Leerlaufspannung bei LiIo-Akkus

smallmagnum

Mitglied
Grüß Gott alle miteinander.

Ich zitiere mich mal selbst aus einem Thread über die Spark SL5. Weils jetzt aber gänzlich Akku-spezifisch wird, erstelle ich hier einen neuen Thread.
...Meine Spark SL5 lief mit einem ungeschützten 14500er Panasonic auf Mid2.
Hat dann eine oder zwei Stufen zurückgeschaltet, und ich hab das nicht gleich bemerkt.
Die Leerlaufspannung vom Akku war dann bei 1,4V. Momentan hat sie sich wieder auf 2,0V erholt.


Jetzt habe ich nach anderthalb Tagen neugierigerweise die Leerlaufspannung noch einmal gemessen - 3,23V :confused:
Klar regeneriert sich die Leerlaufspannung entladener Akkus wieder zum Teil, aber so extrem, von 1,4V auf 3,2V.

Nun stellt sich die entscheidende Fragen für mich
Welche gemessene Leerlaufspannung ist denn für die Beurteilung, ob der Akku weiterhin verwendet werden kann, relevant?

1.) Die unmittelbar nach dem Betrieb gemessene?
2.) Die regenerierte, die ich nach 2 Tagen gemessen habe?

Falls 1, wovon ich aufgrund meiner Recherche hier im Forum und auch per google ausgehe, kann man ja aus der Messung der Leerlaufspannung generell keine Aussage über die Verwendbarbarkeit eines ungeschützten Akkus treffen.
 
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Frittenfett

Mitglied
Aus meiner sicht sagt die Leerlaufspannung auch nur begrenzt etwas aus. Das hast Du ja auch festgestellt. Ebenso ist der Spannungspegel auch nur eine grobe Hausnummer wie viel Prozent der Kapazität noch im Akku sind, und auch sehr Lastabhängig

Du solltest den betreffenden Akku unter Kontrolle Laden und schauen wie er sich dann verhält.

Generell würde ich die Nutzung von protected 14500er Zellen empfehlen. Ich verwende ausschließlich protected Zellen, ausser bei 10440er Zellen, da die protected Zellen die es gibt zu lang für eine LF2XT sind, und RCR2 da es da keine protected mehr am Markt gibt (AW hat schon seit Jahren keine mehr).
 

Megalodon

Mitglied
Der Akkus hat auf jeden Falle einen gewissen Schaden erlitten, das steht fest. Doch wie groß nun dieser Schaden ist, kann man nicht ganz einfach beurteilen, dazu müsstest du den Innenwiederstand von diesem Akku ermittel. Je nachdem wie hoch dieser ist kann man eine bessere beurteilung über den Schaden des Akkus aussagen.



Was auch ist, wenn die Spannung von dem Akkus auf 1,4V gefallen ist, dass sie sich recht "gut" wieder erholt, da ab ca. 3,6V leerlaufspannung praktisch leer ist. Ab diesem Bereich fällt die Spannung sehr schnell beim entladen und regeneriert anschließend auch sehr schnell wieder.

Beim weiteren Gebrauch des Akku wäre ich trotzdem sehr vorsichtig, da sich ab 1,5V Kupferbrücken im Akku bilden und diese beim laden zum Kurzschluss führen. Dies wird wohl nicht gleich passieren, wenn der Akku mal paar Minuten die kritische Spannung erreicht hat, trotzdem wäre ich vorsichtig.

viele Grüße
Megalodon
 
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Hiltihome

MF Ehrenmitglied
Hallo,

bei Tiefentladung bis 2V geht man noch nicht von einer gefährlichen Schädigung aus, sondern nur von reduzierter Zyklenzahl und erhöhtem Innenwiderstand.

Ein solcher Akku sollte zunächst wieder "eingewöhnt" werden, im dem er erst mal mit sehr niedrigem Ladestrom (0,1C) geladen wird.

Ein Akku der unter 1,5V war hat ziemlich sicher einen Schaden davon getragen.
Dabei kommt es zu interen Feinschlüssen durch Brückenbildung.

Wird der Akku weiter verwendet, kann sich dieser Prozess fortsetzen und zu zunehmender Erwärmung beim Laden führen.
Das kann zum Thermal Runaway führen, der nicht mehr zu stoppen ist, auch wenn der Ladevorgang unterbrochen wird.

Passiert das in der Ladeschale, wird zwar das Berstventil öffnen und Schlimmeres verhindern,
aber mit geschmolzener Ladeschale kann man rechnen.
Passiert das aber erst verzögert in der Lampe, kann diese bersten, da der Druck kaum entweichen kann.


Da der unprotected 14500er ohnehin nicht zur Lampe passt, würde ich ihn entsorgen, obwohl die Prognose ehr gut ist,
da sich die Zelle auf normale Leerlaufspannung erholt hat.



Heinz