Mein Federhammer

Bernhard1984

Mitglied
Ich habe jetzt meinen Federhammer nahezu fertig konstruiert, wie er demnächst gebaut werden soll.

Bärgewicht: 40kg
Gegengewicht: 150kg
Gesamtkonstruktion: 400kg
Betonfundament:200-300kg
Zerlegbar in 7 Teile
Schlaffrequenz: 220-250 Schläge/Min
Gesenk: 120x60mm Flach/Ballig

Bezüglich des Kombigesenks habe ich eine Frage:

Wie stark muss die Wölbung sein, bzw. wie weit werden die Kanten außen nach unten gezogen?



 
G

gast

Gast
Hallo Bernhard,

Deine Skitze ist etwas grob umrissen, resp. sagt nicht viel aus.
Federhämmer haben Federpakete, die aus vielen dünnen Federblättern bestehen, desweiteren würde mich interessieren wie der Bär geführt ist.

Was die Sättel betrifft, da gibt es vom Recksattel bis ganz flach wirklich alles, inclusive Formsättel, und zwar austauschbar.

Es wäre jedenfalls gut du würdest vorsehen die Ober und Untergesenke vom Schwalbenschwanz her, genau so wie die Handelsüblichen zu konstruieren, um sie jederzeit,austauschbar deiner Arbeit anpassen zu können.

Desweiteren solltest du etwas mehr Gesamtmasse anstreben.

Gruss unsel
 
G

gast131009

Gast
Guten Morgen

Der Recksattel sollte so gewölbt sein wie du ihn haben willst :D
Aber der Radius den du gezeichnet hast ist imho ganz gut .
Andere Vorschläge wären :
Die Schubstange etwas voluminöser dimensionieren und in der Länge verstellbar für Grösssere Sachen oder für den Einsatz von Hilfshämmern.
Ein Federpaket hätte den Vorteil das du dessen Elastizität je nach Bedarf anpassen kannst.
Bärführung und Bär , da würde ich dir nen alten Hydraulikzylinder etc empfehlen und oben für das Federpaket natürlich eine passende Aussparung.
DIe Gesenkaufnahme finde ich gar nicht schlecht wenn du eh keine Gesenke vorrätig hast ist das ne stabile Lösung ( mit ner Arretierung )

Viel Spass beim bauen.
Servus
 

Bernhard1984

Mitglied
Eine Schwalbenschwanzführung kann ich nicht machen, da ich kein passendes Werkzeug zur Verfügung habe. Die Gesenke werden über zwei dicke Bolzen (unsichtbar) zentriert und mit diesen Spannschienen fixiert. Ein Lufthammergesenk für 200€ oder noch teuerer wird nicht zum Einsatz kommen - Sonst kosten die Gesenke ja mehr wie wie alles
zusammen.

Das Federpacket kommt noch, nur das Konstruieren davon wäre ziemlich aufwendig gewesen. Am Montag werden Schrottplätze abgeklappert.

Wie dick muss man die Schubstange machen? Reicht hier z.B. eine Bauspannstrebe (20mm oder größer) mit diesem drehbaren Zwischenstück, das ein Rechts- und Linksgewinde hat? Oder ich mach sie leicht flexibel, mit zwei gewolbten Flacheisen, wie sie manche richtige Federhämmer haben.

Bilder von der gedachten Bärführung habe ich eingefügt.



Der Bär wird an die Führungsplatte mit zahlreichen Schrauben befestigt und zusätzlich mit ein paar Schweißraupen gesichert.
 
G

gast

Gast
Die Schubstange wird deine Blattfeder , ein wenig "aufbiegen" müssen wenn der Bär an seinem unteren Totpunkt angekommen ist.
Sie wird also axial ,auch auf Druck beansprucht.
Manche Stangen sind in der mitte geteilt, und sind in axialer Richtung
durch 2 gewölbte Blattfederen gehalten.
Rein Gefühlsmässig würde ich für die Schubstange ein 2 Zoll Rohr nehmen.

unsel
 

KoLa

Mitglied
Du könntest den Antrieb auch auf ein Podest packen,
und damit höherlegen.
Damit würdest du eine kürzere Schubstange verwenden können.
Die Dinger sind wohl chronisch knickgefährdet, habe ich jedenfalls
mal gelesen.

Wenns nicht stimmt nicht haun. :glgl:
 

Torsten Pohl

Mitglied
Hy

der zusätzliche Drehpunkt oben am Gesenk wo die Blattfeder angreift ist so sehr ungünstig.
Da verlierst du unnötig viel Schlagenergie und bringst unruhe in die Mechanik.
Da dort aber ein Längenausgleich für die Kreisbahn der Blattfeder (eine ist zu wenig bei dem Bärgewicht 3-4 wären da angesagt) hin muß, ist es günstiger zB. zwei massive Flacheisen mit 2 entsprechenden quer laufenden Bolzen zu verwenden.
Mit Leder gedämpft ne ruhige und zuverlässige sache!
Massiv und günstig beim nächstem Landeihändler zu kriegen sind Oberlenker, sowas hab ich als Schubstange verwendet.


Tschau Torsten

PS. hy Unsel, da hast du mir echt was angetan:D:D (ich sag nur "Hammerbuch"), der Volkslufthammerproto läuft!!!!!!!!
Nein ist noch nicht vorzeigbar:glgl::glgl:
 

Bernhard1984

Mitglied
Das mit den Oberlenkern ist ein guter Tip!

Aber was meinst du mit dem zusätzlichen Drehpunkt?

Meinst du das, weil dort bloß ein Flacheisen zwischen Feder und Bär dargestellt ist?

Es werden auf jedenfall rechts und links Flacheisen angebracht und mit 20mm Bolzen gesichert.
 
G

gast

Gast
:) Torsten mach voran....

Bernhard er meint die Verbindung zwischen der " Rolle" Bärseitig an der Blattfeder und dem Bär.
Die sollte nicht durch eine weitere Stange oä. verbunden sein, sondern am Bär anliegen.Ich mach mal n Foto wie das an meinem Federhammer gelöst ist.
unsel
 
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knivesmith

Mitglied
Hallo ich hätte mal eine Frage die für Euch warscheinlich blöd klingt . Wird der Bär durch den Elektromotor ,in eine aufwärts oder abwärtsbewegung gebracht .Für eine Antwort wäre ich dankbar . Gruss Rolf
 

Armin II

Mitglied
Hallo ich hätte mal eine Frage die für Euch warscheinlich blöd klingt . Wird der Bär durch den Elektromotor ,in eine aufwärts oder abwärtsbewegung gebracht .Für eine Antwort wäre ich dankbar . Gruss Rolf

Beides! Schliesslich macht der Motor ganze Umdrehungen und nicht nur halbe und die Verbindungen zwischen Motor-Kurbelscheibe-Schubstange-Federpaket-Bär sind so dass sie Kräfte in alle Richtungen übertragen können.
 

Bernhard1984

Mitglied
Hab jetzt eine wunderschöne Blattfeder vom Schrottplatz erwerben können. Ich habe sie bei einem Fiat Ducato ausgebaut.

Sie ist in der Mitte 12mm dick und verjüngt sich gleichmäßig bis 6mm.

Ich denke, dass sie für die 40kg Bärgewicht und der angestrebten Drehzahl ideal ist.

Sie hat eine Spannweite von ca. 1,29m.

Um sie eventuell auf der Antriebseite noch steifer zu machen, werde ich vielleicht 1-2 Stückchen Flachstahl anbringen.

Die Feder besitzt noch gute Gummipuffer. Ich habe auch das vielleicht zukünftige Stück zwischen Bär und Feder gleich mitgenommen.

Ob die verlorene Energie bei 40kg die rede wert sein wird - weiß ich nicht..

Hier ein paar Bilder der Feder:


 
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knivesmith

Mitglied
Hallo zusammen .Wenn ich mit meiner Gasesse fertig bin werde ich einen Federhammer in Angriff nehmen . Ich verfolge die hier gezeigten Ausführungen schon eine ganze Zeit . Was mich wundert ist das keiner eine Winkelfeder verbaut. Da mich die lange schubstange stört werde ich es auf jeden Fall damit versuchen. Gruss Rolf
 

Bernhard1984

Mitglied
Zeig mal ein Bild von der Winkelfeder.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sowas kräfteflussmäßig gut ist und dass es sowas irgendwo gibt.

Aber du darfst uns gern eines Besseren belehren.
 

knivesmith

Mitglied
Kann ich schnapp Dir das buch DIE KUNST DES SCHMIEDENS von Havard Bergland schlag die Seite 183 auf dort ist eine Zeichnung und ein Bild von einem funktionierenden Federhammer zu sehen . Gruss Rolf
 

Bernhard1984

Mitglied
Ok, habs gesehen!

Aber mit einer Winkelfeder hat das finde ich eigentlich nichts zu tun, weil die Feder unterbrochen ist und aus zwei einzelnen Federn besteht - Sieht ganz gut aus.
 
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knivesmith

Mitglied
Mag sein ich bin nur Betriebsschlosser ,kein Techniker habs halt so abgeschrieben. Nur wie schon gesagt stöhrt mich die lange Schubstange bei den anderen Konstruktionen ,und der Hammer wird kompakter. Wird noch eine Weile dauern aber ich werde berichten obs geklappt hatt. Gruss Rolf
 

Heinrich D

Mitglied
Hallo Bernhard,

ich habe noch einen Hinweis für Dich. Unter www.ferrum.cc findest Du Zeichnungen ( 17 Seiten ) für einen Selbstbau Federhammer. Ich wollte
diesen Hammer bauen, habe mich dann aber wegen dem niedrigeren Geräuschpegel, für Hydraulik entschieden.

Ich weis nicht ob Du diese Beschreibung bzw. die Zeichnungen schon kennst,- wenn nicht schau sie mal an. Es gibt da Details , die du sicher
übernehmen kannst und Dir die Arbeit erleichtern.

Du mußt auf der Seite in der Rubrik Know How & Videos - Tools & Plans schauen.

Falls Du die Seite schon kennst, wars ein gut gemeinter Rat von mir.

Gruß
Heinrich
 

knivesmith

Mitglied
Hallo Heinrich ich habe mir die Seite angesehen .Sehr interessant auch das Vidio mit dem ,,kleinen Stahlpaket unterm Hammer ``.Zu der zeichnung von dem Federhammer ,auch nicht schlecht. Aber die Mechanik macht mir keine Sorgen ,sondern der Antrieb. Den E-Motor habe ich schon 1,5 kw aber leider auch 2890 U/M wie ich die auf 200 bis 300 touren bekomme ?Ja ich weis mit verschieden grossen Riemenscheiben .Das ist es ja gerade ,kleine Riemenscheiben kosten neu ca 15 teuros .Die Grösse die ich bräuchte ,neu nicht bezahlbar . Werde mich mal im Waschmaschienen handel erkundigen. Gruss Rolf