Kurze Frage zu Schneidebrettern aus Reishülsen

domgro

Mitglied
Vorab: Ich selber bin nicht an diesem Schneidebrett interessiert.

Ich würde gerne wissen, ob Schneidebretter aus Reishülsen auch Plastik enthalten können? Ich habe im Internet leider nichts zu dem Thema gefunden. Ich wollte mich zu diesem Thema informieren, als mir aufgefallen ist, dass einige Hersteller den Begriff "ohne Plastik" verwenden und einige Hersteller nicht. Bei weiterer Recherche hab ich erfahren, dass viele Hersteller dieser Reishülsen-Schneidebretter fast ausschließlich Plastikfabriken sind.

Vielleicht habe ich ja Glück und jemand von euch kennt sich mit diesem Thema aus oder kann mir weiterhelfen.

Vielen Dank
 

knives.32

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Hallo,
Da Schneidebretter aus Reishülsen oft als die nachhaltige Variante zu Schneidebrettern aus Plastik dargestellt werden, die umweltfreundlich und biologisch abbaubar sind, würde ich sagen dass diese prinzipiell kein Plastik enthalten. Aber 100-prozentig ausschließen kann ich das natürlich auch nicht für alle Hersteller.

LG! :)
 

Caali80

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Genau! bei der Prouktbeschreibung steht meistens: UMWELTSCHONEND und NACHHALTIG: das reis:brett wird z.T. aus nachwachsenden Rohstoffen, den Reishülsen, hergestellt. D. h. Es muss kein Plastik enthalten ist!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

pitter

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Ähm. Mal von Brettern abgesehen, die aus einem Stück Stamm rausgeschnitten worden sind; wie werden denn die Reishülsen, Bambusstreifen, Holzstücke usw. so miteinander ver- und gebunden, dass die Verbindung Wasser und Wärme/Hitze auf Dauer aushält?

Ich weiss es echt nicht. Aus dem Bauch raus fällt mir da halt nur ein synthetisch hergestelltes Bindemittel = "Plastik" ein.

Pitter
 

Geonohl

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Ich hörte von Werkstoffen die durch Pressen und Erhitzen aus Sägemehl festes Material ergeben.
Ohne Zusatzstoffe nur durch neu verbinden der vorhandenen Stoffe.
Aber Reishülsen scheinen mir arm am Harz und arm an Eiweißen, Zucker... die da kleben können:confused:.
 

Mekki

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Abgesehen von der Diskussion um Plastik rate ich von Schneide"bretter" aus Bambus oder aus Reishülsen ab. Beide Rohmaterialien enthalten viel Silikat (Siliciumdioxid, SiO2). Das macht sie sehr widerstandsfähig aber eben auch abrasiv für die Schneide. Reisschalenasche besteht aus so viel SiO2, dass sie in der Feuerfesttechnik und als Betonzuschlag verwendet wird.
 

pitter

Forumsbetreiber
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Deshalb sind die Bretter auch "nur" aus 95% Reishülsen und 5% Pflanzenstärke.
Das Gemisch wird dann bei hohem Druck und Hitze verpresst.

Man muss aufpassen. Es gibt "Reishülsen" Bretterln, die bestehen zu 75% aus Reishülsen. Der Rest ist irgendein zugefügtes Bindemittel. Steht so auf der Verpackung.
Und es gibt welche, da steht nix von 75% und Bindemittel, also werden die schon kein "Plastik" haben.
Ich hab die jetzt halt mal gekauft. Der Arbeit in einer Lackfabrik stelle ich jetzt halt Schneiden auf einem Kunststoff-freies Bretterl dagegen :)

Dass die Messer auffallend schnell stumpf werden, fällt mir schon bei meinen Bambusbretterln nicht auf. Grundsätzlich wird das schon so sein, wie Mekki sagt. Bei meinen 0815 Küchenmessern, die ich durchgängig auf 20 Grad geschliffen hab, ist mir das aber wumpe. Das können die schon eine Weile ab. Irgendwas ist immer.

Pitter
 

Mekki

Mitglied
Die Frage ist, warum man sich ein Schneidebrett aus zweifelhaftem Material ins Haus holen sollte. Bei Feinkost Albrecht gibt es für kleines Geld sehr gute Bretter aus Akazienholz, verschiedene Formate. Das wird im Neuzustand sicherheitshalber einmal mit kräftiger Sodalösung abgelaugt, bei 70°C getrocknet und danach mit Kokosöl eingerieben.