Marketing Busse Combat

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shindendojo

Mitglied
Hallo Forumsmitglieder!

Aufgrund der Diskussion über das Marketing von Busse Combat möchte ich hier gerne einmal Stellung beziehen.

Die Stahlanalyse im Messermagazin sowie die US-patriotischen Aussagen auf der US-Busseseite ließen einige Fragen aufkommen.

Zur Stahlanalyse und den Schlußfolgerungen:
Ich bin mit Sicherheit kein Experte in Stahlfragen und kann nicht Detailfragen diskutieren. Dafür wäre dann Jerry Busse der Ansprechpartner.
Aber: Ich kann Messer benutzen und das tue ich auch.
Wie schon andere es geschrieben haben, kann auch ich die Schlußfolgerungen aus der Stahlanalyse im praktischen Gebrauch in keinster Weise nachvollziehen. Nach wie vor stehe ich voll hinter INFI-Stahl und den Bussemessern.

Zum Härteabfall in der Schneide:
Jerry Busse sagte mir dazu, daß INFI beim Schleifen härter wird und die Härte nicht ausglüht, ein Produktionsfehler ist also eher auszuschließen.
Genausogut könnte der Fehler im Labor enstanden sein, als das Klingensegment geschnitten wurde.
Eine Rockwell - Messung im feinen Klingenbereich durchgeführt, wird meiner Meinung nach logischerweise einen Abfall der Härte dokumentieren, da ja im Schneidenbereich weniger Material den Diamanteinschlag abstützen kann und somit mehr Stahl sich verdrängen läßt. Der Diamant dringt also tiefer ein und es entsteht der Eindruck, die Härte sei geringer.
Mehr kann ich dazu leider nicht sagen. Wie schon gesagt ist Jerry Busse derjenige, der hier Antworten geben kann.

Interessant ist auch, daß das gleiche Messer ein paar Monate vorher Testsieger im MM war und dann später doch nicht so gut sein soll.

Gerne betone ich hier noch einmal, daß Busse Combat Tausende von zufriedenen Kunden hat, Reklamationen praktisch gegen Null gehen und Busse Combat der Einzige Hersteller ist, der seine Messer öffentlich vor Kunden, Presse und Mitbewerbern testet. Kein anderer Hersteller hat diese Herausforderung bisher angenommen.

Zum Marketing:
Ich verstehe gar nicht, warum eine US-Firma hier herausgepickt wird. Was ich auf der SHOT Show in Orlando gesehen und gehört habe ist eigentlich bei vielen Herstellern ähnlich.

Würde man anfangen, jede Kaufentscheidung 100% politisch korrekt zu tätigen, dürfte man sicher nicht mehr Auto fahren oder z.B. ein Bankkonto haben.

Im Gegensatz zu anderen Firmenchefs sehe ich Jerry Busse als sehr ehrlich und gewissenhaft.

Busse Combat Deutschland bin vor allem ich. Ihr kauft die Messer bei mir. Ich denke nicht, daß ich mit meiner Werbung "unsäglich dumm, geschmacklos oder peinlich wirke".

Sollte ich jemanden durch meine Geschäftstätigkeit zu nahe getreten sein, so bitte ich um Entschuldigung, ich kann es mir aber kaum vorstellen.

So, entspannte Grüße an alle

Dirk Linnemeyer
Team Busse Combat
 

luftauge

Mitglied
Original geschrieben von shindendojo

...
Wie schon andere es geschrieben haben, kann auch ich die Schlußfolgerungen aus der Stahlanalyse im praktischen Gebrauch in keinster Weise nachvollziehen.
...
Interessant ist auch, daß das gleiche Messer ein paar Monate vorher Testsieger im MM war und dann später doch nicht so gut sein soll.
...

Ähhm...
Wenn ich mich recht erinnere, ging es nicht darum, Busse Messer schlecht zu machen, sondern um den "INFI-Wunderstahl" im Vergleich zum Coldsteel "Wunderstahl" zu entmystifizieren.
So war auch der Untertitel des MM.

Und dass das MM-Labor-Testergebnis den MM-Messervergleichstest nicht bestätigt hat, liegt wohl eher an den metallurgischen Fakten im unsichtbaren mikroskopischen Bereich - im Praxistest hat es doch insgesamt und nicht in "Ausschnitten" gewonnen, wo ist das Problem ?

Gruß Andreas
 

zorro_43

Mitglied
Hi,
ich finde auch, dass es am Marketing von Busse Combat Deutschland nix auszusetzen gibt!
Das amerikanische Marketing ist eben für Amerikaner gemacht und da ist es kein Wunder dass es hier nicht gut ankommt.

Nach dem Bericht im MM war ich etwas Ratlos.
Es wird ja nicht gesagt, das INFI schlecht oder schlechter als die Konkurrenz wäre.
Es wird lediglich gesagt, das man diesen Stahl höher härten könnte.
Mal angenommen Herr Busse will gar keine höhere Härte!
Dann bestände die Kritik doch nur darin, dass Busse einen unnötig teuren Stahl einsetzt, oder?
Das wäre doch nicht so schlimm.

Im Vergleich mit dem Carbon V hat INFI meiner Meinung nach besser
Abgeschnitten.
Andere Konkurrenzprodukte wurden ja gar nicht getestet.
Also wo ist das Problem?

Bei Laborergebnissen die einem nicht passen einfach die Korrektheit der Ergebnisse anzuzweifeln ohne vernünftige Gründe nennen zu können
finde ich aber ärgerlich.
Das wäre nicht nötig gewesen.

Jerry Busse sagte mir dazu, daß INFI beim Schleifen härter wird und die Härte nicht ausglüht, ein Produktionsfehler ist also eher auszuschließen.

Nur weil Jerry Busse sagt das kann nicht sein heisst das doch nicht automatisch, das Herbert falsch gemessen hat.

Eine Rockwell - Messung im feinen Klingenbereich

Es war übrigens eine Vickers-Messung.
Da der Carbon V im Klingenbereich einen Härteanstieg zeigt ist deine Argumentation für mich nicht nachvollziehbar.
Wenn du Recht hättest müsste das für alle Stähle gelten.

Zorro
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Also, ich hab den Artikel verfasst, daher meine Stellungnahme in der gebotenen Kürze:
Jerry Busse sagte mir dazu, daß INFI beim Schleifen härter
Versteh nicht, wie das gehen soll. Wenns härter werden soll, muß es heiß hergehen, damit er neu lufthärten kann.

und die Härte nicht ausglüht,
Davon ist nicht die Rede. Eine Wärmebehandlung, die nicht den Werbeaussagen entspricht ist die Ursache.



Genausogut könnte der Fehler im Labor enstanden sein, als das Klingensegment geschnitten wurde.
Sicher nicht. Kenne mich da aus. Ist korrekt durchgeführt.



Eine Rockwell - Messung im feinen Klingenbereich durchgeführt, wird meiner Meinung nach logischerweise einen Abfall der Härte dokumentieren, da ja im Schneidenbereich weniger Material den Diamanteinschlag abstützen kann und somit mehr Stahl sich verdrängen läßt. Der Diamant dringt also tiefer ein und es entsteht der Eindruck, die Härte sei geringer.

Die Rockwell Prüfung ist schon in Schneidennähe (also ca. 3mal Härteeindruckabmessung) problematisch. Drum wurd ja auch die Vickers Prüfung durchgeführt. Das ist aussagekräftig.
Eine Schneide, die weicher ist als der Klingenkörper macht mich misstrauisch. Und das Gefüge in der Schneide ist schlecht. Wenn das Absicht ist, schade.
Wenn man das richtig macht, dann ist das Busse mit Sicherheit der Ultrabringer. Ist ja alles kein Problem. Kann man ja machen. Ist 'n feedback. Zu Diskussionen bin ich gern bereit. Die Messungen sind korrekt und sauber durchgeführt, das sollte man nicht runterreden. Das bringt nix und ist nicht ok.
 

freagle

Mitglied
Also an der Stahlanalyse hab ich überhaupt keine Zweifel.


Hab mit Herbert in Solingen über den Beitrag im Messermagazin gesprochen, bin mir sicher dass er keine Aussagen über die verwendeten Stähle machen würde, wenns da irgend nen Zweifel gäbe, da ist Herbert zu proffessionell um bei nem heiklen Thema wie diesem Fehler zu machen.

Die Ergebnisse sind einfach Fakten, da kann man jetzt diskussieren, was die Ursachen sind. Gemacht wurde der Test sicher genau bei diesen zwei Firmen, weil die den größten Hype um ihre Messer machen.

Die gute Verschleißfestigkeit der Schneiden bei den Bussemessern (falls es die gibt) rührt meiner Meinug daher, dass die Geometrien der Schneiden eher an ein Beil erinnern als an ein Messer.

freagle
 

le.freak

Premium Mitglied
so, also zum stahl kann ich nu nix sagen, ausser dass er sich in der praxis bewaehrt. das kann ich aber auch vom groessten rest meiner messer sagen.

zur geschaeftspolitik nur soviel: in den usa ist nun mal alles schneller, groesser, haerter und bunter. sonst verkauft es sich nicht. wenn da nicht mindestens 200 verschiedene garantien lebenslaenglich draufstehen dann glaub jeder dort "ist nur scheiss" und das zeug wird nicht gekauft. ist halt ne andere form der marktwirtschaft, die leute sind verwoehnter und denken weniger ueber die produkte nach. also wenn auf einer messerpackung schon draufstehen muss, dass die klinge scharf ist oder eine mikrowelle die aufschrift hat, man soll keine lebenden haustiere reinstopfen ... also muss man den leuten genau vorleben, was das produkt macht, kann, will, usw. und das gilt fuer ford, chrysler, nike, ibm .... und eben auch fuer busse. das hat mit dem produkt selber zuerst mal nischt zu tun, aber wenn in den usa sogar an jeder tanke, kirche und so weiter dransteht "god save our troops", dann muss halt auch so eine firma wie busse mithalten, weil sie sonst als querulanten zaehlen. und das hat mit dem produklt immer noch nichts zu tun. und shindendojo hat mit dem werbescheiss nichts zu tun. so einfach ist das.
 

Ritschratsch

Mitglied
Rätsel über Rätsel!

Das ist genau der Punkt: In der Praxis hab ich noch nie ein schnitthaltigeres Produkt als INFI-Messer in der Hand gehabt......großes Handwerker-Ehrenwort.......wie kann es dann sein , daß dieser objektive wissenschaftliche Test eine andere Sprache spricht......erinnert mich schwer an die Geschichte mit der Hummel:rolleyes: .....oder auch daran, daß man die Erfolgsquote von Wettervorhersagen um mindestens 50% verbessern könnte, wenn die Herren Meteorologen mal das Fenster aufmachen würden!
Praxis-Tests sind natürlich immer subjektiv, aber in der Summe einfach ehrlicher!!!
So und jetzt geh ich wieder mein Battle Bitch quälen......Busse-Messer sind nämlich Masochisten....die mögen das!
:hehe:
In a world of compromise, some don´t! H&K
 

Geist

Mitglied
Also z.B. Randall, Buck, Misson, Strider usw. ja selbst Mad Dog kommt ohne diese Patriotische blabla auf ihren HPs aus, aber Busse und Samp Rat anscheinend nicht!

Busse Messer sind gut (andere Messer von Herstellern wie z.B. Fällkniven auch), aber INFI ist kein Wunderstahl, eine Wunderstahl gibt es nicht.

Jeder muss selbst entscheiden wie viel Geld man bereit ist für ein Messer auszugeben und ob einem das Image usw. des Herstellers passt oder nicht.
 
T

Tinolito

Gast
Stimmt nicht

@le.freak:
Schau doch mal auf die homepages von Microtech, Ontario oder CRKT.
Da findest Du solches Geblöcke wie bei Busse nicht. Es geht also auch anders, wenn man will.
Es geht hier auch ganz bestimmt nicht um Neid, weil einer ein so tolles Messer importiert.
Keiner hier beklagt sich über das Marketing von Busse Deutschland, also nicht verwechseln.
Und shindendojo muss selber entscheiden wen er vertreten möchte.
Gruss,
Tinolito
 

Ritschratsch

Mitglied
Einspruch Euer Ehren!

@geist.......doch.......Wunderstähle gibt es!
Das sind die Stähle, wo ich mich immer wundere, daß sie immer noch für Messerklingen hergenommen werden:hmpf:
Idealisten sind Leute, deren Liebe zum Geld unerwidert bleibt. Thaddäus Troll
 

exilant

Mitglied
Hi Dirk,

ein Messer kann im Gebrauchstest den ersten Platz haben und in der Matrerialanalyse können trotzdem Fehler entdeckt werden.

Ein Härteabfall im Schneidenbereich ist ein Fehler, Punkt. Fehler können jedem passieren. Herumargumentieren seitens des Herstelers oder Vertriebs, ob oder ob nicht, schadet mehr, als das es nutzt.

Busse Combat sollte also eiräumen, dass die Möglichkeit einer fehlerhaften Klinge besteht und evtl. ein anderes Messer zur Probe zur Verfügung stellen.

Ich habe kaum Zweifel an der Güte des Testes und würde mir wünschen, wenn dies konstruktiv, also im Sinne von "Danke für den Hinweis" aufgenommen würde.

Zur Selbstdarstellung von BC kann ich auch nur sagen, dass ich Witze wie z.B. "Osama bin running, we´ve been shooting" primitiv finde. Das hat mit polit. corr. überhaupt nichts zu tun, sondern ist auf dem realen Hintergrund von 11.9. und erfolgslosem Krieg gegen Terror eine großmäulige Dummheit.

Richtig, Patriotismus in usa nimmt sehr pathetische Züge an, aber nicht jedes Unternehmen protzt damit heraus. Benchmade z. B. hat keine Messer an die Armee verschenkt, sondern verkauft.

Davon unabhängig gibt es Selbstdarstellungen, die mir sympatisch sind, wie die von Benchmade, und solche, die mich abhalten jemals ein Produkt zu kaufen, wie die von SOG. BC liegt dazwischen, weil zu einem Knüppelmesser eben ein Knüppelauftritt passt.

Deine Präsentation ist o.k. (insbesondere freute es mich, dass bei Dir die bescheuerte Trennung zwischen Swamp Rat und BC aufgehoben ist) (die ist bescheuert, weil, wenn man dass in der SR-Homepage liest, glaubt man die beiden lebten in Scheidung). Dein Geschäftsgebahren ist o.k. (Du könntest deutlicher darauf hinweisen, dass die Preise zuzüglich Versand sind) und Du enthälst Dich doch weitestgehend den Sachen, die hier sauer aufstossen, wie z. B. dieses Osama - Spiel. Du weißt auch warum.

Ein Schlussgedanke? Das was mich vom Kauf eines Busse abhalten würde (das ist nicht der Auftritt, das ist der Stahl), hat Swamp Rat aufgefangen und das Geschäft gemacht. Kurz: Ich würde es begrüßen, wenn Infi nicht mehr Infi hieße sondern X 65 sonundso und weniger Mythen über den Stahl verbreitet würden. Er ist nicht der INFInitive Stahl. Solange BC und SR ihren freundlichen Vertrieb haben, können die sonst machen, was sie wollen.
 

luftauge

Mitglied
Original geschrieben von exilant
Ein Härteabfall im Schneidenbereich ist ein Fehler, Punkt. Fehler können jedem passieren.
...
Ich habe kaum Zweifel an der Güte des Testes und würde mir wünschen, wenn dies konstruktiv, also im Sinne von "Danke für den Hinweis" aufgenommen würde.

Das ist ein entscheidender Punkt !
Anstatt sich ans Bein gepinkelt zu fühlen, sollte Mr. Busse dieses Testergebnis hinsichtlich Gefüge/WB eigentlich als unbezahlbaren, kostenlosen, neutralen Verbesserungshinweis aufgreifen, und in die Produktion einfliessen lassen (Stichwort QS/QM) - als Dank müsste er Herbert einige Messer zukommen lassen, als Anerkennung für dessen Arbeit.
Aber wer lässt sich schon gern in die Karten schauen, und dann auch noch versteckte "Asse" im Ärmel finden :rolleyes:
Ach ja:
Und dass er einen "schwarzen Peter" austeilt, indem er metalltechnologischen Lehrstoff aus dem zweiten Lehrjahr über den Haufen wirft, lassen in mir doch gewisse Zweifel aufkommen, das berühmte berüchtigte "Montagsmesser" hätte wohl jeder akzeptiert, alles Andere sind Vorwände und Ausreden ;) :rolleyes:

@ Dirk:
Ich finde es lobenswert, dass Du Dich für die Produkte, die Du hier vertreibst so engagiert einsetzt, man nennt das wohl neudeutsch "corporate identity" - Hut ab.
Aber vielleicht solltest Du Kritische Einwände und Nachgewiesene "Un-Perfektion" in Teilbereichen an Busse-Produkten nicht immer gleich persönlich nehmen (ist mir schon einige Male aufgefallen), es geht nur um die Sache.

Gruß Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:

shindendojo

Mitglied
Hallo an Alle!

In ungeordneter Folge möchte ich noch Einiges kommentieren.

- Wie ich gestern schon Herbert privat geschrieben habe, will ich die Messergebnisse gar nicht anzweifeln. Ich kann nur die Schlussfolgerung aufgrund meiner Erfahrung und Informationen nicht nachvollziehen.

- Herbert! Bitte maile mir – sofern Du magst – Deine Telefonnummer und E-mail Adresse. Jerry Busse möchte Dich kontaktieren (leider nur auf englisch möglich), um Deine Ergebnisse zu diskutieren. Er ruft Dich gerne an.

- Wunderstahl: Ich erinnere mich nicht, dass Busse USA oder Busse Deutschland diesen Terminus verwenden. Geworben wird mit Leistungsnachweisen, die öffentlich vorgeführt werden. Das ist kein „Hype“, sondern Fakt.

- Spenden an das Militär wurden laut Tactical Knives Nov. 2002 von vielen Firmen getätigt. Genannt wurden: Camillus, Tops, Dozier, CRKT, Strider und Spyderco. Viele Firmen wurden laut S. Dick nicht genannt. Wie schon von anderen erwähnt wurde, ist das allgemeine Marketing in den USA nicht auf europäische Verhältnisse anwendbar (und das ist auch gut so).

- Soweit ich verstanden habe, sind die Bestellvorgänge in den USA für Busses oder Ratten getrennt worden, damit für den Rattenvertrieb nur minimal Personal eingestellt werden muß und somit die Messer preisgünstiger bleiben.

- INFI heißt INFI, es gibt keine andere Bezeichnung, es ist kein anderer Stahl.

- @luftauge: Jerry Busse fühlt sich bisher wohl nicht ans Bein gepinkelt, er will erst mit Herbert sprechen und sich selbst ein Bild machen.

Grüße
Dirk Linnemeyer
Team Busse Combat
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Dirk, hab Dir meine email adresse gemailt. Telefonnummer reiche ich noch nach. Ist vielleicht nicht ganz einfach wegen der Zeitverschiebung. Aber das geht klar. Ich denke, dass ein direkter Erfahrungsaustausch eine gute Sache ist.

Ich glaube auch, dass das gute Produkte sind. Und scharf sind sie bestimmt auch. Vielleicht merkt man den Unterschied der Gefüge in der harten Praxis gar nicht. Mag sein. Aber alles kann man besser machen.

Ich geb ja zu, dass es mich schon gereizt hat, zu wissen, was sich hinter INFI verbirgt. Man weiß ja was man tun muß um bei einer Klinge eine gewisse Charakteristik herauszuholen.

Da ist dann die Frage: was macht man, einen "normalen" stahl einfach erstklassig wärmebehandeln, oder einen "sicheren" Stahl nehmen, der sich , ohne dass man groß über Chargenschwankungen nachdenken muß , in einem großen Fenster hinreichend gut einstellen läßt. Hinreichend gut ist eine Sache, die man diskutieren kann.

Ich finde den Ansatz von Dirk auch sehr gut: direkter Kontakt ohne dass man groß noch Zwischenstationen einbaut, und konstruktive Diskussion. Ich werde Dich, Dirk, auf jeden Fall mit einbeziehen, und nach Abstimmung die Diskussionsergebnisse auch gerne öffentlich machen, wenn das in Ordnung ist.

Ist schon klar, dass die Wogen auch ein bisschen hochkommen. Schadet aber nix, macht die Sache vielleicht klar.

Und noch was: ein Gefüge, das in der Schneide grober ist als der Rest der Klinge, muß nicht bedeuten, dass die Schneide versagt. Es könnte halt besser sein, wenn man die Möglichkeiten nutzt, die der Stahl bietet.
 
F

filosofem

Gast
Getroffene Hunde bellen? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das Marketing von "Busse Deutschland" hier jemals zur Debatte stand. Es ging um das Marketing in den USA. Sonst gar nix. Und da kann wohl keiner bestreiten, dass Busse neben Emerson einer der größten Vetreter des teilweile wirklich dümmlich vorgetragenen "Hurra-Patriotismus" ist.
 

Ritschratsch

Mitglied
Jingo-Bashing

Wenn hier in Deutschland einer kein Busse kauft wegen der hochnotpeinlichen Vermarktung in the U.S.of A., dann werden hier sehr wohl wieder einmal Äpfel mit Birnen verwechselt:rolleyes:
Gewisse Leute kaufen "hier" dieses Messer nicht, weil "dort" die Werbemaßnahmen so protzig-peinlich(auch meine Meinung!) sind.......ergo kriegt wieder einmal einer sein Fett, der eigentlich nur Spitzen-Produkte verkaufen will.....und sie auch "anständig" anpreist!
Ich käm mir jedenfalls ganz schön bescheuert vor, wenn ich mir die besten Messer der Welt(IMO) vorenthalten würde, nur weil ich mir dann täglich im Spiegel sagen könnte: Was bin ich bloß für ein edler Mensch:hehe:
Und ganz nebenbei....es geht nicht um Kinderarbeit,Lohndumping, Sweat-Shops und dgl......sondern nur um ganz banale Chauvi-Werbung!!!
....dann sitzt wieder halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel! Kurt Tucholsky
 

exilant

Mitglied
Ich weiß nicht, ob hier soviele Busse wegen seiner Werbung links liegen lassen. Mir gefiel INFI nicht, deshalb nahm ich ein Swamp Rat. Das geld blieb in der Familie.

Weil ich vorher auf SOG zu sprechen kam, die meide ich wirklich wegen der Werbung, weil dort nämlich andere Hersteller pauschal als "wannabes" bezeichnet werden und das finde ich weder fair noch stimmig. Das tut hier im Thema nix zur Sache, bis auf den Aspekt, dass man die Motive zur Kaufentscheidung (Werbung) durchaus respektieren sollte und nicht mit sog. "Gutmenschentum" diskreditieren.

Dort allerdings, wo der Vorwurf "Werbung" herhalten muss um bestimmte Ressentiments zu bedienen, ist es richtig dagegen zu halten und zu relativieren.



P.S. Ich wäre froh, wenn der patriotische Ansatz in der Werbung verschwände, weil ich mir kein blöderes (aus Käufersicht) und gefährlicheres (aus gesellschaftlicher Sicht) Kaufargument vorstellen kann, als "Amerikaner kauf amerikanisch" bzw. "Deutscher kauf deutsch". Aber solange mit Patriotismus ein Dollar zu verdienen ist, darf man den Herstellern nicht verübeln, dass die verdienen wollen. - Wir Kunden dürfen aber auch einmal genervt uns abwenden.

P.P.S. Es ist eine super gute Reaktion von Busse, sich mit Herbert zu unterhalten. So finde ich es Profimäßig. Ich hoffe, die beiden führen eine konstruktive Diskussion und würde mich freuen, wenn deren Verlauf veröffentlicht würde.

Insoweit: Gut gemacht Herbert, gut gemacht Dirk, gut gemacht Jerry.
 

roman

MF Ehrenmitglied
Habe die ausführliche Dokumentation der Test von Herbert erhalten und geprüft. Alle Aussagen sind aus wissenschaflicher Sicht korrekt getroffen worden, daran gibt es für mich nix auszusetzen.

Grüße Roman
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von exilant
P.S. Ich wäre froh, wenn der patriotische Ansatz in der Werbung verschwände, weil ich mir kein blöderes (aus Käufersicht) und gefährlicheres (aus gesellschaftlicher Sicht) Kaufargument vorstellen kann, als "Amerikaner kauf amerikanisch" bzw. "Deutscher kauf deutsch".

Naja, der Aufruf "Deutscher kauf deutsch" ist so dumm nicht. Ich denke da nur an die heimische Wirtschaft, an die Arbeitsbedingungen in Niedriglohnländern (Sicherheit am Arbeitsplatz, Arbeitszeit, Kinderarbeit usw.). Insoweit hab ich auch kein Problem damit, wenn die Amerikaner so argumentieren. Wenn ich die Möglichkeit habe, hinter ein Produkt zu sehen (was ist denn wirklich bis zu welchen Grad noch ein rein deutsches oder amerikanisches Produkt) und wenn das Produkt als solches passt, spielt das schon in meine Kaufentscheidung mit rein. Ebenso die Darstellung einer Firma nach aussen. Und wenn mir ein Gesicht hinter dem Produkt nicht passt, dann eben auch nicht. Ist alles Geschmacksache. Wie das Tucholsky machen wuerde, ist seine Sache.
Man kann natuerlich auch aus allem ne Religion machen ;)

Aaaaaber, den ganzen Werbedings ausser acht und nur auf die Fakten. Ist halt wie ueberall, wenn das Marketing mit den wissenschaftlichen Untersuchungen nicht mithalten kann, werden der Einfachheit halber die Untersuchungen angezweifelt. Dirk, wo - ausser den bekannten Schnittests genau - stehen denn irgendwelche Fakten und Analysen zu dem Stahl oder seiner Wärmebehandlung. Wo wird den metallurgisch und hinsichtlich der Ver- und Bearbeitung der Vorteil von INFI herausgearbeitet? Was genau verleitet Leute zu glauben, der Stahl habe irgendeinen Vorteil gegenüber herkömmlichen Stählen. Da gibts nix, ausser den Videos.

Mal als Idee, um die Diskussion mal irgendwann auf andere Beine zu stellen. Du organisierst den Bau eines zu einem Busse identischen Messers, gleicher Schliff, gleiche Form, gleicher Preis beide ohne Beschichtung, das machts nur schwieriger. Als Stahl irgendeinen Wälzlagerstahl oder vergleichbares, was eben Roman, Hebert und Konsorten fuer ein Haumesser/Stahlpruegel als geeignet ansehen. Man einigt sich auf den Messermacher und die Prüfmethode. Schnitttest, Biegetest, Bruchtest.
Wenn das Busse besser ist, kaufe ich sofort eines. Definitiv!. Parallel dazu kännte man auch andere, vergleichbare Messer testen - wenn seitens der Hersteller Interesse besteht. Wenn da noch mehr mitmachen, lässt sich das auch finanzieren. Oder andersrum, wenn man das geschickt aufzieht, kanns ne gute Werbung werden. Oder eben nicht, je nachdem.

Muss man eben noch ausarbeiten, aber letztlich kommt nur so was raus. Busse und Anhänger verschanzen sich hinter dem Geheimnis, was da rum gemacht wird, meinereiner sagt, das ist alles Quatsch und Hype. Jetzt komm mir nicht wieder mit den Schnittests. Da wurden Äpfel mit Birnen verglichen. Und nicht mit dem 90 Grad Biegedings, das macht - wenn ich die Bedingungen noch richtig im Kopf habe - jedes MS Messer aus herkömmlichem Stahl auch mit.

Gruesse
Pitter
 
Status
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