Lansky oder Sharpmaker? Eine Entscheidung die mich in den Wahnsinn treibt :D

Bosco

Mitglied
Hallo Leute...

Irgendwie kann ich mich nicht entscheiden. Da ich zur Zeit ja noch in der Lernphase bin was Banksteine angeht, und ich nicht wirklich Lust habe meine guten Messer zu "zerschleifen", möchte ich mir ein Schärfsystem zulegen. Aber irgendwie weiss ich nicht welches ich nehmen soll...

Lansky/Gatco (Standart oder Deluxe?), oder doch Sharpmaker?

Hab Google auch schon gequält...

An Messern liegt mittlerweile allerlei bei mir rum... Vom kleinen 8er Opinel übers S.E.K von Eickhorn bis zum Esee Junglass... Falls das evtl. von Bedeutung ist bei der Auswahl des Schärfsystems...

Oh man... Da find ich Messerkäufe echt einfacher... :D
 

Badworld

Mitglied
Hallo Bosco,

ich kann das Lansky empfehlen. Mache damit die Grundschliffe für meine selbstgebauten und wenn eine schneide total versaut ist. Geb lieber ein paar euro mehr für die Diamantversion aus. Geht n bissel schneller damit.
Ich rüste nach und nach um.
 

excalibur

Super Moderator
Moin Bosco,
in der Tat sollte diese Anschaffung wohlüberlegt werden, jedoch ohne den Suchenden in den Wahnsinn zu treiben. Alle genannten System haben ihre Vor-- und Nachteile. Ich habe den Sharpmaker und das Lanskyset. Am häufigsten nutze ich den Sharpmaker, ist sehr easy und geht schnell. Imho ist der Lansky etwas exakter im Ergebnis, jedoch ist der Aufbau und der Schleifvorgang viel komplizierter. Außerdem lauert die Gefahr, dass ohne Abkleben, die Klinge verkratzt -- sehr lange Klingen sind beim Lansky auch heikel.
Schau Dir doch mal bei Youtube ein paar Videos zur Handhabung an, oder bitte jemanden es ausprobieren zu lassen.
Es ist Dein Geschmack der zählt--- hier und der Suchfunktion wirst Du wahrscheinlich ein 50 zu 50 an Meinungen bekommen.
Schalom Excalibur
 

cheez

Mitglied
Der Sharpmaker wird bei mir am meisten genutzt, steht aufgebaut in der Küche. Er eignet sich aber nur schlecht zum Anbringen eines neuen Grundschliffs. Klar geht das, habe ich früher auch schon gemacht, aber es dauert. Um die Schärfe zu erhalten eignet sich der Sharpmaker wunderbar.

Ganz andere Klasse, aber auch empfehlenswert - der Wicked Edge.

Funktioniert top; bei mir allerdings nur für den Grundschliff (dafür habe ich ihn auch angeschafft). Scharf halten mit Sharpmaker.

Long story short - ich glaube nicht, dass du mit dem Sharpmaker etwas falsch machen kannst. Selbst wenn du dir später noch andere Schärfsysteme zulegen solltest, der Sharpmaker ist einfach gut und praktisch.

Gruss, Keno
 

Bosco

Mitglied
Reichen denn die beiliegenden Stäbe beim sharpmaker aus, oder sollte man sich vllt noch Ultrafeine oder so holen?

Beim Lansky Set wäre natürlich alles dabei... hmmm...
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Reichen denn die beiliegenden Stäbe beim sharpmaker aus, oder sollte man sich vllt noch Ultrafeine oder so holen?

Kauf Dir lieber noch einen Leder Abziehriemen dazu.

Beim Lansky Set wäre natürlich alles dabei... hmmm...

Nein, Abzugleder fehlt auch da.
Wie schleifst Du mit dem Lansky Recurve?
Willst Du wirklich bei jedem Nachschärfen das Messer einspannen?
Reicht die dir Länge der Schleifsteine aus? Für Küchenmesser wirds eng.

Zu Systemen, mit denen auch ein neuer Schliff/Grundschliff aufgebracht wird, sag ich mal nichts, weil ich da nicht neutral bin. Jedenfalls wäre das nicht die Domäne des Sharpmakers.

Zum schnell mal scharf halten ziehe auch ich alle Messer durch den Shaprmaker - auch wenn ich logischerweise ein Wicked Edge Komplettset mit allem Pipapo aufgebaut rumstehen habe. Ist mir - zum Scharfhalten (!) - aber trotzdem zu viel Geschisse.

Ausserdem: Entscheidungen wirst Du selber treffen müssen. Es gibt bei der Frage kein falsch oder richtig. Und das Risiko, dass Du Dich verkaufst, wirst Du eben auch selber tragen müssen. Weil man oft eben erst hinterher merkt, was man braucht und was einem liegt. Da hilfts wenig, was andere meinen.

Pitter
 

cheez

Mitglied
Reichen denn die beiliegenden Stäbe beim sharpmaker aus, oder sollte man sich vllt noch Ultrafeine oder so holen?

Beim Lansky Set wäre natürlich alles dabei... hmmm...

Die Stäbe reichen aus. Statt den Ultrafeinen lieber einen Lederriemen, wie Pitter schon schrieb. Die Diamantstäbe funktionieren, ich habe mir die damals geholt (bevor ich einen Wicked Edge hatte), ich halte sie aber für zu teuer und würde sie aufgrund des Preises nicht empfehlen.
Für groben Abtrag kann man sich dreieckige SiC-Stäbe kaufen, frag' mich nicht, wo, ich hab's vergessen. Forumssuche nutzen, der Nutzer "Kleiner Tiger" hatte da mal eine Empfehlung.
Die SiC-Stäbe haben einen super Abtrag, wenn man das denn mal brauchen sollte, und kosten nicht die Welt.

Gruss, Keno
 

jakob.k

Mitglied
+1 für den Sharpmaker.

Perfekt, um Klingen rasierscharf zu halten. Ich habe mir auch die ultrafeinen gegönnt, aber ich denke mal einen Abziehriehmen findest du billiger.
Die Diamantstäbe sind wahrhaft viel zu teuer und sie scheinen auch keinen deutlich höheren Abtrag als die braunen 1000er Körnung Standardsteine zu besitzen. Ich glaube, Spyderco hatte die Körnung der Diamantstäbe irgendwo zwischen 700 und 800 angegeben.

Hab auch mal den Lansky eines Kollegen benutzt - für kleine Klingen sicher sehr gut geeignet aber mir dauert das alles zu lang mit dem Klemmzeugs und so weiter.

Man muss zu beiden Systemen sagen, dass sie nicht 100% idiotensicher sind. Beim Lansky muss man darauf achten, dass der Schleifstein und die Führungsschiene keinen Winkel zueinander haben, also wirklich genau auf einer Linie sind. Und dass man die Klinge gleichmässig schärft.

Beim Sharpmaker ist wichtig, dass die Klinge beim Schleifvorgang wirklich senkrecht bleibt, damit die Winkel stimmen. In diesem Sinne ist auch eine ebene Fläche, auf der der Sharpmaker steht sinnvoll.
Falls du dir zutraust, die Klinge immer schön senkrecht zu halten, dann nimm lieber den Sharpmaker, geht einfach um einiges schneller. :)
Ausserdem ist noch ganz wichtig, man sollte beim Sharpmaker die Spitze der Klinge nicht von der Schleifstabkante rutschen lassen, dies rundet die Spitze mit der Zeit ab. Hab ich leider zu spät gemerkt und mir so ein Messer versaut.


@Pitter, ich dachte beim Lansky wäre ein Stein für Wellenschliff dabei, mit dem sollten Recurve Klingen doch kein Problem sein?
 
1. = Lansky Set kaufen, das normale reicht erstmal. Evtl. einen extra groben Diamantstein dazu, der erleichtert die Sache doch ungemein. (Die Version von Lansky finde ich übrigens stabiler als das Gatco Set, der Winkel wird exakter eingehalten)

2. = Später einen Sharpmaker dazu, zum Auffrischen zwischenduch. Steht bei mir übrigens auch in der Küche. ;)

3. = 1. = Auf jeden Fall einen Lederriemen dazu, der Unterschied ist schon enorm.

4. = Üben. :cool:

Lansky und Sharpmaker ergänzen sich, beide haben ihren Anwendungsbereich und die Frage nach dem "oder" stellt sich bei mir nicht.

Für groben Abtrag kann man sich dreieckige SiC-Stäbe kaufen, frag' mich nicht, wo, ich hab's vergessen. Forumssuche nutzen, der Nutzer "Kleiner Tiger" hatte da mal eine Empfehlung.
Die SiC-Stäbe haben einen super Abtrag, wenn man das denn mal brauchen sollte, und kosten nicht die Welt.

Diese SIC-Stäbe hatte ich mal aus irgendeinem Werkzeugkatalog bestellt, war von der Idee ganz begeistert. Allerdings waren die Abmessungen im Durchmesser recht unterschiedlich, so dass einige gar nicht in den Sharpmaker passten, andere wackelten widerum wie ein Lämmerschwanz. Außerdem sind sie kürzer als die SM-Stäbe. Sie haben bei mir dann doch keine Anwendung gefunden, und nachdem mir mein Sharpmaker mal auf die Küchenfliesen geknallt war, habe ich mir doch lieber wieder die Original-Stäbe nachgekauft.
 
Zuletzt bearbeitet:

weedpeet

Mitglied
Kleiner Tiger hats schon sehr gut auf den Punkt gebracht. Entweder oder ist hier der falsche Ansatz.
Man muss wissen, was man will.

Der Sharpmaker ist in erster Linie Sharpkeeper, einen Schliff neu machen dauert da schon sehr lange.

Lansky zum Schärfe auffrischen ist aber genauso nachteilig, weil der Aufbau lange dauert und man sich notieren muss, wie man die jeweiligen Messer beim 1. Mal eingespannt hatte.

Bei mir sind auch beide Systeme gelandet, zusätzlich später Banksteine und auch Mousepad und SiC Papier.

Hat alles seine Berechtigung.


Fazit:
Sharpmaker ergibt Sinn und ist mit den kommenden Jahren der Nutzung wirklich günstig.
 

cheez

Mitglied
[...]Die Diamantstäbe sind wahrhaft viel zu teuer und sie scheinen auch keinen deutlich höheren Abtrag als die braunen 1000er Körnung Standardsteine zu besitzen. [...]

Die Diamantstäbe haben definitiv deutlich mehr Abtrag als die braunen Stäbe. Schärf' mal einen S60V oder M4, dann wirst du das bemerken. Empfehlen würde ich sie trotzdem nicht. ;)

[...]Fazit:
Sharpmaker ergibt Sinn und ist mit den kommenden Jahren der Nutzung wirklich günstig.

Exakt. Egal was du machst, ich bin mir hundertprozentig sicher, dass du die Anschaffung des Sharpmakers nicht bereuen wirst. Beim Lansky würde ich das nicht wetten.

Ich bin mir aber auch sicher, dass du fluchen wirst, wenn du mit dem Sharpmaker versuchst, bei einem der modischen Klingenstähle einen neuen Anschliff anzubringen. ;)

Ein System alleine reicht nicht, aber mit dem Sharpmaker machst du nichts falsch. :)

Gruss, Keno
 

insane

Mitglied
Für groben Abtrag kann man sich dreieckige SiC-Stäbe kaufen, frag' mich nicht, wo, ich hab's vergessen. Forumssuche nutzen, der Nutzer "Kleiner Tiger" hatte da mal eine Empfehlung.
Die SiC-Stäbe haben einen super Abtrag, wenn man das denn mal brauchen sollte, und kosten nicht die Welt.

sind diese SiC-stäbe wirklich eine gute und günstige alternative zu den diamantstäben vom SM?
ich bin schon länger auf der suche nach einem Paar grobe stäbe, welche nicht soviel kosten wie der SM selbst...
 

bumpkin

Mitglied
Ich benutze jetzt den Lansky schon eine Weile zu vollster Zufriedenheit. :super:

Sollte einmal ein Grobschliff anzubringen sein, der die beiliegenden Steine überfordert, umwickle ich einfach einen der Lansky-Steine straff mit grobem Schleifleinen.
So kann problemlos ein Grundschliff im richtigen Winkel angebracht werden.
Weiter geht es dann ganz normal mit den Steinen und abschließend auf dem Leder.

Gruß Thomas