Liner nachbearbeiten ?

jangs

Mitglied
Hallo Leute

Ich besitze ein Gigand-Messer, Design Jul Carter Modell Challenger.
Der Griffkörper ist aus Alu, die Klinge aus ATS-34. Aus was der Liner ist, weiss ich leider nicht. Die Klinge hat einen butterweichen Gang und der Liner geht schön bis ans erste Drittel die Klinge hinauf. Soweit so gut, ein schönes Messer, könnte mein Lieblingsmesser sein, könnte denn.. Dieses Sch..ding schafft keinen Spinwacktest. Das frustriert mich schrecklich. Ich weiss nicht mehr ob ich das Messer wegschmeissen soll, mich von der Brücke oder das Messer zurück in die Vitrine stellen soll.
Ein Freund von mir, guter Mechaniker und angehender Messerfreak, meinte ich soll den Liner etwas abfeilen, dass er höher rauf laüft, dann würde das Messer den Spinwacktest schaffen.
Was haltet ihr von dem Feilen am Liner. Ich hab kein gutes Gefühl dabei. Oder soll ich es wagen?
 

dcjs

Mitglied
hi jangs,
das ist jetzt eine schwierige frage so aus der ferne...
ich feile und schleife auch gerne selbst an sachen rum, die nicht so "flutschen" wie sie sollen, aber das ist immer ein riskantes unterfangen (den abzug meiner 1911 hätte das fast das leben gekostet ;-) )
ich habe bis jetzt an linerlocks keine grossen operationen durchgeführt, aber wenn es den spinewhack (spine, nicht spin, sorry für die klugeschei$$erei) nicht schafft, sollte man nicht vieleicht erst den liner etwas nachbiegen?
bei meinen (2) linerlocks ist es an der rampe der klinge schön zu sehen, wo der liner kontakt hat. wenn das nur auf einer geringen fläche ist und der bastler sein handwerk versteht, ist es sicher nicht falsch, etwas material am liner abzunehmen, um eine grössere kontaktfläche zu erreichen. ich wäre aber höllisch vorsichtig dabei und würde eher feines schleifpapier als eine feile benutzen, denn was weg ist ist weg... <IMG SRC="smilies/cwm32.gif" border="0">
lass dich besser noch mal von nem experten beraten <IMG SRC="smilies/cwm41.gif" border="0">

PS: im messermagazin-test hat das messer den test auch net bestanden <IMG SRC="smilies/f_ck.gif" border="0"> <IMG SRC="smilies/cwm41.gif" border="0">
 

Odin

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ich würd nichts vom liner wegnehmen.
Dann schlägt das ding ganz durch und kann so auch kein spiel mehr ausgleichen.
Hilft nur neuer Liner <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0">
 

mactheknife

Mitglied
1. die giganten messer sind generel schlecht gearbeitet.
2. wahrscheinlich ist der winkel der tangrampe nicht korrekt.
3. wegnehmen am liner auf keinen fall. s.o.
4. das mit dem nachbiegen des liners scheint mir die beste idee. also demontieren- ist bei den scheißschräubchen von den meisten gigands eine ziemliche fummelei- und dann etwas mehr spannung auf den liner gebracht. aber net zu viel. wenns dann noch rutscht vorsichtig die tangrammpe mit ner stahlbürste anrauhen. und wenns dann nicht tut ab in die auktion!
 

jangs

Mitglied
@mactheknife:
Ja ich habe mir das auch so gedacht, dass der Winkel der Rampe schuld sein müsste. Der Liner liegt schliesslich auf und rutch beim spinewhack(danke Professor dcjs) wieder runter.
An Aufrauhen habe ich auch schon gedacht!
Danke an alle für eure Hilfe <IMG SRC="smilies/cwm12.gif" border="0">
 

Frank

Mitglied
Nur so 'ne Idee (ich habs noch nicht ausprobiert):
Statt den Liner mit Schleifpapier zu malträtieren und die schon erwähnten Risiken einzugehen warum das problem nicht anders angehen ?
Schleifpaste auf Linervorder- bzw. Klingenrückseite und dann gehts los: Liner aufdrücken -- zurückschnappen lassen, Liner aufdrücken -- zurückschnappen lassen, Liner aufdrücken -- zurückschnappen lassen, usw, usw.
Das dürfte zwar 'ne abendfüllende Beschäftigung werden, aber was solls.
Vorteile sind meiner Meinung nach, das dabei wirklich nur minimal Material abgenommen wird und so der Liner mit einem unbedachten Zug der Feile nicht komplett ruiniert werden kann und vor allem werden die Berührungsflächen Liner/Klingenrückseite exakt aufeinander angepaßt. Das dürfte sonst nich so einfach sein.

Probiers mal!
Frank
 

HankEr

Super Moderator
Etwas nachbiegen und dann das was Frank schreibt scheint mir auch das sinnvollste. Aufrauhen dürfte nicht allzulange vorhalten. Hinterher nicht vergessen die Schleifpaste aus allen Ritzen gut zu entfernen.