Laguiole

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Auf der Suche nach einem original Laguiole, nicht den billigen Ramsch Nachbauten, stiess ich auf http://www.fontenille-pataud.com/.

Gekauft habe ich mir ein 12cm Laguiole, Bolster stainless steel, Curly Birch (Was zum Teufel ist das???) Schalen, Klinge aus 12c27, Ledertasche mit Wetzstab. Kostenpunkt incl shipping 330 DM. (http://www.fontenille-pataud.com/fp...guiole_Gilleswb_knives2001_latest_models.html)

Das Ding ist suuuper :) gemacht, fileworks sieht spitze aus. Beim Übergang Bolster/Schale minimale Bearbeitungsspuren, grad so, dass man sieht, dass es noch per Hand gemacht und nicht von der CNC runtergefallen ist. Klinge ist scharf, keinerlei Spiel.

Konstruktionsbedingt haben die Teile ja keinen Lock, fuer den normalen Gebrauch, also Wurst schneiden und Brot schmieren - und dafuer hab ich mir das Teil gekauft - hält die Rückenfeder die Kinge aber absolut ausreichend fest.

Mein Fazit: Die Laguiole Messer können einem gefallen oder nicht, ich wollte halt mal was Traditionelles haben, nicht immer nur Tactical hier und Axis Lock da. Und wenn schon ein Laguiole, dann sowas. Mir gefällts super und die Verarbeitung/Machart ist ein Traum fuer das Geld.

Gruesse
Pitter
 

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hübsches messer, pitter, auch haben wollen...;)

apropos, curly birch ist, frei übersetzt, lockige birke.:steirer:

und nur so am rande, ein echter tacticaler braucht einen traditionellen ausgleich... ich hab mir eine Navaja gekauft, sambar stag, messing usw.:D
 

eckesax

Mitglied
Glückwunsch Pitter, das Teil ist toll.

Hast Du Dir auch schon mal bei Coteaux Courty (Adresse bei den Links) die Messer aus Le Thiers angeschaut? Sind ähnliche Klassiker wie die L´s und auf ihre Art auch wunderschön.....
 

Andreas

Mitglied
schönes messer pitter !!! :super:
aber laß dich mit dem ding bloß nicht von ray erwischen :D

@modi: sammelbestellung? ich hätte auch interesse
 

mactheknife

Mitglied
Hab auch seit Jahren eins mit Kochenbeschalung und sieht zweifellos elegant aus. Was mich halt stört, ist die Tatsache, dass sich die Teile nur im Gürteletui bequem tragen lassen. Lose in die Hose hab ich schon probiert, aber durch die Form bedingt, fühlt sich das wie ein Steissbein an der falschen Stelle an. Hinzukommt, dass der weitrausragende Tang mit seiner scharfen Kante dem Tascheninnenfutter ziemlich böse mitspielt.
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Wie was tragen? Wozu tragen, meinst Du ich will und kann den ganzen Krempel auch tragen, der hier rumliegt :irre:

Jepp, hast recht. Aber das Ding gehoert halt auch in das Täschchen an den Gürtel, sonst sieht das ja nicht aus. Ist aber das erste Messer, was ich auch im Steak Restaurant zuecken wuerde, wenn die mir wieder ihre Stumpfhobel vorsetzen. Klar kann man das Fleisch auch mit nem Socom Elite oder nem UDT schneiden, das macht aber selten einen schlanken Fuss :)

Gruesse
Pitter
 

WalterH

Mitglied
Original geschrieben von mactheknife
Lose in die Hose
:D :D :D

Noe, im Ernst: Die Erfahrung hab ich auch gemacht. Was mit Laguioles gut geht, ist: In die Jeanstasche hinten links (rechts ist bei mir der Geldbeutel). Ist durch die Form auch beim Sitzen ok.

Was mich bei Laguioles stoert (zumindest bei meinem - aber meines ist eh ein furchtbares Montagsmesser): Die Klinge schlaegt beim Zuschnappen am Griffruecken (Wie heisst das Teil) an! :angst: :angst:

Toedlich fuer jede Klinge! Wie ist das bei anderen Laguioles?

-Walter
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Ja, Pitter, das ist mal ein feines Teil. Ich sehe schon, wie Du im Steak House dieses superelegane Messer aus dem mindestens ebenso eleganten Etui ziehst, um zu Werke zu gehen. Wie Früher, da hatte man ja auch sein Essmesser dabei. Und Die Jungs können das als Kompliment auffassen. Dieses Messer schneidet nur allererste Ware! Ja, sowas könnte mich auch reizen, und mich faszinieren traditioneller Messer ja ohnehin (Nicker vor allem). Meine Frau verdreht auch immer die Augen, wenn ich zum Frühstück mein (nicht rostfreies) Herder Buckelsklingenmesser nehme. Aber mit so einem prachtvollen Lagouiole würde mir das noch mehr Spaß machen, hm.... mal nachdenken.
Ist echt ein Prachtstück. Kompliment.
 

crashlander

Mitglied
Was mich bei Laguioles stoert (zumindest bei meinem - aber meines ist eh ein furchtbares Montagsmesser): Die Klinge schlaegt beim Zuschnappen am Griffruecken (Wie heisst das Teil) an!

Bei Leute Holzwaren in München hab ich mir das mal erklären lassen:
Dieses aufliegen der Schneide innen am Messerrücken (oder so) ist bei Laguioles traditionell schon immer so gewesen. Deswegen soll man sie ja auch langsam schließen und nicht schnappen lassen.
Eine Firma, bei der das nicht so ist, ist Laguiole en Aubrac. Dort werden die Messer so gefertigt, daß die Klinge in geschlossenem Zustand mit dem Ricasso aufliegt und die Schneide geschützt ist. Zwar gibts auch bei Aubrac Ausreisser (Montagsmesser), aber prinzipiell ists so.
Zudem gefallen mir diese Aubracs ausgesprochen gut, sehr schön verarbeitet, edle Materialien, tolles Aussehen. Kein Vergleich mit den billig-Laguioles bei Magnum.
Und die Kellnermesser von ihnen sind auch super, da spreche ich aus eigener Erfahrung. Ein (zugegebenermaßen schlechtes) Bild eines dieser Kellnermesser findest du hier
 

sepp

Mitglied
hallo pitter,
was mir bei deinem Laguiole aufällt,ist,daß die mittlere Griffniete alleine ist und nicht mit weiteren kleinen ein Kreuz darstellt.Traditionell sind die Nieten beim Laguiole in der mitte immer in Kreuzform angeordnet um bei der Feldarbeit oder sonstwo an was heiliges zu denken oder Vampiere abzuwehren.
Hab ich echt mal wo gelesen.
Gruß sepp
 
J

J.A.G.

Gast
Schönes teil pitter, aber schau mal im verkaufsforum nach, vielleicht bekommst du noch appetit auf ein zweites.
jörg
 
J

J.A.G.

Gast
es ist doch witzig zu sehen wieviele tactical-fans sich für so ein traditionelles messer interessieren. :p :p :p
 

Mike

Mitglied
Hallo Pitter,

wirklich ein schönes Messer.

War im Frühjahr bei der Verwandtschaft eingeladen.( Zentralmassiv, mitten in Frankreich)

Dort gab es anfang Mai ein großes Fest (5.Mai). Einige Männer hatten ein Laguile zusätzlich mitgebracht und gleich neben das vorhandene Besteck gelegt.

Das war in einem Dorf mit 250 Einwohnern. Viele hatten jedoch noch einen Korkenzieher am Messer und die beschriebenen Kreuze aus Nägel auf dem Griff konnte ich auch sehen.

Durfte auf Nachfragen auch mal damit "spielen".
Hab mir dann auch eins gekauft, die Grifform ist echt Klasse.

Mfg, Mike

Achja, hab fast vergessen zu sagen, das mit der Klinge ist wohl normal, die passen alle beim schließen auf das es nicht zuschnappt.
 
Zuletzt bearbeitet:

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
@sepp: man siehts bei dem hellen Holz kaum, aber auf der linken Seite sind um die grosse Niete in der Mitte noch 5 kleine in Kreuzform angeordnet - bis hierher ganz klassisch :). Aaaaber...

@WalterH und Mike: bei meinem ist es so, dass die Klinge/Ricasso beim Zuschnappen oben an der Feder anschlägt und die Schneide nicht an die Rückenfeder kommt. Soweit ich weiss, macht man das bei den neueren Teilen oefters so - ist mir nur recht.

Gruesse
Pitter
 

Mike

Mitglied
Hi Pitter,

gut zu wissen das es auch welche gibt die nicht "anschlagen".

Werd mich beim nächsten Besuch mal umtun und mir auch so ein Teil besorgen.

Denn die Griffform ist wirklich toll und es macht sich optisch besser als ein Victorinox.(Nichts gegen die Dinger hab selber 5 Stück davon).

Mfg, Mike
 
N

nash62

Gast
ich habe inzwischen auch ein messer von FONTENILLE-PATAUD und bin genau wie pitter total begeistert von der klassischen handwerkskunst. :super: