 

HankEr

Super Moderator
Das Gränsfors Jägerbeil No.1 habe ich mir mal in einem Manufactum (nach Beil suchen) Laden angesehen und war davon extrem angetan. Leider :irre: habe ich dafür kaum eine Anwendung, da sich der mögliche Einsatzbereich doch sehr mit meinem Busse Basic #9 überschneidet. Das Beil machte einen rundherum top-soliden Eindruck und wenn ich mir mal eine Axt zulegen sollte, dann bin ich optimistisch, daß das dann eine von diesem Hersteller sein wird.
 

Geist

Mitglied
Im Messer Magazin 2/2001 auf Seite 15 ist ein Bild von einem Handgeschmiedetem Beil mit Hickory-Stiel von S.A. Wetterling... aber wie schon geschrieben, ein BK&T Brute spart einem das Beil :haemisch:

Ciao Geist
 

Leonardo75

Mitglied
Wetterling Beile und Fiskars Beile

Hallo Beilfans!

Ich habe selber das kleine Beil von Fiskars (von Rage beschrieben) und bin recht zufrieden damit. Obwohl es so klein ist hat man damit beim Holzhacken doch eine erstaunliche Wucht. Der Schwerpunkt liegt sehr weit vorne, dies liegt wohl an dem unheimlich leichten faserverstärktem Kunststoffstiel. Dem traue ich zwar nicht ganz, aber bisher hat er mich noch nicht enttäuscht. Klar Bäume fällen geht nicht so gut, aber dafür hat man ja auch richtige Fälläxte.
Wißt Ihr eigentlich, ob Fiskars bei den Äxten und Beilen einen Karbonstahlkern mit anderem Stahl ummantelt? Schaut man von oben auf den Axtkopf drauf, dann sieht man eine Mittellage, die sich vom Rest hervorhebt. Auch mit den größeren Beilen von Fiskars habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht. Sie lassen sich gut schärfen und halten die Schärfe auch was länger.
Die Fiskars Sachen sind aber eher was für Anwender, zum Anschauen sind sie nicht so dolle, aber das erwartet man ja auch nicht von ihnen.

Mal eine andere Frage, was haltet Ihr eigentlich von Äxten von Wetterling? Ich habe mir mal eine von H.B.S. besorgt und bin recht zufrieden damit. Das sind handgeschmiedete Beile, mit einer schönen Lederschutzkappe. Etwas billiger als die Gränsfors, aber der erste Eindruck, den sie machen ist ganz gut. Man findet kaum Daten über sie im Internet. Wenn mir jemand eine Adresse geben könnte, wäre ich dankbar.

Noch eine Frage zum Abschluss : Weiß einer von Euch, wo man die richtigen Fälläxte herbekommt, mit denen man große Bäume fällen kann? Die von Gränsfors gefällt mir nicht so gut, der Anschliff ist mir nicht dünn genug, damit dringt man nicht weit genug in das Holz ein. Und die entsprechenden Äxte von Ochsenkopf haben zwar meiner Meinung nach den richtigen Anschliff, aber sind nicht schwer genug zum Fällen. Also eine Axt mit breitem und dünnem Blatt und einem Kopfgewicht ab 2 kg wäre ideal.

Viel Spaß beim Holzhacken und Bäume fällen wünscht Euch der Leo.
 

Luca Brasi

Mitglied
Hallo Leo,

ich war vorgestern auf der Jagd und Hund und habe mich ausgiebig mit Fiskars-Leuten unterhalten.

Da fiel mir Deine Frage hinsichtlich der Ummantelung des Axtkopfes mit verschiedenen Stahlsorten ein.

Die Antwort war eindeutig: die Naht, die den Verdacht einer Ummantelung aufkommen ließ, stammt von der Fertigung. Genauer gesagt von der Stanzformen, die den Axtkopf in die richtige Form bringen. Bei allen Äxten wird der identische Stahl verwendet, das gilt übrigens auch für die komisch gebogene Machete, auch Pflegehepe genannt.

Ich selber habe übrigens seit einiger Zeit das kleine Spaltbeil. Es ist für den Rucksack zwar etwas schwer(1050 gr.), dafür habe ich aber eine wirklich potente Axt, die aus jedem resoluten Baum in kurzer Zeit Brennholz macht. Ich bin immmer wieder über die Schärfe und Schnitthaltigkeit überrascht. Zu Hause angekommen, ziehe ich die benutzte Schneide schnell auf einem feinen Stein ab und dann ist sie wieder paletti.

:super:

Ich habe aber auch Gränsfors Axte gesehen. Das sind wirklich traditionell hergestellte und extrem scharfe Teile.

Sie sehen zwar nicht sonderlich toll aus, da der Kopf nur teilweise poliert wird, aber dafür bekommt man auch eine Axt fürs Leben.
Mich stört allerding, daß ich bei der Gränsfors einen eher empfindlichen Stiel habe, der gelegentlich gewässert werde will, um nicht außer Form zu geraten. Die Fiskars ist da einfacher in der Handhabeung. Mittlerweile traue ich den geschweßten Stielen auch eher als herkömmlichen Holzstielen.

Viele Grüße. Thomas
 

Leonardo75

Mitglied
Äxte und mehr

Hallo Luca!

Deine Begeisterung für die Gränsfors Äxte kann ich gut nachvollziehen. Herbert sagte mal über sie, dass sie sich in die Hand saugen, man will sie gar nicht mehr loslassen.

Danke für Deine Nachfrage bei Fiskars mit der vermeintlichen Schneidlage. Ich war halt immer so begeistert von der Schnitthaltigkeit, dass ich für die Schneide einen härteren Kern vermutet habe.
Mit dem Spaltbeil von Fiskars habe ich keine Erfahrung gemacht. Kann man damit denn auch richtig Bäume fällen oder wird die Schneide zu schnell dick? Mit der Universalaxt in 1200g geht das ganz gut, noch besser wäre es mit einer anderen Blattgeometrie, aber darüber habe ich ja schon gejammert.

Gruß Leo.
 

Luca Brasi

Mitglied
Hallo Leo,

du kannst mit der Spaltaxt richtig gut Bäume fällen, da die Keilform der Spaltaxt erst nach ca 3.5 cm beginnt. die ersten 3,5 cm der Schneide sind genauso dick wie die der Normalaxt, sodaß man sowohl feuchtes als auch trockenes Holz super bearbeiten kann. Der einzige Kritikpunkt der Axt ist meiner Meinung nach nur die mit 45 cm messende Gesamtlänge der Axt. Die könnte ruhig etwas größer sein, so um ca 5 cm. Das klingt zwar nicht viel, gibt einem bei der Arbeit jedoch mehr Spielraum zum Schwingen des Beiles.

Alles in allem, ich habe es mir lange überlegt, habe ich in dem Spaltbeil meine beste Allroundaxt gefunden, die auch bei Rucksacktouren, sofern nicht, über viele Tage, noch sehr praktikabel ist. Sicher, für lange Touren müßte man auf eine kleinere und leichtere Axt zurückgreifen; wenn man jedoch , wie ich, mal ein langes Wochenende outdoor ist, freue ich mich über ein großes Feuer, das mit der Axt perfekt "zubereitet" werden kann.

Viele Grüße und Spaß beim Bäume fällen. Thomas