Messer die euch am meisten enttäuscht haben

HankEr

Super Moderator
Um einmal ein Thema von bladeforums.com hierher zu bringen:

Welches Messer war/ist für euch die größte Enttäuschung? Also nicht unbedingt euer schlechtestes Messer, sondern das Messer, von dem Ihr euch einfach mehr erwartet habt/hattet.
 

crashlander

Premium Mitglied
Der Copper-Liner von Böker.
Hübsches kleines Messerchen, wenn man mal wenig Platz im Hosensack (keine Angst, nur die schwäbische Bezeichnung für Hosentasche) hat. Außerdem fand ich die Kombination von Messing, rotem Knochen und einem LinerLock ganz nett.
Und als das Messer dann kam, der erste Gedanke: kann ja nicht angehen! Der Liner hat nicht mal eine Kugel, um die Klinge im geschlossenen Zustand zu sichern!!! Und die schwarze Öffnungshilfe auf der Klinge aus Kunststoff aufgepreßt mit einem saumäßigen Spiel!!!!
(Schwitz, ich muß mich erstmal erholen)

Fand ich alles ziemlich enttäuschend, das Messer ging sofort zurück. So eine miese Qualität kannte ich bis dato nicht von Böker. Wenn man aber hier ein bißchen rumstöbert, scheint mein Erlebnis kein Einzelfall zu sein.

Ansonsten kann ich mich nicht beklagen, aber als relativer Neuling konnte ich natürlich auch nicht allzuviel Erfahrung sammeln - wenn man von den üblichen Anfangsschwierigkeiten (billige Messer vom Krämermarkt) absieht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden (schluck).

MfG,
Crashlander
 

Profi

Mitglied
Tja,
meine größte Entäuschung war ein Gerber Command 2 .
Nach leichtem Gebrauch fiel die Klinge aus dem Griff.
Ups, plötzlich zwei Teile. Nachdem ich erst einmal etwas dumm aus der Wäsche geguckt habe, schickte ich es zurück, und nach der Reparatur hielt das Teil bombenfest.
 

HankEr

Super Moderator
Als Eröffner dieses Threads möchte ich natürlich auch meine größte Enttäuschung im Messerbereich nicht vorenthalten.

Benchmade (975) Emerson Design mit 50/50 (Wellenschliff/Glatt).
  • Enttäuschung Nr.1: Örgs, daß Teil ist ja nur auf einer Seite geschliffen. Tja, daß kommt davon wenn man nur nach Bildern im Internet einkauft, die alle nur die geschliffene Seite abbilden.
  • Enttäuschung Nr.2: Die Klinge schleift an einem Liner.
  • Enttäuschung Nr.3: Die schwarze Beschichtung wetzt sich furchtbar leicht ab. Was zusammen mit Nr.2 schnell zu einer ziemlich verhauenen Optik führt.
  • Enttäuschung Nr.4: Der einseitige Anschliff gibt ja höchstens für einen Linkshänder Sinn. (Offensichtlich werden die meisten Chisle Ground Messer an der (vom Rücken aus gesehen) linken Seite angeschliffen, damit sie auf Bildern, zusammen mit der traditionellerweise auf der selben Seite angebrachten Klingenbeschriftung, toll aussehen :()
  • Enttäuschung Nr.5: So ein kurzer Wellenschliffbreich ist ja ziemlich sinnlos.
  • Enttäuschung Nr.6: Klinge viel zu spröde => Spitze bei normalem Popeln abgebrochen (obwohl die Schliffgeometrie zu diesem Zeitpunkt noch recht massiv war)
  • Enttäuschung Nr.7: Wie kann man denn einen Wellenschliff vernünftig schleifen?
  • Enttäuschung Nr.8: der Griff ist viel zulang für die Klinge und unnötig lang für die Hand

Nicht alle Punkte sind dem Messer direkt anzulasten, viele Punkte sind das Resultat meiner eigenen Dummheit. Mittlerweile habe ich aber Frieden mit diesem Messer geschlossen, zum einen habe ich sehr viel daraus lernen können
  • Tanto Form ist unpraktisch
  • Chisle Grind ist i.d.R. unpraktisch (und wenn, dann bitte auf der richtigen Seite)
  • halber Wellenschliff ist sinnlos (ganz oder garnicht)
  • es kommt nicht nur auf den Stahl d'rauf an, sondern auch auf die Wärmebehandlung
  • wenn man sich ein Messer mit Wellenschlif kauft, sollte man auch wissen wie man diesen schleifen will
  • informiere Dich in Zukunft besser über ein Modell
und zum anderen habe ich es mittlerweile soweit modifiziert (Schneide zurückgestzt um den Wellenschliff zu eliminieren, Griff gekürzt und umgeformt, Washer modifiziert), daß ich jetzt ganz gut damit Leben kann. Praktisch ist es jetzt zwar immer noch nicht so recht, aber dafür sieht es jetzt wirklich BÖSE aus.
 

rolynd

Mitglied
Naja, um gleich mal bei unsrem Lieblings ungeliebten Hersteller zu bleiben: Das Böker Brend. Das Liner-Lock ist einfach eine Katastrophe, brauch ich nichtmal wogegenzuschlagen kann ich einfach so mit der Hand wieder zumachen :eek: .Also wirklich das labberigste was ich hab! Obwohl mir das Messer so von der Optik her eigentlich ganz gut gefällt. Da ich meine Messer aber meistens auch benutze ist sowas einfach ***** (ihr wisst schon was ich meine...) :D
 
Meine größte Enttäuschung war ganz klar mein Buck "Nighthawk":
Beim Abhacken von Ästen brach die Klinge einfach in der Mitte durch und die Spitze flog unkontrolliert in der Gegend rum.
Schlecht. :(
 

Odin

Mitglied
Eine große enttäuschung ist der Strider folder von Buck. habe mich auf die Klappbrechstange echt gefreut.... und dann nur SCHE... tanto und keine droppoint version. und was für ein scheiß tanto, habt ihr euch die spitze mal angeguckt??
ansonsten ist es ja ganz gelungen als first production run: bg42 Klinge (sehr gut gehärtet sagen alle) kein spiel und verdammt schnell durch die schwere Klinge.
Und natürlich ein stabiler liner
 
T

Thomas Spohr

Gast
Hallo HankEr,

entäuscht hat mich das MCS-Scheidensystem von Bud Nealy.

Böker wirbt mit neun Tragemöglichkeiten, tatsächlich bietet das System aber nur sechs praktikabele Alternativen.
Von diesen sechs Alternativen ist einzig die “neck knife”-Befestigung zufriedenstellend, sonst unpraktisch bis unsinnig.

Bei der “Innenbund”-Befestigung rutscht die Scheide nach unten, bei der “hinterrücks”-Befestigung wackelt die Scheide bei jeder Bewegung und für die “Jackettinnentasche”-Befestigung ist Scheide plus Messer zu schwerr.
“Boot knife” und “am Gürtel mit Griff nach unten” ist für mich von der Idee her schon wenig sinnvoll.

Possitiv zu erwähnen ist die Funktion des Magneten, würde ich mir als Standard wünschen.

Thomas
 
ich bestellte mir mal ein bucklite, das ranger mit kunststoffgriff.
das ding war so scheiße, ich war so enttäuscht von diesem griff, mir fehlten einfach die worte. billigste souvenir-kiosk-messer hatten nicht so billiges plastik.
an meiner bratpfanne ist ein wertigerer griff.
zudem wackelte die klinge wie ein lämmerschwanz.kernschrott das teil.
gruß matthias
 

Defender01

Mitglied
Ichg reihe mich in die der Buck- Geschädigten ein. Bei mir mal ein Teil der Klinge eines Masters, mittig in der Schneide , ausgebrochen, als ich mit dem Messer ca. kleine Finger dicke Fichtenästchen durchhackte.
Buck leistete unverzüglich Ersatz.
Das sollte man dann aber auch lobend erwähnen.

Defender
 

mactheknife

Mitglied
ähm, auch auf die gefahr mich zu wiederholen: böker.
einmal der brend folder mit g10 und ti liner- klapper, wackel, klemm.
und der von böker für spyderco gefertigte peter herbst linerlock. form nett, aber einmal fest zugepackt und der liner schmiert ab und klapp... auch nach einsenden und versuchter reperatur durch böker keine verbesserung. na ja, böker eben.