LE und Produktionszahlen von Serienmessern

rfindigo

Mitglied
Der Trend zu "Limited Editions", gerade bei Benchmade, nimmt ja immer weiter zu.
In meinen Augen ist das für Sammler oder auch User eine gute Sache. Man bekommt ein, zumindest einigermaßen, bewährtes Modell mit Modifikationen, die das Messer für eine kleine Gruppe interessanter machen, die aber auf dem Markt generell vielleicht keine hohen Absatzzahlen finden würden.
Für die Hersteller ist es gut, da nicht so hohe Produktions/Marketingkosten wie bei einem ganz neuen Modell anfallen und so der Preis für den Kunden auch im Rahmen bleiben kann.

Bei Limited Editions sind die Auflagen ja meistens bekannt, aber wie schauen im Vergleich dazu eigentlich die Produktionszahlen der Serienmodelle aus???
Ich habe z.B. keine Ahnung ob es vom Benchmade 710 nun 10 000 oder vielleicht 100 000 Stück gibt!
Weiß jemand dazu etwas? Oder auch generell zu den Gesamtstückzahlen/Marktanteilen der Hersteller?

Grüße,
rfindigo
 

beagleboy

Premium Mitglied
Original geschrieben von rfindigo
... die aber auf dem Markt generell vielleicht keine hohen Absatzzahlen finden würden.

Glaube ich nicht. Schau mal, wie schnell das 940 TI vergriffen war. Davon könnten sicher deutlich mehr als die 500 Stück verkauft werden.

Original geschrieben von rfindigo
... Für die Hersteller ist es gut, da nicht so hohe Produktions/Marketingkosten wie bei einem ganz neuen Modell anfallen ...

Grüße,
rfindigo

Glaube ich auch nicht. Je weniger Messer von einer Serie gebaut werden, desto höher sind die Kontruktions- und Produktionskosten pro Stück.
Wenn ich die Fräse erstmal auf eine Titangriffschale eines 940 TI eingerichtet habe (und einen Titangriff designt habe, und Titan besorgt habe etc.), ist die Stückzahl doch egal.
Je weiniger Messer, desto höher ist (rechnerisch) der Aufwand pro Messer.

Gerade dieser Umstand läßt mich über die doch meist recht moderaten Preise der LEs bei BM staunen.

Marketing entfällt eh, oder hat schonmal jemand eine Werbung für eine LE von BM gesehen?
Die meisten werden ja nichtmal auf der BM-Homepage angekündigt.
Allerdings verleiht ihnen auch das einen gewissen Nimbus.
 
Zuletzt bearbeitet:

rfindigo

Mitglied
@ Beagleboy

Klar hast Du recht, je niedriger die Produktionszahlen, desto höher der Stückpreis. Allerdings denke ich auch, das sich die Modelle nunmal nicht unbegrenzt absetzen lassen. Wenn es alle LE's als ganz normale Serie geben würde, würden wahrscheinlich insgesamt auch nur wenig mehr Stücke verkauft werden als in der jetzigen Serie + LE-Strategie und der Reiz des "Besonderen" wäre auch dahin.

Mit der Aussage, das die Produktionskosten bei einer LE-Seire geringer sind, als bei einem völlig neuen Modell, meinte ich eigentlich, das ja schon das Design und zum Teil auch viele Serienbauteile vorhanden sind. Wenn man statt des 941Ti-01 z.B. ein völlig eigenständiges Design/Modell in einer Kleinserie herausgebracht hätte, wäre es imho wohl nicht zu dem Preis möglich gewesen. Anderes Beispiel wären die unterschiedlichen Anodisierungen der 940 Serie. Griffe sind gleich nur andere Farbe, kein zusätzlicher Aufwand für's Fräsen, Design, Material...

Ich denke auch wirklich nicht, das Benchmade die LE's rausbringt, weil sie damit mehr Kohle als bei den Serienteilen rausholen wollen, sondern eher aus Marketing und Kundenbindungswünschen.

rfindigo
 

crashlander

Mitglied
Original geschrieben von rfindigo
Für die Hersteller ist es gut, da nicht so hohe Produktions/Marketingkosten wie bei einem ganz neuen Modell anfallen und so der Preis für den Kunden auch im Rahmen bleiben kann.

denke ich auch, wenn z. B. das 730 mit Carbongriffschalen statt g10 augeliefert wird, muß ich ja nur anderes Material in den CNC-Maschinen fräsen (andere Abnutzung bei den Fräsköpfen ist eh klar), selbiges gilt vermutlich auch, ob ich ein Griffstück aus Titan oder Alu fertige.
Zudem sind ja auch die Entwicklunskosten / Dauer ein irrer Geldfresser, bis ein Modell von der Idee zur Serienreife entwickelt wird. Und das ist bei den LE auch nicht notwendig.

Ich finde LE´s auch gut, glaube zwar nicht daß man großartigen Wertezuwachs hat, aber ist einfach nett, mal was anderes zu sehen und vielleicht dann doch "genau das richtige" zu bekommen.
 

HankEr

Super Moderator
Die LEs sind halt ein Zusatzmarkt. Wer kauf sich schon zweimal genau dasselbe 940er? Aber einmal mit Alu, einmal mit Titan, einmal mit 30V einmal mit 154cm oder D2, in rot, in grün, in blau. Da greift der Sammler zu. Sprich sie verkaufen mit den LEs sicher einen guten Teil der Messer an ein und dieselben Kunden mehrfach.
 

El Dirko

Mitglied
Ich denke die von BM bringen die LE definitiv raus um Kohle damit zu machen.
So viel muss ja nun auch nicht am Produktionsablauf geändert werden. Wenn ich eine Strecke zur Titangrifbearbeitung habe und gute Vorlagen für die CNC Programmierung, habe ich doch schon 80%.
Und natürlich habe ich ein geringeres Risiko als bei einer Neuentwicklung. (Zählt zu den Marketing Kosten.)

Was BM da macht ist nichts anderes als eine optimale Wertabschöpfung eines Moddels bzw. Designs. (Was vollkommen in Ordnung ist.)

Noch vergessen, jedes neue LE hat einen Werbeeffeckt für die "normale" Serie!

Gruss
El
 
Zuletzt bearbeitet:

madalex

Mitglied
... wobei wir jetzt kein Stück weiter sind was die ursprüngliche Frage nach den Stückzahlen der Serienmesser angeht ;) Würd mich nämlich auch interessieren :D

Alex
 

rfindigo

Mitglied
Anscheinend nicht! ;-)
Bei Gelegenheit werde ich mal im Bladeforum die gleiche Frage stellen. Da laufen manchmal eigentlich recht gut informierte Leute rum. Vielleicht weiß da ja jemand was!?

Grüße,
rfindigo
 

R2D299

Mitglied
Hall-o
Also ein paar Informationen gibt es schon darüber. BM produziert im Jahr 180000 Messer und hat insgesamt ca. 250 verschieden Varianten/Modelle.

Wobei Benchmade vor ein paar Jahren die ganze Produtkion umgestellt hat. Sie produzieren nur noch in sehr kleine Losengrössen (20 bis 50), damit sie optimal auf die Händler und deren Kunden eingehen können. Mit dieser prozessorienteren Fertigung, können Sie jedes Modell innert kurzer Zeit liefern, ohne hohe Lagerkosten, aber in höchster Qualität, da die Messer in Teams/Kleinserien hergestellt werden.

Bei Microtech werden es so an die 20000 Stück sein pro Jahr. (geschätzt)
Spyderco ist sehr schwierig einzuschätzen, da sie eine Menge aus Seki City beziehen.
Weiss noch jemand mehr dazu?
 

madalex

Mitglied
Original geschrieben von rfindigo
Bei Gelegenheit werde ich mal im Bladeforum die gleiche Frage stellen. Da laufen manchmal eigentlich recht gut informierte Leute rum. Vielleicht weiß da ja jemand was!?

Und schon Gelegenheit gehabt?

Alex