Kriminalwissenschaftliche Untersuchung zu Messerdelikten

Um die Diskussion ueber Verschaerfungen des Waffenrechts auf eine solide kriminalwissenschaftliche Grundlage zu stellen, waere eine genaue Analyse saemtlicher Waffendelikte in der Bundesrepublik mehr als wuenschenswert. Damit wuerde laienhaften Spekulationen im politischen Bereich endlich einmal ein Ende bereitet. Bei den Messerdelikten sollten hierbei meines Erachtens vor allem folgende Fragen beantwortet werden:

1.) Welcher Messertyp (Haushaltsmesser, zweischneidiges Messer, Spring- oder Schmetterlingsmesser, Klappmesser, sonstige Messertypen) wurde bei dem Delikt eingesetzt, bezogen auf jeden beteiligten Taeter mit Messer ?


2.) Inwieweit war der Oeffnungsmechanismus eines Messers mit beweglicher Klinge (z.B. Spring- oder Schmetterlingsmesser) bedeutsam fuer den Verlauf des Messerkampfes ?


3.) Handelte es sich um einen offenen oder einen verdeckten Messerangriff ?


4.) Was war der Anlaß des Messerkampfes (Streit, Raubueberfall, Notwehr bzw. Notwehrueberschreitung, sonstige Anlaesse) ?


5.) Alter, Staatsangehoerigkeit des Taeters und beider Elternteile zum Zeitpunkt der Geburt und ggf. besondere persoenliche Umstaende des Taeters (z.B. Vorstrafen, sozial auffaelliges Verhalten etc.) ?



6.) Schauplatz des Messerkampfes (Haushalt, Diskothek, sonstige Gaststaette, Veranstaltungen aller Art, sonstige Orte) ?



Ich vermute nach persoenlicher Einschaetzung, daß bis zu sechzig Prozent der Messerdelikte im Haushalt mit Haushaltsmessern
begangen worden sind, der Oeffnungsmechanismus eines eingesetzten Messers mit beweglicher Klinge ("Taschenmesser") fuer den Kampfverlauf meistens irrelevant war und der Anteil bestimmter
ethnischer Bevoelkerungsgruppen an der Taetergruppe besonders hoch sein wird. Es ist Aufgabe der Bundesregierung, diese Vermutungen durch eine kriminalwissenschaftliche Studie zu bestaetigen
oder zu widerlegen !

Wie seht ihr den o.a, Fragenkatalog ? Trifft er die Problemstellung, oder müsste er geändert oder ergänzt werden ? Kennt jemand Untersuchungen aus Österreich oder der Schweiz zu diesem Thema ?
 
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pitter

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Gute Fragen. So wie ich das bisher sehe gibts dazu keine Zahlen - das ist ja gerade der Witz bei der aktuellen politischen Diskussion, wo steif und fest das Märchen von der "Erhoehung der inneren Sicherheit" nicht vorhandene Argumtente ersetzt.

Ich hab die PKS 2001 hier liegen. Das Wort "Messer" taucht gar nicht auf, es ist auch nicht ersichtlich, ob die generell, oder nur bestimmte oder eben gar nicht zu den "Waffen" gerechnet werden. Waffen wernde als solche entweder uebers WaffG definiert, oder durch die tatsächliche Verwendung bei einer Straftat - dann fallen allerdings auch Kochtöpfe, Backsteine und Bierkruege darunter ;)

Hast Du, hat jemand Kontakte zum BKA/LKA und kann dort mal nachfragen?.

Ich hab mal google gefuettert, google groups in den entsprechenden gruppen, nix, nada ;-) Entweder da gibts wirklich null, oder es steht nicht im WWW. Fakt ist, dass bei aller Diskussion um das WaffG Messer keine Rolle spielen. Weder bei den Schützen noch bei der Jägerschaft oder sonstwo. Und wir paar Hanslern fallen eben nicht weiter auf.

Was ich so gefunden hab und fuer lesenswert erachte.

http://home.snafu.de/l.moeller/Waffen_im_Volk.html
http://www.burhoff.de/rspr/texte/s_00036.htm


Oder sowas

Von:Michael Grote (michael.grote@epost.de)
Betrifft:Re: Wurfsternverbot: Aufgrund welcher Ereignisse?
Newsgroups:de.alt.technik.waffen
View: Complete Thread (19 articles) | Original Format
Datum:2002-04-30 01:40:02 PST

Hallo Ernst,

hierzu zitiere ich aus der Synopse vom 25.02.2001, Verfasser ist Herr
Brennecke aus dem BMI:

"Das Verbot entspricht einem Wunsch der Länder. Dem BMI und dem
Bundeskriminalamt liegen keine Hinweise auf deliktische Verwendung von
Wurfsternen aus den letzten zehn Jahren vor."

Gruß
Michael


ja, so stelle ich mir das vor.

Gruesse
Pitter
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von sgian
..und der Anteil bestimmter
ethnischer Bevoelkerungsgruppen an der Taetergruppe besonders hoch sein wird.

Fuer gesamt D glaube ich das auch. Nur was sagt das? Das ist genau die gleiche depperte Pseudeoargumentation, wie derzeit in der Presse/Politik. Wenn Du Ausländer als Gesamtzahl nimmst, wird deren Anteil ans Straftaten mit Messern ueberproportional hoch sein. Genauso, wenn Du die Anzahl derer vergleichst, die AldiFusel trinken, gegenueber denen, die 12-jahrigen Whisky geniessen. Iss ja logisch.

Das greift einfach zu kurz. Entweder Du suchst nach Ursachen fuer die Steigerung von Gewaltbereitschaft generell - und die findst Du in jeder sozialen/ethnischen oder sonstwie definierten Schicht - oder es wird Murks. Und entweder man sagt den Leuten, das Freiheit auch Risiko bedeutet, oder man lügt. Und entweder man erkennt, dass wir auf eine Gesellschaft zusteuern, die auf unmenschliche Weise die ausgrenzt, die dem Schritt nicht folgen koennen oder man wird in Zukunft noch viel mehr haben, die ausrasten.

Und bevor darueber nicht diskutiert wird, lehne ich es ab, mich ueber solchen Pipifax zu unterhalten, ob jetzt ein Messer 8cm oder 10 cm lang sein darf.

Unser WaffG hat sich seit 50 Jahren bewährt, wir leben hier nach wie vor nicht in der South Bronx und kein normaler Mensch hat Angst, spazieren zu gehen. Was soll die Aufregung?. Wegen einzelner extremer Beispiele rennen alle rum wie die Hühnner, schmeissen mal eben das Grundverständnis von Demokratie ueber den Haufen und wünschen ein Volk von nackerden Idioten, die mit Holzlöffeln essen. Das ist dann die Loesung. Prost Mahlzeit.

Gruesse
Pitter
 

shindendojo

Mitglied
Re: Re: Kriminalwissenschaftliche Untersuchung zu Messerdelikten

Original geschrieben von pitter

Unser WaffG hat sich seit 50 Jahren bewährt, wir leben hier nach wie vor nicht in der South Bronx und kein normaler Mensch hat Angst, spazieren zu gehen. Was soll die Aufregung?. Wegen einzelner extremer Beispiele rennen alle rum wie die Hühnner, schmeissen mal eben das Grundverständnis von Demokratie ueber den Haufen und wünschen ein Volk von nackerden Idioten, die mit Holzlöffeln essen. Das ist dann die Loesung. Prost Mahlzeit.

Gruesse
Pitter

Pitter! Das hast du schön gesagt. Kommt in meine Zitatensammlung.

Grüße
Dirk
 

Nidan

Mitglied
Also prinzipiell finde ich ja eine solche Statistik sehr wichtig und auch den Fragenkatalog gar nicht schlecht, aber ...

Ziel soll es doch sein Material zu bekommen mit dem man gegen den Verbot bestimmter Messertypen argumentieren kann. Was soll denn dann die Frage nach der Staatsangehörigkeit ??

Sollten sich irgendwelche ethnische Gruppen als besonders "gefährliche Messerstecher" herauskristallisieren, willst du dann etwa ein Messerverbot für diese Gruppen ?? Nach dem Motto "Springmesser nur für Deutsche" ???:lach: Abgesehen davon müßte man dann mal klären warum gerade bestimmte Gruppen bevorzugt zum Messer greifen und das führt einfach in diesem Zusammenhang zu weit.

Auch den Sinn der Frage nach dem offenen oder verdeckten Meserangriff versteh ich diesem Zusammenhang nicht so ganz.
 

HankEr

Super Moderator
Nur zur Ergänzung. So steht es in der Begründung des Entwurfes:

Änderungen gegenüber der bisherigen Rechtslage ergeben sich auf besonderen Wunsch der Länder in Bezug auf Messer (Nr. 1.4.1 bis 1.4.3): Fall-, Faust- und Butterflymesser werden künftig generell verboten, bei Springmessern werden die Voraussetzungen für eine Ausnahme vom Verbot in teilweiser Abweichung von der bisherigen Rechtslage normiert (vgl. das so genannte Taschenmesserprivileg nach Nr. 37.2.6 der WaffVwV i. d. F. der Bek. vom 29. 1.1979 einerseits, Nr. 1.4.1 Satz 2 des Entwurfs andererseits). Diese Rechtsänderung beruht auf kriminalistischen Erfahrungen und Beobachtungen: Nach vorne aufschnappende Springmesser werden wegen ihrer Eignung zum heimtückischen Führen, das sogar einen plötzlichen Angriff "aus dem Ärmel heraus" (etwa aus dem Verdecktsein durch eine Hemdsmanschette oder einen langen Ärmel heraus) ermöglicht, nicht zuletzt im Bereich der Straßenkriminalität bei räuberischen Angriffen, aber auch bei Messerstechereien, verwendet. Es befinden sich eine Reihe von Billigprodukten auf dem Markt, die einerseits zur Nutzung in Sport, Handwerk oder Basteln mangels Verarbeitungsqualität nicht taugen, für den Brachialeinsatz im Kampf jedoch durchaus geeignet sind. Gerade diese Sorte von Springmessern ist derzeit in einschlägigen Kreisen von Kriminellen besonders verbreitet. Die Butterflymesser haben insbesondere in gewaltbereiten Kreisen von Jugendlichen eine weite Verbreitung. Das Verbot der Fall- und Faustmesser beruht in erster Linie auf dem absehbaren Ausweicheffekt, der auf ihrer Wesensverwandtschaft in der kriminellen Einsetzbarkeit beruht [...] Faustmesser eignen sich durch ihre Verwinkelung vom Griff zur Klinge einerseits zum Zufügen besonders schwerer Verletzungen auf Grund des Drucks, der auf die Klinge ausgeübt werden kann, andererseits ist es bei ihnen besonders schwer, einem Angriff auszuweichen.

Was werden wohl die nächsten Verbote aufgrund des "absehbaren Ausweicheffekts"?
 

Nidan

Mitglied
Hi Hanker, aber das ist ja ein totaler Schammrn was da steht :staun:

Sollte man denn nicht lieber mal den Verfassern dieser Begründung zeigen, daß es viel schwerer ist einer langen Klinge auszuweichen als so einem Faustdolchstummel ?

Oder verbieten die dann Bowies ????
 
Nidan :
Die Frage nach dem verdeckten Messerangriff hat folgenden Sinn :
Bei den üblichen verdeckten Angriffen, die das Opfer überhaupt nicht rechtzeitig erkennen kann, wird das Messer bereits im Vorfeld heimlich einsatzbereit gemacht. Es spielt dann keine Rolle mehr, welchen Messertyp du verwendest. Die Fernsehversion, bei der gut sichtbar ein Balisong oder Springer vor den Augen des Opfers aufspringt, ist meistens Blödsinn und nicht realitätsgerecht. Wer tatsächlich zustoßen und verletzen oder töten will, setzt nicht zuvor den optischen Droheffekt dieser beiden Messertypen ein. Leise, überraschend und tödlich, heisst die Devise. Und dabei stören Springer und Balisongs eher, weil sie optisch und akustisch zu auffällig sind.
(Ich würde deshalb nur noch Springer und Balisongs auf der Straße zulassen, aber das kommt politisch natürlich nicht durch ! Wenn ich das Messer rechtzeitig beim Öffnen erkennen kann, fällt der übliche verdeckte Angriff aus. Und die Überlebenschancen des Opfers steigen !)
 

cearbhallain

Mitglied
Fragenkatalog: Die Sache mit den ethnischen Gruppen ist Mist, ansonsten ist der gar nicht mal so dumm.

@Pitter: stimme Dir voll und ganz zu

@Hanker: Danke für das Zitat. Was für ein Schmarrn.
 

TacHead

Mitglied
@Pitter: bingo.

Es wäre natürlich insgesamt spannend, an diese Zahlen zu kommen, aber so weit ich weiß haben die vorliegenden Statistiken auch schon nicht zur Versachlichung der Diskussion beigetragen - wer sagt, daß Politiker oder Bevölkerungsmehrheit auf detailiertere Fakten Rücksicht nehmen würden? :(
 
TacHead :
Auf jeden Fall hätten dann alle eine gemeinsame Diskussionsgrundlage.

Alle:

Zu den "ethnischen Gruppen :


Im Bereich der Messerdelikte ist hier meines Erachtens festzuhalten, dass deren gestiegene Zahl ein Ergebnis der multikulturellen Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland ist. Zumindest bis in die 70er Jahre hinein war es bei taetlichen Auseinandersetzungen eher unueblich, ein Messer oder eine Schusswaffe einzusetzen. Mit steigendem Auslaenderanteil wurden dann auch die Messerkulturen Sued(ost)europas, Suedamerikas und Afrikas in die Bundesrepublik importiert. Nachdem auslaendische Jugendbanden und sonstige Straftaeter regelmaessig mit Messern und Schusswaffen ausgeruestet waren, zog die einheimische Bevoelkerung notgedrungen nach. Die schlimmen Verhaeltnisse bestimmter Staaten wurden ueber die liberale Auslaender- und Asylpolitik auch in unserem Land traurige Realitaet.

Ich möchte ausdrücklich betonen, daß das nicht ausländerfeindlich gemeint ist. Natürlich gab es auch in meiner Jugendzeit Mitte und Ende der 70er Jahre viel Gewalt, aber unsere Rockerbanden damals hatten Schlagketten und spezielle, getarnte Schlagringe und ähnliches. Messer waren kein Thema. Und auch heute erschrecken sich die meisten Menschen fürchterlich, wenn sie etwas über den Einsatz eines Messers als Waffe hören. Ich kenne ausgebildete, qualifizierte Escrimadores, die Messer überhaupt nicht ausstehen können, auch wenn sie damit umgehen können. Wenn du in seriösen Kampfsportvereinen nach Trainingspartnern für Messerkampf (nicht: waffenlose Messerabwehr) suchst, wirst du auch von echten Kämpfern böse angesehen .Diese Grundsatzposition hat sich generell in der Bevölkerung bis heute nicht geändert.
Im Bereich Ursachenforschung der Kriminalitätsstudie ist diese Frage daher m.E. durchaus legitim.
 
Zuletzt bearbeitet:

Nidan

Mitglied
Dann laß halt die ethnischen Gruppen drin, wenn es dir was bringt solange du dann keine falschen Schlüsse ziehst (da passen wir dann schon auf ;) )

Deine Aussagen zu der Gewalt in den 70ern sind allerdings falsch.

Rocker haben sehr wohl Messer eingesetzt, weiß ich aus 1. Hand. Ich hätte da sogar ne nette kleine Story dazu ;)

Auch im Milieu wurden fleißig Messer eingesetzt, spätestens seit James Dean war z.B. der Italo-Springer auch bei uns allgemein in gewissen Kreisen sehr beliebt.

Übrigens ich hatte noch nie Probleme in meinem Verein Partner fürs Messerkampftraining zu finden :D
 
Daß auch Rocker Messer eingesetzt haben, bestreite ich nicht. Aber das war zumindest in meiner Gegend nicht die Hauptwaffe.

Und kriminelle, professionelle Messerkämpfer hatten und haben keine billigen Italo-Springer. Die lieben mehr die einschneidigen Messer mit feststehender Klinge. Deine Italo-Springer wurden und werden nur von Laien benutzt, und da auch mehr zum Einschüchtern oder aus Tradition (Die italienischen Mafiosi in Hamburg ziehen übrigens heutzutage Schusswaffen vor. Das Stiletto ist nicht mehr so in - moderne Zeiten eben !)
 

Tobse

Mitglied
Eine recht aufwendige Studie zum Thema Messerkriminalität findet sich im Buch 'The Logic of steel'. Der Author analysierte mehrere Hundert Messerkämpfe/Überfälle, die sich im Raum Baltimore ereignet haben, und führte Interviews mit Opfern,
Tätern und Tatzeugen. Die Ergebnisse sind wohl kaum komplett auf Deutschland zu übertragen, doch sein Fazit 'People are murdered with junk' bestätigt Eure Vermutungen hinsichtlich der verwendeten Tatwerkzeuge.

Munter bleiben,
Tobse!
 

Nidan

Mitglied
Hi sgian, schön daß wir uns einig sind daß auch schon die Rockerbanden der 70er Messer benutzt haben.

Was die Italo-Springer angeht : Klar wurden die v.a. von Jugendlichen benutzt, ich glaub ja auch kaum, daß James Dean nun unbedingt das Idol der Profi-Killer war, gell :lach2:

Tobse : Klingt sehr interessant !
 
@theLonestar
Wirklich ganz interessanter Link.

Besonders den "Fangschuss" fand ich süss, wo die Sauen die Gegner auffressen. So Schweinchen sind echt putzig in ihrer rauen Art.

"Schon die Nazis, die 1938 mit dem damaligen Waffengesetz, um das Verbrechen auszurotten, die bis dahin übliche freie Waffennutzung einschränkten, konnten selbst mit dem totalen Staat, mit heute indiskutablen weitestreichenden Zwangsmitteln, das gesetzte Ziel nicht erreichen. Auch im Dritten Reich wurden den drakonischen Strafen trotzend, Verbrechen begangen. Die einfältige scheinbare Einsicht „Ein starker Mann, werde mich schon schützen, werde das schon machen!“ ging und geht nicht auf. Verbrecher werden nämliche so geschreckt"

So habe ich das noch nie gesehen. Ist aber was dran.

So eine Statistik fände ich hoch interessant.
Schon toll die Tatsachen, dass es zu der geplanten Waffenrechtsverschärfung keine ansatzweise wissenschaftlichen Belege gibt.
Gut, die gibt es zur Notwendigkeit die Diäten mal wieder zu erhöhen auch nicht.

Kann aber doch nicht angehen, dass unsere Volksvertreter in ausufernder Willkür handeln, oder ?
Keine Fakten, keine Beweise, nur ein hohles Gefühl, man müsse etwas verbieten ?
Unglaublich!

Tut mir leid, aber diese Typen verlieren mein Vertrauen.
Und das nicht nur wegen dem Waffengesetzt. Auch der nun immer klarer hervortretende Sumpf von Korruption, Schmiergeld, Spenden usw. weckt nicht gerade Freude.
Mal ehrlich, welches moralische Recht hat ein sich heimlich ungesetzlich verhaltender Politiker, anderen etwas vorzuschreiben ?
Die kann man doch nicht mehr ernst nehmen.
Wie wird man die denn los ?
Wer wählt denn die noch ?
Früher sind die ja wegen grober Peinlichkeiten von selber abgetreten, aber auch das tun sie ja jetzt nicht mehr vor Erlangung ihrer Pensionsansprüche.

Die Frage nach den Ethnischen Gruppen darfst du hier eh nicht stellen, ohne gleich als Ausländerfeind oder Nazi beschimpft zu werden.
Ich fühle aber gar keine Erbschuld in mir !
Die Frage bleibt aber, welche Maßnahmen sich auch eventuellen Erkenntnissen zu Tätergruppen ableiten liessen. Wie oben schon ählich steht : Messer nur für deutsche heterosexuelle über 25 scheidet wohl ganz sicher aus.

Was die Heiopeis von Politiker jetzt wieder für einen Wirbel veranstalten, nur weil mal einer die Traute hatte, zu sagen, dass die Israelis sich scheisse benehmen. Ob dabei seine (abweichende)Wortwahl geschickt war, lassen wir dahingestellt.
Da ständig den Kopf in den Sand zu stecken oder sie nach wie vor zu unterstützen, finde ich peinlich.

Ist fast OT, hängt aber mit der allgemeinen Situation einer willkürlichen und wenig korrekten Handlungsweise unserer Vertretung zusammen.

Sehr Interessant in dem Artikel ist auch der geschichtliche Zusammenhang von Waffenverbot mit darauf folgender Massenvernichtung von Minderheiten!
Habe ich nicht gewusst!

"
Messer 237
nachweislich illegal beschaffte Schußwaffen 56
Baseballschläger 31
Maschinenpistolen, Besitzverbot, der Erwerb entzieht sich vollständig dem Waffengesetz 31
Handgranaten, Besitzverbot, der Erwerb entzieht sich vollständig dem Waffengesetz 18
Eisenstange 17
Beil, Axt 15
Straftaten von Polizisten mit Polizeiwaffen (keine Vorfälle während des Dienstes) 14
...
"

Diese Tabelle zeigt leider doch einen ziemlich hohen Anteil von Messerdelikten. Leider steht nichts über die Rahmenbedingungen dieser Statistik dabei.
Interessant auch der Anteil von Polizeiwaffen !!

Das Argument zu Jägern, die ihre Fähigkeiten im "Grünen Abitur" bewiesen hätten, sehe ich allerdings anders. Darunter gibt es mal ne ganze Menge Vollbirnen, die besser mal nicht zur Jagd gehen sollten.
Viele davon sind aber in der Politik oder einflussreichen Positionen und bilden eine starke Lobby. Somit lässt man die weitestgehen in Ruhe.

Ich fürchte, solange unsere Vertreter weiterhin in völliger Willkür handeln, haben wir keinerlei Chance argumentativ etwas zu bewirken.
Mal ganz davon abgesehen, dass die dazu neigen, Themenstudien ihren Wünschen entsprechend zu schönen.
Man sehe den CT Artikel, "was Word uns alles verrät" ...
Und die liebe Presse macht alles noch viel schlimmer.
Es lebe die Bildzeitung!

Es überkommen einen wirklich langsam Ekel und Ohnmachtsgefühle.
Nein, es geht nicht mehr darum, ob 8.5 oder 8.6 cm Klinge legal sein sollten. Es geht vielmehr darum, ob diese Art Entscheidungen zu treffen korrekt ist.
Will man derartiges wirklich gewissenhaft enscheiden und ensprechend vorher die nötigen Fakten anlysieren, dann hat man verdammt viel zu tun. Es gibt ja auch Berichte, die besagen, dass eine gestiegene Bewaffnung ordentlicher Bürger sich positiv gegen die Kriminalität auswirkt und dass Volksentwaffnugng die Verbrechensquote nicht unbedingt verringert. Dies nicht nur als hyphothetischens Modell sondern ganz real.
Man will das aber anscheinend nicht wissen.

Da entscheidet man sich doch lieber mehr aus dem Bauch. OK den wichtigsten Lobbies will man gerecht werden. Das währen :
1. Presse
2. Presse
3. Presse
4. Industrie
5. die von der Presse fälschlich beeinflusste Öffentlichkeit
6. damit gleichzeitig die Wähler.

Ist echt kein Spass !
 
Die Stilettospringer aus James Dean's "Denn sie wissen nicht, was sie tun" mit der Messerkampfszene am Observatiorium wurden meines Wissens 1958 mit dem "Switchblade Act" oder so ähnlich verboten.

Unbestritten ist, daß die Billigstichwaffen z.B aus dem aktuellen Boeker/Magnum-Katalog 1/2002 S.76 und 101 den Ärger machen. Als Sammlerstücke zu billig gemacht, und zum Messerstechen in der Disko gut geeignet ! Oder geht mal in die Tabakgeschäfte an Bahnhöfen. Dort findet ihr des öfteren Billigstichwaffen, die zum Teil aus Nahost stammen und nur zu kriminellen Zwecken geeignet sind. Und ohne Nachfrage seitens der Kundschaft würde das niemand zum Verkauf anbieten. :mad:

D a s sind die Problemkinder, und nicht ein "Benchmade"-Balisong oder ein Stoßdolch von "Cold Steel". Diese sind für kriminelle Jugendliche und den Messerstecherabschaum viel zu teuer . Tobses Hinweis ist völlig korrekt !

Der einzige Vorteil dieser "Samstagnacht-Ausrüstung" besteht darin, daß Messerstecher sofort identifizierbar sind, sobald man diese Teile bei ihnen entdeckt. Und niemand kann dem Richter erzählen, daß er so etwas nur als Taschenmesser dabei hatte und bei der Prügelei eben ganz zufällig in die Hand bekam ! Werden diese Messertypen verboten, steigen diese speziellen Kandidaten eben auf unauffällige Messertypen um und sind für die Behörden wesentlich schwieriger zu identifizieren.
Deswegen posaune ich auch quer durch das ganze Web, daß zweischneidige Kampfmesser auf ein militärisches Schlachtfeld und ansonsten in die heimische Vitrine gehören. Andernfalls kann das stolz mitgeführte Sammlerstück in einer überraschenden Notwehrsituation mehr Ärger als Nutzen einbringen.

Tobse:
Ich habe "The Logic of Steel" noch nicht in meiner "Bibliothek des Schreckens", weil es mir bisher noch zu teuer war. Passen die dortigen Analyseergebnisse zu meinem o.a. Fragebogen ? Oder müssen wir noch etwas ergänzen ?

Rolf:
Mir haben einige unbescholtene Männer und Frauen klipp und klar erklärt, daß sie ihre nach der Änderung des Waffengesetzes verbotenen Messer nicht vernichten werden. Denn unsere Regierung gleich welcher Parteizugehörigkeit habe aufgrund von Korruption und Dilettantismus jeden moralischen Anspruch auf Gesetzestreue verloren. No comment !
 
Zuletzt bearbeitet:
@Schlappen, Ulki
Hey, ihr mögt euch, oder ?
Was geht denn da bei euch ab ?

@Sgian (Ulki) :)
Habe auch von Leuten gehört, die ihre Tachyons nicht vernichten wollen :)))))
Aber in die Öffentlichkeit nehme ich die dann sicher nicht mehr mit.
Habe ja noch genug anderes ...

OT:
Im übrigen finde ich Ulkis Ansichten zum Teil garnicht so daneben (Zweischneidige aufs Schlachtfeld - naja, sehe ich jetzt nicht so den Sinn drin). In vielen Fällen hätte ich gleiche oder ähnliche Ansichten. Zum Beispiel zur Kompromisslosigkeit einer Verteidigungshandlung bei entsprechender "Escalationsstufe". Allerdings finde ich da Messer ungeeignet auch wenn ich an "Messerkampf" als Hobby/Sport rein zum Spass Interesse habe. Wie halt andere Boxen, Fechten oder Schiessen...

Wenn irgendwo ein Messer gezückt wird - egal von wem - dann hört da für mich jeder Spass und jede Rücksicht auf. Auch ein Verteidiger mit einem Messer sollte sich bewusst sein, dass er damit auf ein ganz anderes Level kommt, auf dem bleibende Verletzungen oder Tod normal sind. Bisschen Messer geht nicht ! Bisschen Kanone auch nicht!
Und wer droht muss damit rechnen seine Drohung wahrmachen zu müssen.

OT Ende

Interessant ist doch an der Statistike in erwähntem Artikel, dass entweder illegale Waffen ( wie will man verbieten was schon verboten ist ) oder Dinge, des mehr oder minder taglichen Gebrauchs (Beile?) verwendet wurden. Also ganz klar : Wenn man eh das Gesetzt bricht, in dem man eine Straftat verübt, ist einem das zusätzliche Delikt eines unerlaubten Waffenbesitzes ziemlich egal - oder man nimmt etwas, dass gerade rumliegt und sich halbwegs eignet.
Siehe 11.Sept. : Teppichmesser ( nicht unbedingt eine typische Tatwaffe im Auge unserer Ach-so-Schlauen ).
Also, wo soll hier ein zusätzliches Verbot helfen ?
Habs ja schon mal gesagt: Damit können die dann denjenigen, denen sie sonst nichts nachweisen können immerhin ne Kleinigkeit anflicken.
Darin sehe ich keine tolle Verbesserung!
Da können die Beamten dem gleich ne Haschischzigarette unterschieben.
Ist genau so toll (und kommt vor...).

Im übrigen scheinen unsere ach so tollen Statlichen Überwachungsmaßnahmen ( Rasterfahndung, Echolon,...) auch nicht den gewünschten Effekt zu erzielen. Wie sonst liesse sich ein 11.September erklären ?
Hier müsste man doch wirklich einmal eine Kosten / Nutzen Rechnung aufmachen. Welchen messbaren Vorteil bringt die Beschneidung der persönlichen Freiheit durch Verbote oder Überwachung???

Unangemeldete Hausbesuche bei legalen Waffenbesitzern, Durchsuchungsbefehl für vermutete Kriminelle ?
Das ist ein ganz schlechter Scherz !!!

:fack:
 

Nidan

Mitglied
Sgian : jo bei uns waren die Stilleti aber nicht verboten zumidest hat sich keiner drum gekümmert :D

Aber ganz konkrete Frage : Willst du wirklich das Mitführen von 2schneidigen Messern (Dolchen) verbieten lassen , obwohl wir uns doch einig sind, daß die meisten Messerverbrechen entweder mit Billig-Messern oder Küchenmesser verübt werden ? Und was ist z.B. mit Messern die eine angeschliffene Rückenschneide haben, wie das Bowie, soll man die auch nicht mehr führen dürfen ?

Ansonsten würd ich dich bitten zu versuchen die Fragen an den Mann zu bringen, irgendwann sollten Fakten auf den Tisch und der Thread ist eh schon scheintot ;)